Künstliche Intelligenz
NASA bereitet den Bau einer Mondkolonie vor
Neue Rover, neue Lander und mehr als ein Dutzend Missionen. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) hat ihre Pläne für die Vorbereitung einer dauerhaften Besiedelung des Mondes konkretisiert.
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So sollen noch in diesem Jahr drei unbemannte Missionen in Richtung Mond starten. An der dritten werden auch die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) und das staatliche Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI) beteiligt sein. Weitere Missionen will die NASA nach eigenen Angaben im Laufe des Jahres bekannt geben.
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Moon Base: Humanity’s First Outpost on the Lunar Surface (Official NASA Trailer)
„Die Mondbasis wird der erste Außenposten Amerikas und der Menschheit auf einem anderen Himmelskörper sein“, sagte NASA-Direktor Jared Isaacman. „Jede Mission, bemannt oder unbemannt, wird eine Gelegenheit zum Lernen sein, wenn wir zur Mondoberfläche zurückkehren, die Infrastruktur aufbauen, um dort zu bleiben, und die Fähigkeiten erlernen, die nötig sind, um in einer der anspruchsvollsten und gefährlichsten Umgebungen zu leben und zu arbeiten, die man sich vorstellen kann.“
Drei Missionen im Jahr 2026
Mit der Mission Moon Base I soll der unbemannte Lander Blue Moon Mark 1 Endurance des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin starten. Ziel der Mission ist laut NASA, eine präzise Landung sowie die Funktion wichtiger Systeme wie Antrieb oder autonome Navigation und Steuerung zu demonstrieren. Daneben soll Endurance zwei wissenschaftliche Nutzlasten zum Mond bringen: ein Kamerasystem, das beim Abstieg und der Landung von Endurance die Wechselwirkung zwischen dem Triebwerksstrahl und der Mondoberfläche erfasst, und einen Laser, der Raumfahrzeugen im Mondorbit eine bessere Positionsbestimmung ermöglicht.
Zeitplan für den Bau einer Mondbasis
(Bild: Edmy S. Cruz Reyes / NASA)
Im Rahmen von Moon Base II soll der Lander Griffin von Astrobotic getestet werden. Er soll etwa eine halbe Tonne Fracht auf den Mond bringen. Darunter wird der von Astrolab entwickelte Rover Flip sein, mit dem Erfahrungen für die Entwicklung künftiger Mondfahrzeuge (Lunar Terrain Vehicle, LTV) gesammelt werden sollen.
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Kern von Moon Base III wird der Nova-C Trinity von Intuitive Machines, der das Instrument Lunar Vertex mitnimmt. Dessen Aufgabe wird sein, helle Flecken auf der Mondoberfläche zu untersuchen, um Erkenntnisse über die Oberflächenentwicklung und das Materialverhalten unter extremen Bedingungen zu gewinnen. Zudem wird der Lander Nutzlasten der ESA und des KASI mitnehmen.
Mondautos und Drohnen
Daneben hat die NASA mitgeteilt, dass sie den US-Raumfahrtunternehmen Astrolab und Lunar Outpost 219 Millionen US-Dollar respektive 220 Millionen US-Dollar für den Bau von LTVs bewilligt hat. Beide Rover – Astrolabs Crewed Lunar Vehicle (CLV-1) und Lunar Outposts Pegasus von – sind dafür gedacht, dass Astronauten damit fahren und Nutzlasten auf dem Mond transportieren können. Diese beiden sollen voraussichtlich mit dem Lander Blue Moon Mark 1 von Blue Origin zum Mond fliegen.
Schließlich hat die NASA das Raumfahrtunternehmen Firefly Aerospace beauftragt, ein Landefahrzeug zu bauen, das mehrere Drohnen zum Mond bringen soll. Diese werden am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA entwickelt und sollen 2028 zum Mond fliegen.
Neue Mondpläne
NASA-Direktor Isaacman hatte die Neuordnung des US-Mondprogramms im März angekündigt. Danach will die NASA 2028 wieder Menschen auf den Mond bringen und bis Anfang der 2030er Jahre eine Mondbasis errichten, die dauerhaft bewohnt sein soll. Dafür wird der geplante Bau einer Raumstation im Mondorbit gekippt. Diese Station, an der auch die ESA beteiligt gewesen wäre, sollte als Zwischenstation für Missionen zum Mond und später zum Mars dienen.
Grund für die veränderten Pläne dürften die chinesischen Pläne für eine bemannte Mondmission bis 2030 sowie die Errichtung einer Mondbasis sein. „Die Uhr tickt in diesem Wettstreit der Großmächte. Erfolg oder Scheitern werden in Monaten und nicht in Jahren gemessen“, sagte Isaacman im März.
(wpl)