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Schnelle Kapazitätserhöhung: Nach Zukäufen in Taiwan sucht Micron nun bei JDI in Japan


Schnelle Kapazitätserhöhung: Nach Zukäufen in Taiwan sucht Micron nun bei JDI in Japan

Bild: JDI

Micron hat in den letzten Jahren ausrangierte Fabriken übernommen und macht sie für die Speicherproduktion fit. Nun ist wohl JDI in Japan an der Reihe. Das Muster könnte dabei das gleiche sein, wie zuletzt bei AUO und Innolux: Da sich die Displayproduktion hier kaum noch rechnet, wird die Anlage mit großem Reinraum verkauft.

JDI schon seit Jahren unter Druck

Angestammte Display-Hersteller in Asien haben seit Jahren einen schweren Stand. Chinesische Hersteller überschwemmen mit günstigen Lösungen den Markt, wirtschaftlich ist die Produktion in Taiwan, Japan und anderen Ländern kaum noch möglich.

Bei JDI hält diese Achterbahnfahrt bereits seit Jahren an. Japan Display war 2012 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Display-Sparten von Hitachi, Sony und Toshiba entstanden und zählte einst zu den führenden Anbietern von LCDs. Unter anderem belieferte JDI den Großkunden Apple mit LC-Displays für iPhones. Doch nachdem Apple von der LCD- zu OLED-Technik gewechselt hatte und zusätzlich die chinesischen LCD-Hersteller dank niedrigerer Preise immer stärker wurden, geriet JDI ins Straucheln. Seitdem kämpfte das Unternehmen mit Verlusten und musste 2023 Insolvenz anmelden. Zuletzt suchte das Unternehmen die Flucht in die Fertigung von Auto-Displays, auch eine Fabrik in den USA stand wohl zwischenzeitlich auf dem Plan.

Micron könnte Display-Fabrik übernehmen

Aus dem Gröbsten ist JDI aber auch heute noch nicht heraus, weshalb die LCD-Fabrik in Mobara, Japan, bereits im letzten November die Produktion de facto eingestellt hat. Nun soll sie veräußert werden, um unter anderem die Fixkosten zu senken. Die zunächst geplante Umwandlung in ein Rechenzentrum scheint dabei vom Tisch zu sein, es gäbe wohl mehrere Interessenten, die die Anlage stattdessen angepasst weiter nutzen würden. Zu den Namhaften darunter zählt wohl Micron, berichtet Nikkei.

Micron hat kürzlich in Taiwan eine Fabrik vom Hersteller PSMC übernommen und plant dort eine zweite Fab direkt nebenan. Im Jahr 2024 hat Micron zudem schon einmal drei Anlagen von AUO gekauft. In Japan wiederum hat Micron 2023 den Startschuss für die Aufrüstung einer Fabrik in großem Stil gegeben. Micron fertigt in Japan in einer ehemaligen Elpida-Anlage, ein zugekaufter Komplex von JDI könnte dann beispielsweise bei Tests und Packaging unterstützen. Eine Entscheidung wird frühestens im Sommer dieses Jahres erwartet.



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