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Redis 8.8: Neuer Array-Datentyp und Rate Limiting per Befehl


Redis 8.8 ist erschienen: Die neue Version des In-Memory-Datenbanksystems bringt unter anderem einen nativen Array-Datentyp, neue Befehle für Streams und Rate Limiting sowie Verbesserungen für Such-, Zeitreihen- und KI-Workloads.

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Entwickler nutzen Redis vor allem als Key-Value-Store für Caching, Session-Management, Echtzeitanalysen und Messaging. Seit Redis 8.0 integriert Redis Open Source auch Volltext- und Vektorsuche, JSON-Dokumente sowie Zeitreihenfunktionen; ein separater Redis Stack entfällt.

Wichtigste Neuerung ist der native Datentyp Array. Bislang mussten Entwickler strukturierte Sequenzen meist über Listen oder serialisierte JSON-Strukturen abbilden. Arrays speichern homogene Daten kompakter und erlauben den direkten Zugriff per Index – etwa auf numerische Sensordaten oder Embedding-Vektoren für KI-Anwendungen.

Mit INCREX führt Redis einen neuen Befehl für Rate Limiting ein. Er vereint Zähler, Ablaufzeiten und Grenzwerte in einem Schritt – ohne zusätzliche Lua-Skripte oder mehrere Redis-Kommandos. Damit lassen sich typische API-Limits wie „100 Anfragen pro Minute“ direkt umsetzen.

Auch Redis Streams erhalten neue Funktionen: Der Befehl XNACK erlaubt es Consumern, ausstehende Nachrichten gezielt wieder freizugeben. Bislang konnten fehlerhafte oder hängende Worker Nachrichten in den Pending-Listen festhalten und so die weitere Verarbeitung blockieren. Der neue Befehl soll die Fehlerbehandlung in Event-Streaming- und Queue-Szenarien vereinfachen.

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Für eine feinere Ereignissteuerung unterstützt Redis 8.8 nun feldgenaue Benachrichtigungen bei Hashes. Anwendungen können damit auf Änderungen einzelner Felder reagieren statt nur auf Änderungen am gesamten Schlüssel. Das reduziert unnötige Trigger und erlaubt feiner granulierte Event-Architekturen.

Für Such- und Analyse-Szenarien – etwa Vektorsuchen oder hybride Abfragen – bringt Redis 8.8 mehrere Neuerungen: Die hybride KNN-Suche über FT.HYBRID erhält eine Option, mit der sich die Zahl der Kandidaten pro Shard begrenzen lässt. Zusätzlich lassen sich hybride Suchabfragen nun per FT.PROFILE analysieren.

RedisTimeSeries baut die Range-Abfragen aus: Sie können nun mehrere Aggregationen in einem Aufruf kombinieren, etwa Mittelwert, Maximum und Summe. Das reduziert laut den Release Notes zusätzliche Abfragen und die Netzwerklast in Monitoring- und Analyseumgebungen.

Zudem nennt das Projekt allgemeine Performance-Verbesserungen sowie Bugfixes, unter anderem bei Cluster-Topologien und in der Speicherverwaltung. Redis erweitert außerdem die Sorted-Set-Befehle ZUNION, ZINTER, ZUNIONSTORE und ZINTERSTORE um einen neuen COUNT-Aggregator. Redis 8.6 erschien Mitte Februar 2026 und bietet seitdem deutlich mehr Performance auf ARM-Systemen.


(fo)



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