Künstliche Intelligenz

Perplexity bringt KI-Agenten „Personal Computer“ auf Windows


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Perplexity kündigt die Windows-Unterstützung für seinen KI-Agenten Personal Computer an. Nach dem Start auf dem Mac bringt das Unternehmen die Desktop-Variante seines Cloud-Orchestrators nun auch auf Windows-Rechner. Der Agent soll lokale Dateien, native Apps und Webdienste in einem System verbinden und dabei automatisch aus über 20 KI-Modellen das jeweils passende für eine Teilaufgabe auswählen.

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Wie Perplexity in seinem Blog mitteilt, läuft Personal Computer für Windows direkt auf dem Rechner des Nutzers und orchestriert die täglich genutzten Apps und Dateien. Der Rollout beginnt zunächst für zahlende Max- und Enterprise-Max-Abonnenten.

Personal Computer unterscheidet sich von der reinen Weboberfläche von Perplexity grundlegend: Statt einzelne Anfragen in einer Browsersitzung zu beantworten, ist der Agent als „persistenter digitaler Mitarbeiter“ konzipiert. Er kann auf einem dedizierten Rechner rund um die Uhr laufen, Hintergrund-Workflows abarbeiten und Aufgaben über längere Zeiträume fortführen – etwa Reporting-Pipelines, Datenaufbereitung oder das automatische Sortieren lokaler Ordner. Dabei greift er direkt auf das Dateisystem und native Desktop-Anwendungen zu, was ein reiner Web-Agent nicht kann.

Die Architektur soll zusätzlich lokale Verarbeitung mit Cloud-Rechenleistung kombinieren, wie Perplexity bereits am Dienstag ankündigte: Ein lokales Modell entscheidet hierbei automatisch, welche Aufgabenteile auf dem Gerät verbleiben und welche in die Cloud ausgelagert werden. Über 400 OAuth-Konnektoren binden zusätzlich Dienste wie Slack, GitHub, Notion oder Snowflake an.

Kurz vor der Windows-Ankündigung hatte Perplexity bereits Add-ins für Microsoft Word, Excel, PowerPoint und Outlook veröffentlicht. Zuvor war der Agent schon in Microsoft Teams integriert. Die Add-ins blenden Computer als Seitenpanel in den Office-Apps ein und ermöglichen dort KI-gestützte Aufgaben – etwa Berichte auf Basis von Web-Recherchen erstellen, Finanzmodelle in Excel aus SharePoint- oder FactSet-Daten aufbauen oder Präsentationen aus bestehenden Dokumenten generieren.

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Die Office-Integrationen sind über den Microsoft Marketplace installierbar und stehen Pro-, Max- sowie Enterprise-Kunden zur Verfügung. Personal Computer erweitert diese Funktionalität zusätzlich um den direkten Zugriff auf lokale Dateien und Apps.

Mit dem Windows-Launch positioniert sich Perplexity als direkte Alternative zu Microsofts eigenem Copilot. Der zentrale Unterschied liegt in der Modell-Agnostik: Während Copilot vorrangig Microsofts stark auf das Microsoft-365-Ökosystem fokussiert ist, orchestriert Perplexity Computer über 20 verschiedene Frontier-Modelle und wählt für jede Teilaufgabe automatisch das Passende aus. Zudem bindet der Agent auch Nicht-Microsoft-Systeme wie Slack, GitHub oder Notion ein – Copilot erreicht Drittdienste außerhalb des Microsoft-Kosmos nur eingeschränkt.

Inwieweit Perplexitys Personal Computer Microsofts erst diese Woche angekündigtem KI-Assistenten Scout Konkurrenz macht, lässt sich noch nicht abschätzen.

Für Unternehmen wirft Personal Computer genauso wie die KI-Assistenten von allen Anbietern, Datenschutzfragen auf. Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen müssen daher Auftragsverarbeitungsverträge, Standardvertragsklauseln und eventuelle Zusatzvereinbarungen prüfen.


(rie)



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