Apps & Mobile Entwicklung
OpenAI: Workspace-Agents sollen in ChatGPT autonom arbeiten
Bei OpenAI überschlagen sich derzeit die Entwicklungen: Nachdem das Unternehmen erst gestern mit Images 2.0 seine neue Generation von Bildgeneratoren vorgestellt hat, folgt nun bereits der nächste Schritt. Mit autonomen Agenten für den Arbeitsplatz sollen künftig KI-Agenten stetig anfallende Aufgaben übernehmen.
Mehr als nur ChatGPT
Mit den neuen Agenten will OpenAI eigenen Angaben zufolge einen weiteren Schritt über die bislang vor allem unter ChatGPT eingesetzten GPTs hinausgehen. Diese sollen Nutzern der KI-Modelle zwar weiterhin zur Verfügung stehen, langfristig plant das Unternehmen jedoch, die Umwandlung bestehender GPTs in sogenannte Workspace Agents deutlich zu vereinfachen.
Diese Agenten stellen laut einem Blogeintrag von OpenAI eine Weiterentwicklung der bisherigen GPTs dar, basieren auf Codex und agieren vollständig in der Cloud. Das bringt vor allem den Vorteil, dass sie Aufgaben auch dann fortsetzen können, wenn der Nutzer nicht anwesend ist oder der Rechner ausgeschaltet wurde. Ebenso ist es jederzeit möglich, Arbeiten an einem anderen Arbeitsplatz oder Gerät nahtlos fortzuführen. Während ihrer Ausführung können die Agenten Kontextinformationen sammeln und über angebundene Tools hinweg zuvor definierte Aufgaben eigenständig abarbeiten. Darüber hinaus lassen sich Zeitpläne festlegen, sodass bestimmte Aufgaben automatisch zu vorgegebenen Zeitpunkten ausgeführt werden. Dank integriertem Gedächtnis und der Möglichkeit zur nachträglichen Korrektur sollen sich die Agenten laut OpenAI kontinuierlich weiterentwickeln und ihre Ergebnisse im Laufe der Zeit immer besser an die jeweiligen Anforderungen anpassen.
Einfache Handhabung soll Einbindung erleichtern
Auch bei der Bedienung legt OpenAI den Fokus auf eine möglichst niedrige Einstiegshürde, sodass die neuen Agenten auch von weniger erfahrenen Anwendern genutzt werden können. Die Einrichtung erfolgt direkt über die Seitenleiste in ChatGPT, indem gewünschte Aufgaben und Abläufe in natürlicher Sprache beschrieben werden. Der Chatbot unterstützt dabei, einzelne Schritte zu strukturieren, externe Anwendungen, Tools oder zusätzliche Fähigkeiten einzubinden und den Agenten abschließend zu testen.
Viele Möglichkeiten zur Nutzung, auch bei OpenAI
In der Ankündigung nennt das Unternehmen mehrere Beispiele für typische Einsatzszenarien von Workspace Agents. So könnten diese etwa Softwareanfragen von Mitarbeitern anhand definierter Richtlinien prüfen, darauf basierend weitere Schritte vorschlagen oder bei Bedarf automatisch ein IT-Ticket erstellen. Ebenso eignet sich der Einsatz zur Überwachung von Feedback: Hierfür kann der Agent mit Slack verbunden werden und Support-Kanäle, soziale Netzwerke oder Foren beobachten. Die gesammelten Informationen lassen sich anschließend in Berichten zusammenfassen oder direkt in Tickets überführen. Darüber hinaus kann ein Agent zu festgelegten Zeitpunkten Daten erfassen, diese auswerten und in Form von Berichten oder Diagrammen aufbereiten, die anschließend automatisch versendet werden.
OpenAI selbst setzt nach eigenen Angaben bereits Workspace-Agenten in der eigenen Buchhaltung ein. Dort wurde beispielsweise ein Agent entwickelt, der zentrale Bestandteile des Monatsabschlusses vorbereitet – von Journalbuchungen über Bilanzabgleiche bis hin zu Abweichungsanalysen. Die Aufgaben werden innerhalb weniger Minuten erledigt. Zusätzlich erstellt der Agent Arbeitspapiere mit den zugrunde liegenden Eingaben und Kontrollsummen, die für Prüfungen erforderlich sind, und hält interne Richtlinien ein. Zudem ist der Agent innerhalb von ChatGPT für alle Teammitglieder verfügbar und kann auch in Slack-Channels integriert werden.
Vorlagen für die ersten Schritte und zahlreiche Kontrollmöglichkeiten
Um den Einstieg zu erleichtern, stellt OpenAI eine Vielzahl an Vorlagen für typische Anwendungsbereiche wie Finanzen, Marketing oder Vertrieb bereit, die sich mit geringem Aufwand anpassen und direkt in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lassen. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen Unternehmenskunden umfangreiche Verwaltungs- und Überwachungsfunktionen, um den Einsatz der Workspace-Agenten gezielt steuern und kontrollieren zu können.
Ab sofort verfügbar
Workspace-Agents stehen derzeit als Forschungsvorschau für ChatGPT Business-, Enterprise- und Edu-Pläne sowie für spezielle Lehrkräfte-Pläne zur Verfügung. In Enterprise- und Edu-Umgebungen können Administratoren die Agenten zusätzlich über rollenbasierte Zugriffskontrollen verwalten. Bis zum 6. Mai 2026 ist die Nutzung noch kostenlos, anschließend greift ein auf Credits basierendes Preismodell.