Künstliche Intelligenz
Nvidia: DLSS 4.5 verbessert Upscaling und Frame Generation
Nvidia hat auf der CES 2026 eine neue Version von DLSS mit der Versionsnummer 4.5 angekündigt, die das auf einem Transformer-Modell basierende KI-Modell umfangreich verbessern soll. Sowohl die Upscaling-Komponente als auch der Frame-Generation-Part wurden dabei überarbeitet. DLSS 4.5 Upscaling steht in allen Nvidia-Grafikkarten ab der 2000er-Generation zur Verfügung, für die neuen Frame-Generation-Features braucht man eine 4000er- oder 5000er-GPU.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Vergleich zu DLSS 4 soll das Upscaling in DLSS 4.5 mehr Stabilität bieten und gerade in Bewegung weniger Artefakte zeigen. Ein Beispielvideo zeigt etwa, wie in „Oblivion Remastered“ mit DLSS4 ein Schwert flott über den Bildschirm gezogen wird, was sichtbare Schlieren hinterlässt. Diese Bewegungsrückstände lassen sich in vielen Spielen beobachten und treten oft besonders stark in Kombination mit aktiviertem Motion Blur hervor. Der Vergleich mit DLSS 4.5 zeigt, dass dieses Problem in der neuen Version des Transformer-Modells behoben oder zumindest verbessert wurde.
Der Nachteil: Die Upscaling-Komponente von DLSS 4.5 braucht etwas mehr Leistung als DLSS 4. Im Gegenzug können Nutzer versuchen, aggressivere Upscaling-Optionen zu benutzen, also eine niedrigere Grundauflösung zu rendern. Dadurch könnten sich die Leistungseinbußen kompensieren lassen. Nvidia verspricht, dass DLSS im Performance-Modus nativer Bildqualität entsprechen soll, während sogar der bislang kaum brauchbare Ultra-Performance-Modus zumindest auf 4K-Monitoren zu einer echten Alternative werden könne, obwohl das Bild dabei nur in 720p gerendert wird. Ob das stimmt, müssen Tests zeigen.
Frame Generation kann besser mit Interface umgehen
Während der Upscaling-Part von DLSS von vielen Spielern in fast jedem aktuellen Spiel genutzt wird, ist Frame Generation noch Geschmackssache. Die Technik berechnet zwischen zwei „echten“ Frames einen oder mehrere „Fake Frames“. Das steigert die Flüssigkeit der Bewegung, erhöht aber die Eingabelatenz. In der Praxis sieht ein Spiel also flüssiger aus, fühlt sich aber nicht flüssiger an. Zudem können die generierten Bilder Artefakte zeigen, die bei niedrigeren Ausgangsbildraten schlimmer ausfallen.
In DLSS 4.5 hat Nvidia die Konsistenz von Nutzer-Interface-Elementen bei aktivierter Frame Generation verbessert. Ein über das Spielgeschehen gelegtes Fadenkreuz soll dadurch weniger schlieren als bislang. Neu ist zudem die Möglichkeit, die Bildrate durch „Fake Frames“ zu versechsfachen – bislang war vierfache Frame Generation das Maximum.
Weiterlesen nach der Anzeige
Dynamische Frame Generation
Besonders praktisch ist eine neue Funktion, die die Zahl der generierten Frames dynamisch an das Spielgeschehen anpasst. Je nach Ausgangsbildrate werden demnach zweifache, dreifache oder gar sechsfache Frames interpoliert, um die Bildwiederholfrequenz eines Monitors voll auszufüllen. Das kann nützlich sein, um verlässlich auf eine stabile Bildrate zu kommen. Auf der anderen Seite stellt das Feature in der Theorie sicher, dass man seltener unnötige Frames generiert und dadurch die tatsächliche Ausgangsbildrate in den Keller drückt.
Ein Beispiel: Wer auf einem 240-Hz-Monitor mit 6-facher Frame Generation spielt, kann maximal 40 „echte Frames“ erzielen (in der Praxis tatsächlich nur 37, weil Nvidia Reflex die Bildwiederholfrequenz bei aktivierter Frame Generation in diesem Szenario auf 224 festlegt) – auch wenn der PC grundsätzlich in der Lage wäre, mehr davon zu erreichen. In leicht zu rendernden Szenen könnte die dynamische Frame Generation nun etwa auf vierfache Frame Generation umstellen, um 60 (beziehungsweise 56) echte Frames rendern zu lassen, bevor KI-Frames dazwischengelegt werden.
Während die Frame-Generation-Komponente von DLSS 4.5 erst im Frühjahr erscheint, kann man die neuen Upscaling-Features von DLSS 4.5 schon jetzt ausprobieren, indem man die Beta-Version der Nvidia-App und den neuen Grafiktreiber herunterlädt. Um an der Beta teilzunehmen, geht man unter „Einstellungen“ auf den Reiter „About“ und klickt dort den Haken bei der Beta-Teilnahme. Anschließend muss man die App neu starten und den neuen Treiber installieren. Nach dem Update kann man die neuen Features testen, indem man in der App im Grafik-Reiter den DLSS-Override entweder global oder bei einzelnen Spielen auf „Latest“ stellt. Nun sollte beim nächsten Spielstart automatisch die aktuellste Version von DLSS aktiviert werden.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Last Call: c’t-Webinar – Wärmepumpentechnik für Einsteiger erklärt
Wärmepumpen gelten als Alternative zu klassischen Heizsystemen, weil sie den CO₂-Ausstoß senken und vor steigenden Heizkosten schützen können. Trotzdem fällt die Entscheidung vielen schwer. Zweifel betreffen vorwiegend den Einsatz in Bestandsgebäuden, die Effizienz ohne Fußbodenheizung und die als hoch empfundenen Investitionskosten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Vorurteile unter die Lupe nehmen
Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Schnurer räumt mit gängigen Vorurteilen auf, beleuchtet technische Grenzen und erklärt, was hinter dem Schlagwort Effizienz im Zusammenhang mit Wärmepumpen steckt. Sie erfahren außerdem, wie Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen zusammenspielen und welche Investitionskosten Sie grob einkalkulieren sollten.
Das Webinar ersetzt zwar keine persönliche Energieberatung, da eine fundierte Entscheidung stets eine detaillierte Gebäudeanalyse erfordert. Dennoch vermittelt das rund zweistündige Webinar Ihnen das nötige Wissen, um Angebote von Heizungsbauern besser beurteilen zu können. Im Anschluss bleibt in einer 45-minütigen Fragerunde Raum für individuelle Fragen.
Frühbucherrabatt sichern
Der Crashkurs findet am 29. Januar 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr online statt und kostet 69,00 Euro. Ein aktueller Browser reicht für den Livestream aus. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der heise-academy-Seite zum Webinar.
(abr)
Künstliche Intelligenz
Elon Musk fordert 109 Milliarden US-Dollar von OpenAI
Der Multimilliardär und wohl reichste Mann der Welt Elon Musk legt im Rechtsstreit mit dem KI-Softwareunternehmen OpenAI nach, das unter anderem ChatGPT betreibt. Seine Anwälte hätten von einem Experten Ansprüche in Höhe von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar errechnet. Musk hatte OpenAI 2015 einst mitbegründet und 38 Millionen US-Dollar Risikokapital beigesteuert, stieg 2018 aufgrund von Interessenkonflikten jedoch aus und reichte 2024 Klage wegen Vertragsbruch ein.
Weiterlesen nach der Anzeige
Elon Musk wirft OpenAI und dem derzeitigen CEO Sam Altman vor, das ursprünglich gemeinnützige Unternehmen mehr und mehr in eine profitorientierten Firma zu verwandeln. Damit sei die Gründungsvereinbarung von OpenAI verletzt. Zudem gäbe es eine Verletzung treuhänderischer Pflichten sowie unlauteren Wettbewerb. Inzwischen leitet Musk mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen, dessen Chatbot Grok unter anderem Teil des sozialen Netzwerks X (früher Twitter) ist.
Im März 2025 wies ein Gericht den Eilantrag von Elon Musk ab, OpenAIs Umstrukturierung zu stoppen. Zugleich entschied es aber, das Hauptsacheverfahren aufzunehmen. Der Prozessbeginn wird für April erwartet.
Lesen Sie auch
(chh)
Künstliche Intelligenz
Überwachung der Reisewege: EU plant Ausweitung der Passagierdatenspeicherung
Die digitale Überwachung von Reisenden innerhalb der EU soll deutlich erweitert werden. Was bisher primär Fluggäste betraf, wollen viele Mitgliedstaaten auf nahezu alle grenzüberschreitenden Verkehrsmittel ausdehnen. Ein internes Dokument des EU-Rates, das die Bürgerrechtsorganisation Statewatch veröffentlicht hat, offenbart die Pläne der früheren dänischen EU-Ratspräsidentschaft zur Weiterentwicklung der Beschattung von Touristen und Geschäftsreisenden. Das zunächst als vertraulich eingestufte Papier verdeutlicht, dass Sicherheitsbehörden eine „verkehrsträgerneutrale“ Überwachung anstreben.
Weiterlesen nach der Anzeige
Seit 2016 verpflichtet die Richtlinie über Passenger Name Records (PNR) Fluggesellschaften, umfangreiche Datensätze ihrer Passagiere an Polizeibehörden wie hierzulande das Bundeskriminalamt (BKA) zu übermitteln. Diese Daten umfassen etwa Namen, Adressen, Zahlungsinformationen und sogar die Menüwahl. Algorithmen filtern diese Informationen, um „Personen von Interesse“ zu identifizieren. Die neue Initiative zeigt, dass dieses Prinzip auf den maritimen Sektor sowie den Fernverkehr auf Schiene und Straße übertragen werden soll.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Seeverkehr. Der ehemalige Ratsvorsitz hat vorgeschlagen, den Zugriff auf maritime Reisedaten zu harmonisieren. Dies betrifft Informationen, die Reedereien bei Kreuzfahrten und Fähren bereits erheben. Eine spezielle Arbeitsgruppe aus Mitgliedstaaten und der EU-Kommission soll technische Hürden abbauen.
Parallel soll die Überwachung des Landwegs forciert werden: Das Dokument nennt explizit Langstreckenbusse und internationale Züge. Auch die Ausweitung der automatischen Autokennzeichen-Erfassung ist Teil der Strategie, um Fahrzeugbewegungen über Grenzen hinweg präziser nachverfolgbar zu machen. Damit würde das bisherige Überwachungsnetz engmaschig über den gesamten Kontinent gespannt.
Zweckentfremdung und rechtliche Grauzonen
Ein kritischer Punkt ist die geplante Zweckänderung der Daten. Ursprünglich wurde die PNR-Speicherung mit der Bekämpfung von Terrorismus begründet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) setzte 2022 enge Grenzen und untersagte die anlasslose Massenspeicherung bei Flügen innerhalb der EU. Die neue Strategie lässt erkennen, dass die Mitgliedstaaten nun eine Nutzung über die Strafverfolgung hinaus anstreben, etwa fürs Grenzmanagement und die Migrationskontrolle.
Statewatch warnt, dass damit höchstrichterliche Vorgaben gezielt umgangen würden. Wenn Daten zur Terrorbekämpfung plötzlich zur Kontrolle des Aufenthaltsstatus oder zur Aufdeckung von Sozialbetrug nutzbar wären, drohe die Erosion von Datenschutzrechten. Die EU-Kommission müsse prüfen, ob „transportneutrale“ Regeln anstelle spezifischer Vorschriften für einzelne Verkehrsgattungen tatsächlich sinnvoll sind.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Wirksamkeit der PNR-Sammlung wird generell hinterfragt. In Deutschland führte die Auswertung von 548 Millionen Datensätzen 2024 zu nur 1525 Verhaftungen. Dennoch drängen viele Mitgliedstaaten auf ein schnelles Vorgehen. Einige Delegationen fordern zwar, dass neue Ansätze verhältnismäßig sein und auf soliden Folgenabschätzungen basieren müssten. 2019 stellte sich die damalige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch noch gegen erste EU-Überlegungen, Reiseinformationen von Bahn- und Schiffspassagieren auf Vorrat zu sammeln. Doch die Zeichen deuten auf eine Ausdehnung einschlägiger Programme hin.
Die kommenden Monate dürften entscheidend werden: Im Sommer steht die nächste Evaluation der PNR-Richtlinie an, die als Basis für weitere Gesetzesvorschläge dienen dürfte. Ziel scheint Beobachtern zufolge der Bau eines lückenlosen digitalen Schutzwalls zu sein, der schier jede Reisebewegung innerhalb der Gemeinschaft registriert und analysiert.
Lesen Sie auch
(nie)
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenIllustrierte Reise nach New York City › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenX: Für Dauer von Bezahlabo kann man bald ungenutzte Kontonamen übernehmen
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenArndt Benedikt rebranded GreatVita › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 WochenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Online Marketing & SEOvor 3 Monaten3 Creator to watch: Diese TikToker haben im September für Aufsehen gesorgt
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenRybbit 2.0: Google-Analytics-Alternative mit Kartenansicht
