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UX/UI & Webdesign

»Rebelliert mal wieder ein bisschen mehr.« › PAGE online


Vier Jahre lang prägte Anne Kaiser die Entwicklung von PAGE maßgeblich mit. Im Interview spricht die Kommunikationsdesignerin und Brand-Strategin über Community, Kreativität und Haltung – und darüber, warum Designer:innen heute lauter werden sollten.

»Rebelliert mal wieder ein bisschen mehr.« › PAGE online

Anne Kaiser ist Kommunikationsdesignerin und Brand-Strategin aus Hamburg. Anfang 2022 kam sie als Quereinsteigerin zu PAGE – ihr Portfolio landete direkt auf dem Handy der damaligen Chefredakteurin, der Rest ist Geschichte. In weniger als drei Jahren arbeitete sie sich zur Chefredakteurin hoch, lancierte neue Formate, rief den Community-Rat ins Leben und machte PAGE von einem Fachmedium zur aktiven Plattform der Kreativbranche. Sie ist Detailtypo-Nerd, zeichnet live Sketch Notes auf Konferenzen und liebt die Feinheiten der Druckproduktion genauso wie die kritische Auseinandersetzung mit KI. Wir haben Anne zum Interview getroffen. Eines wird dabei schnell deutlich: sie bleibt, was sie immer war – eine Kreative mit Haltung.

Stefan: Du bist als Quereinsteigerin zu PAGE gekommen – per Portfolio, das direkt auf dem Handy der damaligen Chefredakteurin landete. Was hat dich damals so mutig gemacht?

Anne: Mit Mut hatte das nicht viel zu tun – eher mit dem Glauben daran, dass es da noch mehr geben musste, als das Standard-Agenturleben. Und die wirkliche Ehre gebührt einer ehemaligen Kommilitonin, die mir nicht nur die Stellenanzeige von PAGE schickte, sondern auch direkt die Zweifel ausgeredet hat.

Wann hast du zum ersten Mal ein PAGE-Heft in der Hand gehabt – und was hat es mit dir gemacht?

Meine erste PAGE begegnete mir in einem lichten Loft-Büro unter dem Dach eines alten Hofes in Tettnang am Bodensee. Es roch nach Holz und Papier und dem Hund meiner Patentante, bei der ich damals (in der achten Klasse) ein Praktikum machte. Sie ist selbstständige Grafikerin und hat mich damals nicht nur die ersten stümperhaften Banner in Photoshop zusammenbauen lassen, sondern mir gleich am ersten Tag die Recherche in alten PAGE-Ausgaben verordnet. Ich glaube, zuerst hatte ich eine zum Thema Packaging-Design in der Hand, und war total begeistert zu sehen, dass das, was ich mir als Beruf vorstellen konnte, tatsächlich existierte.

In über vier Jahren hast du PAGE von einem begleitenden Fachmedium zu einem aktiven Teil der Kreativ-Community entwickelt. Was war der Moment, in dem du gemerkt hast: Das funktioniert?

Ich glaube, diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Aber es gab da viele kleine Momente, die mir zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg waren: Eine Studentin, die bei einem Event zu mir kam und mir erzählte, dass sie das Gefühl hat, PAGE sei auch für sie geschrieben. Ein Telefonat mit einem Kritiker, der wütend kritisierte, dass unsere Inhalte zu wenig angewandt seien, nur um am Ende sein Abo zu erneuern, weil ich ihn fragte, ob er PAGE nur lese, um sich sein eigenes Handwerk erklären zu lassen, oder eben doch, um die Zugehörigkeit zur Community zu feiern. Die unzähligen Anfragen zu Kollaborationen und Gesprächen, die mein Postfach fluteten, als wir nach außen kommunizierten, dass wir uns öffnen wollen.

Welches Interview oder welche Geschichte hat dich persönlich am stärksten berührt?

Ich denke viel über meine Titelgeschichte zum Generationswechsel im Design nach. Über die Klischees und kleinen Wahrheiten, mit denen sich alle Generationen konfrontiert sehen und über die Positivbeispiele, in denen sich Teams unabhängig vom Alter etwas aufgebaut haben, das funktioniert.

»Mein Team sichtbar zu machen.«

Was war dein größter Move bei PAGE – und was würdest du im Nachhinein anders machen?

Mein Team sichtbar zu machen. Die Namen unserer Grafikerinnen größer zu schreiben, unseren Redakteurinnen mehr Freiheiten in ihrem Schreibstil zu lassen und einzufordern, dass ihre Stimmen wirklich zur Geltung kommen. PAGE ist von individuellen, tollen, wunderbar schrägen Menschen gemacht und das sollte man auch spüren.

Im Nachhinein würde man immer vieles ändern. Aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und in einem Umfeld, dass sich so schnell ändert und so viel Entscheidungsfreude braucht, wie PAGE, muss man sich selbst die Fehler auch schnell vergeben. Ich glaube, wenn ich es nochmal machen würde, wäre ich mutiger, mich von manchen alten Formaten zu lösen und etwas wirklich Neues zu entwickeln.

Dein Ziel war mehr Transparenz und Zusammenarbeit mit der Community. Hast du es erreicht?

Ich glaube ja. Weil ich heute viel mehr Menschen kenne, die verstehen, was zur Arbeit an PAGE gehört und wer dahintersteckt. Und weil so viele von euch bereit waren, mitzuwirken, zu schreiben und zu gestalten.

Was ist deine größte Leidenschaft in der kreativen Umsetzung – und warum?

Die Strategieentwicklung. Mich reizt am Design der Transfer zwischen verschiedenen Disziplinen und die einzigartige Fähigkeit von Kreativen, Komplexität so zu übersetzen, dass sie zwei völlig unterschiedliche Menschen auch ohne Erklärung verstehen.

Warum sollte man Designer:innen mehr Aufmerksamkeit geben?

An der Arbeitsethik von Kreativen könnten sich einige Bereiche etwas abschauen. Der oftmals intrinsische Antrieb in einer Branche, die oft schwierig ist, die Erfüllung die viele Kreative in ihrer Tätigkeit finden – ich glaube, das sollte eigentlich die Idee von moderner Arbeit sein. Jetzt müssten wir dieses Modell nur noch so aufstellen, dass Leidenschaft nicht auch so häufig Selbstaufgabe bedeutet.

»Alle wollen sie, aber nur wenige werden bereit sein, für echte Kreativität zu bezahlen.«

Wie wird Kreativität deiner Meinung nach zukünftig bewertet und wertgeschätzt?

Alle wollen sie, aber nur wenige werden bereit sein, für echte Kreativität zu bezahlen. Solange bis es nicht mehr anders geht und wir ohne kreative Lösungen nicht weiterkommen. Vielleicht bräuchte es mehr Kreative in der Politik, damit wir nicht erst an unsere Grenzen stoßen müssen, um den Wert von Kreativität zu erkennen?

Du kannst gleichzeitig zuhören, reden, schreiben und zeichnen – deine Live-Notes bei Konferenzen sind legendär. Wie schaffst du das?

Selektive Wahrnehmung. Ich konnte mich schon immer gut auf das konzentrieren, was mich interessierte – alles andere wird zum Hintergrundrauschen. In den Sekunden, die ich auf das Papier schaue, kann ich besser zuhören und die wichtigen Informationen filtern. In den Sekunden, in denen ich spreche, beschäftigt das Schreiben meine Hand und fokussiert meinen Kopf.

Was und wer inspiriert dich?

Meine Mutter, meine beste Freundin, meine Schwester. Vincent van Gogh, Salvador Dali, Böcklin. Waldspaziergänge, die kleinen Wunderwerke der Natur und alles, was bunt ist.

Wer sind deine Vorbilder – und warum?

Menschen, die öffentlich und privat sie selbst sind. Weil wir in einer Zeit leben, die es viel zu einfach macht, die eigene Meinung in der kleinen, bequemen Bubble zu äußern, aber dort, wo fundierte Meinungen wirklich wichtig wären, zu schweigen. Und weil mir selbst einmal zu oft gesagt wurde, dass ich zu laut sei.

Welche Marke würdest du als Expertin für Design und Strategie am liebsten beraten – und weshalb?

Die CDU/CSU: denen täte eine strategische Positionierung (inklusive Wertanalyse und Abgrenzung vom Wettbewerb) gerade einmal sehr gut. Und for fun, für mich: Faber Castell. Weil mit den Polychromos die Liebe zum Design angefangen hat.

Was machst du, wenn du an gar nichts denken willst?

Tanzen, Schwimmen und laut singen.

Was liest du gerade?

»Children of Blood and Bone« von Tomi Adeyemi.

Wo bist du am liebsten – und was tust du dort?

Mein aktueller Lieblingsort: Korsika. Am Strand oder beim Wandern in der Maccia mit einem Notizbuch und endloser Zeit zum Pflanzenzeichnen.

»Rebelliert mal wieder ein bisschen mehr.«

Was würdest du der Designcommunity heute mitgeben – gerade jetzt?

Rebelliert mal wieder ein bisschen mehr. Nicht alles, was wirtschaftlich gut klingt, ist auch gesellschaftlich sinnvoll. Und nicht alles, was Silicon Valley so vorgibt, muss auch eure Realität werden.

Was rätst du New Talents, die gerade starten?

Stellt euch mit den Menschen in der Druckerei gut. Fragt Menschen aus eurer Zielgruppe, was sie wirklich brauchen. Lasst euch die Liebe zum Handwerk nicht verbieten und fordert ein, dass euch dasselbe auch wirklich gelehrt wird. Ihr seid die Zukunft der Kreativbranche und solltet deshalb mitreden.

Was hat dich PAGE gelehrt, das du nirgendwo sonst gelernt hättest?

Wo man das WordPress am besten nicht nochmal anfasst. Wann das Magazinlayout nicht mehr meines ist, sondern das der Grafik. Und dass man auch den größten Designikonen einfach Fragen stellen darf.

Und zu guter Letzt: Was kommt als Nächstes für dich?

Langeweile, mit den Händen kreieren und viele gute Gespräche. Und dann eine Auswahl, wo ich gerade jetzt den größten Impact haben könnte.

 

Eine gekürzte Fassung ist in der Print Ausgabe 02.2026 erschien.



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Mehr als ein Wappen: Wie Sekundärlogos die Markensprache im Sport erweitern – Design Tagebuch


Lange Zeit war das „Vereinswappen“ der einzige visuelle Absender eines Sportvereins. Oft über Jahrzehnte gewachsen und entsprechend emotional aufgeladen wird das Vereinslogo oftmals als unveränderlich angesehen. Doch die Anforderungen an Sportmarken haben sich grundlegend verändert.

Der Chelsea FC hat eins, ebenso Chicago Fire, seit Kurzem auch der SV Werder Bremen und die KSV Holstein: ein Sekundärlogo. In den US-Major-Leagues (MLS, NFL, NHL, NBA, MLB) sind Sekundärlogos, auch als „Alternate Logo“ oder „Secondary Mark“ bezeichnet, seit langem integraler Bestandteil eines Brand-Toolkits. Nahezu alle US-Teams nutzen sie.

Auch in europäischen Fußball-Ligen sind Sekundärlogos mittlerweile weit verbreitet. In den vergangenen Jahren sind eigenständige Zweitzeichen neben dem klassischen Vereinslogo zu ein…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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Vorsicht vor der Scheinselbständigkeit › PAGE online


Eine alleinige saubere Vertragsgestaltung ist für eine freie Zusammenarbeit nicht ausreichend. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Praxis. So schützt ihr euch vor der Scheinselbständigkeit.

Emojis vor einem farbigen Hintergrund
Bild: PAGE

Maximale Flexibilität und trotzdem ein regelmäßiges Einkommen – viele Freelancer:innen in der Kreativbranche wünschen sich genau das. Aber vor allem Berufseinsteiger:innen sollten das Thema Scheinselbständigkeit im Blick haben.

Übrigens sehen viele Freie (Branchen-übergreifend), die schon länger auf dem freien Markt arbeiten, – ganze 62 % – den Punkt der Scheinselbstständigkeit als größtes rechtliches Defizit!

Leider ist die Problematik also allgegenwärtig und die Grenzen zwischen echter Freiberuflichkeit und Scheinselbständigkeit sind oft fließend – ein finanzielles und rechtliches Risiko, das Kreative wie auch Agenturen häufig unterschätzen.

Kurz erklärt: Von Scheinselbständigkeit spricht man, wenn jemand vertraglich als freie:r Mitarbeiter:in geführt wird, in der alltäglichen Praxis jedoch wie ein:e festangestellte:r Arbeitnehmer:in agiert. In der Kreativszene entsteht diese Grauzone oft schleichend – zum Beispiel durch monatelange Projektarbeit für einen Hauptauftraggeber.

Die Warnsignale

Es gibt einige typische Warnsignale, die man daher im Kopf haben sollte.

  • Weisungsgebundenheit: Ein Kunde bestimmt feste Arbeitszeiten, den Arbeitsort oder detaillierte Prozessschritte.
  • Tiefe Eingliederung: Nutzung von Kunden-Hardware, feste Schreibtische in der Agentur sowie die Teilnahme an internen Teamevents oder täglichen Stand-ups.
  • Wirtschaftliche Monostruktur: Mehr als 80 % des Gesamteinkommens stammen dauerhaft von einem einzigen Auftraggeber.
  • Fehlendes Unternehmertum: Es gibt keinen eigenen Marktauftritt, keine eigene Website und kein unternehmerisches Risiko.

Die Konsequenzen einer Nachprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls sowie die Krankenkassen treffen Auftraggeber und Freelancer:innen hart. Es drohen rückwirkende Beitragsnachzahlungen zur Sozialversicherung, Säumniszuschläge und steuerliche Korrekturen.

Für Kreative bedeutet die nachträgliche Einstufung als Arbeitnehmer oft den Verlust geschätzter Freiheiten und möglicherweise das Ende der Geschäftsbeziehung.

Arbeitet für mehrere Kunden und achtet auf eure gelebte Praxis

Man kann sich merken, dass hier eine alleinige saubere Vertragsgestaltung nicht ausreichend ist. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Zusammenarbeit.

Kreative schützen sich in erster Linie, indem sie für mehrere Kunden arbeiten, eigene Arbeitsmittel nutzen, Projektpreise frei kalkulieren und als eigenständige Marke am Markt auftreten. Im Zweifel schafft ein offizielles Statusfeststellungsverfahren der DRV vorab Klarheit.

Das ist ein offizielles Prüfverfahren und es ist dafür da, rechtssicher festzustellen, ob eine konkrete Tätigkeit als abhängige Beschäftigung (sozialversicherungspflichtige Anstellung) oder als selbstständige Tätigkeit einzustufen ist.

In der Praxis kann man das aber umgehen, wenn man die Warnsignale kennt und mehrere Auftraggeber hat.

Aktuell ist eine Verbesserung dieser Situation leider erstmal nicht in Sicht. Und das, obwohl verschiedene Kreativ-Verbände seit Jahren grundlegende Anpassungen von der Politik fordern.

 

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Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Die Kampagne #stolzaufVielfalt › PAGE online


Nach der Landtagswahl am 6. September plant die AfD eine »patriotische Wende« in Sachsen-Anhalt. Mit #stolzaufVielfalt starten dortige Kulturinstitutionen eine gemeinsame Kampagne, die auf Vielfalt setzt – und auf ein leuchtendes Design, das vom Bauhaus Dessau stammt.

Was die »patriotische Wende« der AfD Sachsen-Anhalt, die als »gesichert rechtsextrem« eingestuft wird, für die Kultur bedeutet, das konnte man bereits erahnen, als die Partei im letzten Jahr eine Kampagne gegen das Bauhaus startete, in der sie die Institution als »Irrweg der Moderne« bezeichnete.

Wenige Wochen vor der Wahl hat jetzt ein breit aufgestelltes Bündnis von Kulturinstitutionen und Stiftungen  #stolzaufVielfalt ins Leben gerufen und lädt zum Mitmachen ein.

Es ist eine Kampagne, die für »Vielfalt, demokratische Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt« steht und zeigen möchte, wie viele verschiedene Gesichter Sachsen-Anhalt hat und dass genau das die Stärke des Bundeslands ausmacht – von der Wissenschaft über das reiche Kulturerbe, das Handwerk und den Erfindergeist, das Engagement und vieles mehr.

Bereits im April hatte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt eine, von mittlerweile 67 Kulturinstitutionen unterschriebene Erklärung veröffentlicht, in der sie sich gegen die »neue patriotische Kulturpolitik der AfD« wendet.

Jetzt geht es erneut darum, die Mehrheit im Bundesland sichtbar zu machen, die Vielfalt schätzt und sich gegen eine Gleichschaltung wehrt.

V wie Vielfalt – und wie Victory

Die Gestaltung der Kampagne selbst, die in ihren leuchtenden Farben nicht zu übersehen ist, stammt vom Bauhaus Dessau selbst, von dem Designer Oliver Klimpel, der als Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst unterrichtet hat und heute die Kuratorische Werkstatt am Bauhaus Dessau leitet.

Wir haben bei ihm nachgefragt, wie die das Visual das die Kampagne prägt, zustande kam:

Im Mittelpunkt steht das V – für Vielfalt und als Victory-Zeichen für Vielfalt.

Es ist ein aktives Symbol, das für zivilgesellschaftliches Engagement steht und es gleichzeitig mit (Pop)kultur verbindet und nicht nur in den Social Media, sondern auch auf Buttons und Badges funktioniert.

Begleitet wird das von einem rahmenden und verbindenden Layoutsystem, das sich über die unterschiedlichen Visuals legen kann, deren Vielfalt bewahrt und gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert hat. Und das sich bei Bedarf auch animieren ließe, wie Klimpel sagt.

Leuchtend sichtbar werden

Damit auch Teilnehmende, die nicht so Illustrator-, Photoshop- oder InDesign-affin sind, es problemlos nutzen können, ist das Visual nicht zu komplex. Aber es ist umso einprägsamer.

Und das mit seinen leuchtenden Farben, die kräftig und positiv sind und die, wie Klimpel sagt, gleichzeitig versuchen, sich einer vereinfachten und eindeutigen Zuschreibung zu entziehen und nationale oder hoheitszeichenartige Stereotypen nicht zu bedienen.

Inspiriert sind erste Entwürfe unter anderem von dem innovativen Grafikdesign osteuropäischer Bürgerbewegungen aus den 1980er- und 90er-Jahren, die, gerade auch in der Tschechoslowakei, Witz und Optimismus mit Aktivismus verbunden haben.

Einladung an alle

Zu den Institutionen der Initiative #stolzaufVielfalt, die ab sofort im Einsatz ist, gehören neben dem Bauhaus Dessau unter anderem die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, die Stiftung Evangelisches Anhalt, der Landesheimatbund und viele mehr.

Vor allem aber versteht die Kampagne sich als offene Einladung an alle, die interessiert sind, sich zu beteiligen – von Einzelpersonen über Kultureinrichtungen, Stiftungen, Vereinen, Unternehmen und Kommunen.

Es geht darum, ein gemeinsames Zeichen für ein weltoffenes und vielfältiges Sachsen-Anhalt zu setzen – und das sichtbar zu machen. Denn selbst wenn aktuelle Wahlprognosen zutreffen, steht die Mehrheit in Sachsen-Anhalt genau dafür.

 





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