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Salesforce Agentforce 360: KI-Agenten mit Kontext


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Salesforce erweitert seine Agentforce-360-Plattform um neue Funktionen, die die viel diskutierte Kontextlücke heutiger KI-Agenten beheben sollen. Neben Werkzeugen wie Agent Script, einem ausgebauten Agent Builder und der Voice-Integration rückt die engere Verzahnung mit der übernommenen Informatica-Technologie in den Mittelpunkt. Sie bildet die Grundlage für den unternehmensweiten Kontext, auf den Agenten künftig zugreifen sollen. Parallel öffnet Salesforce seine Plattform und erlaubt Partnern, eigene Produkte direkt auf Basis der Agentforce-Architektur zu entwickeln und zu vertreiben.

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Kern der Ankündigungen ist eine konsolidierte Datenarchitektur, die Salesforce als Voraussetzung für belastbare Agentenansätze beschreibt. Die Plattform Data 360 wird dafür enger mit der übernommenen Informatica-Technologie verzahnt und um Echtzeitsignale aus MuleSoft ergänzt. Entstehen soll ein Metadatengerüst, das Stammdaten, Kataloge, Datenherkunft und operative Ereignisse zusammenführt. Agenten sollen damit nicht mehr nur Text generieren, sondern auf klar definierte Geschäftsobjekte zugreifen und deren Zustand korrekt interpretieren können.

Peter Wüst, Senior Vice President Solution Engineering, beschreibt diese Kombination als eine „Kontextmaschine“, die Modelle nicht länger mit fragmentierten Datensichten arbeiten lässt. KI-Modelle seien zwar leistungsfähig, aber „unternehmensdumm“, da ihnen das spezifische Wissen über ein Geschäft, seine Historie und seine Regeln fehle. Ohne dieses gemeinsame Verständnis seien Agenten letztlich gezwungen zu raten – ein Kernproblem, das Salesforce mit der neuen Datenbasis adressieren will.

Die Datengrundlage bildet zugleich die Basis für deterministische Agentenlogik, die Salesforce als zentral für Verlässlichkeit und Compliance einstuft.

Eines der größten Probleme großer Sprachmodelle im Unternehmenseinsatz bleibt ihre fehlende Vorhersagbarkeit. Salesforce versucht dies über Hybrid Reasoning abzufedern: Während das LLM weiterhin für die Interpretation zuständig ist, wird die Abarbeitung von Prozessen in feste Logikbausteine ausgelagert. Die neue Skriptsprache Agent Script dient dazu, diese Schritte zu modellieren und mit bestehenden Salesforce-Flows zu verknüpfen. Dadurch sollen Agenten Aufgaben strukturiert und reproduzierbar abarbeiten, anstatt sich ausschließlich auf probabilistische Modellentscheidungen zu stützen.

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Parallel ergänzt Salesforce seine Plattform um Werkzeuge, die Agenten leichter nutzbar machen sollen. Der überarbeitete Agent Builder erzeugt Agentenlogik aus natürlich formulierten Anweisungen und soll die Modellierung komplexer Abläufe vereinfachen. Mit Agentforce Voice, dessen Einführung sich mehrfach verzögert hat und das Anfang 2026 auch Deutsch unterstützen soll, kommt eine tief integrierte Sprachschnittstelle hinzu. Sie arbeitet bidirektional, mehrsprachig und lässt sich in CRM-, Service- und Commerce-Anwendungen einsetzen. Wüst beschreibt, wie sich damit alltägliche Aufgaben vereinfachen lassen: Außendienstmitarbeiter können Besuchsberichte unmittelbar nach einem Termin einsprechen, woraufhin das System die Inhalte strukturiert, Datensätze aktualisiert und bei Bedarf Folgeprozesse anstößt. Salesforce sieht diese Verbindung aus Spracheingabe und Geschäftslogik als einen Baustein, um Agenten im Arbeitsalltag breiter nutzbar zu machen.

Erstmals erlaubt Salesforce auch Partnern, Komponenten wie Agentforce 360, Data 360 und Trusted Services direkt in eigene Produkte einzubauen und kommerziell zu vertreiben. Begleitet wird dies von flexibleren Nutzungsmodellen und einem erweiterten Marketplace, der Provisionierung und Abrechnung automatisieren soll. Die Öffnung zielt darauf ab, Agentenfunktionen nicht nur in Salesforce-Anwendungen, sondern im gesamten Ökosystem breiter verfügbar zu machen.

Salesforce verfolgt damit eine klare Linie: Agenten sollen sich von experimentellen Werkzeugen zu regulierbaren Bausteinen im Unternehmensbetrieb entwickeln. Die Kombination aus Datenkontext, deterministischen Abläufen und Sprachanbindung adressiert bekannte Schwachstellen aktueller KI-Lösungen. Offen bleibt jedoch, wie hoch der Aufwand für Unternehmen ausfällt, um die notwendige Datenqualität zu erreichen – und wie stark die Abhängigkeit von der eng verzahnten Plattform steigt. Entscheidend wird sein, ob Salesforce die Balance zwischen Integrationstiefe und Offenheit halten kann.

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(fo)



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Biwin Mini SSD im Test: Schneller Flash-Speicher im Kleinstformat


Klein ist sie, die Mini SSD: Sie misst gerade einmal 17 × 15 mm, etwa anderthalb mal so viel wie eine MicroSD-Karte. Bei der Geschwindigkeit orientiert sie sich jedoch an den ersten M.2-SSDs mit PCIe 3.0: Rund 3,5 GByte/s soll die SSD in der Spitze beim Lesen schaffen, beim Schreiben etwas weniger.

Noch gibt es kein Gerät mit einem passenden Steckplatz im Handel. Biwin zeigte die SSD auf der Elektronikmesse CES im Januar mit einem Vorserienmodell des Gaming-Tablets OneXPlayer und gab der SSD dort auch einen Namen: CL100. Es sollen Versionen mit 512 GByte sowie 1 und 2 TByte erscheinen. Für den Test lieferte Biwin einen USB4-Reader mit.




Alle Kontakte der SSD liegen auf der Unterseite, damit erinnert sie an eine übliche SIM-Karte. Der Reader führt das Design fort: Die SSD passt in eine kleine Schublade, die man mit dem bekannten SIM-Karten-Werkzeug oder einer aufgebogenen Büroklammer aus dem Reader herausschiebt.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Biwin Mini SSD im Test: Schneller Flash-Speicher im Kleinstformat“.
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Nicht erlaubt: Microsoft könnte Schulkinder für Werbezwecke verfolgen


Eine minderjährige Schülerin kann einen juristischen Erfolg gegen die Microsoft Corporation verbuchen: Die österreichische Datenschutzbehörde hat einer Beschwerde des Kindes aus dem Jahr 2024 stattgegeben. Anlass ist, dass Microsoft in der von der Schule für die Kinder gemieteten Software Microsoft 365 Education personenbezogene Cookies platziert. Diese Cookies könnten dazu genutzt werden, das Online-Verhalten der Kinder für Werbezwecke zu verfolgen. Die Speicherung erfolgt ohne Zustimmung, was laut Datenschutzbehörde rechtswidrig ist. Das österreichische Bildungsministerium und die Schule wollen von der Datenernte nichts gewusst haben.

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„Laut Microsofts eigener Dokumentation analysieren (die Cookies) das Nutzungsverhalten, sammeln Browserdaten und werden für Werbung verwendet”, schildert die Datenschutzorganisation Noyb, welche die Schülerin im Verfahren vertreten hat. Microsoft hingegen hat im Verfahren argumentiert, die Cookies bloß pseudonymisiert für statistische Zwecke auszuwerten. Und dafür seien die Cookies technisch notwendig.

Tatsächlich erfolgt die Pseudonymisierung erst, nachdem die personenbezogenen Daten zu Microsoft gelangt sind. Und diese Datenübertragung fällt laut Bescheid unter die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), unabhängig von etwaiger nachfolgender Pseudonymisierung. Und dass die Cookies für Reichweitenmessungen erforderlich seien, spiele keine Rolle, weil Reichweitenmessungen selbst nicht notwendig sind.

Somit stellt die Behörde fest, dass die Microsoft Corporation „gegen die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung sowie den Grundsatz der Rechtmäßigkeit und Treu und Glauben verstoßen hat, indem sie ohne erforderlichen Erlaubnistatbestand des Art 6 Abs 1 DSGVO personenbezogene Daten der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Einsatz von Cookies beim Produkt ‚Microsoft 365 Education‛ verarbeitet hat.” Das bedeutet, dass Microsoft keine Zustimmung eingeholt hat und sich auch auf keine andere Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten stützen kann.

Daher trägt die Datenschutzbehörde Microsoft auf, ihr rechtswidriges Verhalten einzustellen. Konkret soll sie „den Einsatz technisch nicht notwendiger Cookies unterlassen, sofern hierfür kein geeigneter Erlaubnistatbestand (Einwilligung) vorliegt und dadurch personenbezogene Daten der Beschwerdeführerin verarbeitet werden. Als technisch nicht erforderlich gelten jedenfalls die Cookies MC1, FPC, MSFPC, MicrosoftApplicationsTelemetryDeviceId und ai-session.”

Microsoft akzeptiert das nicht. Es meint nach wie vor, alle notwendigen Datenschutzvorgaben einzuhalten. „Microsoft 365 for Education erfüllt alle vorgeschriebenen Datenschutzstandards, Bildungseinrichtungen können es weiter unter Einhaltung der DSGVO einsetzen“, sagte eine Sprecherin zu heise online. Ob Microsoft die Cookies umprogrammieren oder Rechtsmittel ergreifen wird, ist demnach noch nicht entschieden. Für beides hat Microsoft vier Wochen Zeit, gerechnet ab Zustellung des am 21. Jänner erlassenen Bescheides (GZ 2025-0.768.263, D135.026).

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Vergebens hat Microsoft versucht, sich dem österreichischen Verfahren zu entziehen. Einerseits brachte der Konzern vor, für die Datenverarbeitung gar nicht verantwortlich zu sein. Er sei lediglich (Unter-)Auftragnehmer österreichischer Bildungseinrichtungen. Doch geriet Microsofts Eigenmarketing zum Bumerang: Demnach dienen die mit Microsoft 365 Education geernteten Daten allen möglichen Zwecken, von „interner Berichterstattung und Geschäftsmodellierung” bis „Energieeffizienz”.

Diese Zwecke verfolge Microsoft nicht im Auftrag der Schule sondern im eigenen Interesse, hält die Datenschutzbehörde fest, weshalb sie Microsoft für diese Datenverarbeitung verantwortlich macht. Die Ausrede, das „kundenorientierte Marketing-FAQ-Papier“ sei für Feststellungen nicht geeignet, lässt die Behörde nicht gelten.

Andererseits hat die belangte Microsoft Corporation die Zuständigkeit der österreichischen Datenschutzbehörde bestritten. Das Unternehmen habe eine Tochterfirma in Irland, weshalb die dortige Behörde zuständig sei. Dieser wird nachgesagt, besonders datenkonzernfreundlich zu sein.

Die österreichische Datenschutzbehörde weist jedoch darauf hin, dass die wesentlichen Entscheidungen nicht in Irland sondern in der amerikanischen Konzernzentrale getroffen werden. Laut EuGH (Az. CǦ604/22 Rz 62 ff) reicht für die Verantwortung aus, „dass eine Stelle hinsichtlich der Datenverarbeitung Richtlinien, Anweisungen, technische Spezifikationen, Protokolle und vertragliche Verpflichtungen vorgibt”, was zweifelsohne in den USA erfolge. Weil die darauf beruhenden Cookies in Österreich gesetzt werden, könnten österreichische Behörden einschreiten.

Allenfalls könne es gemeinsame Verantwortung der Microsoft Corporation und ihrer irischen Tochterfirma geben. Noyb hat sich aber nur über den Mutterkonzern beschwert, nicht über die irische Tochter, womit diese nicht Verfahrenspartei wurde. Damit sieht die österreichische Behörde keinen Anlass zur Verlagerung des Verfahrens nach Irland.

Für Microsoft ist dies bereits die zweite Niederlage gegen eine von Noyb vertretene Schülerin. Im Oktober hat die österreichische Datenschutzbehörde festgestellt, dass Microsoft geltendes Datenschutzrecht verletzt hat, indem es der Schülerin die erbetene Datenschutzauskunft nicht hinreichend erteilt hat. (GZ 2025-0.477.534, D135.027). Zusätzlich kamen das Gymnasium der Schülerin und das Bildungsministerium zum Handkuss, weil sie die Schülerin nicht vorab über Erhebung und Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten aufgeklärt hatten.


(ds)



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Stille Naturfotografie aus dem Münsterland – Portfolio Simone Baumeister


Simone Baumeister fotografiert bereits seit vielen Jahren. Doch der Weg von ihren ersten Bildern, die sie noch mit einer einfachen Kompaktkamera gemacht hat, bis hin zur mehrfach ausgezeichneten Naturfotografin, war ein Prozess – einer, der eng mit persönlichen Erfahrungen und ihrer Liebe zur Natur verknüpft ist. Zunächst hielt sie mit kleinen Schnappschüssen ihre Katze fest, wie sie selbst erzählt. „Das hatte keinen Anspruch, ich wollte einfach Erinnerungen behalten.“ Erst später, in einer schwierigen Lebensphase, fand sie in der Naturfotografie einen persönlichen Anker und ihre fotografische Bestimmung.




Simone Baumeisters Bilder sind keine lauten Statements, sondern stille Begegnungen mit der Natur. Sie zeigen Nähe, ohne naiv zu wirken, sie sind technisch perfekt, ohne kühl zu sein, und sie besitzen Empathie, ohne sentimental zu wirken. Ihre Fotografie ist weniger eine Suche nach dem außergewöhnlichen Motiv als nach dem Moment, in dem Licht und Natur im Gleichgewicht sind. Während viele Fotografen die ganze Welt bereisen, um das Besondere zu finden, fotografiert Simone Baumeister im Münsterland und beweist mit ihren Aufnahmen, dass sich das Erstaunliche oft direkt vor der eigenen Haustür verbirgt.

Diese Zeit bedeutete für sie eine Wende. Allein und in abgelegenen Gegenden suchte sie Ruhe – und fand sie schließlich in der Natur und in Tieren. Aus den Spaziergängen wurden Beobachtungen und aus diesen wiederum eine Leidenschaft. „Es hat mich komplett in den Bann gezogen, mich fokussiert, beruhigt und abgelenkt – und ich konnte einfach nicht mehr aufhören.“ Heute ist die Fotografie für Baumeister mehr als nur ein Hobby, sie ist für sie Ausdruck von Achtsamkeit und eine Form des Loslassens. Ihre Aufnahmen zeigen auch, dass eine tiefe Verbundenheit zu Motiven nicht aus Anspruch, sondern aus Nähe entsteht.

Wenn Baumeister über ihre westfälische Heimat spricht, schwingt sowohl Bewunderung als auch Herausforderung mit. Die Fotografin beschreibt das Münsterland als schwieriges Terrain für Naturmotive: Es gibt viele Felder, jedoch nur wenige Wälder und kaum unberührte Orte. „Unsere Waldstücke sind so klein, dass man fast überall nach zwanzig Metern wieder auf einem Spazierweg steht“, sagt sie. Selbst größere Seen sind meist touristisch genutzt oder aufgrund des Naturschutzes nicht zugänglich. Hinzu kommt ein hoher Jagddruck, der die Wildtiere scheu macht.


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