Apps & Mobile Entwicklung
Retro-Strategiespiel: DORF verlegt Command & Conquer in die Endzeit

Auf Kickstarter fragt ein Indie-Strategiespiel nach Geld, das Fans von Command & Conquer Futter verspricht. DORF verspricht die gleiche Mischung aus Basisbau und Echtzeit-Gefechten in ähnlicher Pixel-Optik wie das Vorbild, verlagert das Geschehen jedoch in ein Endzeit-Szenario. Unterstützung findet es damit genug.
Hervorgegangen ist DORF aus OpenRA, einer quelloffenen Modernisierung von Command & Conquer: Alarmstufe Rot. DORF will allerdings mehr sein als nur ein „Reskin“, es ergänzt die Basis um neue Systeme und Funktionen. 90 Prozent der wichtigsten Systeme habe man bereits in Teil- und Freizeit gebaut, mit der Kickstarter-Kampagne soll nun die Fertigstellung in Vollzeit finanziert werden.
So funktioniert DORF
Schlachtfelder etwa sollen nicht nur statisch sein, sondern sich vollständig zerstören lassen – und interaktive Optionen anbieten. Darüber hinaus wird der Basisbau um eine Logistikkette erweitert. Neben zwei Ressourcen und dem Sammeln von Schrott direkt von Schlachtfeldern müssen Rohstoffe auch zu den Fabriken gebracht werden, die damit Einheiten produzieren.
Dass das Spiel ansonsten in der Tradition der allerersten C&C-Titel steht, lässt sich ansonsten kaum übersehen. Die Grafik-Engine setzt für den Retro-Look auf Sprites für Einheiten, eine der drei Fraktionen trainiert Infanterie in einem Gebäude, das wie die „Hand von Nod“ in einer Apokalypse-Version aussieht.
In Dorf kämpfen allerdings ein totalitäres Imperium, nomadische und mutierte Überlebende einer Apokalypse sowie technologisch fortgeschrittene, auch außerhalb der Erde lebende Menschen um die Vorherrschaft. Dazu nutzen sie unter anderem Menschen mit Psi-Fähigkeiten, Zeppeline und gigantische Panzer, hier wird sich also eher bei Alarmstufe Rot bedient. Jede der drei Fraktionen soll dabei eine eigene Einzelspieler-Kampagne bekommen, darüber hinaus verspricht DORF Multiplayer-Gefechte für bis zu acht Spieler.
Finanzierung & Release
In weniger als einer Woche konnte das Entwicklerteam fast das Doppelte der angefragten Summe von rund 73.000 Euro einnehmen. Erste Zwischenziele liefern Übersetzungen in weitere Sprachen und erweiterte Audioausgabe. Nun soll jede Einheit eigene und detailreichere Aufnahmen bekommen.
Werden 185.000 US-Dollar (~160.000 Euro) erreicht, kommen neue Umgebungen mit eigenen Mechaniken dazu, danach folgen eine kooperativ spielbare, zusätzliche Kampagne für jede Fraktion, weitere Entwickler zur beschleunigten Fertigstellung, eine dynamische Kampagne und vollständig animierte Zwischensequenzen, die bei 400.000 US-Dollar (~350.000 Euro) versprochen werden.
Unterstützer der Kampagne bekommen das fertige Spiel ab einem Beitrag von 22 Euro. Erscheinen soll DORF für Windows, MacOS und Linux auf Steam sowie DRM-frei über GOG. Die Fertigstellung geben die Entwickler in „sehr vorsichtiger Schätzung“ für den August 2028 an, geplant ist laut FAQ aber eine Fertigstellung im kommenden Jahr.
Die Redaktion dankt ComputerBase-Leser „zett0“ für den Hinweis zu dieser Meldung!