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Optionales Juni-Update: Wie Microsoft den Updatestress in Windows 11 reduzieren will
Mit dem optionalen Juni-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5095093) bringt Microsoft eine Reihe von Neuerungen, zu denen etwa die bessere Planbarkeit von Updates zählt. Über ein Kalendermenü lassen sich Updates künftig bis zu 35 Tage pausieren. Diese Phase ist beliebig oft wiederholbar.
Dass Nutzer die Updates künftig anhalten und besser kontrollieren können, verkündete Microsoft im Rahmen der Runderneuerung von Windows 11. Generell will der Konzern den Update-Prozess straffen. Die Installation soll eher im Hintergrund laufen und die Nutzer sollen zudem weniger Benachrichtigungen erhalten. Zusätzlich kann man ein System neu starten oder herunterfahren, ohne ein anstehendes Update zu installieren. „Update noise“ reduzieren lautet die Vorgabe von Microsoft.
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Kleinere Verbesserungen und Fehlerbehebungen bei Bluetooth, Druckertreibern und dem Datei-Explorer
Eine weitere Neuerung im Juni-Update ist eine „Point-in-Time“-Wiederherstellung. Mit dieser Funktion lässt sich ein PC samt Apps, Einstellungen und persönlichen Dateien schnell wieder auf einen automatisch gewählten Wiederherstellungspunkt zurücksetzen. Das beschleunigt das Verfahren oder soll Nutzern den Umgang mit Problemen erleichtern, sofern diese auftreten.
Zur Liste der Update-Features zählen zudem noch:
- Widgets öffnen sich nicht mehr von allein, wenn man mit der Maus über die Schaltfläche in der Taskleiste fährt. Benachrichtigungen und Hinweissymbole werden reduziert. Nutzer erhalten zudem mehr Optionen, um Widgets nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
- Bei Bluetooth-Verbindungen verspricht Microsoft eine verbesserte Zuverlässigkeit und Performance, wenn Geräte via Bluetooth angebunden werden.
- Neue Drucker nutzen standardmäßig Internet Printing Protocol (IPP), wenn es unterstützt wird. Das soll die Einrichtung und Zuverlässigkeit erleichtern. Zudem ist es Teil von Microsofts End-of-Servicing-Plan, der vorsieht, Drucktreiber von Drittanbietern nicht mehr direkt über Windows-Updates auszuliefern.
Mit dem optionalen Juni-Update arbeitet Microsoft auch am Datei-Explorer. So wird etwa die Hover-Funktion ausgeweitet: Wenn Nutzer im Datei-Explorer mit der Maus über eine Datei fahren, erscheinen „Dateispeicherort öffnen“ und „Frage Copilot“ als Auswahl. Im Europäischen Wirtschaftsraum – und damit auch in Deutschland – ist diese Funktion aber noch nicht verfügbar.
- Windows Insider Program: Wie Microsoft den Datei-Explorer beschleunigen will
Ebenso soll der Datei-Explorer nun schneller starten. Eine Vorladefunktion wird schon seit geraumer Zeit im Windows-Insider-Programm getestet. Analysen wie die von Windows Latest bewerten das Vorgehen aber kritisch, weil der Effekt nur einmalig beim Start des Explorers auftritt, der RAM-Verbrauch aber steigt.
Die Adressleiste im Datei-Explorer akzeptiert nun Pfade mit doppelte Backslashes oder Anführungszeichen, also etwa C:\\Users\\user oder „C:\Users\user“. Zudem wurden noch allerlei Fehler behoben, die etwa Duplikate von OneDrive-Dateien betreffen.
Fehlerbereinigungen und Verbesserungen gibt es auch sonst noch im Juni-Update. Das gilt etwa für die Taskleiste, wenn das Startmenü an die linke Seite angeheftet ist. Einen vollständigen Überblick aller Neuerungen bietet Microsoft in der Dokumentation.
Bekannte Bugs bei OLE-Automation
Ein bekannter Bug, der bereits beim Patchday-Update im Juni auftrat, existiert nun auch noch im optionalen Funktionsupdate. Über bestimmte Drittanbieter-Apps lassen sich Microsofts Office-Anwendungen nicht starten oder Dokumente öffnen. Ein Grund sind Probleme mit der OLE-Automation.
Zu den weiteren Bugs wie den Boot-Problemen auf HP- und Dell-Geräten, über die infolge des Patchday-Updates berichtet wurde, sagt Microsoft nichts. Dazu finden sich auch keine Einträge in der Fehler-Dokumentation für Windows 11.
Dort wird lediglich ein weiteres Problem mit der Benennung von Dateien im Papierkorb beschrieben.
Optionale Installation und schrittweiser Feature-Rollout
Weil das Funktionsupdate für den Juni wie gewohnt optional ist, erfolgt die Installation nicht automatisch. Nutzer müssen diese anstoßen. Die Funktionen werden im Rahmen eines schrittweisen Rollouts verteilt. Das bedeutet: Nur weil das Update installiert wurde, sind die Funktionen also nicht zwangsläufig direkt freigeschaltet. Teilweise kann es Wochen oder Monate dauern.
Für Windows 11 26H1 – also die Windows-Version für neuere ARM-Geräte – ist das optionale Juni-Update (KB5095091) ebenfalls verfügbar.