Entwicklung & Code
Sicherheitswarnungen: Node.js will KI-Flut mit KI bekämpfen
Das Node.js-Team diskutiert derzeit darüber, den Workflow für die Flut an eingereichten, LLM-generierten Sicherheitsmeldungen zu ändern. Ideen sind, die Meldungen öffentlich zu bearbeiten und mit künstlicher Intelligenz vorzusortieren.
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Das Team hat das Problem jetzt auf die Agenda des nächsten Treffens der Security Working Group am 7. Juli gesetzt. Der Initiator Rafael Gonzaga schreibt, dass alle bisherigen Maßnahmen nicht geholfen haben: „Wir sind nach wie vor überlastet.“
Daher schlägt er vor, die eingereichten Meldungen zu veröffentlichen und als Pull Requests (PR) abzuarbeiten. Bei den Einreichungen handelt es sich oft nur um Bugs, die auch gefixt gehören, aber weniger um wirkliche sicherheitsrelevante Lücken. Außerdem kommen so viele gleichartige Meldungen an, die quasi jeder mit LLM erzeugen kann: „Diese Funde sind praktisch eh schon öffentlich.“ Als PR kann sich die Community darum kümmern und das Kernteam ist entlastet.
Eine Vorsortierung durch KI könnte nur die wirklich ernsthaften Lücken erkennen und nicht öffentlich an das Sicherheitsteam zur Bearbeitung weiterleiten.
Gegenstimmen geben zu bedenken, dass der Vorschlag die Masse an Sicherheitsreports durch eine Masse an PRs ersetzt, die auch vom Kernteam geprüft werden müssen. Außerdem könnten die veröffentlichten Lücken Hacker anziehen, „als kostenlose Quelle für Ideen für automatisierte Attacken.“ Daher schlagen andere Maintainer vor, nicht die komplette Öffentlichkeit einzubeziehen, aber den Kreis auf alle Mitarbeitenden (collaborators) zu erweitern.
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Kampf gegen den AI-Slop
Wie viele andere Projekte kämpft Node.js mit AI Slop und hat im April bereits das Bug-Bounty-Programm zur Belohnung von Warnungen gestrichen. Auch zu solchen Maßnahmen waren andere Projekte bereits gezwungen. Das hat laut Gonzaga aber keine Erleichterung gebracht, da es den Einreichenden eher um den Ruhm als Autor auf einer offiziellen CVE-Warnmeldung zu erscheinen geht, als um Geld.
Auch andere Maßnahmen führten nicht zum Erfolg: höhere Hürden bei der Reporting-Plattform HackerOne, engere Relevanzkriterien und automatisiertes Schließen von Reports minderer Qualität. Letzteres hat sogar dazu geführt, dass mehr Meldungen bei der Mutter OpenJS landeten. „Bald wird auch dieses Team überlastet sein“, schließt Gonzaga.
(who)