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Snapdragon 8 Elite Gen 5: Qualcomm hat mit Oryon 3 den schnellsten Smartphone-Chip


Qualcomm führt mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 die dritte Generation der eigens entwickelten Oryon-CPU-Kerne ein und stellt damit den nach eigener Aussage derzeit schnellsten Smartphone-Chip. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 hat aber noch weitaus mehr zu bieten. Schon in den kommenden Tagen sollen die ersten Smartphones folgen.

Warum Snapdragon 8 Elite Gen 5?

Nach der ersten Generation Oryon noch speziell für die Notebook-Chips von Qualcomm und der zweiten Generation im Snapdragon 8 Elite sind die Chip-Designer aus San Diego bei der zwischenzeitlich dritten Generation der eigens entwickelten CPU-Kerne angekommen, die ihre Premiere im Snapdragon 8 Elite Gen 5 feiern. Warum der Chip genau so heißt, hat Qualcomm bereits vor der Hausmesse „Snapdragon Summit“ erläutert. Es handelt sich um die „Gen 5“ im Premiumsegment der „8 Series“.

Design mit Prime- und Performance-Cores

Hinter der CPU-Eigenentwicklung steckt erneut das 2021 von Qualcomm übernommene Nuvia-Team, das auch dieses Mal an dem letztes Jahr erstmals eingeführten All-Big-Core-Design für Smartphones festhält. Qualcomm vertraut bei dem diesjährigen Design erneut auf zwei Prime-Cores und sechs Performance-Cores, die derart breit bei Leistung und Effizienz skalieren, dass klassische Efficiency-Cores nicht benötigt werden. Diesen Ansatz verfolgen derzeit auch Arm und MediaTek mit dem Dimensity 9500.

Der Maximaltakt steigt auf bis zu 4,6 GHz

Qualcomm dreht für den Snapdragon 8 Elite Gen 5 abermals an der Taktschraube und liefert Maximalfrequenzen, die im Smartphone-Segment bislang nicht üblich waren. Die Prime-Cores des neuen Chips können mit bis zu 4,6 GHz takten – ein Plus von 280 MHz zum Snapdragon 8 Elite. Den Performance-Cores spendiert Qualcomm ein Plus von 90 MHz auf jetzt bis zu 3,62 GHz. Selbst das sind noch 320 MHz mehr, als vor zwei Jahren beim Snapdragon 8 Gen 3 der Prime-Core auf Basis des Arm Cortex-X4 erreichen konnte.

Die schnellste CPU in einem Smartphone-Chip

Nichts weniger als die weltweit schnellste CPU in einem Smartphone-Chip und das damit derzeit schnellste Smartphone-SoC überhaupt will Qualcomm mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 auf die Beine gestellt haben. Das Unternehmen gibt das Leistungsplus der CPU mit 20 Prozent (Single-Thread) und 17 Prozent (Multi-Thread) im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite an. Zugleich soll die CPU bis zu 35 Prozent effizienter sein und das SoC im Ganzen betrachtet 16 Prozent weniger verbrauchen. Qualcomm vertraut für die Fertigung erneut auf TSMC und setzt dort auf den neuesten 3-nm-Prozess N3P, der auf N3B und N3E folgt. Auch Apple und MediaTek setzen bei ihren aktuellen Lösungen auf diese Fertigungsstufe.

Snapdragon 8 Elite Gen 5 Snapdragon8EliteGen5
Snapdragon 8 Elite Gen 5 Snapdragon8EliteGen5 (Bild: Qualcomm)

Hardware Matrix Acceleration hält Einzug

Wie Qualcomm diese Steigerung im Detail erreicht hat und welche Veränderungen an der Mikroarchitektur notwendig waren, dazu wird sich das Unternehmen im Laufe des Snapdragon Summits aller Wahrscheinlichkeit nach weiter äußern. Bekannt ist, dass Qualcomm auf der CPU jetzt auch „hardware matrix acceleration“ unterstützt und somit gewisse KI-Workloads direkt auf der CPU ausführen kann. Dies geschehe im Zusammenspiel mit der dedizierten Hexagon-NPU, erklärte Qualcomm im Vorfeld.

Qualcomm wechselt zur Armv9-A-Architektur

Das klingt stark danach, als unterstützte Qualcomm mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 respektive der dritten Oryon-Generation jetzt auch die Scalable Matrix Extension (SME) der Armv9.x-Architektur. Im Gespräch mit der Redaktion erklärten Entwickler, dass SVE2 (Scalable Vector Extension) und SME unterstützt werden. Snapdragon X (Oryon 1) für Notebooks und Snapdragon 8 Elite (Oryon 2) für Smartphones sind noch Designs auf Basis der Armv8.x Instruction Set Architecture (ISA) und kommen deshalb ohne SME aus. Folgende Erklärung zu SME2 stammt aus der ComputerBase-Berichterstattung zur Arm Lumex CSS Platform.

SME2 ist eine Erweiterung der Armv9-A-Architektur und wurde entwickelt, um den Prozessor bei genau der Art von Rechenarbeit deutlich schneller zu machen, die in KI, Machine Learning, Bild- und Audiosignalverarbeitung ständig vorkommt – nämlich große Matrizen von Zahlen zu verschieben, zu multiplizieren und zu addieren. Die SME2-Einheit ermöglicht dem Prozessor, ganze Blöcke von Zahlen gleichzeitig zu verarbeiten, anstatt bei Matrizen viele kleine Schritte nacheinander auszuführen. Das steigert die Leistung in Bereichen wie Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder Textzusammenfassung und reduziert zugleich den Stromverbrauch, weil weniger Daten unnötig hin- und hergeschoben werden müssen.

Arm hatte zuvor die Scalable Vector Extension (SVE) und SVE2 eingeführt, die Vektorregister variabler Länge bieten. SME2 erweitert dieses Prinzip auf Matrixregister – man kann dadurch ganze 2D-Blöcke von Daten direkt in der CPU verarbeiten.

12 MB L2-Cache pro Cluster

Da SME(2) auch in geläufigen CPU-Benchmarks wie (ab) dem Geekbench 6.3 und neuer verwendet wird, dürfte der Snapdragon 8 Elite Gen 5 auch in diesen synthetischen Tests einen großen Zugewinn erfahren. Zum Leistungsplus beitragen sollen neben den hohen Taktraten und Matrixregistern auch große Caches mit besonders niedriger Latenz, wie Qualcomm das Merkmal kurz umschreibt. Im Gespräch mit Qualcomm ließ sich in Erfahrung bringen, dass erneut 12 MB L2-Cache pro Prime- und Performance-Cluster zur Verfügung stehen. Die L1-Caches sollen sich erneut auf 192 KB (Prime) und 128 KB (Performance) pro Kern belaufen.

Hexagon-NPU erhält deutlich mehr Beschleuniger

Während Arm KI-Workloads in erster Linie auf CPU und GPU propagiert, setzt Qualcomm auch dieses Jahr wieder auf eine dedizierte Hexagon-NPU aus Eigenentwicklung, die 37 Prozent schneller als der Vorgänger sei. Dafür stockt Qualcomm erneut die Anzahl der Beschleuniger auf, wobei für Skalare mit 12 Kernen nun 50 Prozent und für Vektor-Operationen mit 8 Kernen nun ein Drittel mehr zur Verfügung stehen. Damit hat sich deren Anzahl seit dem vor zwei Jahren vorgestellten Snapdragon 8 Gen 3 verdoppelt. Die Hexagon-NPU verfügt darüber hinaus wieder über einen Tensor-Beschleuniger.

Neue Formate auch für den Sensing Hub

Neben INT4, INT8, INT16 und FP16 unterstützt die NPU INT2 und FP8. Die NPU soll aber nicht nur schneller geworden sein, sondern auch eine 16 Prozent höhere Leistung pro Watt aufweisen.

Zu den KI-Fähigkeiten des Snapdragon 8 Elite Gen 5 gehört zudem erneut der Sensing Hub für stromsparend ausgeführte Always-on-Funktionen, die zum Beispiel digitale Assistenten wie den von Google betreffen, der etwa auf einen Sprachbefehl des Anwenders oder einen visuellen Input über die Kameras wartet. Im Sensing Hub sitzen dafür zwei Micro-NPUs, zwei Always-Sensing-ISPs (Bildprozessoren), ein DSP und dedizierter Speicher. Die Micro-NPUs unterstützten diesmal nicht nur INT4, sondern auch INT8 und INT16.

Adreno-GPU mit 23 Prozent mehr Leistung

In puncto GPU-Leistung stand Qualcomm bereits mit dem Snapdragon 8 Elite an der Spitze, die Adreno-GPU des Snapdragon 8 Elite Gen 5 liefere Qualcomm zufolge nochmals 23 Prozent mehr Leistung und verbraucht parallel dazu 20 Prozent weniger.

Sliced-Architektur mit 1,2 GHz

Das Unternehmen setzt die letzten Jahr eingeführte Sliced-Architektur fort, bei der sich die GPU aus physisch voneinander getrennten Abschnitten (Slices) mit jeweils eigenen Compute Units zusammensetzt, anstatt eine große monolithische GPU zu nutzen. Eine Sliced-Architektur erlaubt in der Theorie ein besseres Ressourcenmanagement und ermöglicht laut Qualcomm auch höhere Taktraten. Die neue Adreno-GPU arbeitet mit bis zu 1,2 GHz pro Slice, nachdem die Adreno des Vorgängers auf 1,1 GHz kam und die Adreno 750 vor zwei Jahren noch mit 903 MHz arbeitete.

Eigener GPU-Speicher wächst auf 18 MB

Neben großen L1- und L2-Caches für die CPU setzt Qualcomm auch aufseiten der GPU wieder großzügig auf dedizierten Speicher, um die DRAM-Zugriffe zu reduzieren, was Leistung und Effizienz zugutekommt. Der Adreno-GPU stehen neuerdings 18 MB anstelle von 12 MB dedizierter Speicher mit Anbindung an jeden der drei Slices zur Verfügung.

Snapdragon 8 Elite Gen 5
Snapdragon 8 Elite Gen 5 (Bild: Qualcomm)

Mesh Shading soll in modernen Spielen helfen

Mit der neuen GPU-Generation unterstützt Qualcomm außerdem das Mesh Shading, eine moderne Technik in GPUs, die Vertex- und Geometry-Shader ersetzen kann. Statt jeden Eckpunkt einzeln zu bearbeiten, werden sogenannte „Meshlets“ genutzt, kleine Gruppen aus Dreiecken und Punkten. Diese Meshlets können direkt auf der GPU gefiltert, sortiert oder verworfen werden, bevor sie gerastert werden. Dadurch wird unnötige Arbeit vermieden, zum Beispiel wenn Objekte außerhalb des Sichtfelds liegen. Ein optionaler Task Shader entscheidet zusätzlich, welche Meshlets überhaupt verarbeitet werden. Das Ergebnis ist mehr Leistung, weniger Speicherlast und bessere Skalierbarkeit, besonders bei großen, detailreichen Szenen wie in modernen Spielen.

Bildprozessor mit direkter NPU-Anbindung

Der Bildprozessor (ISP) des Snapdragon 8 Elite Gen 5 stellt eine Weiterentwicklung des sogenannten „AI-ISP“ des letzten Jahres dar. Darunter versteht Qualcomm einen ISP mit einer direkten Anbindung namens „Hexagon Direct Link“ an die NPU. Flossen die Rohdaten der Kamerasensoren bislang zunächst in den ISP und wurden zur Nachbearbeitung an die NPU übergeben, kann diese nun auch direkt auf die Rohdaten der Sensoren zugreifen.

Der Rohdatendurchsatz liegt unverändert bei 4,3 Gigapixel/s und im latenzfreien Zero-Shutter-Lag-Modus (ZSL) können parallel drei Sensoren mit 48 MP ausgelesen werden. Bei einer einzelnen Kamera liegt das ZSL-Maximum erneut bei 108 MP, ohne ZSL darf ein Sensor bis zu 320 MP aufweisen. Im Videomodus sollen in Echtzeit AI-gestützte Optimierungen bei einer Auflösung von bis zu 4K60 möglich sein. Der Videomodus selbst bleibt bei bis zu 8K30, 4K120 oder 2K480. Bei den HDR-Formaten sind erneut HDR10+, HDR10, HLG und Dolby Vision zugegen.

Snapdragon 8 Elite Gen 5
Snapdragon 8 Elite Gen 5 (Bild: Qualcomm)

Unterstützung für Advanced Professional Video

Aufseiten der Codecs ist die größte Neuerung dieses Jahr der Advanced Professional Video (APV) Codec, den Qualcomm als erster Chip-Hersteller für Smartphones unterstützt. Dabei handelt es sich um einen intermediären Lossless-Codec, der für die semiprofessionelle Videoproduktion vorgesehen ist. Der Codec wird aktuell unter anderem von Android 16, Blackmagic Design DaVinci Resolve und FFmpeg unterstützt.

Mobilfunkverbindungen werden über das integrierte Snapdragon-X85-Modem abgewickelt. Das X85 ist nach 3GPP Release 17 und 18 spezifiziert und unterstützt 5G Advanced als Zwischenschritt auf dem Weg von 5G zu 6G. Nach zuvor bis zu 10 Gbit/s im Downlink beim Snapdragon X80 unterstützt das X85 jetzt bis zu 12,5 Gbit/s im Downlink. Beachtet werden muss dabei stets, dass für diese Rekorde sehr viel Spektrum für mehr Bandbreite zusammengelegt werden muss, was in der Praxis aber nicht in allen Mobilfunknetzen anzutreffen ist. Außerdem wird für die höchsten Ergebnisse das Millimeterwellenspektrum (mmWave) benötigt, das in Deutschland nicht in den öffentlichen Mobilfunknetzen angeboten wird.

400 MHz Bandbreite im Sub-6-GHz-Spektrum

Rein auf das sogenannte Sub-6-GHz-Spektrum beschränkt, das auch hierzulande zum Einsatz kommt, lassen sich mit dem Snapdragon X85 maximal 400 MHz Bandbreite verteilt über sechs Frequenzblöcke (6CA) aggregieren. Im 5G-Uplink liegt das Maximum des neuen Modems bei 3,7 Gbit/s. Auch das sind allerdings Angaben von theoretischer Natur, keinem einzigen deutschen Anbieter stehen 400 MHz zur Verfügung.

FastConnect 7900 für Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und UWB

Einher geht mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 der Support für die Anbindung des FastConnect 7900, also des aktuellen Wi-Fi-Chips von Qualcomm. Diesen zeigt der Konzern auf Blockdiagrammen häufig als Teils des SoCs, es handelt sich aber um eine eigenständige Lösung, die auch mit älteren SoCs kombiniert werden kann. Der FastConnect 7900 ist ein High-End-Chipsatz für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Qualcomm integriert auch UWB für Ultra-Breitband-Verbindungen. Somit müssen Hersteller von Smartphones lediglich einen Chip verbauen, um drei Standards abzudecken. Die Wahl alternativer Lösungen bleibt bestehen.

Erste Smartphones in den nächsten Tagen

Erste Smartphones mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 sollen Qualcomm zufolge bereits in den kommenden Tagen angekündigt werden. Das Unternehmen nennt außerdem Asus, Honor, iQOO, Nubia, OnePlus, Oppo, Poco, Realme, Redmi, Redmagic, Samsung, Sony, Vivo, Xiaomi und ZTE als künftige Abnehmer des Snapdragon 8 Elite Gen 5.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Qualcomm im Vorfeld und im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers auf Maui unter NDA erhalten. Die Kosten für Anreise, Abreise und vier Hotelübernachtungen wurden von dem Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers auf die oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Höchste DRAM-Preise: Auch Micron verdient in Kürze mehr mit DRAM als mit HBM


Höchste DRAM-Preise: Auch Micron verdient in Kürze mehr mit DRAM als mit HBM

Bild: Micron

Micron war stets sehr transparent und offen, was die hohen Kosten von HBM angeht. Diese führen nun dazu, dass der Hersteller mit DRAM schon bald mehr Gewinn einfährt. Zwar ist HBM pro Gigabyte immer noch deutlich teurer, beim drei- bis vierfachen Wafereinsatz geht die Rechnung am Ende zugunsten DRAMs auf.

Die zum Teil bereits vervierfachten Preise bei Speichermodulen im Einzelhandel lassen Speicherhersteller frohlocken. Die anvisierten Gewinnmargen werden noch einmal deutlich steigen und zu Beginn des neuen Jahres neue Rekordwerte zeigen. Dass diese am Ende sogar höher liegt als bei HBM, dem bisher ein rund achtfach so hoher Preis nachgesagt wurde, liegt an des ungleich komplizierterer Fertigung und dem Aufwand.

Micron war zuletzt stets sehr transparent zu technischen Gegebenheiten von HBM. Der Hersteller erklärte, dass HBM3E ungefähr die dreifache Wafermenge pro Bit gegenüber „D5“, also DDR5-Speicherchips, benötige, bei aber rund einem achtfach so hohen Preis wie DRAM war es bisher jedoch das bessere Geschäft.

HBM3E consumes three times the amount of silicon compared to D5 to produce the same number of bits. Looking ahead, we expect the trade ratio to increase with HBM4, and then again with HBM4E when we expect it to exceed 4 to 1. This sustained and significant increase in silicon intensity for the foreseeable future contributes to tightness for industry leading edge node supply and constrains capacity for non-HBM products.

Micron

Mit DRAM nun aber vier Mal so teuer wie zuvor und HBM4(E) auf dem Weg zu einem vierfach so hohen Waferverbrauch ist, kippt diese Rechnung ganz schnell in Richtung DRAM zurück. HBM4 übernimmt zur Mitte des kommenden Jahres und auch der HBM-Anteil an Microns Gesamtproduktion steigt, die Marge steigt dann laut neuesten Meldungen für Micron im DRAM-Bereich aber noch einmal an, während sie bei HBM etwas zurückgeht.

Zuletzt wurden bei den großen Herstellern vermehrt Gerüchte laut, dass sie die Produktion von DRAM wieder etwas mehr in den Fokus rücken würden. Offiziell bestätigen Hersteller so etwas nicht, Aufrüstungen bisheriger Anlagen und zusätzliche Kapazitätserweiterungen sollen jedoch nicht mehr nahezu ausschließlich HBM zur Verfügung stehen, sondern auch DRAM – der Tenor war hier vor einem halben Jahr noch ein ganz anderer. Auch SK Hynix und vor allem Samsung erwarten höhere Gewinnmargen mit DRAM, die mit HBM vermutlich nicht erreicht werden.

Micron ist kürzlich aus dem direkten Consumer-Geschäft durch die Marke Crucial ausgestiegen, der Fokus rückt klar auf professionelle Produkte. Western Digital erklärte kürzlich, dass der Anteil an Produkten für das Datacenter nun bald 90 Prozent des Umsatzes ausmachen. Für DRAM-Fertiger, die Datenzentren ausrüsten, dürften die Zahlen in ähnliche Regionen vordringen.





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Mehr Leistung: Microsoft will Gaming-Performance von Windows 11 optimieren


Mehr Leistung: Microsoft will Gaming-Performance von Windows 11 optimieren

Bild: Microsoft

Microsoft will Windows 11 als Gaming-Plattform optimieren. Ein Punkt, der für Spieler besonders relevant ist: Generell soll die Performance steigen. Auf mehr Geräteklassen erweitern will man die Xbox Full Screen Experience (FSE), profitieren soll zudem auch noch die Arm-Plattform.

Was Microsoft für Windows 11 als Gaming-Plattform plant, kündigt der Konzern in einem Blog-Beitrag an. Speziell bei der Spiele-Leistung nennt man keine präzisen Kennziffern, die man erreichen will. Die Performance soll aber steigen, indem man den Workload von Hintergrundprozessen sowie das Power- und Energie-Management optimiert. Ansetzen will man zudem bei dem Graphics Stack, also der kompletten Grafik-Architektur in Windows, zu der etwa auch Schnittstellen wie DirectX zählen. Verbesserungen sind auch im Bereich der Treiber-Updates geplant.

Das Ziel ist also: Wenn Spiele laufen, sollen die im Hintergrund laufenden Prozesse verstärkt auf die Gaming-Leistung ausgelegt werden.

FSE für alle

Was sich scheinbar bemerkbar macht, sind die Entwicklungsfortschritte bei der Xbox-FSE-Oberfläche. Die wurde zunächst für Handhelds wie das ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X (Test) bereitgestellt. Unterstützt werden nicht nur mehr Handheld-Modelle, Microsoft will es für sämtliche Windows-11-Systeme bereitstellen. Nutzer von Desktops, Laptops oder 2-in-1-Systemen können es bereits über das Windows Insider Program testen.

Ausweiten will Microsoft den Support der auf Betriebssystemebene laufenden Upscaling-Technologie Auto Super Resolution (Auto SR). Die ist bislang als Vorschau nur auf Copilot+ PCs verfügbar, soll im nächsten Jahr aber auch auf das ROG Xbox Ally X kommen. Das Gerät verfügt ebenfalls über eine NPU, die Microsoft voraussetzt.

Mehr Spiele auf dem ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X unterstützen künftig die Shader-Preload-Technologie ASD unterstützen. Man arbeitet auch daran, das Shader-Preloading für weitere Geräte bereitzustellen.

Windows 11 Arm macht langsame Fortschritte

Schon 2025 wertet Microsoft mit Blick aufs Gaming als Plattform. Im Fokus standen die Neuerungen rund um die Handhelds ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X. Fortschritte gab es aber auch bei Windows 11 Arm. Geschraubt hat man etwa an der Kompatibilität des Prism-Emulators, damit sollen mehr x86-Spiele regulär unter Windows 11 Arm laufen – und das möglichst auch schneller.

Erhöht wurde auch die Spiele-Auswahl. Seit August ist es im Rahmen des Windows Insider Programs möglich, unter Windows 11 Arm Spiele direkt in der Xbox-PC-App herunterzuladen. Bis dato wurde zunächst nur das Cloud-Streaming unterstützt – der Abo-Dienst ist aber in der Spieleauswahl begrenzt und setzt zudem eine schnelle Internetanbindung voraus.

Weitere Details auf der GDC im März

Weitere Neuerungen will Microsoft bei der Game Developers Conference (GDC) im März ankündigen. Vieles geht aber jetzt schon in Richtung der überarbeiteten Xbox-Pläne, die sich derzeit abzeichnen.

  • Microsoft: Die nächste Xbox wird ein Windows-PC fürs Wohnzimmer



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Updater angreifbar: Notepad++ 8.8.9 sollte umgehend manuell installiert werden


Entwickler Don Ho hat Notepad++ 8.8.9 veröffentlicht. Die neue Version behebt eine schwerwiegende Sicherheitslücke und sollte daher umgehend installiert werden. Da sich die Schwachstelle in der Update-Funktion befindet, muss die Aktualisierung jedoch manuell erfolgen, um die Lücke sicher zu schließen.

Sicherheitslücke wird bereits ausgenutzt

Nach Angaben des Entwicklers liegt die Schwachstelle nicht direkt in Notepad++ begründet, sondern betrifft den von der Anwendung genutzten Updater WinGUp. Über diese Lücke können Angreifer den Aktualisierungsprozess manipulieren und über ein gefälschtes Update in Form von Malware schadhaften Code einschleusen, mit dem sensible Daten abgegriffen oder das gesamte System übernommen werden kann. Deshalb sollte Notepad++ 8.8.9 manuell und nicht über die in die Anwendung integrierte Update-Funktion installiert werden, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Lücke tatsächlich geschlossen wird.

Datenverkehr abgegriffen

Das Vorgehen, das bereits beobachtet und bestätigt wurde, basiert laut dem Sicherheitsexperten Kevin Beaumont auf einem Man-in-the-Middle-Angriff. Die Angreifer sollen dabei zudem in der Lage sein, den Datenverkehr zwischen der Update-Infrastruktur von Notepad++ und dem Zielsystem zu manipulieren und den Download auf eine andere Quelle umzuleiten. Selbst die Verwendung von HTTPS bietet in diesem Fall keinen ausreichenden Schutz. Durch diese Umstände sind die Angreifer in der Lage, Anwendern auch manipulierte Updates unterzuschieben, die die Schwachstelle nicht beseitigen und so den Eindruck erwecken, das System sei sicher, obwohl es weiterhin verwundbar bleibt.

Neue Sicherheitsmechanismen

Eigentlich sollte die Lücke bereits mit Version 8.8.8 behoben worden sein. Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage waren jedoch weitere Anpassungen nötig, da nicht sichergestellt werden konnte, dass die Schwachstelle auf infizierten Systemen tatsächlich beseitigt wurde oder von Angreifern absichtlich offen gehalten blieb. Mit dem neuen Update ist Notepad++ aber in der Lage, Signaturen und Zertifikate künftiger Updates strenger zu prüfen und die Aktualisierung abzubrechen, falls diese Überprüfung fehlschlägt. Außerdem werden seit Version 8.8.8 alle Downloads ausschließlich über github.com abgewickelt, was Angriffe erheblich erschwert und die Sicherheit erhöht, da Manipulationen dort wesentlich schwieriger unbemerkt möglich sind. Neue Versionen sollten daher ausschließlich von dieser Plattform heruntergeladen werden.

Unternehmen, die Notepad++ zentral verwalten und aktualisieren, könnten laut Beaumont erwägen, notepad-plus-plus.org zu blockieren oder den Prozess gup.exe vom Internetzugang auszuschließen, auch wenn dies mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist.

Opfer gezielt ausgesucht

Ho erklärte, dass die Untersuchungen zu der Schwachstelle weiterhin andauern. Beaumont zufolge wurde die Lücke bereits bei drei nicht näher genannten Organisationen „mit Interessen in Ostasien“ aktiv ausgenutzt. Für die Angriffe seien beträchtliche Ressourcen erforderlich gewesen, was darauf hindeutet, dass die Ziele gezielt ausgewählt wurden. Ebenso gezielt scheinen die Aktivitäten gewesen zu sein, die dem Anschein nach zur Ausspähung der Opfer dienten und vor rund zwei Monaten begonnen haben sollen. Beaumont betonte, dass den Entwickler selbst keine Schuld treffe, da die Schwachstelle auf die Funktionsweise des verwendeten Updaters zurückzuführen sei. Auf seinem Mastodon-Kanal will der Experte weitere Informationen veröffentlichen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Weiter Bugs beseitigt

Neben der Sicherheitslücke hat der Entwickler auch zahlreiche Fehlerkorrekturen vorgenommen und neue Funktionen integriert. So wurde die Code-Editor-Komponente Scintilla auf Version 5.5.8 aktualisiert, während die für lexikalische Analysen genutzte Bibliothek Lexilla nun in Version 5.4.6 vorliegt. Darüber hinaus können Anwender in Dokumenten künftig Zeilen nach ihrer Länge sortieren. Außerdem besteht nun die Möglichkeit, die Dateien „langs.xml“ und „stylers.xml“ der Benutzer anhand der entsprechenden XML-Modelldateien zu aktualisieren.

Ein Problem, das in der Vergangenheit zu Abstürzen beim Hashing großer Dateien mit SHA-256 geführt hatte, wurde ebenfalls beseitigt. Zudem wurde ein sich mit dem Update auf eine der letzten Version von Notepad++ eingeschlichener Fehler korrigiert, durch den die Funktion „Auswählen & Weiter suchen“ nicht korrekt arbeitete. Auch das gelegentliche Einfrieren beim Wechseln zwischen Registerkarten infolge der Perl-Funktionsliste wurde behoben. Gleiches gilt für die bislang falsche Umsetzung, bei der die horizontale Scrollmenge des Mausrads die Windows-Einstellung nicht berücksichtigt hatte. Darüber hinaus wurde eine fehlerhafte Skalierung der Systemschriftart unter Windows 7 korrigiert.

Eine komplette Über sicht der Änderungen und Neuerungen in Notepad++ 8.8.9 bieten die ausführlichen Release Notes.

Ab sofort verfügbar

Das korrigierte Notepad++ 8.8.9 steht ab sofort auf der Website des Entwicklers zum Download bereit. Alternativ kann die neue Version auch wie gewohnt über den Link am Ende der Meldung bequem aus dem Download-Bereich von ComputerBase geladen werden.

Downloads

  • Notepad++

    4,8 Sterne

    Notepad++ ist ein freier Editor, der äußerst viele Programmiersprachen unterstützt.



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