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Rebellion im Kino: Außer Atem und Nouvelle Vague im Heimkino-Test


In der über hundertjährigen Geschichte des Kinos gab es immer wieder Bewegungen, die mit etablierten Regeln und Traditionen brachen: Ende der 60er Jahre etwa das New Hollywood oder Mitte der 90er Jahre die Dogma-Bewegung. Den wichtigsten und tiefsten Schnitt vollzog jedoch die französische Nouvelle Vague. Um 1960 herum warfen Regisseure wie Claude Chabrol, François Truffaut und Jean-Luc Godard den schwerfälligen Apparat der Studioproduktionen über den Haufen, ließen Kulissen und Scheinwerfer hinter sich und gingen mit leichten Kameras auf die Straße.




Ob Blockbuster oder Klassiker: Jenseits der Streaming-Dienste blüht das Geschäft mit hochwertigen Film-Restaurationen, die in 4K auf UHD Blu-rays veröffentlicht werden. Woche für Woche testen wir die interessantesten Discs, decken Hintergründe zur Produktion und inhaltliche Besonderheiten auf und vergleichen die Bild- und Tonqualität der Discs und Streams.

Der wichtigste Meilenstein war „Außer Atem“, den Jean-Luc Godard 1960 in Paris drehte. Ein guter Film braucht manchmal kaum mehr als etwas Crime, eine lose Idee und zwei faszinierende Hauptdarsteller. Die fand Godard in Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo. 65 Jahre später lässt Richard Linklater den Geist von damals in „Nouvelle Vague“ wieder aufleben und erzählt von jenem Dreh, bei dem aus Geldmangel, Trotz und Improvisation Filmgeschichte wurde.

Beide Filme sind nun fürs Heimkino erschienen: Außer Atem in einer 4K-Restauration auf Ultra HD Blu-ray Disc (UHD) und Nouvelle Vague auf Blu-ray Disc. Bevor wir ab Seite 3 auf die technischen Details der Bild- und Tonqualität eingehen und die neuen Veröffentlichungen mit den günstigeren Streaming-Angeboten vergleichen, blicken wir auf den radikalen Aufbruch der französischen Filmemacher und wie Original und Hommage zu einem stimmigen Double Feature ineinandergreifen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Rebellion im Kino: Außer Atem und Nouvelle Vague im Heimkino-Test“.
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