Entwicklung & Code
Python-Webframework: Django-Developer nutzen zunehmend HTMX und Alpine.js
Die Django Software Foundation und das Team hinter der Python-Entwicklungsumgebung JetBrains PyCharm haben die Ergebnisse zur Umfrage „State of Django 2025“ veröffentlicht. Weltweit haben gut 4600 Entwicklerinnen und Entwickler teilgenommen, die Django verwenden – ein Open-Source-Webframework für die Programmiersprache Python. Die Studie zeigt die Trends und Tools im Django-Ökosystem: React und jQuery erweisen sich als die beliebtesten JavaScript-Bibliotheken, doch HTMX und Alpine.js holen auf und auch die KI-Verwendung nimmt zu.
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(Bild: jaboy/123rf.com)

Call for Proposals für die enterJS 2026 am 16. und 17. Juni in Mannheim: Die Veranstalter suchen nach Vorträgen und Workshops rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Vergünstigte Blind-Bird-Tickets sind bis zum Programmstart erhältlich.
Django-Developer nutzen zunehmend KI
Während laut der Studie knapp 80 Prozent der befragten Developer weiterhin die offizielle Dokumentation unter djangoproject.com als ihre Lernquelle nutzen, sind KI-Tools mit 38 Prozent auf dem Vormarsch und haben sowohl Blogs (33 Prozent) als auch Bücher (22 Prozent) überholt.

The State of Django 2025: Django-Entwicklerinnen und -Entwickler informieren sich vorrangig mittels der offiziellen Dokumentation.
In der Entwicklung mit Django sind KI-Tools ebenfalls beliebt, insbesondere für Aufgaben wie Autovervollständigung, Codegenerierung und das Schreiben von Boilerplate-Code. Beispielsweise nutzen 69 Prozent der Befragten ChatGPT und 34 Prozent GitHub Copilot. Wie die Studienmacher vermuten, wird sich im nächsten Jahr eine noch stärkere KI-Nutzung zeigen.
JavaScript: React und jQuery an der Spitze, HTMX und Alpine.js im Aufwind
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In Kombination mit Django kommen wie bereits in den Vorjahren am häufigsten die JavaScript-Bibliotheken React und jQuery zum Einsatz. Allerdings zeigt sich ein deutlicher Anstieg in der Nutzung von HTMX und Alpine.js, die beide den Ansatz serverseitiger Templates verfolgen. Seit 2021 hat HTMX von fünf auf 24 Prozent zugelegt, Alpine.js von drei auf 14 Prozent. Das anstehende Release Django 6.0 wird offiziellen Support für Template Partials bieten, was die Kombination mit HTMX und Alpine.js als gangbare Alternative offenbar weiter festigen wird.

The State of Django 2025: Diese JavaScript-Frameworks nutzen Django-Developer.
Zu den weiteren Funden der Studie zählt, dass Django-Developer tendenziell sehr erfahren sind: Knapp ein Drittel arbeitet bereits mindestens elf Jahre mit dem Framework. Zudem kommt Django hauptsächlich beruflich zum Einsatz. Diese und weitere Ergebnisse präsentiert der JetBrains-Blog.
20 Jahre Django – mit inklusiver Community
Bei Django handelt es sich um ein High-Level-Webframework für die Programmiersprache Python, mit Fokus auf Schnelligkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit. Am 13. Juli 2025 hat Django bereits sein zwanzigjähriges Jubiläum gefeiert. Wie das Django-Team in dem Zuge ankündigte, sind auch in Zukunft viele Releases mit mehreren Jahren Support sowie Tausende neue Packages im Django-Ökosystem zu erwarten – in einer großen, inklusiven Online-Community.
Auch die Python Software Foundation, die hinter der Programmiersprache steht, legt Wert auf eine vielfältige Entwicklergemeinschaft. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sie einen Antrag auf Fördergelder der US-Regierung aufgrund von Anti-DEI-Vorgaben (Diversity, Equity and Inclusion) zurückgezogen hat.
(mai)
Entwicklung & Code
Sicheres Linux: Amutable bringt „kryptografisch verifizierbare Integrität“
Ein Team von namhaften Linux-Entwicklern hat sich zum Ziel gesetzt, Linux sicherer zu machen und die Integrität von Linux-Systemen kryptografisch zu verifizieren. Das Projekt sattelt unter anderem auf „immutable Linux“ auf, also schreibgeschützten, unveränderlichen Kernsystemen. Der Name: Amutable. Die Firma hat ihren Sitz in Berlin.
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Große Namen sind als Gründer involviert. Etwa Lennart Poettering, der systemd entwickelt und pflegt, oder Christian Brauner, der das VFS-Subsystem in Linux betreut, sowie Christ Kühl, ehemals Gründer von Kinvolk – die Flatcar Container Linux, ein immutable-Linux-System, entwickelt haben und von Microsoft eingekauft wurden.
Überprüfbare Systemintegrität
Details liefert Amutable bislang nicht, deutet aber die Ziele an. Die Integrität des Systems soll kryptografisch prüfbar sein, das „System startet in einem verifizierten Status und bleibt im Zeitverlauf vertrauenswürdig“. Als Stichworte nennt die „Über“-Seite von Amutable die Integrität des Build-Prozesses, des Boot-Vorgangs und zur Laufzeit. Lennart Poettering hat bereits heiße Eisen mit „Measured Boot“ im Feuer. Ein Fingerzeig ist auch der geplante Vortrag „Remote Attestation of Imutable Operating Systems built on systemd“, den er am 12. März auf der Open Confidential Computing Conference in Berlin halten will.
Beim „Measured Boot“ prüft das System ausgehend von einer „Root of Trust“ im Trusted Platform Module (TPM) die Integrität von Firm- und Software beim Systemstart anhand von digitalen Fingerabdrücken, sogenannten Hash-Werten. Die Vergleichshashes liegen ebenfalls im TPM, dort in sogenannten Platform Configuration Registers (PCRs). Der Prozess ähnelt Secure Boot. Allerdings bricht Secure Boot bei abweichenden Hashes den Startvorgang ab, während Measured Boot die Hashes der Komponenten und ihrer Konfiguration protokolliert und sie verschlüsselt zur Überprüfung an andere Systeme senden kann (Remote Attestation, ausführliche Erläuterung von Infineon). Ein Vortrag auf der „All Systems Go“ im vergangenen Jahr zeigt zudem, was Poettering sich für Gedanken um die Sicherheitsarchitektur in Linux macht.
Derzeit besteht das Team von Amutable aus den Gründern Chris Kühl (CEO), Christian Brauner (CTO) und Lennart Poettering (Chief Engineer); Chief Product Officer ist David Strauss. Das Programmier-Team besteht aus Rodrigo Campos Catelin, Zbyszek Jędrzejewski-Szmek, Kai Lüke, Daan De Meyer, Joaquim Rocha, Aleksa Sarai und Michael Vogt. Die Beteiligten bringen Erfahrungen etwa für den Bau traditioneller Distributionen wie Debian, Fedora/CentOS, SUSE und Ubuntu mit, aber auch für unveränderliche, Image-basierte Distributionen wie Flatcar Container Linux, ParticleOS und Ubuntu Core, erklärt die Projekt-Ankündigung.
Kompetenzen für die genannten Ziele sind also reichlich vorhanden. Was genau Amutable aber bauen will, ist derzeit noch unklar. Eine diesbezügliche Anfrage wurde nicht umgehend beantwortet. Gegebenenfalls aktualisieren wir die Meldung damit.
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(dmk)
Entwicklung & Code
Eine Schätzung ist keine Prognose: Sprachphilosophie im Softwareprojekt
Nicht nur in agilen Projekten gehört es zum normalen Vorgehen, Aufgaben zu schätzen (Ticket-Estimation). Persönlich vertrete ich dabei die Meinung, dass Schätzungen immer richtig sind. Es handelt sich schließlich um eine Schätzung.
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(Bild: Stefan Mintert )
Stefan Mintert arbeitet mit seinen Kunden daran, die Unternehmenskultur in der Softwareentwicklung zu verbessern. Das derzeit größte Potenzial sieht er in der Leadership; unabhängig von einer Hierarchieebene.
Die Aufgabe, dieses Potenzial zu heben, hat er sich nach einem beruflichen Weg mit einigen Kurswechseln gegeben. Ursprünglich aus der Informatik kommend, mit mehreren Jahren Consulting-Erfahrung, hatte er zunächst eine eigene Softwareentwicklungsfirma gegründet. Dabei stellte er fest, dass Führung gelernt sein will und gute Vorbilder selten sind.
Es zeichnete sich ab, dass der größte Unterstützungsbedarf bei seinen Kunden in der Softwareentwicklung nicht im Produzieren von Code liegt, sondern in der Führung. So war es für ihn klar, wohin die Reise mit seiner Firma Kutura geht: Führung verbessern, damit die Menschen, die die Produkte entwickeln, sich selbst entwickeln und wachsen können.
Für Heise schreibt Stefan als langjähriger, freier Mitarbeiter der iX seit 1994.
Wikipedia versteht darunter die genäherte Bestimmung von Zahlenwerten, Größen oder Parametern durch Augenschein, Erfahrung oder statistische Methoden. Eine Schätzung bestimmt also etwas, was ist, und nicht etwas, was wird. Eine Schätzung kümmert sich nicht um die Zukunft.
Die meisten Manager, die ich erlebt habe, behandeln Schätzungen aber wie eine Prognose, also eine Vorhersage über die Zukunft.
Wenn die Zukunft dann zur Gegenwart geworden ist, vergleicht man die Schätzung aus der Vergangenheit mit einem Wert, der sich zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt hat. Das passt nicht zusammen.
Was die Manager eigentlich wollen, ist – wie gesagt – eine Prognose. Auch dazu hat Wikipedia etwas Interessantes zu sagen: Von anderen Aussagen über die Zukunft (z. B. Prophezeiungen) unterscheiden sich Prognosen durch ihre Wissenschaftsorientierung.
Wer sich als Entwickler von Schätzungen und dem Umgang damit unter Druck gesetzt fühlt, kann mal versuchen, Schätzungen durch Prognosen zu ersetzen. Selbstverständlich explodiert damit der Aufwand. Und genau das ist der Punkt: Viele Manager sprechen sehr viel und sehr gerne darüber, wie man besser schätzen kann. In diese Frage wird viel Energie gesteckt. Die Frage, wie man besser arbeiten kann, tritt dabei oft in den Hintergrund.
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Es wirkt manchmal so, als ob die Schätzung (die eigentlich eine Prognose sein soll) wichtiger als das Produkt ist. Der Grund dahinter ist oft die den Managern heilige Planung. Die Gründe für deren Scheitern liegen aber nicht in der Durchführung der Schätzung. Eine Schätzung ist immer richtig, wie ich auch bereits an anderer Stelle schrieb.
Das gilt auch, wenn der geschätzte Wert vom wahren Wert abweicht. Wenn mir das nicht gefällt, müsste ich eine Schätzung durch eine Messung ersetzen. Das ist in diesem Fall nicht möglich, weil ich zukünftige Ergebnisse nicht heute messen kann.
Wenn ein Ticket bei Fertigstellung also dreimal so viel Zeit erforderte, wie geschätzt (prognostiziert) wurde, wird nicht die Frage gestellt, ob die Umsetzung des Tickets gut gelaufen ist. Nein. Bereits die Abweichung von der Schätzung (Prognose) genügt, um die geleistete Arbeit zu diskreditieren. Das halte ich für wenig zielführend, und hier sind meines Erachtens Softwareentwickler aufgefordert, der missbräuchlichen Verwendung von Schätzungen entgegenzutreten.
Der erste Schritt kann darin bestehen, klarzumachen, dass Pläne auf Grundlage von Schätzungen selbst Schätzungen und keine Zusagen sind. Wer es anders sieht, dem kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit eine turbulente Zukunft prophezeien.
Erst Lesen, dann Handeln
Wenn Du die Themen, die ich im Blog anspreche, in Deiner Firma verbessern möchtest, komm’ in unsere Leadership-Community für Softwareentwicklung. Sie wirkt auch ohne Führungsposition. Mit dem Code „heisedev“ gibt’s den Heise-Rabatt für Interactive-Members.
(rme)
Entwicklung & Code
Neu in .NET 10.0 [6]: Generische Erweiterungsblöcke in C# 14.0
Erweiterungsblöcke mit dem Schlüsselwort extension habe ich in der vorherigen Folge der Serie zu .NET 10.0 vorgestellt. Ein Erweiterungsblock darf einen oder mehrere generische Typparameter (optional inklusive Einschränkung mit where) besitzen:
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extension(List source) { … }
oder
extension(List source) where T : INumber { … }

Dr. Holger Schwichtenberg ist technischer Leiter des Expertennetzwerks www.IT-Visions.de, das mit 53 renommierten Experten zahlreiche mittlere und große Unternehmen durch Beratungen und Schulungen sowie bei der Softwareentwicklung unterstützt. Durch seine Auftritte auf zahlreichen nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie mehr als 90 Fachbücher und mehr als 1500 Fachartikel gehört Holger Schwichtenberg zu den bekanntesten Experten für .NET und Webtechniken in Deutschland.
Folgender Code zeigt eine Klasse mit Erweiterungsblocken für List, wobei T auf Zahlen beschränkt ist, durch where T : INumber:
public static class MyExtensions
{
extension(List source) where T : INumber // <-- Receiver Ein Erweiterungsblock darf eine oder mehrere generische Typparameter (optional inklusive Constraint) besitzen!!!
{
public List WhereGreaterThan(T threshold)
=> source.Where(x => x > threshold).ToList();
public bool IsEmpty
=> !source.Any();
///
/// Erweitern um eine Instanz-Eigenschaft mit Getter und Setter
///
public int Size
{
get { return source.Count; }
set
{
while (value < source.Count) source.RemoveAt(source.Count - 1);
if (value > source.Count) source.AddRange(Enumerable.Repeat(default(T)!, value - source.Count).ToList());
}
}
// NEU: Operatorüberladung als Extension und neu ist auch, dass man += überladen kann
public void operator +=(int count)
{
source.Size = source.Count + count;
}
// NEU: Operatorüberladung als Extension und neu ist auch, dass man -= überladen kann
public void operator -=(int count)
{
source.Size = source.Count - count;
}
// NEU: Operatorüberladung als Extension und neu ist auch, dass man ++ überladen kann
public void operator ++()
{
source.Size += 1;
}
}
}
Folgender Code ruft die Erweiterungsmethoden für List auf:
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public void Run()
{
CUI.Demo(nameof(CS14_ExtensionDemo) + ": Collection");
var list = new List { 1, 2, 3, 4, 5 };
var large = list.WhereGreaterThan(3);
Console.WriteLine(large.IsEmpty);
if (large.IsEmpty)
{
Console.WriteLine("Keine Zahlen größer als 3!");
}
else
{
Console.WriteLine(large.Count + " Zahlen sind größer als 3!");
}
CUI.H2("list.Size = 10");
// Das klappt: Die Liste wird auf 10 Elemente mit Nullen aufgefüllt
list.Size = 10;
foreach (var x in list)
{
CUI.OL(x, separator: " = ");
}
CUI.H2("list.Size -= 2");
list.Size -= 2;
bool restart = true;
foreach (var x in list)
{
CUI.OL(x, separator: " = ", restartCounter: restart);
restart = false;
}
CUI.H2("list.Size++");
list.Size++;
restart = true;
foreach (var x in list)
{
CUI.OL(x, separator: " = ", restartCounter: restart);
restart = false;
}
}
Der Code erzeugt folgende Ausgabe:

Ausgabe des Beispielcodes
(rme)
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