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Soundbar Samsung HW-Q990F im Test: 23 Lautsprecher sorgen für einen tollen Sound


Die HW-Q990F will mit 11.1.4-Kanälen, Dolby Atmos und vielem mehr Kino-Sound ins Wohnzimmer zaubern. Ob das gelingt, haben wir überprüft.

Samsungs 2025er-Soundbar-Flaggschiff HW-Q990F respektive HW-Q995GF (Made for Germany) kommt mit einem Subwoofer und zwei Rear-Boxen, die auch seitlich neben der Soundbar positioniert werden können. Die einzelnen Lautsprechergehäuse werden von der Soundbar per Funk angesteuert. Oft wird das als kabellos bezeichnet, was in der Praxis allerdings das Kabel zur Stromversorgung unterschlägt.

Die eigentliche Soundbar misst über 123 cm und ist damit etwas breiter als ein 55-Zoll-TV. Kein Wunder, wenn man die Anzahl der Lautsprecher betrachtet: Allein in der Soundbar sitzen 15 Stück, wovon zwei zur Seite, zwei nach schräg-vorn, neun nach vorn und zwei nach oben abstrahlen. Die Rear-Boxen bieten jeweils drei Lautsprecher, die nach vorn, schräg zur Seite sowie nach oben ausgerichtet sind. Und im Subwoofer sollen zwei Tieftöner für genügend Bassfundament sorgen. Insgesamt bietet die Anlage also 23 Lautsprecher. Damit will die HW-Q990F Dolby-Atmos-Kinosound ins Wohnzimmer zaubern. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.

Design und Verarbeitung

Die Soundbar HQ-Q990F respektive das für Deutschland unter der Bezeichnung HQ-Q990GF geführte Modell misst 123,2 × 7,08 × 13,8 cm (BxHxT) und wiegt 7,7 kg. Wer einen 55-Zoll-TV in einem Regal stehen hat, muss bedenken, dass die Soundbar auch zur Seite abstrahlt. Wird diese von einer Regalwand begrenzt, ist das nicht optimal. Die Lautsprecher der Soundbar wie auch die der 3,4 kg schweren Rear-Speaker mit Abmessungen von 13 × 20 × 14 cm (BxHxT) verstecken sich hinter einer durchlässigen Plastikabdeckung, die an den Seiten und vorn gepunktet ist, während die Oberseite der Soundbar von Längsstreifen durchsetzt ist. Farblich erscheint die Soundbar je nach Blickwinkel zwischen Dunkelgrau und hellem Schwarz. Samsung nennt die Lackierung Titanschwarz. Insgesamt weiß das Design zwar zu gefallen, löst aber keinen Wow-Effekt aus.

Der 11,7 kg schwere Subwoofer misst 24,9 × 25,2 × 24,9 cm (BxHxT) und beherbergt zwei 8-Zoll-Treiber. Seine glatte, schwarze Oberfläche passt vom Design her nicht ganz zur Soundbar und den Rear-Speakern mit geriffelten und gepunkteten Oberflächen. Sämtliche Komponenten sind einwandfrei verarbeitet, nichts knarzt und auch die Anschlussbuchsen sind stabil und lassen sich problemlos verkabeln.

Mit 23 Lautsprechern sorgt die Samsung-Soundbar HW-Q990F für ein beeindruckendes Sounderlebnis.

Anschlüsse und Ausstattung

An der Oberseite befinden sich Bedienelemente für Lauter/Leiser (+/–-Taste), für den Moduswechsel sowie zum Ein-/Ausschalten (Kreis). Zudem kann man dort noch das interne Mikrofon ein- und ausschalten sowie den Bluetooth-Pairing-Modus aktivieren (durchgestrichener Kreis).

An der Unterseite sitzt der Anschluss für das Stromkabel. Dort findet man auch einen optischen Toslink-Audioeingang sowie drei HDMI-Buchsen, wovon einer eARC unterstützt. Erfreulich: Alle drei unterstützen den HDMI-2.1-Standard mit Durchleitung von 4K-Signalen bei bis zu 120 Hz sowie VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode) für Gaming.

Leider unterstützt die HW-Q990F mit SBC nur den schlechtesten aller Bluetooth-Codecs.

Über Bluetooth ist auch eine Koppelung möglich, etwa mit dem Smartphone. Allerdings unterstützt Samsung nur den Standard-Codec SBC, der aber in puncto Soundqualität nicht zu den besten gehört. Wer von einer lokalen Quelle unkomprimierte Hi-Res-Audio-Dateien über Bluetooth abspielen möchte, wird daher enttäuscht sein, dass die Soundbar die dafür optimierten Codecs AAC, aptX, aptX-HD sowie LDAC nicht unterstützt. Auch den von Samsung selbst entwickelten Codec SSC unterstützt die Samsung-Soundbar nicht.

Eine Besonderheit in Kombination mit bestimmten Samsung-Fernsehern ist außerdem die Möglichkeit, die Soundbar per Funk mit dem TV zu verbinden. Zudem sorgt die Funktion Q-Symphony dafür, dass die Lautsprecher von Samsung-Fernsehern mitgenutzt werden können. Allerdings kommen dafür nur Samsung-Geräte ab 2021 infrage.

Die Samsung-Soundbar HW-Q990F kann mit dem integrierten Smartthings-Hub auch Smart-Home-Geräte steuern und mit Q-Symphony die Lautsprecher von bestimmten Samsung-TVs zur Erweiterung der Soundausgabe verwenden.

Ein Display gibt es auch, wobei es sich hierbei um eine LED-Laufschrift handelt, die an der Vorderseite nur wenige Buchstaben einblendet. Über die Info-Taste auf der Fernbedienung zeigt das Display etwa den aktuell aktiven Soundmodus an.

An Formaten verarbeitet die HW-Q900F neben Dolby Atmos und DTS:X, die sämtliche Lautsprecher der Anlage optimal ausnutzen, noch Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS und DTS-HD MA. Mit PCM-Audio lassen sich Surround-Tonformate mit 7.1-Kanal-Sound wiedergeben, und über den optischen Eingang unterstützt die Soundbar 5.1-Surround-Audioformate mit Dolby Digital und DTS sowie PCM 2.0.

Die LED-Laufschrift informiert über den aktuellen Soundmodus, wenn man auf der Fernbedienung die Info-Taste drückt.

Musik-Streaming bietet die Samsung-Soundbar nativ mit Spotify und Tidal Connect. Über Google Cast und Apple Airplay kann man auch Audiodaten von anderen Streamingdiensten auf der Soundbar ausgeben. Außerdem lässt sich die Soundbar in die Mehr-Raum-Streaming-Lösung Roon einbinden. Anders als die KEF Xio (Test folgt in Kürze) bietet die Samsung allerdings keinen direkten Zugriff auf einen im lokalen Netz installierten Medienserver.

Neben der Bedienung direkt am Gerät kann die Soundbar auch per Fernbedienung gesteuert werden. Das mitgelieferte Modell besteht aus Kunststoff, liegt gut in der Hand und bietet für alle wichtigen Funktionen eigene Tasten. Auch eine Steuerung per Sprache ist mittels Amazon Alexa und Google Assistant möglich.

Last but not least integriert die HW-Q900F auch einen Smartthings-Hub, mit dem man nicht nur Zigbee- und Thread-Geräte steuern kann, sondern auch als Repeater und als Backup für einen bestehenden Smartthings-Hub dienen kann. Somit wird das Smart-Home-Netzwerk insgesamt stabiler. Mehr zum Thema bietet auch unser Einzeltest der Smartthings-Lösung.

Aufbau, Inbetriebnahme und Steuerung im Alltag

Für die Inbetriebnahme und Steuerung der Samsung-Soundbar dient die Smartphone-App Smartthings, mit der sich nicht nur die Soundbar, sondern Tausende Smart-Home-Geräte steuern lassen. Für die Nutzung ist eine Registrierung erforderlich. Die Inbetriebnahme der Soundbar ist damit schnell erledigt. Eine Koppelung von Soundbar mit Rear-Lautsprechern und Subwoofer ist nicht erforderlich, da sie bereits ab Werk miteinander verbunden sind. Sollte die Verbindung verloren gehen, lassen sich die einzelnen Komponenten mithilfe der Smartthings-App erneut verbinden.

Zunächst haben wir die Soundbar mit unserem LG-TV per HDMI-Kabel über die eARC-Buchse verbunden. Doch damit wollte die am LG-TV angeschlossene Streaming-Box Fire TV Cube (Testbericht) keine Dolby-Formate ausgeben. Erst nachdem wir sie direkt an die Samsung-Soundbar angeschlossen hatten, gelang dies. Mit dem Apple TV 4K (Testbericht) arbeitet die Samsung-Soundbar über den Umweg LG-TV auf Anhieb zusammen. Das Gleiche gilt für das Zusammenspiel zwischen TV und Soundbar. So schaltet sich die Soundbar automatisch ein und aus, wenn man den Fernseher startet respektive ausschaltet. Über die TV-Fernbedienung lässt sich auch die Lautstärke steuern.

Die Rear-Boxen können auch neben dem Fernseher platziert werden. Dann muss man wegen der Abstrahlrichtung der in den Rear-Boxen verbauten Lautsprecher diese aber tauschen. Der rechte Rear-Lautsprecher muss links und der linke rechts neben dem TV platziert werden.

Typischerweise steht die Soundbar unter dem TV, der Subwoofer kann naturgemäß an beliebiger Stelle platziert werden, während die Rear-Boxen in der Regel hinter dem Sofa links und rechts platziert werden. Doch sollte das wegen dort fehlender Steckdosen oder Abstellgelegenheiten nicht möglich sein, erlaubt Samsung auch eine Positionierung links und rechts neben dem Fernseher. Dann muss man wegen der Abstrahlrichtung der in den Rear-Boxen verbauten Lautsprecher diese aber tauschen. Der rechte Rear-Lautsprecher muss links und der linke rechts neben dem TV platziert werden.

Die Netflix-Produktion Im Westen nix Neues bietet als einer von wenigen Filmen Unterstützung für Dolby Atmos.

Klangqualität

Um es kurz zu machen: Die HW-Q990F klingt fantastisch. Vor allem dann, wenn sie mit Dolby-Atmos-Material versorgt wird. Die Netflix-Produktion Im Westen nichts Neues setzt nicht nur die kriegerische Barbarei gekonnt in Szene, sondern das Erlebnis wird auch dank Dolby Atmos unvergesslich. Man fühlt sich mitten im Geschehen. Wenn das Thema nicht so traurig wäre, könnte man in Jubel ausbrechen – die Samsung-Soundbar HW-Q990F sorgt jedenfalls für Gänsehaut.

Die 11.1.4-Anlage mit 23 Lautsprechern inklusive Subwoofer erzeugt einen raumfüllenden 3D-Sound, der einem Kino-Erlebnis gleichkommt. Vor allem, wenn man die Funktion Spacefit-Ton Pro aktiviert hat. Damit wird die Akustik des Raumes mithilfe des eingebauten Mikrofons analysiert und die Soundausgabe optimiert. Auch die Option Adaptiver Ton trägt zu einer Verbesserung des Klangs bei.

Der kompakte Subwoofer liefert satte, differenzierte Bässe, ohne das Klangbild zu dominieren oder durch Verzerrungen zu beeinträchtigen. Auch in puncto Sprachverständlichkeit überzeugt die HW-Q990F. Menschliche Stimmen werden präzise und glasklar wiedergegeben. Wem das noch nicht genügt, kann für eine zusätzliche Verstärkung der Sprache die Option Aktiver Sprachverstärker Pro verwenden.

Auch wenn man die Rear-Boxen wie weiter oben beschrieben neben dem TV-Gerät positioniert hat, liefert die Anlage noch einen guten Raumklang, der allerdings nicht ganz an die Qualitäten bei optimaler Positionierung der Rear-Speaker im Rückraum heranreicht.

Insgesamt produziert die Samsung HW-Q990F ein ausgewogenes und dynamisches Klangbild, das bei höherer Lautstärke erhalten bleibt. Auch beim Hören von Stereo-Musik überzeugt die Anlage, wobei sie natürlich nicht mit leistungsfähigen Hi-Fi-Anlagen konkurriert. Bis auf audiophile Puristen dürften die meisten Hörer mit den Leistungen bei der Musikwiedergabe mehr als zufrieden sein. Vor allem dann, wenn man auf Dolby-Atmos-Musik zurückgreifen kann, wie sie viele Streaming-Dienste im Angebot haben. Der Unterschied zu Stereo ist wirklich frappierend und nicht minder beeindruckend als bei Filmen mit dieser Technik – Mittendrin, statt nur dabei.

Viele Streamingdienste bieten inzwischen auch Musik mit Dolby Atmos.

Preis

Während die Samsung-Soundbar HW-Q990F im Mai noch knapp 1500 Euro gekostet hat, ist sie inzwischen schon für 830 Euro erhältlich. Das baugleiche Modell HW-Q995GF, das speziell für den hiesigen Markt vorgesehen ist (Made for Germany) ist knapp 300 Euro teurer, bietet aber bis auf eine dreimonatige kostenlose Nutzung des Hi-Res-Streaming-Anbieters Qobuz keinen Mehrwert.

Wer eine günstigere Alternative sucht, kann auch zum Vorjahresmodell HW-Q995GD greifen, das kaum schlechter als die diesjährige Variante klingt und bereits ab 729 Euro erhältlich ist.

Fazit

Samsungs 2025er-Soundbar-Flaggschiff HW-Q990F überzeugt im Test mit einer tollen Klangqualität, Ausstattung und Bedienkomfort und setzt Maßstäbe im Soundbar-Segment. Mit ihrem raumfüllenden 3D-Sound sowie dem kompakten, aber potenten Subwoofer zaubert sie ein beeindruckendes Kino-Erlebnis ins Wohnzimmer. Auch die Klangqualität bei Musik weiß zu überzeugen. Unter den Soundbars mit Subwoofern gibt es aktuell kaum eine bessere. Erfreulich ist auch, dass der Preis von einst 1500 Euro auf aktuell knapp 830 Euro gefallen ist. Das ist zwar noch immer viel Geld. Doch das werden jene locker aufbringen, die nach dem Motto einkaufen: das Beste oder nichts.

Doch einige Kritikpunkte wollen wir nicht verschweigen: Die Bluetooth-Unterstützung auf Basis des SBC-Codecs ist für 2025 ein Armutszeugnis. Hier stehen deutlich bessere Alternativen parat. Anders als der Klang hat uns das Design nicht vom Hocker gerissen. Und einen Zugriff auf einen lokalen Medienserver hätten wir uns auch gewünscht.



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iX-Workshop: Spurensicherung nach M365-Angriff ‒ Protokolle gezielt auswerten


Hinter Business E-Mail Compromise (BEC) stehen zielgerichtete Angriffe, bei denen Cyberkriminelle die Identität von Führungskräften annehmen. Mit gefälschten E-Mails verleiten sie Angestellte dazu, Geld oder interne Daten zu versenden und so dem Unternehmen nachhaltig zu schaden.

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Im zweitägigen iX-Workshop M365 Forensik und Incident Response: Angriffe erkennen, eindämmen und forensisch untersuchen lernen Sie aktuelle Bedrohungen für Microsoft 365 kennen und erfahren, wie Sie mit BEC richtig umgehen, um die daraus folgenden Schäden zu minimieren. Ebenfalls erhalten Sie einen Einblick in das Mitre-Att&ck-Framework und den Security Incident Management Process.

Februar
25.02. – 26.02.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 28. Jan. 2026
Mai
20.05. – 21.05.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 22. Apr. 2026
August
05.08. – 06.08.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 08. Jul. 2026
November
11.11. – 12.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Okt. 2026

Mit einer praxisnahen BEC-Simulation werden Sie in diesem Workshop selbst zum Angreifer und lernen so die Vorgehensweise von Cyberkriminellen mit M365-Anwendungen kennen. Dabei übernehmen Sie ein Benutzerkonto und stehlen vertrauliche Daten, um sie für Phishing-Angriffe und Rechnungsbetrug zu verwenden.

Im nächsten Schritt übernehmen Sie die Rolle des Incident Responders und analysieren auf Grundlage der Ergebnisse die hinterlassenen Spuren. Dazu lernen Sie die Best Practices im Umgang mit den Protokollen von Microsoft 365 kennen. Nach dem Workshop können Sie Aktivitäten erkennen, fundiert interpretieren und konkrete, effektive Gegenmaßnahmen ableiten.

Ihre Referenten sind Moritz Oettle und Pascal Schohn aus dem Beratungsunternehmen HvS-Consulting GmbH. Als Head of Incident Response verfügt Oettle über langjährige Erfahrung und fundiertes Fachwissen in der Eindämmung und Bewältigung digitaler Angriffe. Cybersecurity-Consultant Pascal Schohn ist Experte für Identity Compromise in Microsoft-365-Anwendungen und unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung von Sicherheitsvorfällen in den Bereichen Ransomware und Identitätsdiebstahl.


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(ilk)



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DMA: Google droht hohe EU-Geldstrafe wegen Play Store


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Die Alphabet-Tochter Google steht in der EU wegen ihres Play-Stores weiter unter Druck: Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezugnahme auf mit der Sache vertrauten Personen berichtet, könnte dem Konzern eine saftige Geldstrafe drohen, wenn dieser nicht mehr unternehme, „die EU-Vorschriften zur Gewährleistung eines fairen Zugangs und Wettbewerbs“ in seinem hauseigenen Marktplatz für Android einzuhalten.

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Der Google-Play-Store steht seit März dieses Jahres im Fokus der Europäischen Kommission. Dabei beanstandet die Regulierungsbehörde vor allem technische Beschränkungen, die App-Entwickler daran hindern sollen, Nutzer zu anderen Kanälen mit günstigeren Angeboten zu leiten. Als weiteres Problem sehe man die Servicegebühr, die Google für die Vermittlung neuer Kunden über den Play-Store an App-Entwickler erhebe, diese aber nach Ansicht der Regulierungsbehörde über das gerechtfertigte Maß hinausgehe.

Im August hatte Google einige Änderungen an Google Play angekündigt, um die drohenden DMA-Strafen der EU abzuwenden. Unter anderem sehen diese Anpassungen vor, dass App-Entwickler Kunden leichter auf andere Kanäle leiten könnten, um Käufe über alternative Zahlungsmöglichkeiten zu tätigen. Zudem geht die Änderung mit einer neuen Gebührenstruktur einher. Konkret sinken die Transaktionsgebühren für Entwickler von 10 auf 3 Prozent, wenn sie alternative Zahlungswege nutzen.

Jedoch reichten diese Anpassungen offenbar immer noch nicht aus. Laut Reuters sieht die EU-Kartellbehörde die letzten im Juni vorgenommenen Änderungen von Apple an seinem App-Store als Maßstab. Apple sah sich wegen einer verhängten Strafzahlung in Höhe von 500 Millionen Euro dazu gezwungen, seinen App-Store erneut zu überarbeiten. Dem Konzern wurde von der EU vorgeworfen, App-Entwickler durch technische und kommerzielle Beschränkungen daran zu hindern, Kunden über günstigere Angebote außerhalb der Plattform zu informieren.

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Laut den Reuters-Quellen hat Google bis zum ersten Quartal 2026 Zeit, noch weitere Änderungen anzubieten, bevor die Regulierungsbehörden eine Geldstrafe verhängen. Jedoch könne sich der Zeitpunkt der Sanktionen noch ändern. Laut DMA können die Strafen bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen – bei Alphabet wären das mehrere Milliarden Euro.

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Ein Google-Sprecher sagte gegenüber Reuters: „Wir arbeiten weiterhin eng mit der Europäischen Kommission bei ihrer laufenden Untersuchung zusammen, haben jedoch ernsthafte Bedenken, dass weitere Änderungen Android- und Play-Nutzer dem Risiko von Malware, Betrug und Datendiebstahl aussetzen würden. Im Gegensatz zu iOS ist Android bereits von Grund auf offen gestaltet.“

Reuters spekuliert, dass eine hohe Geldstrafe gegen Google die bereits bestehenden Spannungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten verstärken könnte. Denn die USA behaupten, dass eine Reihe kürzlich verabschiedeter EU-Gesetze auf US-Technologieunternehmen abzielen. Die Kritik werde zwar von der EU zurückgewiesen, jedoch habe sie Eingang in das vor wenigen Tagen veröffentlichte nationale Strategiedokument Washingtons gefunden. Zuletzt krachte es Anfang Dezember zwischen der EU und den USA. Die EU hatte eine Millionenstrafe gegen Musks Firma X wegen Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Bislang zeigte sich die EU von den Drohungen aus den USA eher unbeeindruckt.


(afl)



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Fels, Federn, Flammen: Die Bilder der Woche 50


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Auch in den letzten sieben Tagen beweist die c’t Foto-Community wieder ihr beeindruckendes Können und ihre Kreativität. Die visuelle Reise führt von dramatischen Alpengipfeln über die nächtlichen Kanäle Venedigs bis hin zu intimen Momenten im Tierreich. Dabei werden flüchtige Augenblicke eingefangen, wie zankende Möwen im Abendlicht oder ein lauernder Grünreiher auf Beutezug. Experimentelle Aufnahmen wie ein Fuchs aus Feuer oder eine Welt in der Glaskugel zeugen vom besonderen Blick der Fotografen. Jede Aufnahme besticht durch technische Finesse und erzählt ihre eigene, fesselnde Geschichte. Lassen Sie sich von der Vielfalt und Qualität der ausgewählten Werke inspirieren.

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Karwendelwetter

(Bild: Gast (75d8c32e))

Die Wolken verfingen sich im Karwendelgebirge. Ein schroffer Berggipfel dringt durch die dichte Wolkendecke, wodurch der bevorstehende Wetterwechsel deutlich wird. Kurt Seibt wanderte im Sojerngebirge, als er merkte, dass vom Wettersteingebirge eine Schlechtwetterfront heranzog.

„Es war ein schönes Schauspiel, wie sich minütlich die Situation veränderte. Da konnte man nur staunen. Mir fiel spontan der Satz von Goethe ein: Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“, berichtet der Fotograf.

Die Schwarz-Weiß-Umsetzung reduziert die Szene auf das Wesentliche. Formen, Strukturen und die dramatische Lichtstimmung. Wolken und Fels scheinen in einem ständigen Wechselspiel zu sein, wodurch das Bild eine raue und kraftvolle Atmosphäre bekommt.



Basstölpel

(Bild: Herr_Sommer)

Ein intimer Moment zwischen zwei Basstölpeln, eingefangen bei einer innigen Geste. Im Hintergrund löst sich das glitzernde Wasser in ein traumhaftes Bokeh aus Lichtkreisen auf. Die geringe Schärfentiefe lenkt den Fokus vollständig auf die Vögel und ihre Interaktion, während der unscharfe Vordergrund dem Bild Tiefe verleiht. So entsteht ein beinahe malerisches Bild der schnäbelnden Vögel von Herr_Sommer.

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Rialtobrücke mit bunten Lichtbändern

(Bild: Freidenker_m)

Während die Rialtobrücke in der Nacht erstrahlt, tanzen Lichtspuren auf dem Canal Grande. Durch die Langzeitbelichtung werden die Bewegungen der Boote als farbige Bänder eingefangen und setzen sich in Kontrast zur statischen Architektur. So entsteht eine dynamische und zugleich zeitlose Ansicht jenes venezianischen Wahrzeichens.

„Ich wollte die Rialtobrücke in Venedig als Nachtaufnahme erfassen und dabei wenig Rauschen auf dem Bild haben, um es mir als Abzug auf einer Magnettafel an eine unserer Magnetwände zu hängen. Da das unter diesen Bedingungen nur mit Stativ und Langzeitbelichtung funktioniert, setzte ich das genauso mit ISO 100 um“, berichtet unser Galeriefotograf Freidenker_m.



Möwen im Abendlicht

(Bild: katzefudder)

Zwei Möwen zanken sich, eingefangen im perfekten Augenblick. Das warme Abendlicht modelliert ihre Federn und hebt sie vom ruhigen Wasser im Hintergrund ab. Die kurze Verschlusszeit friert die schnellen Bewegungen ein und macht so die Eleganz des Flugs sichtbar.

Zum Entstehungsprozess erzählt Florian Dehn: „Ich beobachtete eine der Möwen eine Weile in der Abendsonne. Mit dem Messsucher fokussierte ich die Möwe, machte ein paar Fotos. Ich wartete darauf, dass sie wohl wegfliegen würde. Stattdessen kam eine zweite Möwe ins Spiel, die ihr den Platz an der Sonne streitig machen wollte. Mit kurzer Verschlusszeit und möglichst weit offener Blende von f/1.4 löste ich diesen einen Schuss aus. Die Schärfe passt nicht zu 100 Prozent, aber bei einer Blende von f/1.4 ist die Schärfeebene sehr knapp. Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO waren absichtlich so gewählt. In Lightroom habe ich lediglich das Foto minimal geradegerückt.“


Das Titelbild der Ausgabe 06 2025 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 06 2025 des Foto-Magazins c't Fotografie



Glaskugel

(Bild: Rontrus)

Eine kleine Welt, eingefangen in Glas. Die Kugel bündelt die Landschaft und stellt sie auf den Kopf – ein faszinierendes Spiel mit der Physik des Lichts. Der Fokus liegt eindeutig auf der Kugel und ihrer scharfen Abbildung, während der Hintergrund unscharf bleibt. Dass sich Rontrus für die Schwarz-Weiß-Darstellung entschied, lenkt den Blick auf die Formen und Strukturen und verleiht der Szene eine zeitlose Stimmung.



Feuerfuchs

(Bild: anbeco4macro)

Für einen flüchtigen Moment formt das Feuer die Gestalt eines Fuchses. Die tanzende Flamme wirkt beinahe lebendig, als wäre sie in ihrer eleganten Bewegung eingefroren. Hier zeigt sich, wie die Fotografie den perfekten Augenblick einfangen und im Alltäglichen das Besondere entdecken kann. Vor dem tiefschwarzen Hintergrund kommt die leuchtende, organische Form der Flamme eindrucksvoll zur Geltung.



Grün

(Bild: Zika)

Geduckt und hoch konzentriert lauert dieser Grünreiher auf seine nächste Mahlzeit. Die Aufnahme auf Augenhöhe mit dem Vogel zieht uns direkt ins Geschehen hinein. Durch die geringe Schärfentiefe verschwimmt der Vordergrund zu einem sanften Grün und setzt den Reiher perfekt in Szene. Seine feine Spiegelung im stillen Wasser rundet die ruhige Komposition ab.

„Den Grünreiher in einer kleinen Bucht mit Zugang zum Wasser und mit Grünpflanzen am anderen Ufer zu sehen, war schon ein Glück. Er hatte gerade erfolglos nach einer Beute gestoßen und sich danach auf seinem Schwimmfloß neu sortiert. Das gab mir die Gelegenheit, ein Bild auf Augenhöhe zu versuchen. Ein solches mit Wasservögeln aufzunehmen ist immer eine Herausforderung, denn Equipment und Fotograf müssen, so nah es geht, ans Wasser. Sehr hilfreich ist dabei ein Klappdisplay, so liegt die Kamera fast auf dem Boden oder Wasser und man muss die Vögel nie direkt anschauen, darauf reagieren sie fast immer mit Flucht, was für ethische Tierfotografie unbedingt zu vermeiden ist“, erzählt Jan Rothe über sein Bild.

Die Bilder der Woche im Überblick:


Samstag: Karwendelwetter (Bild:

Gast (75d8c32e)

)


(caru)



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