Apps & Mobile Entwicklung
Schneller Kapazitätsaufbau: Micron oder ASE könnten weitere Fab von Innolux übernehmen

TSMC hat es bereits bei Innolux getan, Micron zuvor von AUO auch: Die Übernahme bestehender Fabriken um zumindest etwas schneller zusätzliche Kapazität zu bekommen. Nun soll Miron oder ASE im Spiel sein, eine weitere Anlage von Innolux übernehmen zu können.
Display-Panel-Hersteller haben in Taiwan in den letzten Jahren einen schweren Stand. Die Konkurrenz vor allem aus China ist übermächtig, an LG und Samsung aus Südkorea zudem auch kaum ein Vorbeikommen. AUO und Innolux sind deshalb bereits in den letzten Jahren damit beschäftigt, ihre Kostenstruktur zu optimieren und vor allem zu senken, was auch den Verkauf multipler Fabriken einschließt. TSMC kaufte so 2024 Liegenschaften von Innolux und baute sie aktuell zu Packaging-Werken um, Micron erwarb Liegenschaften von AUO.
Laut Medienberichten aus Asien soll Innolux sich schon im Mai dieses Jahres von der nächsten großen Anlage trennen. Während die neuesten Miteillungen dazu erneut Micron als Kunde ins Spiel bringen, wurde vor knapp zwei Wochen auch schon einmal der Name ASE genannt. ASE ist einer der größten Test- und Packaging-Anbieter der Welt – outsourced semiconductor assembly and test (OSAT) – und hat bereits nahezu alles im Programm was in der Backend-Fertigung gebraucht wird, was bei kleinen Leistungshalbleitern und einfachem Packaging beginnt und auch fortschrittlichste Lösungen mit multiplen Chips, HBM und mehr auf einem gestapelten Package einschließt. Einer der bekanntesten Großkunden von ASE in der IT-Branche ist AMD. 2024 hatte ASE bereits zwei Werke von Infineon übernommen, hat mit dieser Art der Transformation also entsprechend Erfahrung.
Kürzlich wurde berichtet, dass ASE in Zukunft noch stärker mit Nvidia, AMD und anderen zusammenarbeiten wird, da der Packaging-Markt aktuell hart umkämpft ist und die Nachfrage stets über dem Angebot liegt. Über die Siliconware Precision Industries Co. (SPIL), einem Tochterunternehmen der ASE Holding, hatte der Mutterkonzern im Januar bereits eine weitere Fabrik in Taiwan erworben. Südlich der taiwanischen Großstadt Taichung entstehen zudem aktuell durch SPIL bereits fünf Fabriken. Dort könnten die Anlagen TSMCs CoWoS-Produktion unterstützen.