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Smartphone, Foldables und Zubehör: CES-Neuheiten 2026 von Motorola


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Auf der CES 2026 in Las Vegas zeigt Motorola gleich mehrere Neuheiten aus unterschiedlichen Bereichen. Mit dem Signature-Smartphone wagt sich der Hersteller in den High-End-Bereich vor.

Das Motorola Signature wird von einem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben, dem aktuell schnellsten Smartphone-Prozessor. Das mit 186 Gramm und knapp sieben Millimeter (ohne Kamerabuckel) ziemlich leichte und flache Smartphone bringt je nach Modellvariante 12 oder 16 GByte RAM und zwischen 256 GByte und 1 TByte Speicherplatz mit. Das 6,8 Zoll große OLED-Display schafft eine Bildwiederholrate von maximal 165 Hertz und erreicht laut Hersteller bis zu 6200 cd/m² Helligkeit. Der Silizium-Kohlenstoff-Akku hat eine Kapazität von 5200 mAh und unterstützt bis zu 90 Watt Ladestrom.

Im Signature stecken gleich vier 50-Megapixel-Kameras, drei hinten und eine vorn. Durch die Bank kommen darin Sony-Sensoren zum Einsatz. Die Hauptkamera mit großer Blende f/1,6 wird dabei von einem Ultraweitwinkel und einem Dreifach-Tele flankiert.

Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada bringt Motorola eine spezielle Version seines Razr-Faltsmartphones auf den Markt. Technisch ist das Gerät unverändert zum normalen Modell, optisch mit einer grünen Rückseite mit FIFA-WM-Logo aber unterschiedlich gestaltet. Hinzu kommen exklusive Grafiken und Hintergrundbilder, ein Klingelton mit dem Turnier-Song und ein FIFA-Wasserzeichen für Fotos. Das Motorola Razr in der FIFA-Edition kostet in den USA knapp 700 Dollar.



Motorola Razr WM-Edition

(Bild: Motorola)

Die runde Moto Watch ist eine neue Smartwatch und wurde zusammen mit Polar entwickelt. Der sandgestrahlte Rahmen aus Aluminium fasst ein 1,43 Zoll großes OLED-Display ein. Mit IP68 ist die Uhr gegen Staub und Wasser geschützt, zum Tauchen eignet sie sich allerdings nicht. Die maximale Akkulaufzeit soll bei 13 Tagen liegen. Alle Android-Smartphones ab Version 12 sind mit der Moto Watch kompatibel.

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Neu im Zubehörangebot ist der Moto Pen Ultra. Der Stift, der mit einer eigenen Ladehülle geliefert wird, soll Motorola-Smartphones wie dem Signature eine weitere Bedienoption verpassen. Er dient nicht nur zum Schreiben, Kritzeln und Malen, sondern kann auch markierte Inhalte in eine Notiz umwandeln oder sie zum Teilen mit anderen vorbereiten. Mit Sketch to Image erstellt das Smartphone aus den eigenen Skizzen schicke KI-Bildchen in unterschiedlichen Stilen.



Moto Watch

(Bild: Motorola)

Den runden Tracker Moto Tag legt Motorola als Tag 2 neu auf. Mit UWB und Bluetooth soll der kleine Tracker, der in das Gerätenetzwerk von Android eingebettet ist, leicht aufzufinden sein. Eine wechselbare Knopfzelle soll den Tag 2 bis zu 500 Tage lang mit Strom versorgen. Mit dem integrierten Knopf in dem Bluetooth-Tracker lässt sich entweder als umgedrehte Suche das verlorene Smartphone zum Piepsen bringen oder die Kamera fernauslösen.

Für den Bluetooth-Lautsprecher Sound Flow hat sich Motorola mit Bose zusammengetan. Die zylindrische Box funkt über WLAN und Bluetooth und kann via UWB die Geräte der Nutzer orten. So will Motorola den Sound an die aktuelle Position im Raum anpassen. Der Akku des Lautsprechers, der auf einem kleinen Dock aufgeladen wird, fasst 6000 mAh und soll bis zu 12 Stunden Wiedergabe ermöglichen. Der Bluetooth-Lautsprecher ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.



Motorola Sound Flow

(Bild: Motorola)

Mit Qira stellt Motorola-Mutterkonzern Lenovo auf der CES zudem seine neue geräteübergreifende KI-Plattform vor. „Lenovo Qira ist kein weiterer Assistent, sondern eine neue Art, wie Intelligenz auf Geräten zum Einsatz kommt“, sagt Dan Dery, VP of AI Ecosystem in der Intelligent Devices Group von Lenovo. „Unser Ziel ist es, KI weniger als ein Werkzeug zu präsentieren, das man benutzt, sondern eher als eine Intelligenz, die kontinuierlich und natürlich mit einem zusammenarbeitet.“ Qira soll auf allen Lenovo- und Motorola-Geräten laufen und tief ins jeweilige System eingebettet sein. Neben generativen Aufgaben zur Gestaltung und Verarbeitung von Text, Bild und Video soll Qira kontextbezogene Vorschläge und Hilfestellungen anbieten und bei Meetings unterstützen. Die Einführung soll im laufenden Quartal zunächst auf Lenovo-Geräten starten und später auf Motorola-Smartphones ausgedehnt werden.

Nur einen Teaser, dafür aber einen durchaus spannenden, gab Motorola auf ein weiteres Foldable, das Razr Fold. Dieses Modell wird das erste große Foldable von Motorola und steht damit in Konkurrenz zu Geräten wie dem Samsung Galaxy Z Fold 7 oder dem Google Pixel 10 Pro Fold. Noch lässt Motorola das Razr Fold, das ersten Leaks zufolge deutlich unter 2000 Euro kosten soll, aber nicht von der Leine, damit wartet der Hersteller aller Voraussicht nach bis zum MWC in Barcelona Anfang März.

heise online ist Medienpartner der CES 2026.


(sht)



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Viofo A329 S im Test: Die beste 4K-Dashcam mit drei Kameras und Top-Bildqualität


4K-Front-Kamera, 2K für Heck und Innenraum, Wi-Fi 6, Polfilter, Fernbedienung und Parküberwachung: Wie viel Schutz bietet die Viofo A329 S im Alltag wirklich?

Die Viofo A329 S deckt alles ab: Frontkamera in 4K, Heck- und Innenraumkamera in jeweils 2K sowie dauerhafte Parküberwachung mittels optionalem Hardwire-Kit. Hinzu kommen Wi-Fi 6 für schnellen Datentransfer aufs Handy, außerdem Unterstützung für externe SSD, optionale Wireless Bluetooth Remote Control und Circular Polarizing Lens Filter (CPL) – so geht Oberklasse! Da ist es schon fast überraschend, dass Cloud-Funktionen und Assistenzsysteme fehlen. Wie wichtig das ist und ob der hohe Preis von rund 450 Euro gerechtfertigt ist, klärt der Test.

Design und Montage

Die Haupteinheit der Viofo A329 S ist recht groß und von der Seite gesehen keilförmig. Damit passt sie sich grob an die Neigung der Frontscheibe an. Mit etwa 6 x 10 x 4,3 cm lässt sie sich aus Fahrersicht hinter dem Innenspiegel verstecken und bleibt so auf Wunsch außer Sicht. Da die Innenraumkamera auch den Fahrer aufnehmen können soll, geht das hier natürlich nicht – sie ist zwangsläufig sichtbar. Das Gehäuse der Kameras besteht aus mattem Kunststoff und wirkt eher funktional als luxuriös, macht aber trotzdem einen ausreichend wertigen und stabilen Eindruck. Tasten und Display sind zum Fahrraum hin positioniert und gut erreichbar. Die beiden Kameras für Innenraum und Heck sind zylindrisch, etwa 7 x 3 cm klein und mit drehbarer Kameraeinheit ausgestattet, damit sie möglichst frei positioniert werden können.

Statt per Saugnapf werden die Kameras per Klebepad direkt an Front- und Heckscheibe installiert. Viofo legt elektrostatische Folien bei, auf die die Klebepadhalterungen geklebt werden. Dadurch lässt sich das System später rückstandsfrei entfernen. Häufig ist es bei der Befestigung per Klebestreifen allerdings so, dass sich die Klebeflächen einzelner Kameramodule bei starker Sommerhitze lösen. Das kann zwar auch bei Kameras mit Saugnapfbefestigung passieren, die kann der Nutzer anschließend aber einfach erneut befestigen. Bei Modellen mit Klebepads muss hingegen normalerweise das Pad erneuert werden. Für den Langzeiteinsatz ist es daher sinnvoll, die Klebestelle besonders sorgfältig zu entfetten oder alternative Klebelösungen einzuplanen.

Mitgeliefert werden ausreichend lange Kabel. Für die Heckkamera stehen etwa 6 m zur Verfügung, das reicht selbst in einem großen Kombi locker. Für die Innenraumkamera liegt sogar ein Kabel bei, das eher zu lang als zu kurz ist. Das führt dazu, dass der Kabelüberschuss im Bereich hinter dem Spiegel verstaut werden muss. Da hier bei modernen Fahrzeugen oft Sensoren für Assistenzsysteme positioniert sind, kann das zu Platzproblemen führen.

Das HK4-Hardwire-Kit ersetzt den Zigarettenanzünder als Stromquelle. Es wird direkt an das Sicherungspanel des Fahrzeugs angeschlossen. Die drei Leitungen sind klar markiert: Dauerplus, Zündungsplus und Masse. Die Praxis zeigt aber, dass der Einbau je nach Fahrzeugmodell anspruchsvoll sein kann, da Sicherungen zum Teil tief im Armaturenbrett positioniert und dann schwer zugänglich sind. Zusätzlich ist das Kabel des HK4 relativ dick, was das Verlegen hinter Verkleidungen erschwert. Zur Not hilft hier der örtliche Kfz-Betrieb weiter.

Die Bluetooth Remote Control BTR200 ist eine kleine Kunststofffernbedienung, die per Klebe-Pad auf dem Armaturenbrett oder an der Mittelkonsole befestigt wird. Sie wird mit einer Knopfzelle betrieben und benötigt keine Verkabelung. Die Haptik ist solide, aber deutlich einfacher als bei den Kameramodulen. Sie bietet einen großen Hauptknopf zum Sichern gerade aufgenommener Dateien und zwei weitere seitliche Drücker, die frei belegbar sind. In Summe ist die Montage für technikaffine Nutzer problemlos machbar, für Einsteiger jedoch deutlich anspruchsvoller als bei einfachen Ein-Kanal-Dashcams. Vor allem das unsichtbare Verlegen des Kabels für die hintere Kamera ist aufwändig, sofern keine Verkleidungsteile des Fahrzeugs beschädigt werden sollen. Außerdem dürfen die Verbindungskabel nicht geknickt werden.

Ausstattung

Die Viofo A329 S ist als ein-, zwei- oder dreikanal-System erhältlich; bedeutet: Nur Frontcam, Front und Heck oder alle drei Kameras. Die Frontkamera bietet 4K-Auflösung, Heck- und Innenraumkamera jeweils 2560 x 1440 Pixel, also 2K. Alle Kameras zeichnen mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Wer vorn 4K mit 60 Bildern pro Sekunde will, muss auf HDR und die dritte Kamera verzichten.

Vorne kommt ein Starvis 2 IMX678 von Sony mit 1/1,8 Zoll als Sensor zum Einsatz. Hinten und innen arbeitet ein Sony Starvis 2 IMX675 mit 1/2,8 Zoll. Die Frontkamera deckt ein Blickfeld von rund 140 Grad ab, die Heckkamera etwa 160 Grad. Innen sind es dank Fischaugenoptik sogar etwa 210 Grad. Damit erfasst das System nicht nur den Verkehr vor und hinter dem Auto, sondern abgesehen vom Innenraum auch Teile der Bereiche neben dem Fahrzeug.

Als Antrieb für die Hauptkamera dient ein auf einem ARM Cortex A53 basierender Quad-Core-Prozessor. Die Kamera unterstützt Wi-Fi 6 mit 2,4 und 5 GHz, GPS sowie Speicherkarten bis 512 GB. Zusätzlich lassen sich über USB-C externe SSDs bis 4 TB anschließen, was angesichts der hohen Datenrate der Aufnahmen bei drei Kameras durchaus sinnvoll sein kann. Der mitgelieferte Circular Polarizing Lens Filter (CPL) für die Frontkamera wird einfach auf das Objektiv gesteckt. Wichtig: Er muss in die richtige Position gedreht werden, die durch einen Punkt markiert ist. Optional gibt es passende CPL-Filter für Heck- und Innenraumkameras der Serie. Sie werden aufgeklipst. Die Filter reduzieren Spiegelungen an der Scheibe und erhöhen den Kontrast auf Kosten des nutzbaren Lichts. Besonders bei tief stehender Sonne und auf nasser Fahrbahn tragen solche Polfilter zur Verbesserung der Bildqualität bei. Nachts kann das allerdings auch nach hinten losgehen und für stärkeres Bildrauschen oder insgesamt dunkle Aufnahmen sorgen.

Das HK4-Hardwire-Kit ermöglicht verschiedene Parkmodi und bietet einen einstellbaren Unterspannungsschutz mit Abschaltschwellen zwischen 11,8 und 12,4 Volt. Damit soll die Starterbatterie des Fahrzeugs vor Tiefentladung geschützt werden. Die Viofo A329 S selbst unterstützt mehrere Parkmodi: durchgehende Zeitrafferaufnahmen, ereignisbasierte Aufzeichnung beim Auslösen des G-Sensors und einen Hybridmodus, der beides kombiniert. In Verbindung mit den drei Kameras entsteht so eine sehr dichte Überwachung des Fahrzeugs im Stand.

Im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen fehlen allerdings Cloud-Funktionen und klassische Fahrerassistenzsysteme wie Spur- oder Kollisionswarnungen. Die Ausstattung legt den Fokus auf Bildqualität und umfassende Aufzeichnung statt Assistenzfunktionen.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über das 2,4 Zoll große Display an der Haupteinheit, über Sprachbefehle, das Smartphone oder die Bluetooth-Fernbedienung. Das Menü der Kamera ist simpel strukturiert, die Menüführung wirkt eher funktional als modern. Die App für Android und iOS stellt Verbindung per Wi-Fi 6 her. Dadurch sind die Übertragungsraten teils deutlich höher als bei älteren Dashcam-Modellen mit Wi-Fi 5. Auch große 4K-Dateien lassen sich damit in überschaubarer Zeit auf das Smartphone übertragen. 200 MB brauchten im Test rund 6 Sekunden. Die App bietet Live-Ansicht, Einstellungen, Firmware Updates sowie Dateiverwaltung auf Speicherkarte und SSD sowie den Download aufs Smartphone.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr detailliert. Belichtung, Bitrate, HDR, Empfindlichkeit des G-Sensors, Audioaufnahme, Parkmodus und Einblendungen wie Geschwindigkeit und GPS-Koordinaten lassen sich fein justieren. Für Einsteiger kann diese Vielfalt auf den ersten Blick erschlagend sein, zumal alles untereinander in einem ellenlangen Listenmenü ohne echte Unterteilung angezeigt wird. Andererseits bietet das aber erfahrenen Nutzern viel Kontrolle.

Die Bluetooth Remote Control BTR200 erweitert und vereinfacht die Grundbedienung im Alltag deutlich. Sie besitzt eine zentrale Taste zum Sperren wichtiger Videoclips und zwei seitliche Tasten, die sich etwa mit Mikrofon, Wi-Fi oder Power belegen lassen. Das Speichern von Videoszenen geht damit schneller und zuverlässiger als Sprachbefehle. Die wurden im Test zwar überwiegend erkannt, jedoch nicht immer und nur mit leichter Verzögerung. Außerdem sind sie nur auf Englisch möglich.

Bildqualität

Die Viofo A329 S bietet sehr hohe Bildqualität, die zum Besten gehören dürfte, das aktuelle Dreikanal-Dashcams parat haben. Tagsüber liefert die Frontkamera in 4K-Auflösung sehr detailreiche Aufnahmen. Kennzeichen vorausfahrender und entgegenkommender Fahrzeuge lassen sich in der Regel im Nahbereich gut erkennen. Wegen der Beschränkung auf 30 fps im Dreikanalbetrieb können Aufnahmen von schnell fahrenden Fahrzeugen allerdings zu verschwommen sein, um Nummernschilder sicher erkennen zu können. Die Belichtung wirkt stimmig, der Dynamikumfang fängt helle Himmel und dunkle Fahrzeugfronten in Kombination dank HDR ausgewogen ein – mit, aber auch ohne Polfilter. Nachts sinkt die Erkennungsrate wegen steigendem Bildrauschen deutlich. Mit etwas Umgebungslicht wie in der Stadt klappt das häufig aber immer noch.

Die Heckkamera in 2K erreicht das hohe Niveau der Frontcam zwar nicht, liegt aber ebenfalls auf gutem Niveau für diese Art Zusatzkamera. Kennzeichen des direkt nachfolgenden Fahrzeugs sind meist problemlos lesbar, sofern es nicht zu weit weg ist – auch bei höherer Geschwindigkeit. Bei weiter entfernten oder schräg einfahrenden Fahrzeugen sinkt die Erkennungsrate naturgemäß. Nachts wird das wegen der Blendung der Scheinwerfer zunehmend unmöglich und in lichtarmer Umgebung bleiben Aufnahmen gerade mit Polfilter sehr dunkel. Die Innenraumkamera setzt auf Fischaugenoptik, um einen möglichst großen Sichtbereich abzudecken. Dadurch werden Armaturenbrett, Fahrer, Beifahrer und die Bereiche vor den Seitenscheiben gleichzeitig erfasst. Die Bildmitte bleibt scharf, zu den Rändern hin sind deutliche Verzerrungen sichtbar. Dieser Nachteil wird durch den großen Blickwinkel der Kamera aber mehr als aufgewogen. Bei zu wenig Umgebungslicht schalten sich IR-LEDs zu und das Bild wechselt auf Schwarz-Weiß. Damit wird der Innenraum selbst bei fast vollständiger Dunkelheit noch recht scharf und detailliert abgebildet.

Etwas störend ist die lange Hochfahrzeit der Kamera. Rund 30 Sekunden vergehen vom Motorstart bis zur ersten Aufnahme – da kann theoretisch schon was passiert sein, das dann nicht aufgezeichnet wurde. In der Summe überzeugt die A329 S mit sehr hoher Videoqualität, besonders bei der Frontkamera.

Sonderfunktionen

Die A329 S bietet verschiedene Parküberwachungsmodi. Im Zeitraffer-Modus laufen dauerhaft Aufnahmen mit reduzierter Bildrate, im ereignisgesteuerten Modus wacht der G-Sensor über Erschütterungen und zeichnet jeweils einige Sekunden vor und nach dem Ereignis in voller Qualität auf. Ein Hybridmodus kombiniert beide Ansätze, um lange Standzeiten und konkrete Vorfälle gleichzeitig abzudecken. Das funktioniert aber nur zusammen mit dem HK4-Hardwire-Kit, das die Kamera bei abgeschalteter Zündung weiter mit Strom versorgt. Sobald der Motor aus ist, wechselt das System dann auf Wunsch in den gewählten Parkmodus. Sinkt die Bordspannung unter den eingestellten Wert, trennt das Kit die Stromversorgung, damit die Batterie des Fahrzeugs nicht tiefenentladen wird und es startbar bleibt.

Darüber hinaus unterstützt die A329 S Sprachbefehle, etwa zum Auslösen von Fotos oder Sperren von Videos. Die Zuverlässigkeit war im Test grundsätzlich gut, aber nicht perfekt. Gerade bei geöffnetem Fenster oder lauter Musik sollte man daher lieber zur Bluetooth Remote greifen. Eine Besonderheit ist die Unterstützung externer SSDs bis 4 TB. Damit lässt sich die übliche Begrenzung durch Speicherkarten deutlich ausweiten, was bei drei Kameras und hoher Bitrate tatsächlich praxisrelevant ist. Anders als einige Konkurrenzsysteme bietet die Viofo A329 S weder Cloud-Speicher noch Live-Zugriff über das Mobilfunknetz. Wer sein Fahrzeug aus der Ferne überwachen möchte, muss auf andere Lösungen ausweichen oder mit rein lokaler Aufzeichnung leben.

Achtung Datenschutz: Die Kamera sollte in Deutschland so eingestellt sein, dass sie am besten alle 30 Sekunden Aufnahmen wieder überschreibt, sofern sie nicht durch G-Sensor oder manuell gesichert werden. Der Parkmodus darf eigentlich nur im ereignisbasierten Modus verwendet werden – alles andere gilt als anlasslose Aufzeichnung öffentlichen Raums und ist Datenschutz-rechtlich verboten.

Akku

Die Viofo A329 S verwendet keine klassische Lithium-Ionen-Batterie, sondern interne Kondensatoren. Diese stellen sicher, dass laufende Dateien bei einem Stromausfall sauber gespeichert werden. Dann schaltet die Kamera nach Stromtrennung wenige Sekunden später ab. Für den Parkmodus ist die Stromversorgung daher zwingend über dauerhaften 12-Volt-Anschluss oder das optionale Hardwire Kit notwendig.

Preis

Für die Viofo A329 S gibt es keine UVP für Deutschland. Laut Geizhals liegt der Straßenpreis der A329 S 2CH (Front- und Heckkamera) aktuell bei 360 Euro, die 3CH-Version (Front-, Heck- und Innenraumkamera) bei 450 Euro. Die Frontkamera alleine gibt es ab 310 Euro (Stand: 01/2026). Die hier zusätzlich betrachteten Komponenten schlagen separat zu Buche. Der Wireless Bluetooth Remote Button BTR200 liegt bei etwa 20 Euro, der (im Lieferumfang enthaltene) CPL-Filter für die Frontkamera kostet je nach Händler ebenfalls rund 20 Euro. Gleiches gilt für den speziellen CPL-Filter für die Heckkamera. Das HK4-Hardwire-Kit wird im Fachhandel mit etwa 25 Euro geführt.

Fazit

Die Viofo A329 S positioniert sich klar in der Oberklasse der Dashcams – sowohl bei Bildqualität als auch beim Preis. Frontkamera mit 4K-Auflösung, zwei zusätzliche 2K-Kanäle, Wi-Fi 6 und Unterstützung für externe SSD schaffen ein sehr leistungsfähiges Paket. Bei der Bildqualität sehen wir die A329 S derzeit insgesamt an der Spitze der Systeme mit drei Kameras, insbesondere mit Blick auf die Frontaufnahmen bei Tag und Nacht.

Im Alltag überzeugen außerdem die flexible App mit vielen sinnvollen Einstellmöglichkeiten und der gute Parkmodus. Der funktioniert allerdings leider nur mit dem HK4-Hardwire-Kit, bietet dann aber zugleich auch Schutz für die Fahrzeugbatterie. Bluetooth Remote und CPL-Filter erhöhen den Nutzwert deutlich: Wichtige Szenen lassen sich mit einem Knopfdruck sichern, Reflexionen an der Frontscheibe werden sichtbar reduziert.

Nachteile gibt es aber auch. Die Montage mit Hardwire Kit und Heckkamera ist deutlich aufwendiger als bei einfachen Lösungen. Das relativ dicke Kabel und das Problem von vereinzelt nachlassende Klebepads im Sommer bei hastiger Installation erfordern Geduld und Sorgfalt bei Anbringung. Außerdem fehlen moderne Cloud-Funktionen und Assistenzsysteme, die einige Wettbewerber in ähnlichen Preisregionen anbieten – wie wichtig die einem sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bleibt noch der Preis: Je nach Ausstattung bis 500 Euro sind eine Menge Geld, das dürfte nicht wenige Interessenten abschrecken. Für Nutzer mit weniger Ansprüchen an Bildqualität, Anzahl der Kameras und Bedienkomfort gibt es deutlich günstigere Alternativen, die in vielen Alltagsszenarien ausreichen.



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Börsenwert: Nvidia ist wertvollstes Unternehmen, SAP sackt ab


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Trotz der anhaltend schwierigen politischen und konjunkturellen Lage: Die wertvollsten Unternehmen der Welt haben im Laufe des vergangenen Jahres massiv an Wert gewonnen. Der Börsenwert der 100 teuersten Konzerne stieg binnen eines Jahres um 23 Prozent beziehungsweise zehn Billionen US-Dollar und kletterte auf den neuen Rekordwert von 54,4 Billionen US-Dollar (Stichtag 31.12.2025). Zu diesem Resultat gelangt die halbjährlich von der Beratungsgesellschaft EY durchgeführte Analyse zur Marktkapitalisierung der weltweit kostspieligsten Konzerne.

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„Das Jahr 2025 stand an den Weltbörsen ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz“, kommentierte EYs Deutschlandchef Henrik Ahlers die Ergebnisse der jüngsten Auswertung. Die Euphorie rund um neue KI-Anwendungen und -Geschäftsmodelle habe weltweit für kräftige Kursgewinne gesorgt. Von diesen profitierten vornehmlich Unternehmen in den USA und Asien. Unter den acht Konzernen mit den größten Wertzuwächsen in den Top 100 befänden sich ausschließlich Tech-Giganten aus diesen beiden Regionen. „Europa hingegen spielt im aktuellen KI-Rennen nur eine Nebenrolle – einmal mehr droht der Anschluss bei einer Schlüsseltechnologie verloren zu gehen“, warnt der Berater.

Infolge der KI-Welle verfestigte sich die Dominanz der Tech-Branche im Allgemeinen und der US-Konzerne im Speziellen. So stieg die Zahl der Technologieunternehmen unter den Top 100 im vergangenen Jahr von 24 auf 27. Ihr Gesamtwert legte um 34 Prozent zu. Klarer Spitzenreiter waren die USA, wo 20 der 27 Tech-Konzerne ihren Sitz haben. Fünf stammen aus Asien, gerade einmal zwei sind in Europa beheimatet.

Das wertvollste Unternehmen der Welt war zum Jahresende Nvidia, dessen Marktkapitalisierung im Jahresverlauf um 38 Prozent auf 4,5 Billionen US-Dollar stieg. Der Chip-Hersteller, der zwischenzeitlich sogar über fünf Billionen US-Dollar wert war, konnte sich in puncto Marktkapitalisierung um beachtliche 500 Milliarden US-Dollar von dem vorjährigen Spitzenreiter Apple (Wert: 4 Billionen US-Dollar) absetzen. Der kalifornische iPhone-Konzern, der über Jahre das Ranking der wertvollsten Unternehmen dominierte, verlor angesichts der undeutlichen KI-Strategie in den Augen der Börsianer an Strahlkraft.

Alphabet surfte indes auf der KI-Welle und verbesserte den Börsenwert im Jahresvergleich um fast 1,5 Billionen Dollar auf 3,8 Billionen US-Dollar. Googles Mutterholding überholte damit Microsoft, dessen Bewertung um 460 Millionen US-Dollar auf 3,6 Billionen US-Dollar anstieg. Auf den Plätzen fünf, sechs und sieben werden Amazon (2,5 Billionen US-Dollar, plus 7 Prozent), Meta (1,7 Billionen US-Dollar, plus 12,5 Prozent) und Broadcom (1,6 Billionen US-Dollar, plus 51 Prozent) gelistet. Erst auf Rang acht folgt mit der Saudi Arabian Oil Company (1,5 Billionen US-Dollar, minus 15 Prozent) das erste Unternehmen außerhalb der USA.

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Wertvollster europäischer Konzern im aktuellen Ranking wurde die ASML Holding auf Platz 24 mit fast 419 Milliarden US-Dollar Börsenwert. Der niederländische Hersteller von Lithographiesysteme für Halbleiterproduktion ließ damit das wertvollste deutsche Unternehmen – SAP – um 21 Plätze hinter sich. Die Softwareschmiede aus Walldorf konnte im Jahresvergleich nicht an Wert gewinnen und wurde in Folge mit der Bewertung von 285 Milliarden US-Dollar in der Liste um dreizehn Plätze auf Rang 45 nach hinten gereicht. Den zur Jahresmitte erreichten Rang (27) und Wert (354 Milliarden US-Dollar) konnte SAP jedenfalls nicht halten.

Ansonsten sind aus Deutschland nur Siemens (Rang 73, 218 Milliarden US-Dollar) und die Allianz (Rang 98, 174 Milliarden US-Dollar) unter den Top 100 vertreten. Im Unterschied zur Tochterfirma T-Mobile US (Rang 72, 227 Milliarden US-Dollar) verlor die Deutsche Telekom (Rang: 123, 154 Milliarden US-Dollar) ihren Top-100-Listenplatz.

Dass Europa und Deutschland in Sachen Börse weiterhin nur die Zuschauerrolle bleibt, zeigen zwei weitere Zahlen der aktuellen EY-Analyse. Von der gesamten Marktkapitalisierung der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt entfallen 76 Prozent beziehungsweise 41,5 Billionen Dollar auf nordamerikanische Unternehmen, 15 Prozent (8 Milliarden Dollar) auf asiatische Unternehmen und acht Prozent (4,4 Billionen Dollar) auf europäische Unternehmen. Top-100-Spitzenreiter Nvidia war Ende 2025 allein fast doppelt so viel wert wie alle DAX-40-Unternehmen zusammen, deren kumulierter Börsenwert bei 2,5 Billionen Dollar lag.


(axk)



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Sony Honda Mobility zeigt serienreifen Afeela 1 und ein neues Modell


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Das erste Elektroauto von Sony Honda Mobility (SHM) soll in absehbarer Zeit auf den Markt kommen. Das hat das japanische Unternehmen auf der Elektronikmesse CES angekündigt. Ein zweites Modell ist zudem bereits in Arbeit.

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Afeela 1 wurde im vergangenen Jahr auf der CES vorgestellt. In diesem Jahr präsentieren die Japaner ein Vorserienmodell des Elektroautos, das dem Konzept aus dem Vorjahr sehr ähnlich sieht.

Im Herbst habe Honda die Testproduktion im Werk in East Liberty im US-Bundesstaat Ohio aufgenommen, teilte SHM mit. Derzeit wird der Start der Serienproduktion vorbereitet. SHM will die ersten Fahrzeuge in diesem Jahr ausliefern.

Die ersten Fahrzeuge sollen Kunden in Kalifornien bekommen. 2027 will SHM auch nach Arizona sowie in Japan liefern. Japan ist für das erste Halbjahr geplant.

Afeela 1 ist eine 4,9 Meter lange Limousine mit Coupé-Heck. Angetrieben wird sie von zwei Motoren mit einer Leistung von jeweils 180 Kilowatt an der Vorder- und der Hinterachse. Den Fahrstrom liefert ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 91 Kilowattstunden. Mit einer Ladung soll das Fahrzeug etwa 480 Kilometer weit kommen. Geladen wird mit maximal 150 Kilowatt.

In dem Fahrzeug sind 40 Sensoren verbaut, darunter Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren sowie ein Lidar. Damit soll das Auto automatisiert (Level 3) fahren. Außerdem ist in dem Auto eine Playstation 5 integriert.

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SHM bietet den Afeela 1 in zwei Varianten an: Signature für einen Basispreis von 103.000 US-Dollar und Origin für 90.000 US-Dollar. Worin sie sich unterscheiden, ist noch nicht bekannt. Zuerst will der Hersteller die teurere Variante ausliefern, und zwar Ende dieses Jahres. Origin soll dann Anfang 2027 folgen.

Zudem hat SHM auf der CES ein zweites Model mit der Bezeichnung Prototype 2026 vorgestellt, ein Crossover-SUV. Details dazu hat SHM keine genannt, lediglich, dass das Auto auf dem Konzept des Afeela 1 aufbaue. 2028 soll das Fahrzeug auf den Markt kommen.

Hinweis: heise online ist Medienpartner der CES 2026.


(wpl)



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