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RAM-Betrug: Corsair setzt auf Plastikverpackung für mehr Sicherheit

Aufgrund der extrem gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher ist dieser in den Fokus von Betrügern und Dieben gerückt. Corsair reagiert mit einer Anpassung bei der Verpackung: RAM der Serie Vengeance DDR5 wird statt in einer Pappschachtel nun in einer versiegelten Plastikschale vertrieben.
Corsair passt Verpackung an
„Da die DRAM-Preise weiter steigen, wird der Schutz der Produktauthentizität immer wichtiger. Aus diesem Grund haben wir unsere DRAM-Verpackungen aktualisiert“, erklärt Corsair im Blog* des Unternehmens.
Bereits im Januar habe Corsair damit begonnen, die Verpackung der RAM-Kits der Vengeance-Serie (RGB*, RGB RS* und ohne RGB*) mit zwei Modulen anzupassen. Statt des Pappkartons kommt eine Kunststoffschale zum Einsatz, wie man sie von früher noch kennt, als das Thema Nachhaltigkeit noch nicht so populär war. Corsair versichert, dass dabei recycelter Kunststoff zum Einsatz kommt und so der Umweltaspekt nicht ganz aus den Augen verloren wird. Das Material soll zudem Schutz gegen elektrostatische Entladungen (ESD-Schutz) bieten.
Transparenz und Sollbruchstelle
Die neue durchsichtige Verpackung ermöglicht, den Inhalt genau zu prüfen, bevor sie geöffnet wird. Zusätzlich sorgt ein breites Label mit Sollbruchstelle für mehr Sicherheit. Dieses zerreißt beim Aufklappen. Manipulationen werden so deutlich erschwert, da sie direkt sichtbar werden.
Corsair will damit Kunden und Händler vor Rückgabebetrug schützen. Denn zuvor war es leichter möglich, die Verpackungen mit falschem Inhalt zurückzusenden, ohne dass dies direkt bemerkt wurde. So geraten etwa günstigere oder gebrauchte Module in den Umlauf, teils seien auch Dummy-RAM-Module verschickt worden, die bei Corsair als Light-Enhancement-Kits* verkauft werden und keine Speicherchips besitzen.
Pappkartons erhalten Sicherheitsetikett
Für RAM, der weiterhin in Pappkartons angeboten wird, will Corsair in Kürze zumindest wieder ein Sicherheitsetikett einführen.
Speicherkrise schürt Betrug
Da sich durch den globalen Engpass bei DRAM auch die Preise für Consumer-RAM inzwischen vervierfacht haben, wittern Betrüger das große Geschäft. Berichte über gefälschte Produkte nehmen zu. Um Diebstahl zu verhindern, hat die US-Warenhauskette Costco die RAM-Riegel aus den ausgestellten Systemen entfernt.
Wie groß das Problem des RAM-Betrugs wirklich geworden ist, lässt sich nur schwer ermitteln. Zumindest zeigt die Reaktion von Corsair, dass das Thema nicht so klein sein kann.
An dieser Stelle möchte die Redaktion gerne wissen, ob es unter den Lesern in jüngster Zeit (oder auch vor der Krise) zu solchen Vorfällen gekommen ist. Hinweise in den Kommentaren sind immer willkommen.
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Ja, es ist erst in letzter Zeit passiert.
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Ja, es ist früher einmal (vor der Speicherkrise) passiert.
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Nein, ich hatte bisher Glück.
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