Entwicklung & Code

Semantische Anker verkürzen den Kontext für das agentische Coden


Das Verzeichnis Semantic Anchors auf GitHub listet semantische Anker auf, also Stichwörter, mit denen Prompter einem LLM komplexe Konzepte in kurzen Begriffen mitgeben. Die Seite sortiert die Anker in Kategorien wie „Design Principles & Patterns“, „Development Workflow“ oder „Documentation Practice“.

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Für jedes dieser Stichworte findet sich im Verzeichnis die Erklärung des dahinterstehenden Konzepts. Zur einfacheren Suche lassen sich Rollen filtern, die nur relevante Anker zeigen, zum Beispiel „DevOps Engineer“ oder „Software Developer/Engineer“.

Der Betreiber Ralf D. Müller fügt regelmäßig neue Anker hinzu und nimmt Vorschläge beispielsweise per Issue entgegen. Der Einreicher sollte sich zuvor mit den Qualitätskriterien vertraut machen.

Die Idee hinter den semantischen Ankern ist, dass LLMs umfangreiche Konzepte bereits kennen und Entwickler sie daher nicht ausführlich im Prompt erklären müssen. „Code Smells nach Fowler“ reicht dem LLM beispielsweise als Hinweis, um bei einem Review viele Schwachstellen im Code zu bereinigen. Für einen ordentlich formulierten Text dienen Stichworte wie „Gutes Deutsch nach Wolf Schneider“ oder „Plain English according to Strunk & White“.

Die Seite stellt noch weitere Hilfsstrukturen für die LLM-Nutzung vor, beispielsweise Semantic Contracts, die prinzipielle Begriffe und Richtlinien definieren und sich in der AGENTS.md einbinden lassen. Außerdem beschreibt Müller ausführlich einen agentischen, Spec-driven Workflow auf der Basis von Ankern.

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