Künstliche Intelligenz
Rolle rückwärts: Dell bringt die Notebookmarke XPS zurück
Auf der CES 2025 sorgte Dell weniger mit neuen Produkten als vielmehr mit deren Vermarktung für Aufmerksamkeit: Der Hersteller verabschiedete sich von etablierten Markennamen wie Inspiron, Latitude und XPS. Wie Dells Jeff Clarke auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der CES 2026 selbstkritisch zugab, hat das Unternehmen seine Ziele aber deutlich verfehlt: Das neue Schema, das den Namen Dell in den Vordergrund stellte und zur Differenzierung Anhängsel wie Plus, Pro und Max sowie Kombinationen wie Pro Premium mitbrachte, hat die Kunden verwirrt. Und in dessen Folge sanken die Absatzzahlen massiv.
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Die Lösung wurde in dem Moment ersichtlich, als Clarke die Bühne betrat: Er trug ein T-Shirt mit dem Markennamen XPS. Das war keine Nostalgie, sondern Ausblick: Es wird 2026 wieder XPS-Notebooks geben, die diesen Namen sogar stolz auf dem Deckel tragen. Den Anfang machen ein XPS 14 und ein XPS 16 mit entsprechend großen Bildschirmen und Intels nagelneuem Core Ultra 300 alias Panther Lake. Für Nutzer wichtiger als die Namensänderung: Dell hält nicht länger an seiner unpraktischen Sensortastenreihe oberhalb der Buchstaben fest, sondern spendiert der Tastatur endlich wieder eine Zeile mit physischen F-Tasten. Die beiden neuen XPS-Modelle sollen im Laufe des Januars vorbestellbar sein und ab Monatsende ausgeliefert werden; Preise für Deutschland hat Dell bislang nicht genannt.
Später im Jahr soll dann noch ein XPS 13 folgen, das nicht nur kleiner, sondern auch günstiger sein soll. Konkrete Preise oder Infos zum Innenleben wollte Clarke noch nicht nennen; von dreistelligen Preisen würden wir deshalb nicht ausgehen. Apropos: Unterhalb der 1000er-Marke (egal ob in US-Dollar oder Euro) würden Kunden rein nach Preis-Leistung kaufen und nicht nach der Marke, so Clarke. Deshalb bleibt es dort beim Dell-Branding; Inspiron kehrt nicht zurück.

Dells überarbeitetes PC-Namensschema für 2026: Consumer-Notebooks heißen nun Dell oder XPS, alle Gaming-Notebooks hören auf Alienware. Bei Business-Notebooks bleibt es bei Dell Pro (vormals Latitude) mit verschiedenen Zusätzen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Mehr Alienware und ein bisschen Precision
Bei Gaming-Notebooks sei das anders. Dort kehrt aber weder Inspiron Gaming zurück noch gibt es wie bei anderen Herstellern eine Zweitmarke für die Mittelklasse: Notebooks für Gamer heißen bei Dell nun quer durch die Bank Alienware.
Bei Notebooks für Geschäftskunden justiert Dell nach: Der Name Dell Pro sei bei der Kundschaft gut angekommen, sodass die Marke Latitude abgelegt bleibt. Nur am oberen Ende herrschte Verwirrung, sodass die ehemalige Workstation-Marke Precision als Zusatz (Dell Pro Precision) für besonders leistungsstarke Geräte zurückkehrt.
Und bei Monitoren bleibt alles beim Alten: Bis zur Mittelklasse gibt es kryptische Kürzel, während Topmodelle wie eh und je UltraSharp heißen.
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heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Realbotix: humanoide Roboter mit austauschbarem Design
Das Startup Realbotix entwickelt an seinem Sitz in Las Vegas humanoide Roboter für dialogorientierte Anwendungen. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen nur erste Prototypen vorweisen. Auf der CES 2026 stellte Realbotix gleich drei fertige Ganzkörpermodelle vor: Aria, Melody und David.
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Sie sollen in den Bereichen „Service“ und „Interaktion“ zum Einsatz kommen. Gemeint sind Messestände, Schulungsumgebungen, Empfangsbereiche von Hotels, Versicherungen oder Einkaufstempeln, aber auch medizinische Anwendungen, sagte Realbotix-CEO Andrew Kiguel im Gespräch mit heise online.
Über KI-Sprachmodelle können sich Nutzer mit den Puppen unterhalten. Die Sprachausgabe ist mit den Bewegungen von Lippen und Kiefer gekoppelt, um das Gesprochene visuell zu begleiten. Stationäre Roboter werden über Netzstrom betrieben, mobile Varianten kommen mit integrierten Akkus für zeitlich begrenzten autonomen Betrieb.
Die Androiden von Realbotix sehen hochwertigen Sexrobotern von RealDoll oder Irontech Doll täuschend ähnlich. Solche Nutzungszwecke wies das Unternehmen aber im Gespräch mit heise online kategorisch zurück.
Zwei verschiedene Basisroboter
Realbotix bietet im Wesentlichen zwei verschiedene Module an: Büsten- und Ganzkörpervarianten in Lebensgröße. Köpfe, Gesichter und Gehäuseteile lassen sich austauschen. Preise für die Büsten beginnen bei 20.000 US-Dollar, für komplette Roboter bei 95.000 US-Dollar.
Einzeln ansteuerbare Aktuatoren bewegen Mund, Augenlider, Augenbrauen und Wangen. Servomotoren mit Positionsrückmeldung steuern Kopfbewegungen sowie Arme und Oberkörper. Laufen können die animierten Puppen nicht.
Optionale Kameras in den Augen nehmen das Gesichtsfeld der Roboter auf. Software zur Gesichts- und Objekterkennung verarbeitet das Kamerabild. So kann der Roboter Objekte im Blick behalten und über die Pupillen verfolgen können. Mikrofone mit Richtungsfilterung erfassen gesprochene Sprache. Auf der Messe funktionierte die Kommunikation aufgrund des Hintergrundlärms jedoch nur über Handmikrofone.
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Eins von drei Realbotix-Modellen für die Interaktion etwa auf Messen oder in Empfangsbereichen heißt David.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Individualisierung gegen Aufpreis
Realbotix bietet Erweiterungen gegen Aufpreis an. Die angesprochene Gesichtserkennung ist so ein Extra. Erhältlich sind ferner zusätzliche austauschbare Köpfe, individuell angepasste Stimmen sowie die Einbindung eigener KI‑Modelle der Nutzer.
Auf Wunsch fertigt Realbotix individuelle Charaktere an. Die zusätzlichen Kosten beginnen laut Unternehmen bei 20.000 US‑Dollar, etwa für eigens modellierte Gesichter. Der Grad der Individualisierung reicht von einfachen Änderungen wie einem anderen Hautton bis hin zu vollständig neu gestalteten humanoiden Figuren.

Warum nicht eine Cyberpuknt-Büste? Gegen Aufpreis geht Realbotix detailliert auf Kundenwünsche ein. Dieses Modell verfolgt Gesprächspartner über Kameras in den Pupillen.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Die Roboter nutzen firmeneigene, angepasste KI-Modelle. Weitere Angaben zu den KI-Modellen oder zum Training machte das Unternehmen nicht. Über WLAN verbinden sich die Roboter mit dem Internet. Je nach Anwendung verarbeiten sie die Daten lokal oder in der Cloud. Auch externe KI‑Modelle lassen sich einbinden. etwa über Schnittstellen von OpenAI, Hugging Face oder lokale Installationen wie LM Studio.
Geplantes KI‑Abo ohne Roboter
Parallel arbeitet Realbotix an einer eigenständigen KI unabhängig von der Hardware. Nutzer sollen damit KI‑Figuren über ein Abonnement auf beliebigen Geräten verwenden können, ohne einen Roboter zu besitzen.
Die aktuell in den Robotern eingesetzte KI konzentriert sich auf Dialogfunktionen und die Steuerung der mechanischen Komponenten. Gespräche unterstützt das System derzeit ausschließlich auf Englisch. Grund dafür sind laut Realbotix Einschränkungen bei der Lippensynchronisation in anderen Sprachen innerhalb der genutzten Cloud‑Dienste. Das Unternehmen will künftig aber auch andere Sprachen unterstützen.
Steuerung und Konfiguration per App
Über eine mobile App lassen sich Dialoge, Bewegungsprofile und Persönlichkeitsparameter konfigurieren. Dadurch können die Roboter für unterschiedliche Einsatzszenarien angepasst werden.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(akr)
Künstliche Intelligenz
Linux: App-Installation als Flatpak immer beliebter
Flathub, der wichtigste App-Store für Linux-Anwendungen im Flatpak-Format, hat seinen Jahresrückblick 2025 veröffentlicht. Für 2025 meldet das App-Repository fast 440 Millionen Downloads, eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der angebotenen Apps steigerte sich um 446 auf 3.249. Insgesamt 727 Millionen Mal wurden 2025 Apps über Flathub aktualisiert. Spitzenreiter der Download-Liste sind Firefox (2,7 Millionen Downloads), Chrome (2,4 Millionen Downloads) und Discord (2,1 Millionen Downloads).
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Größter Vorteil des Flatpak-Formats ist seine Distributionsunabhängigkeit: Ein und dasselbe Flatpak lässt sich auf fast jeder Linux-Distribution installieren und betreiben, da Flatpaks die benötigten Bibliotheken und sonstigen Abhängigkeiten der Anwendung bereits enthalten. Programmpakete müssen daher nicht für jede Distribution angepasst und eigens erstellt werden, wie es bei den klassischen Paketformaten Debian (.deb) und RPM der Fall ist – das erleichtert das Leben für Softwareanbieter. Programme im Flatpak-Format laufen isoliert in einer Sandbox mit eingeschränkten Berechtigungen für Datei‑, Netzwerk- und Gerätezugriffe, was Schäden durch kompromittierte Apps begrenzen soll.
Das ursprünglich aus der Gnome-Welt stammende Flatpak ist eines von drei gängigen Image-Formaten der Linux-Welt. Canonical nutzt in Ubuntu standardmäßig das Snap-Format und betreibt als Paketquelle seinen proprietären Snap Store. AppImages bündeln eine Anwendung mit ihren Abhängigkeiten in einer ausführbaren Datei, nutzen aber anders als Flatpak und Snap keine Sandbox zur Isolation von Anwendungen.
(odi)
Künstliche Intelligenz
KI-Hologramm für den Schreibtisch: Wie Razers Project Ava unterstützen soll
3D-Hologramme sind keine neue Erfindung, auch wenn sie immer noch futuristisch anmuten. Schon jetzt arbeiten Unternehmen daran, dass lebensgroße Hologramme uns im Einzelhandel beraten oder die 3D-Darstellung tatsächlich anfassbar wird. Selbst kleine Desktop-Gadgets mit Hologramm-Darstellungen, wie sie Razer auf der CES 2026 vorgestellt hat, sind kein Hexenwerk mehr. Allerdings wartet Project Ava mit einigen interessanten KI-Features auf, die besagte Hologramme und die Darstellung von KI-Modellen im echten Leben deutlich verbessern könnten.
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Project Ava: Was Razers 3D-Hologramm dank KI erledigen kann
Der Name Project Ava dürfte dabei einigen bekannt vorkommen. Unter dieser Bezeichnung hat Razer schon 2025 eine KI vorgestellt, die Gamern beim Zocken mit Ratschlägen zur Seite stehen soll. Jetzt findet diese KI in einem kleinen Zylinder Platz und wird über ein 5,5 Zoll großes 3D-Hologramm visualisiert. Laut Razer soll so aus dem einstigen Gaming-Coach ein „digitaler Partner“ und „Freund fürs Leben“ entstehen, der rund um die Uhr für Nutzer verfügbar ist.
Dementsprechend konzentriert sich Razer mit der neuen Version von Project Ava nicht mehr ausschließlich auf Gaming-Fans. Das Gadget kann zwar durch eine direkte Verbindung per USB-Kabel Spiele auf einem angeschlossenen Windows-PC analysieren und daraufhin Gameplay-Tipps oder Hintergrundinfos geben – doch Ava soll auch im Alltag und bei der Arbeit helfen. Dank eingebauter Kameras liefert die KI auch Outfit-Beratungen oder fasst auf dem Desktop lange Dokumente zusammen, organisiert Termine im Kalender oder übersetzt Texte. Über die verbauten Mikrofone können sämtliche Befehle und Fragen per Spracheingabe an die KI gerichtet werden.
Grundsätzlich sind also viele Dinge mit Project Ava möglich, die auch andere KI-Chatbots erledigen können. Dank der Darstellung als 3D-Hologramm soll sich Razers Produkt aber besser in den Alltag integrieren. Der digitale Partner, der die KI repräsentiert und deren Antworten visualisiert, kann dabei je nach Vorliebe aus einem von vorerst fünf Hologrammen gewählt werden. Diese reichen von Ava, einem grünen Energieball mit Razer-Logo, über die digitalen Gamer Zane und Kira bis zu einer virtuellen Version des Models Sao oder des südkoreanischen E-Sports-Profis Lee „Faker“ Sang-hyeok. Künftig könnten laut Razer noch weitere Modelle folgen.
Unter der Haube arbeitet xAIs KI-Modell Grok. Das Modell soll im Verlauf der Interaktionen dazulernen und so Vorlieben verinnerlichen, um personalisierte Ratschläge zu erteilen. Zudem lassen sich – wie auch bei ChatGPT und Gemini – verschiedene KI-Persönlichkeiten einstellen, um etwa ruhigere, freundlichere oder deutlichere Ansagen von der KI zu bekommen. Wer keine Lust auf Grok hat, soll künftig auch andere „führende KI-Plattformen“ mit Project Ava nutzen können.
Razer plant, Project Ava zunächst in den USA zu veröffentlichen. Die Markteinführung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 stattfinden. Allerdings ist noch kein Preis für das KI-Hologramm bekannt. Razer erlaubt interessierten Kunden schon jetzt, 20 US-Dollar im Voraus zu zahlen, um sich eines der Geräte zu reservieren. Sollten Kunden letztlich vor dem finalen Preis zurückschrecken, lässt sich die Vorbestellung auch wieder stornieren. Ob und wann Project Ava auch in anderen Regionen erscheinen wird, ist nicht bekannt.
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Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
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