SOS aus der Kreativwirtschaft: Freelancer sucht Job. Dringend! › PAGE online
Wir haben schon öfter über die Plakatwand berichtet, die der Berliner Fotograf Darius Ramazani in Charlottenburg betreibt. Zurzeit ist darauf ein besonderer Hilferuf zu lesen und der stammt aus der Kreativwirtschaft, wo es Freelancer immer schwer haben.
75 Jahre Grundgesetz, Frauenrechte, Exit-Aufruf an Nazis und dazu wird immer auch Illustration präsentiert, auf Ausstellungen aufmerksam gemacht, auf Konzerte – oder das Seelsorgetelefon: Die Plakatwand des Berliner Fotografen Darius Ramazani ist besonders.
Direkt am Stuttgarter Platz gelegen, verbreitet er darauf engagierte Botschaften und setzt sich für ein Miteinander, für Initiativen und für Kultur ein.
Und wirft jetzt einen Blick auf die Kreativbranche. Denn zu lesen ist dort zurzeit die Stellenanzeige von Nicolas Höfer, Creative Art & Concept, wie zu lesen ist.
Höfer zählt McCann, Scholz&Friends, WundermanThompson oder die Jungen Helden zu seinen Kund:innen, hat Angela Merkel in Szene gesetzt, die Berliner Sparkasse oder Bose – und entwickelt gemeinsam mit Kreativdirektor Alf Frommer und mit Darius Ramazani immer wieder die Plakatkampagnen an dem Platz.
Kreative Zukunft
Die aktuelle Kampagne betrifft jetzt die eigene Szene, die Kreativwirtschaft.
Gestaltet ist die Stellenanzeige in Form eines LinkedIn-Posts. Mit einer echten Person, aber mit der Botschaft an alle, dass die Freelancer der Branche es gerade schwer haben. Sehr schwer. Dass mit Budgets, die verschwinden auch die Aufträge futsch sind und die Jobs immer rarer werden.
Wie viele Branchen auch, wirkt die schlechte Wirtschaftslage sich aus, gepaart mit KI. Schließlich ist längst bewiesen, dass am Ende doch nicht die Qualität zählt, sondern das Geld, und Auftraggebende, Unternehmen, Agenturen, Institutionen, mit Generiertem vorliebnehmen.
Darauf möchte die fiktive Stellenanzeige den Blick lenken.
Und umso besser wäre, wenn aus der Aufmerksamkeit, die ihr sicher ist, etwas entsteht. Das nicht nur klar wird, dass so irgendwann die Talente weg sind und, dass man sich, bevor das passiert, zusammenschließt und gemeinsam für bessere Zukunftsaussichten kämpft. Oder?