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Speicher: Die Preisexplosionen zeigen sich beim Umsatz der „großen Drei“


Speicherhersteller haben Grund zur Freude. Ihr Umsatz stieg bereits im dritten Quartal 2025 erheblich an, noch bevor die größten Preissteigerungen den Markt erreichten. Das geht aus einer Schätzung des Marktbeobachters Trendforce hervor, der sich auf Speicher spezialisiert hat.

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Demnach haben alle Speicherhersteller zusammen vom Juli bis Ende September rund 41,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das entspräche einem Wachstum von fast 31 Prozent binnen eines einzigen Quartals. Es zeigt, wie schnell sich der aktuelle Speichermangel auswirkt.

SK Hynix bleibt laut Trendforce knapp Weltmarktführer mit einem Umsatz von beinahe 13,8 Milliarden US-Dollar. Der Hersteller profitierte mit einem Plus von 12,4 Prozent am wenigsten vom KI-Boom und der daher hohen Speichernachfrage. Der Umsatz des einstigen Platzhirsches Samsung stieg um 30,4 Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar.

Unter den drei Weltmarktführern – den sogenannten großen Drei – legte Micron am stärksten zu. Dank steigender Lieferzahlen und gleichzeitig höherer Preise stieg der Umsatz um 53,2 Prozent auf knapp 10,7 Milliarden US-Dollar.

Andere Hersteller wuchsen zwar noch stärker, sind aber weit abgeschlagen. Nanya auf Platz 4 erzielte ein Plus von 84 Prozent auf 627 Millionen US-Dollar. SK Hynix, Samsung und Micron teilen knapp 92 Prozent des Weltmarktes unter sich auf.


Tabelle zu den Umsätzen von Speicherherstellern

Tabelle zu den Umsätzen von Speicherherstellern

Umsätze der weltweit größten DRAM-Hersteller im dritten Quartal. Die größten Preissteigerungen kamen wohlgemerkt erst danach.

(Bild: Trendforce)

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Trendforce geht davon aus, dass die ausgehandelten Vertragspreise zwischen Speicherherstellern und Abnehmern im vierten Quartal für verschiedene DRAM-Typen um 45 bis 55 Prozent steigen. Die sogenannten Spot-Preise an der Börse für spontane Herstellerkäufe könnten noch stärker steigen.

Die Preise für DDR5-Kits vervielfachten sich hierzulande bereits in den vergangenen Wochen. 16 GByte sind nur noch für mehr als 100 Euro erhältlich. Mit den erwarteten Kostensteigerungen dürften die Preise noch weiter steigen.

Grund ist die Knappheit aufgrund des KI-Booms. Hyperscaler kaufen große Mengen des verfügbaren Speichers auf. Andere Hersteller überbieten sich gegenseitig, um die verfügbaren Reste zu bekommen.

Laut Trendforce sollen die Liefermengen der Speicherhersteller in den nächsten Monaten nur langsam wachsen. Signifikante Produktionserweiterungen sind offenbar erst bis Ende 2026 zu erwarten.

Berichten von The Korea Economic Daily (KED Global) und etnews zufolge wollen allein Samsung und SK Hynix ihre Produktion bis Ende 2026 um mehrere Hundert Tausend Wafer steigern. Das soll einem Plus von etwa 30 Prozent entsprechen. Die komplette zusätzliche Kapazität dürfte allerdings erst 2027 den Markt erreichen. Ein Wafer benötigt bis zur Fertigstellung typischerweise mehrere Monate. Hinzu kommen Lieferzeiten.


(mma)



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Signal: Messenger erobert finnischen Play Store


Der Messenger Signal erfreut sich aktuell in Finnland, Dänemark und den Niederlanden besonderer Beliebtheit. Das belegen die Downloadcharts des Google Play Stores und des App Stores von Apple in Finnland und Dänemark sowie eine kürzlich in den Niederlanden durchgeführte Social-Media-Umfrage.

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Im Google Play Store führt Signal derzeit die finnischen Downloadcharts im Bereich Kommunikation noch vor Telegram und WhatsApp an. Im App Store von Apple markiert Signal aktuell den dritten Platz in der Kategorie Social Networking in Finnland. Telegram hält hier den fünften Platz, WhatsApp rangiert weit abgeschlagen auf dem zehnten Platz.

Im dänischen Play Store steht Signal derzeit auf dem vierten Platz in der Kategorie Kommunikation vor Telegram und hinter WhatsApp – die Anwendung belegt dort aktuell den zweiten Platz. Anfang Januar soll Signal Whatsapp zeitweise aber als beliebteste App in der Kategorie Kommunikation des Play Stores abgelöst haben. Das berichtet das Informationsportal zum Messengerdienst AboutSignal. Damals habe Signal auch im App Store von Apple den dritten Platz der Kategorie Soziale Netzwerke in Dänemark belegt. Derzeit steht Signal dort auf dem vierten Platz vor Telegram auf Platz sechs.

In den Niederlanden hat der sichere Messengerdienst Signal den Konkurrenzanbieter Telegram offenbar überholt. Das geht aus einer von der niederländischen Marktforschungsagentur Newcom kürzlich veröffentlichten Studie hervor. Der Umfrage zufolge verzeichnet Signal inzwischen 2,3 Millionen Nutzer in den Niederlanden, während Telegram auf 2,1 Millionen kommt. Nichtsdestotrotz bleibt WhatsApp mit 13,8 Millionen Nutzern der meistgenutzte Messengerdienst. Laut Newcom benutzen zudem 93 Prozent der Nutzer von Signal in den Niederlanden zusätzlich noch Whatsapp.

Anfang vergangenen Jahres hatte die Präsidentin der Signal-Foundation, Meredith Whittacker, in einem Interview mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf bereits vom starken Wachstum des Messengers in den Niederlanden berichtet. Als Gründe für den Popularitätsanstieg nannte Whittaker damals das wachsende Bewusstsein für Datenschutz, Misstrauen gegenüber großen Technologiekonzernen sowie geopolitische Realitäten, die die Angreifbarkeit der digitalen Kommunikation offenlegten.

Signal ist einer der sichersten Messenger auf dem Markt. Nicht nur Einzelchats sind innerhalb des Dienstes Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Auch Gruppenchats werden über den von Signal eingeführten und mittlerweile zum Standard gewordenen Double-Ratchet-Algorithmus verschlüsselt. Ferner hat Signal mit den Sealed Sendern ein System eingeführt, das eine Zuordnung von Absendern und Empfängern vonseiten der Signal-Server unmöglich macht. Der Messenger analysiert zudem auch nicht die im Telefonbuch des Smartphones enthaltenen Telefonnummern seiner Nutzer.

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(rah)



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Mobilitätsdaten: Deutsche Carsharing-Anbieter fürchten um ihre Existenz


Die geplante Neuregelung zur digitalen Bereitstellung von Mobilitätsdaten sorgt für Zündstoff in der deutschen Verkehrslandschaft. Die Bundesregierung will mit dem Rechtsrahmen die digitale Transformation des Sektors vorantreiben und europäische Vorgaben in nationales Recht umsetzen. Doch eine Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags am Montag zeichnete ein Bild tiefer Verunsicherung.

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Im Kern geht es um die verpflichtende Weitergabe von Informationen über einen nationalen Zugangspunkt. Entsprechende Daten sollen nach dem Willen der Regierung unentgeltlich und ohne Zweckbindung zur Verfügung gestellt werden.

Besonders scharf kritisiert nun der Bundesverband Carsharing (bcs) die Vorlage. Dessen Geschäftsführer Gunnar Nehrke bezeichnete den Entwurf als existenzbedrohend für die gesamte Branche. Deutschland gilt dem bcs zufolge mit rund 5,5 Millionen angemeldeten Nutzern und über 45.000 Fahrzeugen als europäischer Leitmarkt für geteilte Autos. Dort gehörten viele mittelständische Anbieter weltweit zu den wenigen, die profitabel arbeiteten. Dieser Erfolg basiere maßgeblich auf jahrelangem Know-how bei der präzisen Steuerung von Fahrzeugverfügbarkeit und Auslastung.

Die Branche befürchtet jetzt, dass durch die geplante Offenlegung dynamischer Mobilitätsdaten genau diese Geschäftsgeheimnisse für jeden beliebigen Zweck nutzbar werden. Werden sensible Echtzeitdaten frei zugänglich, so die Sorge, könnten Wettbewerber aus dem In- und Ausland die bisher geschützten Geschäftsmodelle detailliert analysieren und kopieren. Aus den Daten ließen sich Informationen über die Flottengröße pro Standort, die spezifische Auslastung einzelner Gebiete und sogar Umsatzschätzungen rekonstruieren.

Dies könne vor allem die Expansion in die Fläche gefährden, befürchtet bcs. Bisher finanzierten stationsbasierte Anbieter nachfrageschwache Standorte in Stadtrandlagen oder im ländlichen Raum durch Gewinne aus urbanen Zentren quer. Wenn Wettbewerber nun punktgenau nur noch die lukrativsten Standorte angreifen könnten, breche dieses System zusammen. Dies könnte letztlich zu einem massiven Angebotsrückgang außerhalb der Großstädte führen, da die Perspektive auf einen Rückfluss der Investitionen fehlt.

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Auch der Datenschutz bereitet den Carsharing-Experten Kopfzerbrechen. Durch die Kombination von Kennzeichen und dynamischen Standortdaten ließen sich theoretisch Bewegungsmuster von Privatpersonen rekonstruieren. Dies berge das Risiko, dass Trackingtools entstehen könnten, mit denen Bewegungsprofile erstellt werden. Der Verband fordert daher eine Registrierungspflicht für Datennutzer sowie die Möglichkeit, den Einsatz auf legitime Zwecke wie Reiseauskünfte oder Forschung zu begrenzen.

Neben diesen strategischen Gefahren belasten bürokratische Hürden die Branche. Die Umstellung auf spezifische Datenformate sowie neue Pflichten zu Eigenerklärungen und zur Prüfung fremder IT-Fehlermeldungen würden immense Mehrkosten verursachen. Der bcs rechnet allein fürs erste Jahr mit einer Belastung von rund 4,5 Millionen Euro für die Mitglieder. Da das Gesetz gleichzeitig eine kostenlose Bereitstellung vorschreibe, könne keine Refinanzierung erfolgen. Die Kosten müssten so wohl an die Nutzer weitergegeben werden.

Demgegenüber stehen Befürworter des Vorhabens wie Felix Gündling von der Firma Triptix, der in der Öffnung der Mobilitätsdaten eine Chance für die digitale Souveränität Europas sieht. Bisher hätten vor allem US-Konzerne wie Google oder Apple die Mittel, Verkehrsinformationen in großem Stil einzukaufen. Offene Daten seien ein notwendiger Grundbaustein, um auch kleineren deutschen Unternehmen die Entwicklung konkurrenzfähiger Routing-Dienste zu ermöglichen. Auch das Wuppertal Institut sieht Potenziale für klimaneutrale Mobilität, fordert jedoch eine noch weitreichendere Bereitstellungspflicht. Die Debatte verweist auf ein Dilemma der Verkehrswende: Während den einen die Öffnung von Daten als Innovationsmotor gilt, stehen etablierte mittelständische Strukturen vor der Zerreißprobe.


(mki)



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Micron baut Speicherwerk für 24 Milliarden US-Dollar, aber über 10 Jahre


Auf Milliardeninvestitionen in New York folgen weitere Milliarden in Singapur: Micron kündigt eine Erweiterung seines dort vorhandenen Standorts zur Produktion von NAND-Flash-Speicher für SSDs an. Rund 24 Milliarden US-Dollar sollen in ein neues Halbleiterwerk in Singapur fließen. Das entspricht aktuell umgerechnet gut 20 Milliarden Euro.

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Erneut liegt die Krux beim Zeitplan: Micron gibt nicht direkt Vollgas, sondern plant die Investitionen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Erste NAND-Flash-Chips sollen in der zweiten Jahreshälfte 2028 vom Band rollen. Bis die Serienproduktion läuft, könnte es allerdings noch länger dauern. Das neue Halbleiterwerk ist final für 65.000 Quadratmeter Reinraumfläche ausgelegt.

Je nachdem, wie sich die aktuelle Speicherkrise entwickelt, könnte Micron die Baupläne auch noch nach hinten schieben. „Micron wird bei der Steuerung des Kapazitätsausbaus in der neuen Anlage flexibel bleiben, um sich an die Marktnachfrage anzupassen“, heißt es in der Ankündigung.

Dieses Vorgehen zeigte sich bereits beim Ausbau im Onondaga County, in New York, USA. Im Herbst 2022 kündigte Micron dort Investitionen von 100 Milliarden Dollar über zehn Jahre hinweg an. Ein erstes Halbleiterwerk sollte 20 Milliarden Dollar kosten. 2025 verzögerte der Hersteller den Bau, 2026 beschleunigte er ihn wieder.

Aufgrund der Bauzeiten und der benötigten Zeit, um ein Halbleiterwerk nach der Fertigstellung hochzufahren, bringen die Ankündigungen keine kurzfristige Besserung der Speicherverfügbarkeit. Auch die Übernahme eines vorhandenen Halbleiterwerks resultiert erst 2027 in zusätzlicher Fertigungskapazität.

Die drei Speicher-Weltmarktführer SK Hynix, Samsung und Micron zeigen sich wegen des industriebekannten „Schweinezyklus“ bei kurzfristigen Neubauten zögerlich. Schon in der Vergangenheit kollidierten neue Halbleiterwerke mit einer abnehmenden Nachfrage, was in massiv sinkenden Speicherpreisen resultierte. 2023 mussten die Hersteller Speicherbausteine mit Verlust verkaufen.

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(mma)



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