Künstliche Intelligenz
Smart-Meter-Rollout: Hunderte Betreiber verpassen offenbar gesetzliches Ziel
Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland kommt voran, doch die Zahlen liegen weiterhin auf niedrigem Niveau. Laut den jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur waren zum Stichtag Ende September bundesweit insgesamt zwei Millionen „intelligente Messsysteme“ installiert, was 3,8 Prozent aller „Messlokationen“ entspricht. Ende Juni waren es 1,6 Millionen beziehungsweise 3 Prozent.
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Außerdem waren zu Ende September laut den offiziellen Zahlen bundesweit 20,2 Prozent der sogenannten Pflichteinbaufälle erledigt. Das gesetzliche Einbauziel von 20 Prozent der Pflichtfälle bis Ende des Jahres wurde damit im Durchschnitt schon drei Monate früher erreicht. Dabei geht es um Haushalte und Firmen mit hohem Stromverbrauch oder einer „steuerbaren Verbrauchseinrichtung“ wie einer Wallbox.
Hunderte Betreiber verpassen offenbar gesetzliches Ziel
Die Fortschritte sind allerdings vor allem großen Messstellenbetreibern zu verdanken. Hunderte kleine Stadtwerke hinken weit hinterher: Bei den 600 Betreibern mit weniger als 30.000 Messlokationen lag die Einbauquote am 30.9. im Schnitt bei lediglich 8,2 Prozent der Pflichtfälle, wie die Bundesnetzagentur errechnet hat.
Hunderte Betreiber haben also vermutlich zum Jahresende das gesetzliche Ziel von 20 Prozent der Pflichtfälle in ihrem Netzgebiet verfehlt. 188 Betreiber hatten bis Ende September sogar noch kein einziges Smart Meter installiert, wie Netzagentur-Präsident Klaus Müller vor Weihnachten auf der Plattform LinkedIn schrieb. Insgesamt gibt es 814 grundzuständige Messstellenbetreiber.
Die Bundesnetzagentur droht säumigen Betreibern mit Strafen: Man werde „entsprechende Aufsichtsmaßnahmen nach der Plausibilisierung der Daten zum 31.12.25 vorbereiten“, kündigte Müller an. Seine Behörde kann Zwangsgelder verhängen. „Dabei sind Zwangsgelder wiederholbar und können gesteigert werden, um das gesetzliche Verhalten zu erzwingen und durchzusetzen“, schreibt die Netzagentur auf ihrer Webseite.
Die Zahlen der Bundesnetzagentur umfassen den Smart-Meter-Rollout in Deutschland nicht vollständig, da sogenannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber nicht zur Meldung ihrer Daten verpflichtet sind. Manche Experten gehen von höheren Zahlen aus. Aus Sicht vieler Unternehmen, zum Beispiel Anbietern dynamischer Stromtarife, läuft der Rollout allerdings trotzdem immer noch viel zu langsam.
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(cwo)
Künstliche Intelligenz
betterCode() GenAI Summit: Jetzt noch Vortrag für die Konferenz einreichen
Die betterCode() GenAI fand 2025 zweimal mit großem Erfolg als Online-Konferenz statt. Dieses Jahr wird es die Konferenz erstmals auch vor Ort geben. Im Juni startet der betterCode() GenAI Summit in Mannheim.
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Noch bis zum 11. Januar suchen die Veranstalter iX und dpunkt.verlag nach Vorschlägen für Vorträge und Workshops für die zweitägige Konferenz am 10. und 11. Juni.
Chancen und Risiken KI-gestützter Softwareentwicklung
GenAI verändert die Softwareentwicklung grundlegend und hat sich im Arbeitsalltag vieler Developer etabliert. Die KI-Tools übernehmen dabei nicht nur lästige Tipparbeit, sondern helfen bei komplexen Aufgaben. Um sicheren und effizienten Code zu erhalten, muss man aber auch ihre Risiken kennen.
Der betterCode() GenAI Summit zeigt, welche KI-Tools für welche Aufgaben geeignet sind und wie die KI-Integration effizient funktioniert. Außerdem thematisiert er die Auswirkungen auf die Arbeit von Entwicklungsteams.
Themenspektrum von KI-Tools über Anwendungsfelder bis hin zu rechtlichen Aspekten
Bis zum 11. Januar suchen die Veranstalter im Call for Proposals Vorträge mit einer Länge von 45 Minuten und ganztägige Workshops unter anderem zu folgenden Themen:
- KI-Tools für die Softwareentwicklung
- Anwendungsfelder: Testing, Refactoring, Migration und mehr
- Engineering und Architektur mit KI
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Auswirkungen auf Teams und Organisationen
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Besonders gerne gesehen sind Erfahrungsberichte. Das Programm wird Anfang Februar veröffentlicht. Wer über den Verlauf der Konferenz informiert werden möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.
Bis zur Veröffentlichung des Programms sind die Tickets zum besonders günstigen Blind-Bird-Tarif von 899 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) verfügbar.
(rme)
Künstliche Intelligenz
Offen, aber abgeschottet: Open-Ear-Kopfhörer lernen aktive Geräuschunterdrückung
In lauter Umgebung verkehrt sich die Stärke der Open-Ear-Kopfhörer in eine Schwäche: Bauartbedingt bekommt man immer mit, was um einen herum geschieht. Auf der CES zeigen die Hersteller Anker und Shokz Kopfhörer, die das ändern sollen. Sowohl die Soundcore Aerofit 2 Pro von Anker als auch die Shokz OpenFit Pro arbeiten mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC), doch in der Umsetzung unterscheiden sie sich.
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Beide Kopfhörer sind gebaut, wie die meisten Open-Ear-Headsets, die auf der CES 2024 ihren Durchbruch feierten: Sie halten sich mit Bügeln hinterm Ohr fest. Der Teil, der Schallwandler und Mikrofone beherbergt, baumelt vor dem Gehörgang und verschließt ihn nicht, sodass man jederzeit die Umgebung hört. So bleibt man ansprechbar und kann sich auch unterhalten. Allerdings wird es anstrengend, wenn die Kopfhörer unterwegs dauerhaft gegen eine Geräuschkulisse anspielen müssen.
Beide Hersteller implementieren deswegen eine aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation, ANC). Das Problem an der Sache: Das funktioniert nur in Kombination mit passiver Dämmung gut, weshalb Hersteller von Open-Ear-Kopfhörern bislang vornehmlich auf ANC verzichteten. Nur Honor machte mit den Earbuds Open eine Ausnahme. Einen Effekt haben wir im Test kaum wahrgenommen.
Auf dem Papier sieht Ankers Ansatz vielversprechender aus als Honors Versuch, einfach herkömmliche Open-Ear-Kopfhörer mit ANC zu versehen. Denn die Bügel der Anker-Kopfhörer können verstellt werden, sodass das Ohrteil wahlweise im Gehörgang sitzt oder davor. Zwar dichten keine Silikonpfropfen den Gehörgang ab, doch Apple hat mit den AirPods 4 gezeigt, dass sich diese Bauform durchaus mit wirkungsvoller ANC verbinden lässt. Wie gut die Geräuschunterdrückung der Aerofit 2 Pro tatsächlich funktioniert, wird ein Test zeigen müssen.

Dank verstellbarem Ohrbügel kann man die Anker Aerofit 2 Pro mit lockerem oder festem Sitz tragen.
(Bild: Anker)
Im Unterschied zu Anker baut Shokz seine ANC-Hörer ohne verstellbare Ohrbügel. Die Lautsprecher hängen also immer in einer ähnlichen Position vor dem Gehörgang. Und anders als die Anker-Kopfhörer konnten wir die Shokz-Hörer bereits testen – mit durchwachsenem Ergebnis. Der ANC-Effekt ist stärker wahrnehmbar als jener der Honor Earbuds Open. Dennoch durchdringen fast alle Störgeräusche die Maskierung, wenngleich sie etwas dünner ans Ohr gelangen. Kurzum: Eine Alternative zu In-Ears mit ANC oder Apples AirPods sind die Shokz-Hörer nicht. Allerdings gefällt der kräftige Klang der OpenFit Pro.

Die Shokz OpenFit Pro klingen für Open-Ear-Kopfhörer angenehm kräftig. Doch die aktive Geräuschunterdrückung ist gegen die meisten Störgeräusche machtlos.
Beide Kopfhörer kommunizieren per Bluetooth 6.1 und halten per Multipoint Verbindung zu zwei Abspielgeräten gleichzeitig, die Kopfhörer sind gemäß IP55 gegen Wasser und Staub geschützt. Ihre Ladeschalen lassen sich drahtlos per Qi laden. Die Aerofit 2 Pro kosten 179, die OpenFit Pro 249 Euro.
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heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
(rbr)
Künstliche Intelligenz
CES: Google TV bekommt neue Gemini-Funktionen
Google hat im Zuge der CES einen Vorgeschmack auf neue Gemini-Funktionen für Google TV gewährt: Die KI soll künftig mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Fernseher verschiedener Hersteller und Oberflächen bieten. Auch Projektoren sollen die Funktionen erhalten. Zuerst sollen die neuen Gemini-Funktionen auf Geräten von TCL landen.
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TV-Einstellungen per Gemini
Wie Google in seinem Blogbeitrag erklärt, müssen Nutzerinnen und Nutzer künftig nicht mehr umständlich in den tendenziell unübersichtlichen Einstellungsmenüs suchen, um bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Mit dem anstehenden Update sei es möglich, Befehle in natürlicher Sprache zu verwenden. Sagt man etwa zu Gemini „Der Bildschirm ist zu dunkel“ oder „Der Dialog ist nicht zu verstehen“, könne die KI Bild und Ton anpassen, ohne den Film oder die Sendung zu verlassen.
Zudem sollen Nutzer mit den neuen Google-TV-Funktionen Informationen zu Sportergebnissen, Empfehlungen für neue Filme und Serien erhalten oder den Gemini nach allgemeinen Informationen befragen können. Hierfür hat Google eine neue Nutzeroberfläche speziell für große Bildschirme entwickelt.
Die Antworten werden laut Google mit Bildern, Videos und bei Sport-Updates mit Informationen in Echtzeit ergänzt. Bei komplexen Themen bietet Gemini auch „Deep Dives“ an. Dabei handelt es sich um „kommentierte, interaktive Übersichten, die für die ganze Familie leicht verständlich sind“, so der Hersteller.
Nano Banana und Veo
Google integriert in die TV-Oberfläche außerdem die Möglichkeit, mit Gemini die eigene Google-Fotos-Bibliothek nach bestimmten Personen oder Momenten zu durchsuchen. Zudem könne man mit der Funktion „Photos Remix“ künstlerische Stile anwenden oder „Erinnerungen in filmreife, immersive Diashows“ verwandeln.
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Überdies ziehen die KI-Bild- und -Videotools Nano Banana und Veo in Google-TV-Geräte ein. Mit den Werkzeugen können persönliche Fotos neu gestaltet oder Inhalte per Sprachbefehl direkt auf dem Fernseher kreiert werden.
Die neuen Gemini-Funktionen werden zunächst auf ausgewählten TCL-Geräten verfügbar sein, so Google. Für weitere Google-TV-Geräte sollen die Features in den kommenden Monaten bereitgestellt werden. Laut der Pressemitteilung von TCL wird Microsofts Xbox Game Pass im Laufe dieses Jahres auf Googles TV-Plattform landen. Die App ist bereits auf LG- und Amazon-Fire-TV-Geräten verfügbar und auch auf Samsung-Fernsehern erhältlich.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(afl)
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