Datenschutz & Sicherheit
Sicherheitsupdate: Schadcode-Attacken auf GIMP möglich
Bei der Verarbeitung von bestimmten Dateitypen durch GIMP kann es zu Fehlern kommen. Das ist ein Einstiegspunkt für Angreifer, um Schadcode auf Computer zu schieben und auszuführen. Eine dagegen abgesicherte Version steht zum Download bereit.
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Die Gefahren
Sicherheitsforscher von Trend Micros Zero Day Initiative führen die Lücken in ihrem Portal auf. Wie aus mehreren Warnmeldungen (CVE-2026-2044 „hoch“, CVE-2026-2045 „hoch“, CVE-2026-2047 „hoch“, CVE-2026-2048 „hoch“) hervorgeht, können entfernte Angreifer für Schadcode-Attacken an den Schwachstellen ansetzen. Ob davon alle Betriebssysteme bedroht sind, geht aus den Beiträgen nicht hervor.
Die Fehler finden sich bei der Verarbeitung von ICNS-, PGM- oder XWD-Dateien. Dabei kommt es zu Speicherfehlern und es gelangt Schadcode auf PCs. Das geschieht aber nicht ohne Weiteres: Dazu müssen Angreifer den Opfern eine präparierte Datei unterschieben, die diese dann öffnen. Alternativ können Angreifer präparierte Dateien auf einer von ihnen kontrollierten Website zum Download bereitstellen.
In den Beiträgen der Sicherheitsforscher gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Schwachstellen bereits ausnutzen. Unklar bleibt auch, an welchen Parametern man bereits attackierte Systeme erkennen kann.
Hintergründe
Die Zero Day Initiative gibt an, dass die Sicherheitslücken bereits im November vergangenen Jahres an die GIMP-Entwickler gemeldet wurden. Die Warnmeldungen wurden erst jüngst veröffentlicht. Aus dem Changelog zu GIMP 3.0.8 von Ende Januar dieses Jahres geht hervor, dass die Entwickler die Sicherheitsprobleme gelöst haben. Nutzer sollten sicherstellen, dass sie mindestens diese Version installiert haben.
Zuletzt sorgte GIMP im IT-Security-Kontext im Oktober 2025 für Schlagzeilen, als die Entwickler ebenfalls Schadcode-Schlupflöcher geschlossen haben.
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(des)