Künstliche Intelligenz

Push-Benachrichtigungen sollen elektronische Patientenakte attraktiver machen


Die elektronische Patientenakte (ePA) wird um weitere Funktionen erweitert. Dazu erhalten die ePA-Apps der gesetzlichen Krankenkassen schrittweise Updates. Zu den Neuerungen zählen Push-Benachrichtigungen über Aktivitäten in der ePA sowie der elektronische Medikationsplan (eMP) als Bestandteil des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP), der jedoch zunächst vermutlich von den wenigsten Ärzten und Apothekern genutzt wird.

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Mit den Push-Benachrichtigungen können sich Versicherte informieren lassen, wenn neue Dokumente in ihrer Patientenakte abgelegt werden oder Leistungserbringer auf die ePA zugreifen. Welche Ereignisse eine Benachrichtigung auslösen sollen, können Nutzer in der App selbst festlegen, „etwa, wenn nach dem Krankenhaus-Aufenthalt der Entlassbrief hochgeladen wird oder wenn die neue Facharzt-Praxis auf die eigene Akte zugreift. Das schafft noch mehr Transparenz, Überblick und Souveränität über die eigenen Gesundheitsdaten in der Patientenakte“, heißt es dazu von der Gematik.


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Push-Benachrichtigungen in der TK-App aktivieren

Zu einer weiteren Neuerung zählt der eMP. Im Vergleich zur seit Anfang 2025 verfügbaren elektronischen Medikationsliste (eML) soll er künftig eine umfassendere Übersicht bieten. Laut Gematik stellt er „nicht nur eine Übersicht über das Verordnungs- und Abgabegeschehen [dar], sondern eine darüberhinausgehende Darstellung der aktuellen und institutionsübergreifenden Gesamtmedikation eines Versicherten mit weiterführenden Hinweisen, die die versicherte Person darin unterstützen, die Therapie sicher und erfolgreich umzusetzen“. Zudem können Einrichtungen laut Gematik künftig Nachträge zu frei verkäuflichen Arzneimitteln (OTC) und Betäubungsmitteln in der Liste ergänzen.

Die neuen Funktionen, die in den meisten ePAs bereits vorhanden sein müssten, werden nach dem Update nicht zwangsläufig sofort angezeigt. Außerdem gibt es bei vielen Krankenkassen keine Hinweise zu den Updates – weder in der App noch in den Play Stores. In Einzelfällen kann es helfen, den App-Cache zu löschen und auch dann kann es erfahrungsgemäß – je nach Krankenkasse und Betriebssystem – zu Abweichungen bei der Umsetzung kommen.

Zur Verfügbarkeit des eMP stellt die Gematik klar: „Der elektronische Medikationsplan wird ab Mitte Juli schrittweise ausgerollt und von den Herstellern schrittweise zur Verfügung gestellt. Er ist also bisher nicht in allen Primärsystemen verfügbar. Wie auch bei der Einführung der ePA findet die Pilotierung in den Modellregionen statt, bevor der Rollout in ganz Deutschland startet“. Die Pilotierung habe sich bewährt; in Zukunft wolle die Gematik über die Ergebnisse informieren.

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Nach Angaben des IT-Dienstleisters Bitmarck steht die Version 3.1.3 für rund 80 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen bereit. Das Update steht nun über die App-Stores zur Verfügung und wird schrittweise an die Versicherten ausgerollt. Noch 2026 soll eine Volltextsuche für Dokumente in der elektronischen Patientenakte hinzukommen, die vorwiegend Ärzteverbände schon seit Jahren fordern. Ferner fordert Andreas Strausfeld, Vorsitzender der BITMARCK-Geschäftsführung, „die Möglichkeit, auch künstliche Intelligenz in der ePA anwenden zu dürfen“.


(mack)



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