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„Scam Machine“?: Valves Steam Machines sind nicht alle gleich schnell

Bei Valves Steam Machine wird nicht nur die Möglichkeit zum Kauf des Geräts selbst gelost. Auch die Speicherausstattung selbst ist eine Lottorie, bei der es um eine Leistungsdifferenz von mehreren Prozent geht. Was Kunden kriegen, wissen sie nicht.
Den Unterschied machen nicht etwa Menge, Taktraten oder Timings aus, sondern die Anzahl der RAM-Module. Valve produziert die Steam Machine mit entweder einem 16-GB-Riegel oder zwei 8-GB-Modulen Arbeitsspeicher. Davon abhängig läuft der Speicher entweder im Single- oder Dual-Channel-Modus, der die Bandbreite deutlich erhöht.
Grund für die uneinheitliche Ausstattung ist schlicht die Speicherknappheit, hieß es von Seiten Valve gegenüber Gamers Nexus (YouTube). Gekauft wird, was verfügbar ist, „wir müssen die Angebote nehmen, die reinkommen“. Die Lage sei dergestalt, dass es jeden Monat ein Angebot mit Menge und Preis gebe, dem Valve nur zustimmen könne. „Wenn wir nein sagen, hören wir nie wieder von ihnen“, lautet die Bilanz.
(K)ein Unterschied
Auf der Produktseite geht Valve über die Möglichkeit unterschiedlicher Bestückung der Steam Machine allerdings hinweg. Angegeben wird nur die Gesamtspeichermenge von 16 Gigabyte. Das begründete Valve mit „vergleichbarer Geschwindigkeit“, die Anzahl der Riegel mache „keinen großen Unterschied“ beim Gaming aus. Beides habe Vor- und Nachteile, zum Nachrüsten von mehr RAM sei ein einzelner Riegel praktischer.
Wie groß der Unterschied tatsächlich ist, müssen Benchmarks erst noch exakt zeigen. Bereits jetzt lässt sich die Differenz aber abschätzen, denn Vergleiche zwischen Single- und Dual-Channel-Speicherbetrieb hat ComputerBase in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder durchgeführt. Ein Ryzen 5 9600X läuft in Spielen im Durchschnitt elf Prozent schneller, wenn zwei Module im Rechner stecken, die Frametimes steigen um 12 Prozent. Die Extreme liegen bei 0 im besten und 20 Prozent Unterschied im schlechtesten Fall. Bei einer X3D-CPU fällt der Unterschied hingegen im Schnitt bei 5 Prozent geringer aus, in der Steam Machine steckt allerdings eher der Ryzen 5 9600X.
Festhalten lässt sich damit, dass in vielen Spielen ein Unterschied in alltagsnahen Settings kaum spürbar sein sollte, zumal die GPU eher öfter als seltener der eigentlich limitierende Faktor sein wird. Zehn Prozent FPS-Unterschied können in Grenzsituationen aber schon den Unterschied zur Spielbarkeit ausmachen – und es ist nicht so, als hätte die Steam Machine riesige Leistungsreserven. Zehn Prozent mehr oder weniger Bilder pro Sekunde können zudem in der einen oder anderen Detailstufe einen Unterschied bedeuten. Sehen und spüren muss der Spieler davon nichts, einen eindeutigen, nicht gekennzeichneten und nicht kleinzuredenden Unterschied gibt es aber.