Künstliche Intelligenz
OpenAI: Erstes KI-Gadget wird angeblich ein Smart Speaker für 200 bis 300 Dollar
Bei OpenAI arbeiten mehr als 200 Mitarbeiter an einer Reihe von KI-Geräten, zu denen ein Smart Speaker sowie möglicherweise Smart Glasses und eine „Smart Lamp“ gehören, berichtet das Techmagazin The Information unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person.
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Der Smart Speaker soll die erste KI-Hardware sein, die OpenAI auf den Markt bringt, und zwischen 200 und 300 US-Dollar kosten. Das Gerät soll über eine Kamera verfügen, die Informationen über Nutzer und deren Umgebung erfasst. Bei einer Präsentation im vergangenen Sommer hätten Führungskräfte erklärt, es könne Nutzer per Video beobachten und zu Handlungen anstoßen, die ihnen beim Erreichen ihrer Ziele helfen. Zudem soll es Einkäufe per Gesichtserkennung ermöglichen, ähnlich Apples Face ID.
Zum möglichen Marktstart gibt es keine neuen Informationen. Laut Gerichtsdokumenten wird OpenAIs erste KI-Hardware aber frühestens Anfang 2027 erscheinen.
Andere KI-Geräte wie Smart Glasses werden nach Angaben einer an der Entwicklung beteiligten Person voraussichtlich nicht vor 2028 in die Massenproduktion gehen, schreibt The Information. Das für KI-Hardware verantwortliche Team habe zwar Prototypen etwa für eine Smart Lamp entwickelt, ob daraus marktreife Produkte werden, sei jedoch offen. Insgesamt stecke das Geräteportfolio noch in einer frühen Phase, weshalb sich sowohl Gestaltung als auch Zeitplan weiterhin verschieben könnten.
Starke Konkurrenz und interne Spannungen
Der Konkurrenzdruck dürfte unterdessen wachsen. Apple arbeitet an mehreren KI-Wearables, darunter Smart Glasses, die einem aktuellen Bericht zufolge 2027 erscheinen sollen. Der Marktführer Meta hat bereits ein breites Portfolio an KI-Brillen im Angebot und plant laut The Information noch in diesem Jahr eine zweite Generation der Meta Ray-Ban Display sowie eine Smartwatch mit integriertem KI-Assistenten auf den Markt zu bringen. Auch Google will noch 2026 erste KI-Brillen vorstellen.
Entwickelt werden OpenAIs KI-Geräte von einem Hardware-Team, das aus der Übernahme des von Jony Ive mitgegründeten Start-ups io hervorging. Ives Rolle bei OpenAI gilt dabei als komplex: Zwar liege das Produktdesign weiterhin bei seinem unabhängigen Studio LoveFrom, die technische Umsetzung von Hard- und Software verantworte jedoch das interne Geräte-Team von OpenAI, heißt es in dem Bericht. Diese Aufgabenteilung sorge demnach für Spannungen, da LoveFrom Entwürfe nur zögerlich anpasse und selbst kaum Einblick in den eigenen Designprozess gebe.
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(tobe)
Künstliche Intelligenz
Erfahrungsbericht: Hindernislauf beim Umzug von Amazon AWS in EU-Cloud
Der Entwickler Robert Heide hat eine europäische Autoteile-Handelsplattform gegründet. Diese wollte er nicht (mehr) beim US-amerikanischen Cloud-Hyperscaler Amazon AWS betreiben, sondern bei EU-Anbietern. Welche unvorhergesehenen Probleme beim Umzug zu lösen waren, erläutert er in einem Blog-Beitrag.
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Machbar, aber schwieriger als gedacht
Im Blog seiner Beratungsfirma Coinerella.com legt Heide zunächst die Gründe dar, weshalb er die Handelsplattform hank.parts überhaupt bei EU-Anbietern hosten will: Datensouveränität, Unabhängigkeit von US-Firmen, einfachere Erfüllung der DSGVO-Vorgaben. Aber er wollte auch beweisen, dass es geht.
Dann erklärt Heide, welche Anbieter er ausgewählt hat, darunter Hetzner, Scaleway, Bunny.net und Hanko. Schwieriger wurde es dann bei der Infrastruktur, mit der er Kubernetes betreibt, nämlich via Rancher. Dazu wiederum nutzt er Gitea, Plausible, Twenty CRM, Infisical und Bugsink.
Dazu kommen noch Tutanota und UptimeRobot.
Billiger als AWS
Laut Heide verkauft Hetzner die Basisdienstleistungen Compute, Massenspeicher (S3-kompatibles Object Storage) und Load Balancing deutlich billiger als AWS.
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Von Scaleway nutzt er unter anderem Transactional E-Mail (TEM), Container Registry, den Observability Stack und den Domain Registrar.
Von der slowenischen Bunny.net kommen CDN mit verteiltem Storage, DNS und Schutzfunktionen wie WAF und DDoS Protection. Bei Nebius läuft die KI-Inferenz und bei Hanko Authentifizierung und Identity Management.
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Schwierige Stellen
Die ersten überraschenden Schwierigkeiten traten laut dem Blog-Beitrag bei der Einrichtung eines E-Mail-Dienstes mit vernünftigen Preisen, aber auch dem gewünschten Funktionsumfang auf. Es sei nicht einfach, die in der EU angebotenen Dienste und deren genaue Preise zu entdecken. Scaleway TEM laufe gut, aber das Ökosystem sei kleiner, beispielsweise fänden sich weniger Templates.
Besonders schwierig fiel dem Entwickler der Abschied vom gewohnten GitHub. Gitea funktioniere zwar sehr gut, verlange aber Umgewöhnung.
Ärgerlich sei, dass die Registrierung unter manchen Top-Level Domains (TLD) über europäische Dienstleister deutlich teurer sei als anderswo.
Unlösbare Probleme
Der Entwickler beschreibt auch Dienste, die es in der EU schlichtweg nicht gibt. Ohne Google und Apple gibt es keine Smartphone-Apps für Android und iOS und auch keine Werbung mit Google Ads. Zudem erwarte seine Kundschaft Komfortfunktionen wie „Über Google anmelden“ und „Mit Apple anmelden“. Auch der OAuth-Workflow via Hanko müsse in diesem Fall US-Anbieter berühren.
Schließlich würden manche attraktiven KI-Dienste bisher schlichtweg nicht in Europa angeboten, als Beispiel nennt er Anthropic Claude.
(ciw)
Künstliche Intelligenz
Apple erwägt chinesische Speicherchips für iPhones – wohl für China
DRAM-Chips für Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Chips für SSDs sind derzeit teuer und vor allem knapp. Deshalb erwägt Apple angeblich, künftig solche Speicherchips auch von den chinesischen Herstellern CXMT (DRAM) und YMTC (Flash) zu kaufen. Sie dürften zunächst in iPhones, iPads und MacBooks eingebaut werden, die Apple auch in China verkauft.
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Die Entscheidung insbesondere für iPhones mit CXMT-DRAM wäre für CXMT ein wichtiger Meilenstein. Denn bei aktuellen iPhones sind die LPDDR5X-SDRAM-Chips nicht einfach auf der Platine neben dem A17, A18 oder A19 aufgelötet. Stattdessen sitzen sie zusammen mit dem SoC-Die in einem gemeinsamen Gehäuse. Angeblich verwendet Apple dazu die Packaging-Technik TSMC InFO-PoP.
Für iPhones mit CXMT-DRAM müsste CXMT also LPDDR5X-Dies an TSMC liefern. Dort würden sie dann mit den Axx-SoCs aus der TSMC-Fertigung verbunden und an den Auftragsfertiger geschickt, der die Smartphones für den jeweiligen Zielmarkt produziert.
CXMT und YMTC im Aufwind
ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies Co., Ltd. (YMTC) gehören zu den Halbleiterherstellern, die der chinesische Staat seit Jahren gezielt mit hohen Subventionen fördert, um die Abhängigkeit des Landes von ausländischen Zulieferern zu reduzieren.
Beide Firmen wollen sicherlich die aktuell für sie günstige Situation nutzen, um ihre jeweilige Kundenbasis zu erweitern.
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Schon 2018 gab es Spekulationen, laut denen Apple NAND-Flash von YMTC kaufen wollte. 2022 wurde dann berichtet, Apple habe sich dagegen entschieden. Einer der Gründe soll das Risiko von Verkaufsbeschränkungen für iPhones in den USA gewesen sein, weil die US-Regierung ein Embargo gegen YMTC verhängen könne. Angesichts der Speicherchip-Knappheit könne die US-Regierung aber Importbestimmungen lockern.

Die Chip-Packaging-Technik InFO-PoP von TSMC verbindet das Die eines System-on-Chip (SoC, unten) mit einem darüberliegenden DRAM-Die in einem gemeinsamen Gehäuse.
(Bild: TSMC)
Auch die drei führenden DRAM-Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron nutzen den Anbietermarkt, um höhere Preise durchzusetzen. Die höchsten Profite erzielen sie derzeit mit High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Rechenbeschleuniger. Deshalb widmen sie erhebliche Fertigungskapazitäten für diesen extrem schnell wachsenden Markt um.
Die viel kleineren Konkurrenten Nanya, Powerchip (PSMC) und Winbond profitieren ebenfalls von der Nachfrage, können aber weder große Stückzahlen noch die modernsten DDR-RAM-Generationen liefern. Bei NAND-Flash ist auch noch das Gespann aus WD und Kioxia (früher Toshiba) mit eigenen Fabs im Rennen.
CXMT liefert bereits LPDDR5X
Im November 2025 hat CXMT erstmals LPDDR5X-Chips aus eigener Fertigung demonstriert. Auch im eigenen Land China gibt es durch große Smartphone-Hersteller wie Huawei, OnePlus, Oppo, Realme und Xiaomi viel Nachfrage dafür.
Nach Schätzungen liegt die Fertigungskapazität von CXMT derzeit bei unter 5 Prozent des DRAM-Weltmarkts. Damit wäre CXMT aber größer als die taiwanischen Hersteller.
Derzeit erwägen angeblich auch die großen US-amerikanischen PC-Hersteller Dell und HP den RAM-Kauf bei CXMT.
YMTC-Flash bereits weltweit verkauft
Die führenden SSD-Marken Samsung, Kioxia, WD/Sandisk, Micron und Solidigm (SK Hynix) nutzen jeweils eigene NAND-Flash-Speicherchips. Sogenannte Third-Party-Hersteller wie die mit riesigem Abstand führende Firma Kingston, aber etwa auch Adata oder Transcend müssen hingegen NAND-Flash-Chips oder komplette Wafer damit zukaufen. Die Qualität der Chips ist mit der von Konkurrenten vergleichbar.
Einige Third-Party-SSD-Hersteller verwenden bereits YMTC-Flash für den internationalen Markt, beispielsweise Teamgroup.
(ciw)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Nach dem Einbruch – Digital Forensics & Incident Response (DFIR)
Cyberattacken zielen darauf ab, durch böswillige Aktivitäten wie Phishing, Ransomware, Malware oder andere Cyberangriffe unberechtigten Zugriff auf IT-Systeme und Daten zu erlangen, um anschließend dem Unternehmen Schaden zuzufügen.
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Viel Praxis
In diesem Sicherheitsworkshop arbeiten Sie mit einer virtuellen Windows-Maschine, an der Sie die vorgestellten Techniken und Strategien direkt und selbstständig in der Praxis ausprobieren können.
Durch den Workshop führt Sie Johann Rabbow. Als Head of Digital Forensics & Incident Response Spezialist beim Beratungsunternehmen Oneconsult unterstützt er Unternehmen bei der Bewältigung von Cyberattacken und untersucht die Methoden der Angreifer bis auf den letzten Befehl.

(ilk)
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