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NASA-Weltraumteleskop Swift: Rettungsmission nach Rekordvorbereitung gestartet


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Die NASA hat eine bislang beispiellose Mission zur Rettung eines Weltraumteleskops gestartet: Das robotische Raumschiff LINK wurde von einer Rakete im Südpazifik ins All geflogen. LINK wurde um 10:36 Uhr MESZ am Freitag mit der Pegasus-XL-Rakete von einem speziellen Flugzeug in 12 km Höhe gestartet, hat die US-Weltraumagentur mitgeteilt. Damit ist LINK auf dem Weg zum Weltraumteleskop Swift, das so weit abgesunken ist, dass sein Absturz droht. Dort soll LINK in etwa zwei Wochen ankommen und das Instrument aus der Nähe inspizieren. Danach soll es das Gerät greifen und langsam in eine höhere Umlaufbahn schieben, damit es dort die Forschung wiederaufnehmen kann. Zuerst muss sich LINK aber auf der Erde zurückmelden, die NASA informiert über den Verlauf in einem Blog.

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Neil Gehrels Swift Observatory wurde 2004 gestartet, damals hieß das Gerät nur Swift. Das Weltraumteleskop untersucht primär Gammastrahlenblitze, „die stärksten Explosionen im Universum“. An Bord hat es drei verschiedene Forschungsinstrumente, die im sichtbaren, im ultravioletten, im Röntgen- und im Gammaspektrum arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Burst Alert Telescope (BAT), das zu jeder Zeit etwa ein Sechstel des Himmels abdeckt und dort Gammablitze entdecken kann. Wenn einer entdeckt wird, kann es die anderen Instrumente rasch darauf ausrichten, Observatorien auf der Erde können direkt nachziehen. Während seines Betriebs hat das Gerät unzählige Ereignisse beobachtet. 2018 wurde es zu Ehren des verstorbenen Forschungsleiters umbenannt.

In den vergangenen Jahren hat die verstärkte Sonnenaktivität nun aber dafür gesorgt, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen als ursprünglich erwartet. Ohne Gegenmaßnahme würde es wahrscheinlich in Monaten abstürzen. Um das zu verhindern, hat die NASA Katalyst Space Technologies deshalb 30 Millionen US-Dollar bezahlt. Im Gegenzug sollte Katalyst in Rekordzeit ein Raumfahrzeug fertigstellen, das den Orbit von Swift anheben kann. Was normalerweise Jahre dauert, wurde danach innerhalb von Monaten erledigt. Im Winter hat die NASA Swift weitgehend deaktiviert, damit das Weltraumteleskop durch die Drehungen um sich selbst nicht zu stark absinkt. Damit es gerettet werden kann, darf es nicht unter 300 km sinken.


(mho)



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