Künstliche Intelligenz

Reiskocher im Überblick: simpel bis smart – mit App, Backfunktion & Lernmodus


Reiskocher von simpel bis smart sorgen im Idealfall für immer perfekt gegarten Reis. Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt intelligente Zusatzfunktionen.

Ob als Risotto oder gebraten, mit Gemüse oder Fleisch, als Beilage oder als Hauptspeise: Reis steht für viele regelmäßig auf dem Speiseplan. Das Getreide zu kochen, ist auch erst einmal nicht sonderlich schwer. Die perfekte Konsistenz im Kochtopf hinzubekommen, gelingt vielen aber nicht. Manchmal liegt es daran, dass man zu viel, manchmal zu wenig Wasser verwendet hat. Ein anderes Mal ist der Reis wenige Minuten zu lange im Topf und erhält eine ungewollte Bräune.

Für ein konsistentes Ergebnis bei der Zubereitung von Reis sorgen Reiskocher. Das Küchengerät automatisiert den Kochvorgang und beendet ihn, wenn der Reis die ideale Temperatur erreicht und das Wasser vollständig aufgenommen hat. Während alle Modelle im Grunde den gleichen Job verrichten, gibt es Unterschiede in der Erhitzungstechnik, der generellen Zubereitung und der Auswahl an Funktionen. Wir geben in diesem Ratgeber einen Überblick zum Reiskocher und zeigen, worauf es beim Kauf des Multifunktionsküchengeräts ankommt.

Wie sinnvoll ist ein Reiskocher?

Im Vergleich zur Zubereitung von Reis im Topf haben Reiskocher einen entscheidenden Vorteil: Sie kochen den Reis immer gleich. Wer also mit dem Kochtopf zu kämpfen hat, etwa weil der Reis nicht perfekt durchgekocht ist oder gar anbrennt, der wird mit Reiskochern definitiv mehr Erfolg haben. Dafür benötigt man nicht einmal hochpreisige Modelle mit vielen Zusatzfunktionen und Programmen, denn bereits günstigere Geräte sind in der Lage, Reis zuverlässig und vor allem eigenständig zu kochen.

Ein Reiskocher vereinfacht in erster Linie die Zubereitung und automatisiert den Kochvorgang. So kann man parallel am Herd das restliche Abendessen kochen, während der Reis bedenkenlos unbeaufsichtigt vor sich hin köchelt. Generell schadet es unserer Meinung nach nicht, sich eines der günstigeren Reiskocher-Modelle anzuschaffen. Für die höherpreisigen Modelle sollte man sich natürlich überlegen, ob der eigene Reiskonsum die Investition rechtfertigt.

Der Unterschied zwischen einfachen Reiskochern und teureren ist in erster Linie der Funktionsumfang. Günstige Geräte haben meist nur einen Ein-/Aus-Schalter und fangen sofort an loszulegen, wenn man sie anschaltet. Höherpreisige Modelle warten beispielsweise mit mehreren Kochmodi und einem Timer auf.

Wie funktioniert ein Reiskocher?

Die grundlegende Technologie hinter einem Reiskocher ist relativ simpel. Wie auch beim Kochen auf dem Herd gibt man zuvor die gewünschte Reismenge und das dafür benötigte Wasser in den Reistopf. Darunter befindet sich ein Heizelement, welches langsam beginnt, diesen aufzuheizen. Das Wasser wird immer heißer, bis es den Siedepunkt erreicht und zu verdampfen beginnt. Währenddessen steigt die Temperatur nicht über 100 °C. Das liegt daran, dass die durch Erhitzung entstehende Energie vollständig vom Wasser zur Bildung des Wasserdampfs aufgenommen wird (Verdampfungsenthalpie).

Erst nachdem das Wasser mehr oder weniger komplett verdampft ist und vom Reis absorbiert wurde, kann die Temperatur über 100 °C steigen. Hier greifen jetzt die Sensoren des Reiskochers, die diesen Temperaturanstieg sofort registrieren und den Stromkreislauf kappen, damit der Reis nicht anbrennt. Die meisten Reiskocher wechseln dann in den Warmhaltemodus, um den fertig gekochten Reis nicht kalt werden zu lassen.

Umfangreichere Reiskocher kommen zudem mit zusätzlicher Technologie, die sich der sogenannten Fuzzy-Logik bedient. Diese Geräte können dann, ausgestattet mit Mikrochips, selbstständig kontinuierlich Anpassungen an Temperatur und Kochzeit in Abhängigkeit der Wassermenge vornehmen, um den Reis ideal zu kochen. Die Technologie ermöglicht es auch, Programme für individuelle Reissorten und die Zubereitungsart von Reis (hart, weich, knusprig) bereitzustellen.

Im hochpreisigen Bereich verwenden Reiskocher zudem Induktionshitze. Die Technologie ermöglicht eine gleichmäßigere Hitzeverteilung. Das liegt daran, dass bei Induktionserhitzung nicht die Platte unter dem Reistopf erhitzt wird, sondern Strom durch Kupferspulen geführt wird, wodurch ein Magnetfeld entsteht. In diesem Magnetfeld sitzt der Reistopf und wird so anstatt nur von unten von allen Seiten erhitzt. Diese gleichmäßigere Erhitzung hat außerdem den Vorteil, dass die Sensoren die Temperatur viel genauer erfassen und die Regulierung durch Reduzieren oder Stärken des Magnetfelds sekundenschnell verändern können.

Was kann man alles in einem Reiskocher machen?

Reiskocher bereiten alle gängigen Reissorten zu – darunter Basmati, Jasmin, Langkorn-, Vollkorn-, weißen und Sushi-Reis. Hochwertigere Modelle bieten dafür eigene Programme, die auf die jeweiligen Kochzeiten abgestimmt sind und so für optimale Ergebnisse sorgen.

Man kann mit ihnen tatsächlich aber auch diverse andere Dinge kochen und sogar backen. Wenn man genau darüber nachdenkt, ist es dem Reiskocher egal, was sich da gerade in seinem Inneren befindet. Im Endeffekt achtet er nur darauf, dass es nicht zu heiß wird. Somit lassen sich etwa Suppen und Eintöpfe mit einem Reiskocher ähnlich wie in einem Slow-Cooker zubereiten oder sogar Brot und Kuchen backen.

Während Suppen und Eintöpfe auch mit günstigen Reiskochern hervorragend umsetzbar sind, hilft es, wenn der Reiskocher für das Brot- und Kuchenbacken die Möglichkeit hat, die Koch- oder in diesem Fall Backzeit einzustellen. Manche Geräte der Hersteller Zojirushi oder Yum Asia Sakura-Reiskocher kommen sogar mit einem zusätzlichen Kuchen-Modus und sind somit von vornherein darauf ausgelegt, auch Kuchen backen zu können. Sobald man jedoch einen anderen Reiskocher verwendet als der Autor des Rezepts, kann das schon zu Problemen führen, da sich dann Backzeit und Temperatur voneinander unterscheiden können.

Natürlich kann der Reiskocher nicht alle Küchengeräte ersetzen. Fleisch muss man weiterhin in der Pfanne anbraten, da das Multitalent nicht die dafür nötigen Temperaturen erreicht und das Kleinhäckseln oder Pürieren von Gemüse, Käse und Nüssen muss dann doch ein Pürierstab oder eine Küchenmaschine übernehmen. Die Tatsache, dass man jedoch viele Gerichte mithilfe des kompakten Kochers bewerkstelligen kann, ist super praktisch. Gerade in kleinen Wohnungen oder unterwegs, etwa für Camping-Trips, ist das Schweizer Taschenmesser der Küchengeräte eine platzsparende Option.

Worauf muss man beim Kauf eines Reiskochers achten?

Reiskocher gibt es in verschiedensten Ausführungen. Um das richtige Modell für sich selbst zu finden, muss man sich zuvor über ein paar Dinge Gedanken machen.

Die Menge an Reis, die man konsumiert: Isst mehr als eine Person pro Mahlzeit mit, fallen Reiskocher mit einer kleineren Füllmenge direkt aus der Vorauswahl raus. Im Umkehrschluss benötigt man wahrscheinlich kein Gerät mit einem Fassungsvermögen von 3 Litern und mehr, wenn man nur für sich selbst kocht. Möchte man auf einen Schlag größere Mengen Reis zubereiten, sind Reiskocher mit einer Timer-Funktion ideal. Man richtet den Kochvorgang so ein, dass der Reis fertig ist, wenn man nach Hause kommt. Die Warmhaltefunktion sorgt dann dafür, dass dieser nicht kalt wird, bis man den Rest des Essens gekocht hat.

Wie häufig man Reis zubereitet: Ist Reis ein Hauptbestandteil der täglichen Ernährung und der Reiskocher damit permanent im Einsatz, lohnt sich der Blick auf Geräte, die sich einfach reinigen lassen. Vor allem Komponenten wie das Dampfventil sollten regelmäßig gereinigt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Auch der Formfaktor des Kochers spielt eine Rolle. Ist er im täglichen Einsatz, sollte er idealerweise einen festen Platz in der Küche finden. Ist das nicht möglich, hilft es, wenn der Reiskocher leicht und kompakt genug ist, um ihn einfach verstauen zu können.

Welche Arten von Reis man kochen möchte: Isst man gerne verschiedene Reissorten, lohnt sich ein Blick auf Modelle, die Kochprogramme für einzelne Reisarten haben. Diese berücksichtigen dann die unterschiedliche Kochdauer und berechnen teilweise auch den Einweichvorgang bei Sorten wie Basmati vorher noch mit ein. Bei manchen Modellen lässt sich zudem auch die gewünschte Konsistenz einstellen.

Wie wichtig Komfort- und Zusatzfunktionen für einen sind: Zusatzfeatures wie eine App-Steuerung sagen nichts über die Qualität des gekochten Reis aus, machen das Kochen aber in gewisser Hinsicht komfortabler. Ein Back- oder Dampfgarmodus erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Kochers enorm. Per einsetzbarem Korb kann man so neben dem Reiskochen auch zeitgleich Gemüse garen. Wer eine voll ausgestattete Küche hat, nutzt zum Backen aber wahrscheinlich lieber den herkömmlichen Backofen.

Wie viel Liter sollte ein Reiskocher haben?

Reiskocher gibt es in unterschiedlichen Größen. Besonders kompakt und dadurch platzsparend sind die Mini-Reiskocher, etwa von Reishunger oder Yum Asia, die ein Fassungsvermögen von 600 ml und weniger haben. Unserer Erfahrung nach sind aber Reiskocher zwischen 1 und 2 Liter der Sweetspot für die meisten Leute. Dadurch kann man mehr als genug Reis für eine Person kochen und kann auch problemlos Reis für mehrere Personen zubereiten. Größere Modelle jenseits der 3 Liter sind aufgrund ihres Formfaktors weniger praktikabel und ergeben meistens nur im Gastronomiekontext Sinn.

Wie viel kostet ein guter Reiskocher?

Das Schöne bei Reiskochern ist, dass man selbst im günstigen Preisbereich schon vollkommen solide Geräte bekommt, die ihren Job zufriedenstellend erledigen. Hier muss man natürlich in Sachen Funktionsumfang Abstriche machen. Wir haben etwa mit dem Reiskocher von Russell Hobbs für 49 Euro in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Er kommt mit einem Garkorb und kann so unkompliziert Gemüse dämpfen. Für aktuell 50 Euro (UVP 60 Euro) bietet der Xiaomi Smart Multifunctional Rice Cooker neben mehreren Programmen eine App-Anbindung, mit der man den Kochvorgang auch aus der Ferne startet.

Im Mittelklassebereich ab 100 Euro sind die Geräte dann überwiegend Mikrochip-gesteuert und in der Lage, die Temperatur selbstständig zu regulieren und dem Reis entsprechend anzupassen. Persönlich verwenden wir hier seit ein paar Jahren den digitalen Reiskocher von Reishunger für 158 Euro und sind rundum zufrieden. Er kommt neben Programmen für verschiedene Reissorten auch mit einem Modus für das Dämpfen, für Suppen und für das Backen. Für etwa 124 Euro kommt der Cuckoo CR-0675FW mit einem ähnlichen Funktionsumfang.

Ab 200 Euro arbeiten Reiskocher dann zusätzlich auch mit Induktionshitze wie der Yum Asia Bamboo für 230 Euro und kommen mit einer hochwertigeren Verarbeitung. Zusätzliche intelligente Features gibt es bei der Premium-Marke Zojirushi. Vielerorts als das Nonplusultra unter den Reiskochern gefeiert, liefert der Hersteller mit dem NW-QAQ-10 ab 550 Euro sogar einen Lernmodus mit. Nach getaner Arbeit kann man dem Reiskocher mitteilen, wie man das Ergebnis fand. Auf Basis des Feedbacks passt das Gerät beim nächsten Mal dann die Zubereitung an, um den Reis auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Tatsächlich muss ein Reiskocher nicht hunderte Euro kosten, um köstlichen Reis auf den Teller zu zaubern. Bereits ab 49 Euro bekommt man Geräte, die einen soliden Job machen und Reis zuverlässig kochen. Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt zusätzliche Funktionen und Komfort.

Fazit

Einen Reiskocher daheim zu haben, lohnt sich fast immer. Auch wenn man nur gelegentlich mal Reis kocht, erleichtern die günstigen Modelle die Arbeit bereits enorm. Gehört Reis regelmäßig auf den Speiseplan, lohnt sich auch der Blick auf höherpreisige Modelle. Diese sind dann mit mehr Funktionen und moderner Technik ausgestattet. Neben dem Kochen von Reis lassen sie sich auch prima als Multifunktionsküchengerät zum Garen von Gemüse, Kochen von Suppen und – je nach Modell – auch zum Backen von Brot und Kuchen einsetzen.

Dass der wandelbare Reiskocher hier nicht an einen vollwertigen Backofen herankommt, ist klar. Studenten, die Geld sparen wollen, oder Personen, die wenig Platz daheim haben, dürften sich über die kompakte Mehrzweckwaffe allerdings freuen. Auf absolute Reisliebhaber mit großem Geldbeutel warten im Premium-Bereich intelligente Modelle mit Lernmodus, hochpräziser Temperaturmessung und Hitzeerzeugung, um die perfekte Schüssel Reis zu zaubern. Für welches Modell und welche Preisklasse man sich auch entscheidet – eine Bereicherung für den Alltag sind die kleinen Kocher allemal.

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