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Künstliche Intelligenz

Saugroboter 3i P10 Ultra im Test: Mit Wischfunktion und Station für 500 Euro


KI-Hinderniserkennung, 18.000 Pa, ausfahr- und anhebbare Mopps sowie Station mit Heißwasser-Reinigung – der P10 Ultra bietet auf dem Papier viel.

Im Gegensatz zum 3i G10+ mit seinem außergewöhnlichen Design kommt der 3i P10 Ultra optisch recht konventionell daher. Dafür bietet er zusätzlich eine große Reinigungsstation und kombiniert ordentliche Saugkraft mit rotierenden Mopps samt automatischer Moppreinigung mit 60 Grad heißem Wasser.

Für die Navigation setzt 3i auf Lidar und eine zusätzliche Hinderniserkennung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera. Vor einem Jahr wäre das noch fast auf Augenhöhe mit der Top-Konkurrenz gewesen – und jetzt? Wir haben den 3i P10 Ultra getestet. Aktuell kostet er 500 Euro bei Amazon.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitung

Der Roboter ist wie die meisten Konkurrenten herkömmlich aufgebaut: rund, mit etwa 35 cm Durchmesser sowie 10 cm in der Höhe. Mangels einziehbarem Laserturm passt er längst nicht unter alle Möbel. Verwunderlich: Eine ausfahrbare Seitenbürste gibt es nicht. Im Inneren des Roboters sitzt ein Staubbehälter mit 300 ml. Das ist eher klein, wegen der automatischen Absaugung aber kein Beinbruch.

Auf der Vorderseite sind im Bumper einige Sensoren, das Strukturlicht und eine Kamera zur Objekterkennung integriert. Mit der Bildgebung erstellt der Roboter außerdem Fotos von Haustieren oder erkannten Störquellen wie Absätzen oder Kabeln.

3i setzt zudem auf ein Konzept gegen Haarverwicklungen bei den Bürsten. Neben einer angepassten Bürstenform für Haupt- und Seitenbürste gehört dazu eine TangleCut Funktion in der Station, die Haare an der Bürste zerschneidet. Für die Wischfunktion nutzt der P10 Ultra zwei rotierende Mopps.

Der rechte Mopp kann seitlich ausgefahren werden, um bis an den Rand zu wischen. Außerdem hebt der Roboter die Mopps auf Teppichen um 10,5 mm an. Das beugt Feuchtigkeit auf Teppichen vor. Die Mopps werden nach der Reinigung in der Station mit warmer Luft getrocknet.

Die Station misst 31 x 47 x 59,4 cm und ist damit schmal, aber sehr hoch. Sie verfügt über eine automatische Absaugung und einen Staubbeutel mit 3 Litern Fassungsvermögen. Damit soll eine autarke Reinigung ohne menschlichen Eingriff bis zu 70 Tage möglich sein.

Optisch wirkt das System mit dem großen LED-Streifen als Anzeige zwischen den Wassertanks modern, besteht aber überwiegend aus Kunststoff, der zudem nicht überall optimal verarbeitet ist. So gibt es etwa bei der Abdeckung der Absaugung unpassende Spaltmaße, die den guten Gesamteindruck etwas mindern. Im Lieferumfang befindet sich übrigens eine Reinigungslösung, die inklusive Kartusche direkt in die Station gesteckt wird.

Einrichtung und App

Die Einrichtung läuft klassisch über eine App und das Abscannen eines QR-Codes am Roboter. Nach der Kopplung folgt die erste Kartierungsfahrt, die deutlich schneller als eine normale Reinigung ist.

Die App selbst unterstützt Speicherung mehrerer Karten für unterschiedliche Etagen, automatische und manuelle Raumaufteilung, Sperrzonen, Zeitpläne und einige weitere Features, die auch bei der Konkurrenz zu finden sind. Dazu gehören etwa Einstellungen für Saugleistung und Wasserabgabe, die Reinigungsreihenfolge, besondere Aufmerksamkeit bei Haustieren und einiges mehr. Damit bietet die Software kaum weniger Möglichkeiten als bei der Konkurrenz.

Auch das Verhalten der Station darf der Nutzer beeinflussen. Waschintervalle für Mopps, Trocknung und Entleerung lassen sich hier anpassen. Über die Kamera in der Front des Roboters ist zudem eine Live-Überwachung möglich, und es werden auf Wunsch Aufnahmen von erkannten Hindernissen und Haustieren erstellt. Der Hersteller gibt an, dass die KI-Hindernisvermeidung dabei ohne Speicherung von Bildern arbeitet und hat sich das vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen.

Navigation und Hindernisvermeidung

Für die Navigation nutzt der P10 Ultra hauptsächlich sein Lidar-System. Das sorgt für strukturierte Bewegung und vollständige Raumabdeckung. Fahrten am Rand lassen kaum ungesäuberten Bereich übrig und die generelle Orientierung im Raum ist sehr gut. Zusätzlich nennt 3i eine Hindernisvermeidung mit 3D-Strukturlicht und KI-Kamera.

Große Gegenstände wie Schuhe oder Näpfe werden meist früh erkannt und ausreichend eng und ohne Berührung umfahren. Schwierigkeiten gibt es hingegen bei flachen, sehr schmalen oder niedrigen Objekten. Kabel, transparente Teile, dünne Stuhlbeine oder kleine Spielzeuge werden immer mal wieder übersehen und dann zumindest angestupst, bisweilen aber auch weggeschoben oder im Extremfall aufgesaugt. Das ist allerdings auch bei deutlich teureren Saugrobotern nicht immer perfekt.

Hundertprozentige Sicherheit bringt weiterhin nur, den Boden vor einer Reinigung grob freizuhalten.

Saugleistung und Wischfunktion

3i bewirbt den P10 Ultra mit einer maximalen Saugleistung von 18.000 Pa – im Vergleich zur Saugroboter-Elite ist das längst kein Bestwert, aber er ist immerhin im oberen Mittelfeld angesiedelt. Solche Werte sind allerdings Laborangaben und sagen nur bedingt etwas über die tatsächliche Reinigungskraft aus.

Im Test zeigte sich aber, dass der P10 Ultra auf Hartboden feinen Schmutz wie Staub und Krümel zuverlässig aufnimmt. Auch Tierhaare werden dank der Hauptbürste mit einer Mischung aus Borstenreihen und Gummilamellen in der Regel gut aufgenommen. Allerdings sollte die Hauptbürste trotz der grundsätzlich gut funktionierenden Anti-Tangle-Technik von 3i regelmäßig kontrolliert und ggf. händisch gesäubert werden.

Auf Teppich profitiert der Roboter von der hohen Leistung, aber wie immer gilt auch hier: Je höher der Flor und je dichter der Teppich, desto eher stößt der Roboter wegen seines klassischen Aufbaus an Grenzen. Dazu kommt, dass das Anheben der Mopps mit 10,5 mm nicht jeden Teppich vollständig trocken hält. Für Haushalte mit vielen Teppichen ist es daher oft sinnvoll, Wischen und Saugen nach Bereichen zu trennen oder Teppiche in der App als Zonen zu definieren, die nur gesaugt werden.

Die Wischfunktion arbeitet mit zwei rotierenden Mopps. Das ist bei regelmäßiger Fahrt grundsätzlich effektiv für alltägliche Verschmutzungen auf Fliesen, Laminat oder Vinyl. Aktuelle Topmodelle setzen aber nicht grundlos inzwischen für noch bessere Wirkung auf eine Wischrolle wie bei Wischsaugern (Bestenliste). Frische, nicht klebrige Flecken werden normalerweise trotzdem in einem Durchgang entfernt, eingetrocknete Flecken benötigen bisweilen mehrere Fahrten.

3i P10 Ultra – Wischmopps, Seitenbürste und Hauptbürste

Praktisch an Kanten ist der ausfahrende Mopp, weil so der typische Abstand zur Fußleiste kleiner und überwiegend sogar fast ganz negiert wird. Erkennt der Roboter Überhänge, unter die er mit seinem Laserturm nicht fahren kann, behilft er sich mit einer seitlichen Drehung, durch die der rechte Mopp weiter unter den Überhang kommt. Beim Saugen kommt der Roboter hingegen leider nicht in Ecken, da eine ausfahrbare Seitenbürste fehlt.

Die Station verrichtet ihre Arbeit ebenfalls sehr gut. Sie wäscht die Mopps mit 60 °C heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft. Der Hersteller nennt für die Trocknung typischerweise etwa 3 Stunden, der Nutzer darf das aber in der App auf 2, 3 oder 4 Stunden anpassen.

Außerdem gibt es eine automatische Reinigungsmittelzufuhr, was die Reinigungskraft erhöht und angenehm riecht. Allerdings bindet es Nutzer an passende Verbrauchsmaterialien des Herstellers, da es keinen speziellen Reinigungsmitteltank, sondern nur einen Einschub für die speziellen Kartuschen des Herstellers gibt. Wenig überraschend: Natürlich weist der darauf hin, nur die mitgelieferte Lösung zu verwenden.

Für die Hygiene ist die Kombination aus Waschen und Trocknen ein Plus, weil die Mopps nicht zu lange feucht bleiben und so nicht von Schimmel befallen werden können. Grundpflichten wie das Reinigen der herausnehmbaren Bodenschale der Station und das gelegentliche Ausspülen der Tanks, bleiben wie bei allen Saugrobotern mit Station aber bestehen.

Akku

Der Hersteller nennt für den 3i P10 Ultra Laufzeiten von bis zu 240 Minuten. In der Praxis hängt die Laufzeit stark von Saugleistung, Teppichanteil, Hindernissen und der Häufigkeit der Mopp-Reinigung ab. Im Test kam der Roboter daher bei uns eher auf etwa 150 Minuten bei viel Hartboden und Moppreinigung pro Raum.

Da der Roboter vergleichsweise schnell navigiert, schaffte er im Test rund 120 m² brutto, also abzüglich Möbeln und unerreichbarer Stellen. Bei mehr Reinigungsfläche fährt der Roboter bei niedrigem Akkustand zum Laden zurück und setzt die Reinigung später fort. Eine vollständige Ladung dauert beim 3i P10 Ultra rund 3,5 Stunden.

Preis

Die UVP in Deutschland liegt für den 3i P10 Ultra bei stolzen 999 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei Amazon bei 500 Euro, im Dezember 2025 waren es 400 Euro.

Fazit

Der 3i P10 Ultra schlägt sich im Test ziemlich gut, aber die vom Hersteller genannte UVP halten wir für völlig überzogen. Anders sieht es beim genannten Straßenpreis aus: Für 500 Euro bekommen Käufer viel Komfort, sehr gute Lidar-Navigation und zusätzliche Hinderniserkennung per KI-Kamera.

Stärken sind zudem die gute Saugleistung auf Hartboden und niedrigflorigem Teppich und die gute Station. Beim Wischen hilft zudem der ausfahrende Mopp an Kanten, ersetzt aber keine manuelle Grundreinigung bei hartnäckigem Schmutz und in Ecken. Außerdem fehlt uns eine ausfahrbare Seitenbürste, das ist 2025 selbst in der Mittelklasse längst Standard.

Da der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) mit einer modernen Wischwalze kommt und mit 449 Euro günstiger ist, empfehlen wir aber dennoch diesen vor dem 3i P10 Ultra. Sein Gesamtpaket ist zum geringeren Preis einfach in quasi jeder Hinsicht besser.



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nnn 5.2: Terminal-Dateimanager erhöht Kontexte und optimiert Performance


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Terminal-Dateimanager nnn liegt in Version 5.2 mit dem Codenamen „Blue Hawaii“ vor. Die neue Version des Open-Source-Projekts bringt mehrere funktionale Verbesserungen und eine erhebliche Performance-Optimierung bei der Berechnung der Festplattennutzung.

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Zentrale Neuerung ist die Anzahl gleichzeitig nutzbarer Kontexte: Bislang waren Anwender auf vier parallele Sitzungen limitiert. Mit Version 5.2 verdoppelt sich diese Zahl auf acht Kontexte. Das erhöht die Flexibilität beim Multitasking erheblich, da sich verschiedene Verzeichnisse gleichzeitig in getrennten Kontexten bearbeiten lassen. Allerdings handelt es sich dabei um einen Breaking Change: Bestehende gespeicherte Sitzungen aus früheren Versionen sind nicht mehr kompatibel. Nutzer müssen ihre Arbeitsumgebungen nach dem Update neu einrichten.

Die Entwickler haben außerdem die Berechnung der Festplattennutzung grundlegend überarbeitet. Die Release Notes sprechen von einer „massiven“ Performance-Verbesserung, technische Details hierzu finden sich in den Release Notes. Die Optimierungen basieren auf Techniken wie Quicksort, minimiertem Disk-IO und Buffer-Reuse, die bereits in früheren Versionen zur Verbesserung der Geschwindigkeit von nnn herangezogen wurden.

Eine weitere Neuerung ist die Option, Dateistatistiken in einem navigierbaren Floating Window anzuzeigen. Über die Taste f öffnet sich ein Overlay-Fenster, das nicht den gesamten Bildschirm einnimmt und das man interaktiv bedienen kann. Dies funktioniert auch für die Ausgabe von Plugins, die mit dem Präfix > ausgeführt werden.

Die Suchfunktion wurde um eine „In-Order Fuzzy Search“ erweitert, die Ergebnisse in ihrer natürlichen Reihenfolge liefert. Außerdem ermöglicht die neue Version Benutzereingaben bei Kopier- und Verschiebevorgängen, selbst wenn keine Datei ausgewählt ist. Das erleichtert zum Beispiel das Einfügen aus der Systemablage.

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Beim Löschen von mehr als zehn markierten Dateien verlangt nnn 5.2 nun eine doppelte Bestätigung. Diese Sicherheitsmaßnahme soll versehentliche Massenlöschungen verhindern, wie sie bei umfangreichen Dateioperationen vorkommen können. Auch die Autocomplete-Funktion wurde erweitert: Beim Drücken der Tab-Taste am Ende einer Eingabezeile vervollständigt nnn automatisch den Namen der aktuell markierten Datei.

Auf technischer Ebene hat das Projekt die Unterstützung für PCRE1 entfernt und ersetzt sie durch einen optionalen PCRE2-Support. Die ältere Regex-Bibliothek wird nicht mehr weiterentwickelt, während PCRE2 bessere Performance, vollständigen Unicode-Support und eine moderne API bietet. Für die Kompilierung mit PCRE2 müssen Entwickler das Flag O_PCRE2=1 setzen und die Bibliothek libpcre2-dev installiert haben.

Die Preview-TUI unterstützt nun jelliz zur verbesserten Dateivorschau. Für den nativen Prompt speichert nnn eine History-Datei, die zuletzt eingegebene Befehle auflistet. In nnn 5.2 kommen außerdem kleinere Korrekturen hinzu, darunter der Scroll-Down-Arrow-Indikator, der bei gefilterten Verzeichnissen nun korrekt angezeigt wird, sowie ein automatisches Verzeichnis-Refresh nach Änderungen an der Dateiauswahl.


(fo)



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Cisco: Mit Nutanix zur VMware-Alternative


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Neben den KI-Agenten, die seine Hausmesse Cisco Live dominieren, zielt Cisco auf die physische und lizenzrechtliche Seite der IT-Infrastruktur und will diese kundenfreundlicher beziehbar machen. Konvergente Systeme bereitzustellen ist schon länger ein wichtiger Trend. Ciscos eigenes Angebot HyperFlex ist schon länger Geschichte, dafür wird die Nutanix-Plattform nun fester Bestandteil der Cisco-Laufzeitverträge – eine klare Positionierung gegen Broadcoms VMware.

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Anders als im Vorjahr, als Cisco neue KI-Server UCS C880A M8 und UCS C845A M8 und deren Integration mit Intersight vorstellte, gab es in diesem Bereich diesmal vollen Fokus auf das Cisco Unified Edge. Das in kleinerem Rahmen im November 2025 angekündigte System wurde nun auf der Cisco Live 2026 in Amsterdam der breiten Öffentlichkeit „zum Anfassen“ vorgestellt. Weitere Themen waren Energieeffizienz und Kühlung, speziell im Edge. Cisco hat Immersive Kühlung für Unified Edge gezeigt und Einblicke gegeben in das Projekt Edison – eine disruptive Art der Stromverteilung.

Strategisch wichtig ist die vertiefte Partnerschaft mit Nutanix – und das damit verbundene stille Ende von HyperFlex. Die strategische Zusammenarbeit von Nutanix und Cisco besteht seit über zwei Jahren. Cisco integriert die Nutanix Cloud Platform (NCP) künftig direkt in seine Enterprise Agreements (EA). Kunden können somit Nutanix-Lizenzen als Teil ihres bestehenden Cisco-Softwarevertrags beziehen, statt separate Verhandlungen führen zu müssen.

Für Unternehmen, die nach der Broadcom-Übernahme von VMware und den damit verbundenen Lizenzänderungen nach Alternativen suchen, entfällt so die Hürde, eine neue Lieferantenbeziehung aufbauen zu müssen. Wer ein zweites Virtualisierungs-Standbein aufbauen oder Migrationen planen will, kann das innerhalb des bestehenden Cisco-Vertrags tun. Auch für Nutanix ergibt sich ein Vorteil: Die eigene Software gelangt über den Cisco-Vertriebskanal in große Software-Agreements, die Cisco-Seller ohnehin bei Bestandskunden platzieren. Der Zugang zu diesem Vertriebsapparat wäre für Nutanix allein kaum in dieser Breite erreichbar.

Die passende Hardware-Heimat für diese Software liefert Cisco mit dem Unified Edge. Bereits im November 2025 angekündigt – zu einem ungünstigen Zeitpunkt im Jahresendgeschäft – wurde es jetzt auf der großen Bühne der Cisco Live einem breiteren Publikum vorgestellt.

Hinter Unified Edge stehen zwei Überzeugungen. Erstens: Bei steigender Komplexität wird die Notwendigkeit größer, mit einem einzigen Instrument mehr zu erledigen. Der Hersteller bündelt deshalb Compute, GPU, Switching und Firewall in einzelnen Einschüben, die sich als Zero-Touch-Infrastruktur zentral managen lassen, aber lokal autonom agieren. Zweitens: Cisco glaubt an verteilte IT. Nicht alle Daten lassen sich sinnvoll an einem zentralen Ort verarbeiten – eine Art „Produktvorfertigung“ am Edge soll Latenz und Bandbreitenbedarf reduzieren.

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Auf der Hauptbühne der Cisco Live stellte der Hersteller das Konzept nun prominent vor. Gegenüber dem November-Launch sind weitere Einschub-Optionen hinzugekommen, darunter Nvidia-GPUs und zusätzliche Netzwerk-Module. Für Außenstellen, Filialen und Edge-Standorte entsteht so ein modulares System, das die Nutanix-Softwarelogik auf die Hardware überträgt.

Einen Blick in die fernere Zukunft gewährt das Forschungsprojekt „Edison“, das Denise Lee, Vice President von Ciscos Engineering Sustainability Office, auf der Cisco Live erstmals öffentlich vorstellte. Der Ausgangspunkt: Kommende KI-Beschleuniger werden so viel Energie verbrauchen und Abwärme erzeugen, dass klassische Racks an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Nvidias kommende Rubin-Generation etwa soll gegenüber Blackwell die etwa fünffache Rechenleistung liefern – bei einem Stromverbrauch, der sich mindestens verdoppeln dürfte.

Laut Cisco reicht es künftig nicht mehr, nur Daten zu verteilen – auch die Energieversorgung muss dezentralisiert und so verlustarm wie möglich werden. Das Konzept selbst ist nicht neu: Cisco experimentierte bereits vor zehn Jahren mit Smart-Building-Initiativen und Inline-Power. Damals fehlte allerdings der Leidensdruck. Mit den Leistungsaufnahmen heutiger und kommender KI-Hardware ist dieser Leidensdruck nun da.

Projekt Edison exploriert Technologien, um bis zu 600 Watt Gleichstrom über ein einzelnes Adernpaar sicher zu übertragen. Technisch geht dies weit über heutiges Power-over-Ethernet (PoE) hinaus, das bei maximal 100 Watt (IEEE 802.3bt Type 4) sein Maximum erreicht. Das Ziel: Energie flexibel dorthin routen, wo KI-Workloads gerade Lastspitzen erzeugen, und so thermische Hotspots in Rechenzentren entzerren. Ergänzend dazu bietet Cisco zum neuen Silicon One G300 mit 102,4 Tbit/s Durchsatz jetzt erstmals auch Switches in Liquid-Cooled-Varianten an. Der Hersteller will also die gesamte physische Infrastruktur auf die Anforderungen der KI-Ära ausrichten.


(fo)



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Deep Fakes von Grok: Irische Datenschutzbehörde leitet Verfahren gegen X ein


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Elon Musks Plattform X droht ein weiteres Bußgeld in der Europäischen Union. Die für X zuständige irische Data Protection Commission (DPC) hat am Montag ein Verfahren gegen die X Unlimited International Corporation (XIUC) in Dublin eingeleitet. Hintergrund sind die mit Grok erstellten sexualisierten oder anders manipulierten Bilder verschiedener Menschen, die Nutzer ohne das Einverständnis der Betroffenen auf X veröffentlicht hatten.

Seit den ersten Medienberichten über die Vorfälle habe sich die DPC mit X ausgetauscht, erklärte der stellvertretende Leiter der Aufsichtsbehörde, Graham Doyle: „Als die federführende Aufsichtsbehörde für XIUC in der EU und dem EWR hat die DPC eine großangelegte Untersuchung begonnen, in der wir die Einhaltung einiger grundlegender Pflichten XIUCs im Rahmen der DSGVO in Bezug auf diese Vorgänge prüfen werden.“

Die irische DPC, die lange als eher harmlose Aufsichtsbehörde betrachtet wurde, untersucht eigenen Angaben zufolge mögliche Verstöße gegen die Artikel 5 und 6 der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Diese Artikel enthalten die Grundregeln der Datenverarbeitung sowie Vorgaben zur Zulässigkeit von Datenverarbeitungen. Zudem prüft die Behörde mögliche Verstöße gegen die Artikel 25 und 35 zu Datenschutz „by design“ und Datenschutzfolgeabschätzung.

Die DPC ist für die Einhaltung der DSGVO durch Unternehmen mit Sitz in Irland zuständig. Die Behörde darf also Verfahren einleiten und auch Bußgelder verhängen, wenn sie überzeugt ist, dass ein Unternehmen gegen die DSGVO verstoßen hat. Zur möglichen Dauer eines entsprechenden Verfahrens äußerte sich die irische Datenschutzaufsicht nicht. Es handelt sich um das dritte Verfahren im Grok-Kontext, das die DPC eingeleitet hat.

Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe zu Jahresbeginn hatten sich bereits mehrere Politiker für ein härteres Durchgreifen gegen die Musk-KI und die zugehörige Plattform ausgesprochen. Die EU-Kommission leitete als Aufsichtsbehörde für den Digital Services Act (DSA) Ende Januar eine Untersuchung ein.

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(vbr)



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