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Datenschutz & Sicherheit

SAP-Patchday: Kritische Lücken in SAP NetWeaver und weitere Schwachstellen


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SAP hat zum Juni-Patchday am Dienstagmorgen 15 neue Sicherheitsnotizen veröffentlicht. Sie behandeln teils kritische Sicherheitslücken in der Software, gleich drei davon betreffen SAP NetWeaver.

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In der Übersicht zum SAP-Patchday sticht eine Schwachstelle in NetWeaver Application Server ABAP und ABAP Platform hervor, die authentifizierten Angreifern mit normalen Rechten ermöglicht, signierte Nachrichten zu erhalten und veränderte signierte XML-Dokumente an der „Verifier“ zu senden. Das kann dazu führen, dass die verfälschten Identitätsinformationen akzeptiert werden und Angreifer unbefugten Zugriff auf sensible Nutzerdaten erhalten sowie die normale Systemnutzung stören (CVE-2026-44748, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“).

Angreifer können zudem eine unzureichende RFC-Protokoll-Prüfung im SAP-Kernel vom NetWeaver Application Server ABAP und der ABAP Platform missbrauchen, um mit manipulierten Paketen ohne vorherige Authentifizierung Logikfehler in der Speicherverwaltung auslösen. SAP spricht von Einfluss auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Applikation. Aufgrund des Schweregrads scheint es sich nicht nur um eine DoS-Lücke zu handeln, sondern das Einschleusen von Schadcode zu ermöglichen (CVE-2026-27671, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“).

In SAP NetWeaver Application Server Java (Web Container) können bösartige Akteure eine HTTP-Login-Anfrage präparieren, die Datei-Inklusions-Parameter manipuliert und dadurch eine sogenannte Path Traversal nutzt sowie die Verarbeitung der mitgelieferten Datei auslöst. Dadurch können Angreifer möglicherweise sensible Informationen einsehen oder verändern sowie das System lahmlegen (CVE-2026-40128, CVSS 9.0, Risiko „kritisch“). Eine Sicherheitslücke in Spring Security, die bestimmte HTTP-Header missbrauchen können, betrifft außerdem SAP Commerce Cloud und SAP Data Hub (CVE-2026-22732, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“).

Außerdem hat SAP noch Updates für weitere Sicherheitslecks in in petto. Die Sicherheitsnotizen und zugehörige Aktualisierung verlinkt SAP in der Patchday-Übersicht. Admins sollten prüfen, ob sie verwundbare SAP-Software einsetzen, und die verfügbaren Aktualisierungen zügig anwenden.

  • Apache Tomcat in der SAP Commerce Cloud,
  • Application Server ABAP von SAP NetWeaver und ABAP Platform,
  • ODP Data Replication APIs,
  • SAP S/4HANA,
  • SAP NetWeaver AS Java (JDBC Test Servlet),
  • SAP Wily Introscope Enterprise Manager,
  • SAP MDG (Review Match Groups Application),
  • SAP Business Objects Business Intelligence Platform,
  • SAP Fiori (launchpad),
  • SAP Business Objects und
  • SAP NetWeaver AS Java

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Auch im Mai hatte SAP sich am Patchday um 15 Sicherheitslücken gekümmert. Zwei davon galten als kritisch und ermöglichten Unbefugten etwa die Anmeldung oder SQL-Injection-Angriffe.


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Check Point warnt: Angreifer umgehen VPN-Authentifizierung


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Der Sicherheitssoftwareanbieter Check Point warnt vor Angriffen auf eine Sicherheitslücke in der VPN-Software des Unternehmens. Es stuft die Lücke als kritisches Sicherheitsrisiko ein und spricht von Handlungsbedarf seitens IT-Verantwortlicher.

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In einem Blog-Beitrag erörtert Check Point die Schwachstelle und gibt Details zu den Angriffen bekannt. Das Unternehmen warnt, dass es Angriffe auf eine kritische Schwachstelle beobachtet hat, die die Umgehung der Authentifizierung ermöglicht (CVE-2026-50751, CVSS 9.3, Risiko „kritisch“). Bei dem Schlüsseltausch nach dem veralteten IKEv1 tritt demnach ein Logikfehler in Check Point Remote Access und Mobile Access bei der Zertifikatsprüfung auf. Nicht angemeldete bösartige Akteure aus dem Netz können das missbrauchen, um die Authentifizierung zu umgehen und eine VPN-Verbindung ohne gültiges Passwort aufzubauen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am Dienstagmorgen ebenfalls eine Warnung herausgegeben und nennt als betroffene Software Check Point Remote Access VPN, Mobile Access und Spark Firewall.

Check Point hat am Donnerstag vergangener Woche, den 4. Juni 2026, verdächtige Aktivitäten beobachtet. Die Untersuchung brachte ans Licht, dass die Schwachstelle bereits seit dem 7. Mai 2026 attackiert wurde. Anfang Juni haben die Angriffsversuche zugenommen, erklärt Check Point weiter.

Mit mittlerer Sicherheit ordnet Check Point die Angriffe der finanziell motivierten Ransomware-Bande Qilin zu, die anscheinend das „Tox-Protokoll“ für Angriffe nutzen. Die Angriffe gingen von einer Virtual Private Server (VPS)-Infrastruktur aus. Die Angreifer suchten zudem den Angriffszielen nahe gelegene VPS aus, so attackierten sie Ziele in Taiwan von einer taiwanesischen Infrastruktur aus. Nach erfolgreichen Angriffen haben die IT-Sicherheitsforscher zudem Qilin-Ransomware-Binärdateien gefunden und Download-Versuche von bösartigen ELF-Dateien aus von den Angreifern kontrollierter Infrastruktur beobachtet. Check Point glaubt, dass Qilin auch hinter den beobachteten Angriffen auf VPNs etwa von Palo Alto Networks oder Fortinet FortiClient EMS steckt.

Als Gegenmaßnahme nennt Check Point Software-Updates, allerdings findet sich auch ein Hinweis auf das Deaktivieren der Unterstützung für veraltete Remote-Access-Clientverbindungen in der Anleitung zur Aktualisierung betroffener Software.

Am Ende des Blog-Beitrags finden sich noch Hinweise auf Angriffe (Indicators of Compromise, IOC), mit denen Admins ihre Systeme auf Angriffsversuche untersuchen können. Bei der Untersuchung der angegriffenen Schwachstelle fiel den IT-Sicherheitsforschern noch ein weiterer sicherheitsrelevanter Fehler auf, CVE-2026-50752 (CVSS 7.4, Risiko „hoch“). Es handelt sich um einen ähnlichen Fehler, den Angreifer in einer Man-in-the-Middle-Position missbrauchen können, um VPN-Traffic abzufangen oder zu verändern. Auch dafür steht eine Update-Anleitung bereit.

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(dmk)



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Ströer und Verfassungsschutz kooperieren für IT-Sicherheitswarnungen


Der Bremer Verfassungsschutz und das Medien- und Werbeunternehmen Ströer starten eine Kooperation, bei der auf den Werbetafeln von Ströer vor wichtigen IT-Sicherheitsproblemen gewarnt werden soll. Die Umsetzung hat bereits begonnen.

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Das berichtet Ströer auf der eigenen Webseite. Demnach ist das Ziel der Kooperation mit dem Landesamt für Verfassungsschutz Bremen (LfV), neue Wege in der IT-Sicherheitskommunikation auszuprobieren. Der Bremer Verfassungsschutz kann im Rahmen der Kooperationsvereinbarung – nach eigenen Angaben dem ersten Kooperationsvertrag dieser Art in Deutschland – die digitalen Medien von Ströer nutzen, um vor aktuellen Bedrohungslagen zu warnen.

Den Anfang macht eine Phishing-Warnung, die über diese Kanäle ausgespielt wird. Es geht um die Signal-Phishing-Welle, bei der sich Angreifer als Support-Mitarbeiter ausgeben und versuchen, so an Zugangsdaten zu gelangen. Im April hatten etwa das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ihre Warnung davor zuletzt aktualisiert.

Ziel ist es, die Reichweite zu nutzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Die sollen so auf aktuelle Bedrohungen und Desinformation hingewiesen werden, teilt Ströer mit. Derartige Warnbotschaften zeigten die Werbetafeln von Ströer bereits im Mai an vielbefahrenen Straßen, Verkehrsknotenpunkten sowie an Haltestellen im Bremer Stadtgebiet. Das erfolgte in Abstimmung mit dem BfV und der Bremer Polizei, die Warnungen waren dazu anlassbezogen. „Langfristig sind über diesen Kanal weitere Kampagnen zu den Themen Desinformation, hybride Bedrohungen und aktuelle Entwicklungen im Extremismus geplant“, erklärt Ströer.

Thorge Koehler, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Bremen, führte dazu aus: „Wir wollen über diese unmittelbare Warnung an die Bevölkerung Aufmerksamkeit erzeugen und noch mal andere Gruppen erreichen als bisher“. Ströer gibt an, bundesweit rund 300.000 Medienträger von Plakatmedien bis „Out-of-Home-Screens“ zu vermarkten, wobei die digitalen Medien schnelle und zielgenaue Ausspielung relevanter Inhalte in Echtzeit ermöglichen.

Werbekampagnen von IT-Sicherheitsbehörden gibt es bereits länger. Das BSI hat etwa 2021 insbesondere in sozialen Netzen für höheres Sicherheitsbewusstsein geworben, die Kampagne nannte sich „Einfach aBSIchern“. Die jetzt gestartete Kooperation könnte jedoch noch mal andere Zielgruppen erreichen.

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(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Jetzt aktualisieren: Chrome-Update schließt angegriffene Sicherheitslücke


Google hat Updates für den Webbrowser Chrome veröffentlicht. Wieder schließen die Entwickler eine hohe Anzahl an Sicherheitslücken, 74 Stück dieses Mal. Für eine davon kursiert bereits ein Exploit.

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Die Übersicht in der Chrome-Versionsankündigung ist dieses Mal gleich von Anfang an mit der Liste an geschlossenen Sicherheitslecks bestückt. Davon ordnen die Entwickler 17 als kritisches Risiko ein, 55 als hochriskant und zwei stellen einen mittleren Bedrohungsgrad dar. Die bereits in freier Wildbahn attackierte Sicherheitslücke betrifft die JavaScript-Engine V8. Mit einer sorgsam präparierten Webseite können Angreifer außerhalb vorgesehener Speichergrenzen lesen und schreiben, was zur Ausführung beliebigen Programmcodes innerhalb einer Sandbox führen kann (CVE-2026-11645, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Der Melder der Schwachstelle darf sich über eine Zuwendung in Höhe von 55.000 US-Dollar im Rahmen des Bug-Bounty-Programms freuen.

Die Schwachstellen schließen die Google-Entwickler in den Google-Chrome-Versionen 149.0.7827.102 für Android und Linux sowie 149.0.7827.102/.103 für Mac und Windows. Da die Lücken in der quelloffenen Chromium-Basis stecken, sollten auch Anbieter darauf aufbauender Webbrowser wie Microsoft Edge in Kürze Updates veröffentlichen.

Nutzerinnen und Nutzer von Chromium-basierten Browsern sollten sicherstellen, dass der Browser auf aktuellem Stand ist. Das gelingt in der Regel lokal durch Öffnen des Browser-Menüs, üblicherweise ein Symbol mit drei aufeinandergestapelten Punkten oder Strichen rechts von der Adressleiste. Dort findet sich unter „Hilfe“ – „Über “ respektive „Info zu “ der Versionsdialog. Der zeigt an, welche Version der Software aktuell läuft und startet den Updatevorgang, sofern eine Aktualisierung verfügbar ist. Wichtig ist der Browser-Neustart danach, damit die fehlerbereinigte Software auch aktiv ist.

Unter Linux ist dafür die Distributions-eigene Softwareverwaltung zuständig, diese verteilt die Updates für installierte Programme. Auf Smartphones ist hingegen der jeweilige App-Store der Plattform dafür zuständig. Hier treten oftmals längere Verzögerungen auf, auch abhängig vom Handy-Modell. Eine Beschleunigung lässt sich hier üblicherweise nicht erzwingen.

In der vergangenen Woche hatte Google bereits ein äußerst umfangreiches Update für Chrome verteilt. Die Entwickler haben damit 429 Sicherheitslücken geschlossen, wie sie erst zum Wochenende mitgeteilt hatten.

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(dmk)



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