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Pro Jahr nur 100 Stück?: Samsung tritt bei MicroLED-Fernsehern auf die Bremse


Pro Jahr nur 100 Stück?: Samsung tritt bei MicroLED-Fernsehern auf die Bremse

Die Fertigung der großen MicroLED-Displays für Fernseher lohnt sich für Samsung nicht. Quellen aus Südkorea sprechen von einem Herunterfahren der Produktion und sogar einem Ausstieg. Die extrem hohen Herstellungskosten bei sehr geringen Stückzahlen gelten als Grund.

Angeblich nur 100 MicroLED-TVs pro Jahr

Darüber berichtet die koreanische Website ET News und beruft sich auf verschiedene anonyme Quellen aus der Branche. „Samsung fährt sein Micro-LED-TV-Geschäft herunter“ heißt es in dem Bericht. Jährlich sollen nur rund „100 Stück“ von den teuren Micro-LED-Fernsehern verkauft worden sein. Die Preise lagen bei umgerechnet über 50.000 Euro pro Stück. Entsprechend klein ist der Markt.

Herstellung nicht profitabel

Da die Fertigung der winzigen MicroLEDs komplex und teuer ist, wurden die Fernseher auch nur auf Bestellung hergestellt, heißt es weiter. Die Produktion sei nun aber „bereits eingestellt“ worden, behauptet eine der Quellen, laut der die Panel-Fertigung nun stattdessen ausgelagert werde.

Das könnte also künftig Samsung-Fernseher mit MicroLED-Panels von einem anderen Hersteller bedeuten. Langfristig wolle Samsung aber voraussichtlich ganz aus dem Geschäft mit Micro-LED-Fernsehern aussteigen, vermutet ein „Display-Experte“.

Micro-RGB-Backlight im Fokus

Zuletzt hatte Samsung auf Messen im Fernseherbereich die Aufmerksamkeit auf die neue Micro-RGB-Backlight-Technik gelenkt. Bei dieser handelt es sich um eine Variante der lang etablierten und günstigen LCD-Technik, die mit winzigen Backlight-Dioden kombiniert wird.

Für Smartwatches ist MicroLED noch ein Thema

Eine völlige Abkehr von der Technik wird aber nicht erwartet, denn in deutlich kleinerem Format für Produkte wie Smartwatches oder AR-Brillen (Augmented Reality) gehöre der MicroLED-Technik die Zukunft. Garmin hatte mit der fenix 8 Pro Serie erst im vergangenen Jahr die erste Smartwatch mit MicroLED-Display eingeführt. Gerüchte über MicroLED-Displays für eine kommende Apple Watch wechseln sich immer wieder mit Gerüchten über eine Einstellung dieser Pläne ab. Letztlich dürften auch hier die Kosten eine Rolle spielen und die Umsetzung zumindest verzögern.

Auch LG soll MicroLED-Ambitionen gezügelt haben

Schon vor knapp zwei Jahren gab es Berichte, dass die Display-Sparten von Samsung wie auch LG ihre MicroLED-Ambitionen heruntergeschraubt hätten, da die Herstellung schlicht nicht profitabel sei. Zudem könne die Konkurrenz aus China wie TCL die Preise dank geringerer Lohnkosten weiter drücken.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „Suspektan“ für den Hinweis zu dieser News.



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