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Schwerlastrakete New Glenn von Blue Origin in gewaltiger Explosion zerstört


Auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist eine offenbar voll betankte Rakete von Blue Origin in einer gewaltigen Explosion zerstört worden. Das haben Liveaufnahmen mehrerer Medien gezeigt. Das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos hat inzwischen eine „Anomalie“ eingestanden. Bezos selbst hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und ergänzt, dass alle Angestellten erfasst und in Sicherheit seien. Für Angaben zur möglichen Ursache sei es zu früh, die Untersuchungen dazu würden aber bereits laufen. Es sei ein „sehr harter Tag“ gewesen, aber man werde alles wieder aufbauen und auch wieder fliegen: „Das ist es wert.“

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Die Explosion hat sich laut Blue Origin bei einem Test ereignet, der eine Zündung der Triebwerke vor dem geplanten nächsten Start umfasst hat. Der eigentliche Start sollte laut US-Medienberichten frühestens in der kommenden Woche erfolgen. Laut Blue Origin sollte die Rakete des Typs New Glenn dabei 48 Satelliten für Amazons Leo-Konstellation ins All schicken. Die Zerstörung der Rakete ist nun nicht nur dafür ein herber Rückschlag, mit der New Glenn will Blue Origin zudem SpaceX von Elon Musk Konkurrenz machen. Das Raumfahrtunternehmen dominiert seit Jahren die kommerzielle Raumfahrt. Musk selbst hat den Vorfall auf seinem Kurznachrichtendienst X bedauert und Blue Origin eine rasche Erholung gewünscht.

Die New Glenn wird seit über zehn Jahren entwickelt, sie kann etwa 45 Tonnen an Nutzlast ins All befördern. Sie ist nach dem US-Astronauten John Glenn benannt. Ihren ersten erfolgreichen Start hat sie im Januar 2025 absolviert, danach folgen zwei weitere. Die Explosion hat sich jetzt ereignet, als Blue Origin eigentlich damit beginnen wollte, die Startfrequenz deutlich zu erhöhen, um endlich mehr Satelliten für Leo ins All zu bringen. Dafür sollen aber vor allem andere Raketen zum Einsatz kommen, die jetzt explodierte New Glenn sollte 48 Satelliten transportieren. Ob die Explosion auch die anderen Starts verzögern wird, ist noch unklar.

Nach der Zerstörung der Rakete hat sich auch NASA-Chef Jared Isaacman geäußert, die US-Weltraumagentur kooperiert bei ihrem Mondprogramm mit Blue Origin. Man wisse um die „Anomalie“, die sich am Startkomplex 35 auf der Cape Canaveral Space Force Station ereignet hat, erklärte er auf X: „Die Raumfahrt ist gnadenlos, und die Entwicklung neuer Trägerkapazitäten für Schwerlasten ist außerordentlich schwierig“, heißt es da weiter. Man werde gemeinsam mit den Partnern an der Untersuchung arbeiten, die kurzfristigen Auswirkungen bewerten und dann wieder Raketen starten. Informationen zu etwaigen Auswirkungen auf das Artemis- und das Mondprogramm werde man öffentlich machen, sobald diese verfügbar sind.


(mho)



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