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Neue Hardware für Codex und Europas Chance auf Anthropic


Während OpenAI expandiert, will Europa eines der weltweit führenden KI-Unternehmen für den Standort gewinnen: Wie Bloomberg berichtet, hat Österreich die EU-Kommission aufgefordert zu prüfen, wie sich Anthropic nach Europa holen ließe. Europa sieht dafür eine Chance, weil die US-Regierung führenden KI-Unternehmen zuletzt die Veröffentlichung leistungsstarker Modelle erschwert hat.


OpenAIs erstes KI-Gadget:
Ein Stift von Ex-Apple-Designer Jony Ive?

OpenAI Branding
Das neue OpenAI Branding vor Fotografie, © OpenAI

Codex soll per Knopfdruck bedienbar werden

Das OpenAI-Gerät entsteht in Zusammenarbeit mit Work Louder, einem Unternehmen für mechanische Tastaturen und Macro Pads. Nach aktuellem Stand steuert Work Louder die Hardware bei, während OpenAI die Codex-Integration und die Zusammenarbeit verantwortet. Solche Eingabegeräte sind vor allem für Power User interessant: Häufig genutzte Befehle, Workflows oder App-Aktionen lassen sich auf einzelne Tasten legen.

OpenAIs Codex Hardware im Teaser-Design mit mechanischen Tasten und farbig beleuchteten Bedienelementen, © OpenAI

Statt durch Menüs zu navigieren oder Tastenkombinationen einzugeben, könnten Entwickler:innen häufig genutzte Codex-Funktionen künftig direkt per Knopfdruck starten. Welche Befehle OpenAI dafür vorsieht, ist bislang noch offen.

Optisch erinnert das im Teaser gezeigte Gerät an Work Louders Creator Micro 2. Das Macro Pad bietet 13 mechanische Tasten, einen Joystick und einen Touch-Sensor. Auch Figma hat bereits mit Work Louder zusammengearbeitet und ein Macro Pad mit vordefinierten Shortcuts für die Designsoftware veröffentlicht.

Österreich will Anthropic in die EU holen

Während OpenAI neue Hardware entwickelt, versucht Europa, eines der führenden KI-Unternehmen für den eigenen Standort zu gewinnen. Österreichs Staatssekretär für Digitalisierung Alexander Pröll hat die EU-Kommission aufgefordert zu prüfen, wie sich Anthropic nach Europa holen ließe. In einem Schreiben an EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen wirbt er für Europa als KI-Standort:

Let us jointly explore the strategic establishment and participation of Anthropic within the European Union. With legal certainty, market access, capital and a set of values that suit this company.

Der Vorstoß kommt, nachdem die US-Regierung führenden KI-Unternehmen zuletzt die Veröffentlichung besonders leistungsfähiger Modelle erschwert hat. OpenAI musste GPT-5.6 unter besonderen Auflagen starten. Anthropic wiederum durfte die Modelle Claude Mythos 5 und Claude Fable 5 nach einer Anordnung der US-Regierung zunächst nur eingeschränkt bereitstellen. Inzwischen hat die Regierung die Beschränkungen für Claude Mythos 5 teilweise gelockert. Das Modell darf wieder einem kleinen Kreis ausgewählter, vertrauenswürdiger Organisationen und Personen, darunter vor allem Cybersicherheitsunternehmen, zur Verfügung gestellt werden, nachdem Anthropic zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nachgewiesen hat. Claude Fable 5 bleibt dagegen weiterhin gesperrt.

Die Spannungen zwischen Anthropic und der US-Regierung eröffnen aus europäischer Sicht eine Chance. Falls Anthropic Standorte außerhalb der USA in Betracht ziehen sollte, könnte sich Europa als attraktive Option positionieren. Eine Ansiedlung des Unternehmens würde Forschung, Investitionen und den Aufbau eines europäischen KI-Ökosystems stärken.

Die Initiative reiht sich damit in eine Reihe europäischer Projekte ein, mit denen Europa seit Monaten die eigene digitale Souveränität stärken will. Neben dem Technological Sovereignty Plan entstehen mit Staan, Office EU und W Social immer mehr europäische Alternativen zu US-Diensten. Denn Europa will zentrale digitale Infrastruktur und Schlüsseltechnologien künftig selbst entwickeln, um sich aus der Abhängigkeit von großen US-Technologieunternehmen und politischen Entscheidungen in den USA zu lösen.

Ob Anthropic einen Umzug nach Europa tatsächlich in Betracht zieht, bleibt allerdings fraglich. Das Unternehmen bereitet derzeit einen Börsengang in den USA vor und dürfte dort bessere Voraussetzungen für die Kapitalbeschaffung vorfinden als in Europa. Zudem bleiben die Vereinigten Staaten für führende KI-Unternehmen der wichtigste Absatzmarkt.


GPT-5.6 ist da
– doch OpenAI, Anthropic und Google stehen vor großen Herausforderungen


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