Künstliche Intelligenz

Nanoleaf: Smart-Home-Leuchtenspezialist landet bei SwitchBot-Mutter


Großer Deal im Smart-Home-Geschäft: Die SwitchBot-Mutter OneRobotics mit Hauptsitz in Shenzhen übernimmt Nanoleaf mit Sitz in Shenzhen, Toronto und Paris. Die beiden Firmen sind insbesondere Nutzern der Heimautomatisierung bekannt: OneRobotics respektive SwitchBot unter anderem für seine Schalter und diverses weiteres Zubehör vom Sensor bis zum Staubsaugerroboter und Nanoleaf für seine zahlreichen Beleuchtungslösungen von der Einzelbirne bis zum Schaukasten. Allerdings entwickeln sich beide Firmen zunehmend in den Bereich Robotik und KI. So hatte OneRobotics kürzlich einen eigenen Haushaltsroboter präsentiert und ein Kuscheltier mit KI gezeigt. Nanoleaf kündigte ebenfalls einen entsprechenden „Pivot“ an und wollte sich auch in diesen Bereich begeben. Es blieb allerdings bislang nicht bei viel mehr als Ankündigungen.

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Der Aufkauf von Nanoleaf durch die SwitchBot-Mutter soll rund 40 Millionen US-Dollar gekostet haben, wie aus einer Mitteilung an die Börse Hongkong hervorgeht. Aus den veröffentlichten Zahlen ist bekannt, dass Nanoleaf 2025 einen Umsatz von 30,8 Millionen Dollar generiert hat, allerdings nach wie vor mit einem Minus operiert (rund 1,66 Millionen Dollar auf das Jahr gerechnet).

OneRobotics hätte Nanoleaf also zu einem günstigen Preis erworben, der gut das 1,3-fache des Umsatzes beträgt. Es ist unklar, ob sich Nanoleaf zum Verkauf gezwungen sah. OneRobotics war es zuletzt gelungen, an die Hongkonger Börse (HKEX) zu gehen, was dem Unternehmen viel neue Mittel in die Kasse gespült hat.

Es ist unklar, was der Deal für die Nanoleaf-Produkte bedeutet. Diese werden für Deutschland hauptsächlich über Amazon sowie über einen in Irland beheimateten Shop direkt verkauft. Kunden, die die Marke kennen, nervt unter anderem die verwirrende Rabattpolitik, teils dauert auch die Lieferung recht lange. Die Hardware an sich gilt aber als stabil, auch wenn etwa Konkurrenten wie Govee mit ähnlichen Features und günstigeren Preisen aufwarten. Wie bei chinesischen Marken oft üblich, sind die Apps von Nanoleaf aber wenig intuitiv – das gilt allerdings auch für die von SwitchBot.

Nanoleaf-Chef Gimmy Chu hatte aber zuletzt in Interviews betont, man wolle künftig stark auf Robotik und KI setzen, sowie auch den kosmetischen Bereich. Nanoleaf, das ursprünglich in Toronto gegründet war, hatte hier etwa eine Rotlichtherapie-Maske ins Programm aufgenommen. Die Marke ist wie erwähnt im Smart-Home-Geschäft bekannt, OneRobotics dürfte sie also nicht beerdigen wollen. Das Unternehmen war selbst durch ein Gadget bekannt geworden, das anfangs über Kickstarter vertrieben wurde: Einen kleinen Schalter, der vorhandene Bedienelemente in Wohnung und Büro betätigen kann – eigentlich eine sehr einfache Art Miniroboter. Später setzte OneRobotics dann auf ein wesentlich breiteres Angebot, behielt den Markennamen SwitchBot aber bei. Der Schalter trägt mittlerweile den etwas verwirrenden Namen SwitchBot Bot. Zuletzt erschien er in einer Variante mit Akku, zuvor musste man die Batterie regelmäßig tauschen.

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(bsc)



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