Apps & Mobile Entwicklung
Patchday für Windows 11: CPU-Boost für alle und über 200 geschlossene Sicherheitslücken

Nachdem Microsoft in der letzten Woche auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 unter anderem die neuen Windows-Systeme basierend auf Nvidia-Chips sowie eine Copilot-Super-App vorgestellt hat, heißt es diese Woche: Back to business. Der reguläre Patchday für Windows 11 steht an.
Bemerkenswerte Neuerungen in dem Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5094126) sind diejenigen, die Microsoft bereits mit dem optionalen Mai-Update verteilt hat. Im Fokus steht dabei der als Low Latency Profile bekannte CPU-Boost, um Apps schneller zu starten. Indem der Prozessor für ein bis drei Sekunden hochtaktet, verkürzen sich die Startzeiten vom Startmenü oder Windows-Apps wie Outlook den Tests zufolge spürbar.
Wie andere Neuerungen verteilt Microsoft den CPU-Boost im Rahmen eines graduellen Rollouts. Das heißt: Die Funktion wird schrittweise auf immer mehr Geräten freigeschaltet. Nur weil der Nutzer also das Update erhält, erhält dieser noch nicht automatisch die schnelleren Startzeiten.
Ob der CPU-Boost aktiv ist, kann selber getestet werden, indem die CPU-Auslastung beim Start von Apps beobachtet wird. Ist es nicht der Fall, lässt sich die neue Funktion mit ViVeTool vorzeitig freischalten. Eine Anleitung liefert Windows Latest.
Shared Audio und allerlei Optimierungen
Zu den weiteren Neuheiten, die aus dem optionalen Update stammen, zählt Shared Audio. Damit ist es möglich, beim Audioausgang zwei Bluetooth-Geräte zu wählen. So kann etwa der Sound parallel über Kopfhörer und einen Bluetooth-Lautsprecher ausgegeben werden. Die Shared-Audio-Funktion lässt sich – sobald im Rahmen des graduellen Rollouts freigeschaltet – über die Schnelleinstellungen in der Taskleiste erreichen.
Neben Shared Audio bietet Microsoft auch eine Multi-App-Camera-Funktion. Damit können mehrere Apps gleichzeitig auf die Kamera zugreifen – also etwa ein Videokonferenztool und zusätzlich noch ein KI-Assistent.
Zusätzlich beinhaltet das Update Optimierungen für die Taskleiste, den Taskmanager, die Windows-Suche und behebt Fehler sowie Zuverlässigkeitsprobleme im Datei-Explorer und bei Windows Hello. Beim Setup-Prozess können Nutzer nun auch selbst einen Namen für den Benutzerordner wählen – der wurde bislang von Windows vorgegeben.
Über 200 Sicherheitslücken geschlossen
Im Rahmen des Patchdays hat Microsoft insgesamt 201 Sicherheitslücken geschlossen. Die höchste CVE-Einstufung liegt bei 10,0, zudem gibt es noch weitere Schwachstellen mit einer Bewertung von 9,8.
Eine dieser Schwachstellen betraf den Windows-Kernel. Indem bestimmte TCP/IP-Netzwerkdaten fehlerhaft verarbeitet wurden, hätten Angreifer mit manipuliertem Netzwerk-Datenverkehr Systemrechte erhalten können, ohne sich zuvor anmelden zu müssen. Laut Microsoft war der Fehler bislang noch nicht bekannt und es existierte auch noch kein Exploit in freier Wildbahn.
Update für Windows 11 26H1 und Windows 10
Für die Windows-11-Version 26H1, die sich vor allem an Arm-Systeme richtet, verteilt Microsoft ebenfalls das Update (KB5095051), das im Kern dieselben Neuerungen bietet. Zusätzlich gibt es noch Verbesserungen bei der BitLocker-Verschlüsselung.
Windows 10 (KB5094127) erhält ebenfalls Sicherheitspatches und optimiert die Suche im Datei-Explorer.
Downloads
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4,1 Sterne
Regelmäßig aktualisierte Pakete mit allen Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen für Windows 11.
- Version 26H1 (Build 28000.2269) KB5095051, Win 11 Deutsch
- Version 24H2/25H2 (Build 26200.8655) KB5094126, Win 11 Deutsch
- Version 23H2 (Build 22631.7219) KB5093998, Win 11 Deutsch