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Rekord-Patchday beim Juli-Update: Allein Windows 11 erhält über 400 Sicherheitspatches


Rekord-Patchday beim Juli-Update: Allein Windows 11 erhält über 400 Sicherheitspatches

Bild: Microsoft

Der Patchday steht an: Microsoft verteilt das Juli-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5101650) sowie weitere Versionen des Betriebssystems und Produkte des Konzerns. Im Fokus steht dieses Mal vor allem die Menge der Sicherheitspatches. Allein Windows erhält 416 Sicherheitsupdates – dreimal so viele wie im Vorjahr.

Die offizielle Anzahl der behobenen Schwachstellen (CVE) liegt insgesamt laut Microsoft bei 622. Dazu zählen neben den 416 Patches für Windows noch 82 für Office, 46 für Edge, 27 für Developer Tools und 17 für SharePoint Server. Je nach Zählweise können die Werte aber niedriger ausfallen und liegen bei rund 570 Schwachstellen.

Patchday-Übersicht der CVE-Schwachstellen für Juli 2026 (Bild: Microsoft)

Die Werte sind damit nochmals deutlich höher als im Juni 2026. Bereits die Zahl von über 200 geschlossenen Sicherheitslücken im Juni war auffällig hoch. Zum Vergleich: Im Juli 2025 wurden laut Windows Latest lediglich 137 Sicherheitslücken geschlossen.

Zu den gravierendsten Schwachstellen, die Microsoft hervorhebt, zählt eine BitLocker-Sicherheitslücke (CVE-2026-50661), durch die Angreifer mit physischem Zugang zum Gerät auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Durch Schwachstellen in SharePoint Server (CVE-2026-56164) und Active Directory Federation Services (CVE-2026-56155) können Angreifer ihre Rechte erweitern.

  • Per KI entdeckte Schwachstellen: Microsoft erwartet mehr Sicherheitsupdates an Patchdays

Die Entwicklung kündigte Microsofts Windows-Chef Pavel Davuluri bereits letzte Woche an. Der Grund sind die modernen KI-Agenten mit Modellen wie Anthropics Claude Mythos und OpenAIs GPT-5.6, die autonom Sicherheitslücken entdecken.

Microsoft optimiert derzeit den Prozess. Das Ziel ist, dass ein auf mehreren Modellen basierendes System automatisiert Schwachstellen entdeckt und priorisiert. Entwickler sollen dann unterstützt werden, hochwertige Updates schnell bereitzustellen.

Mehr Kontrolle bei den Updates

Neben den Sicherheitspatches verteilt Microsoft mit dem Pflicht-Update auch die Neuerungen aus dem optionalen Juni-Update. Mit der neuen Update-Verwaltung können Nutzer nun in einem Kalendermenü auswählen, wann ein Update installiert werden soll. Der Termin lässt sich dabei mehrfach verschieben. Mehr Kontrolle verspricht Microsoft auch beim Installationsprozess. Nun soll es zuverlässig möglich sein, dass Nutzer die Geräte neu starten lassen oder herunterfahren, ohne dass eine Update-Installation den Prozess verlängert.

Benachrichtigungen will man ebenso minimieren. Generell lautet die Zielvorgabe von Microsoft, den Nutzern mehr Kontrolle zu geben und den „Update Noise“ zu reduzieren. All das ist Teil der Runderneuerung von Windows 11, die seit dem Frühjahr läuft.

Darüber hinaus gibt es noch eine längere Liste an Verbesserungen und Fehlerkorrekturen. Die betreffen etwa die Widgets, Bluetooth-Verbindungen und das Internet Printing Protocol (IPP), das nun standardmäßig unterstützt wird. An mehreren Stellen optimiert Microsoft zudem den Datei-Explorer. Dieser soll nun etwa schneller starten.

Kleinere Fehler bereinigt

Mit dem Juli-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 bereinigt Microsoft zudem noch einige Fehler. Dazu zählen behobene Probleme mit der OLE-Automation und der Anzeige von Dateinamen in Papierkorb-Dialogen.

Microsoft verteilt die Patches auch für weitere Betriebssystemversionen wie Windows 11 26H1 (KB5101649), das sich speziell an moderne Arm-Plattformen richtet.

Downloads

  • 4,1 Sterne

    Regelmäßig aktualisierte Pakete mit allen Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen für Windows 11.

    • Version 26H1 (Build 28000.2525) KB5101649, Win 11 Deutsch
    • Version 24H2/25H2 (Build 26200.8875) KB5101650, Win 11 Deutsch
    • Version 23H2 (Build 22631.7376) KB5099414, Win 11 Deutsch



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