Künstliche Intelligenz

Spotify erweitert Hörangebot um das Vorlesen längerer Artikel aus Zeitschriften


Der Streamingdienst Spotify hat etliche Zeitschriftenartikel in die eigene Hörbuch-Bibliothek aufgenommen. Nutzer können sich jetzt aus bekannten Magazinen wie Rolling Stone, The Atlantic, Vogue, Variety, Billboard, GQ, Wired und Vanity Fair vorlesen lassen. Zu Beginn stehen mehr als 650 englischsprachige Artikel zur Auswahl. Das ist allerdings nicht weltweit verfügbar, sondern auf Regionen beschränkt, in denen auch Hörbücher angeboten werden.

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Damit erweitert der Streamingdienst sein Angebot weiter, nachdem Spotify kürzlich erst KI-generierte Remixe und Podcasts angekündigt hatte. Das erlaubt Nutzern, eigene Coverversionen und Remixe von Liedern teilnehmender Musiker zu erstellen, allerdings nur als kostenpflichtiges Add-on zusätzlich zum Premium-Abonnement. Das Vorlesen der Zeitschriftenartikel ist dagegen im Premium-Abo enthalten. Gratis-Nutzer können einzelne Beiträge laut Spotify zudem für 1,99 US-Dollar erwerben. Das soll dem üblichen Preis für den lesenden Zugriff auf diese längeren Artikel entsprechen.

Künstliche Intelligenz (KI) kommt aber auch beim Vorlesen der Zeitschriftenartikel zum Einsatz, wenn auch nicht bei allen. Der Streamingdienst „wird eine Mischung aus menschlicher und digitaler Sprachnarration verwenden“, erklärte Spotify-Sprecherin Rosalind Jeffcoat gegenüber The Verge. „Der Teil der Artikel, der digitale Sprachnarration verwendet, wird für die Nutzer deutlich gekennzeichnet sein.“ Damit will Spotify auch kürzere Beiträge anbieten können, die andernfalls möglicherweise nicht als Hörfassung produziert worden wären.

Für Spotify stellt dies eine Möglichkeit dar, Nutzer an das Hören längerer Texte zu gewöhnen, um sie langfristig für Hörbücher zu gewinnen. „Indem wir kurzformatige Inhalte in den Mix integrieren, holen wir unser Publikum dort ab, wo es sich befindet“, erklärt Colleen Prendergast von Spotify. „So fördern wir gesunde Hörgewohnheiten und steigern langfristig das Engagement für Bücher.“ Für die Verlage und Zeitschriften ist es ein weiterer Kanal zur Verbreitung der eigenen Artikel.

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Unklar ist bislang jedoch, wie Medienverlage und Magazinpartner an den Spotify-Umsätzen der Artikel beteiligt werden und ob das Angebot in Zukunft auch deutschsprachige Beiträge enthalten wird.

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(fds)



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