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Spotify zeigt jetzt, was deine Freund:innen gerade hören


Die Streaming-Primus Spotify führt neue Social Features wie Höraktivität und Jam-Anfragen ein. Parallel senkt das Unternehmen die Einstiegshürden für die Monetarisierung von Video-Podcasts, um den Bereich zu stärken – und setzt damit ein Signal in Richtung Creator-Fairness, zumindest auf einem Gebiet.

Fast 40 Millionen Nutzer:innen haben seit dem Start der Nachrichtenfunktion bereits rund 340 Millionen Nachrichten über Spotify verschickt. Denn viele User lieben es, ihre Lieblingssongs und -podcasts mit anderen zu teilen. Jetzt können Chat-Kontakte mit zwei neuen Funktionen Hits und Folgen noch einfacher gemeinsam hören spontan in Sessions einsteigen. Über die Höraktivität kannst du optional zeigen, welcher Song bei dir gerade läuft. Und mit der Jam-Funktion wird daraus mit einem Tap eine gemeinsame Hör-Session.

Parallel dazu senkt Spotify die Einstiegshürden für Video-Podcaster und stärkt damit einen für das Unternehmen strategisch zentralen Bereich. Schon 2023 verriet Spotifys Saruul Krause-Jentsch im Interview mit OnlineMarketing.de, dass der Streaming-Dienst Video-Podcasts als neuen Standard etablieren möchte. Spotify reagiert damit aber auch auf eine seit Jahren geäußerte Kritik, wonach viele Creator und Künstler:innen auf der Plattform kaum Geld verdienen.


Spotify führt Messaging ein –
das musst du wissen!

© Spotify via Canva

Du siehst, was andere hören und kannst direkt mithören

Mit der neuen Höraktivität kannst du, nur wenn du möchtest, zeigen, welchen Song du gerade hörst – ähnlich wie ein „Jetzt aktiv“-Status in Chats. Wenn gerade keine Musik läuft, wird dein zuletzt gespielter Track angezeigt. Sichtbar ist das nur für Personen, mit denen du bereits geschrieben hast, und nur dann, wenn du die Funktion aktivierst. Einschalten lässt sich die Höraktivität in den „Privacy & Social“-Einstellungen über das Seitenmenü neben „Profil anzeigen“. Ist sie aktiv, erscheint dein aktueller Song direkt in der Chat-Übersicht und oben in den Nachrichten. Tippen andere darauf, können sie den Track sofort abspielen, zur eigenen Bibliothek hinzufügen oder mit einem Emoji reagieren.

Mit „Jam anfragen“ kannst du darüber hinaus direkt aus einem Chat heraus eine gemeinsame Hör-Session starten. Siehst du, dass jemand gerade Musik hört, schickst du eine Anfrage. Wird sie angenommen, hört ihr synchron, fügt gemeinsam Songs zur Warteschlange hinzu und könnt parallel chatten. Spotify zufolge hat sich die Nutzung von Jams im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, was zeigt, dass viele User das gemeinsame Hören von Musik schätzen und wie wertvoll die neue Funktion ist.

Die beiden Funktionen starten schrittweise und sollen ab Anfang Februar 2026 breit verfügbar sein. Jam-Anfragen können nur Premium User starten, kostenlose Accounts können aber immerhin teilnehmen. Das Mindestalter ist auf 16 Jahre festgelegt.

Video-Podcaster sollen schneller Geld verdienen können

Parallel dazu senkt Spotify die Hürden für die Monetarisierung von Video-Podcasts deutlich. Der Einstieg ins Partner Program galt bislang als hoch und war für viele Creator faktisch kaum erreichbar. Schon zum Start des Spotify Partner Program äußerten Podcast-Produzent:innen Kritik, weil die damaligen Anforderungen an Episodenanzahl, Konsumstunden und aktive Hörer:innen vor allem kleinere und mittlere Formate ausschlossen.

Branchenanalysen zeigen, dass selbst Podcaster mit relevanter Reichweite häufig Schwierigkeiten haben, nachhaltig Geld zu verdienen. Weniger als ein Drittel der aktiven Podcaster erzielt demnach stabile Einnahmen über Werbung oder Plattformprogramme, nur ein sehr kleiner Teil erreicht überhaupt die oberen Erlösbereiche. Ähnliche Verteilungseffekte sind aus der Musik bekannt: Studien zeigen, dass bei Streaming-Plattformen ein Großteil der Einnahmen auf wenige Top Acts entfällt, während die Mehrheit kaum nennenswerte Erlöse erzielt. Immerhin für Video-Podcaster senkt Spotify die Schwellen jetzt:

  • Statt zwölf Episoden genügen künftig drei
  • Statt 10.000 Konsumstunden reichen 2.000
  • Statt 2.000 Zuschauenden genügen 1.000 aktive Hörer:innen

Vergütet wird weiterhin über eine Kombination aus Premium-Views und Werbeeinnahmen aus dem kostenlosen Tarif. Neu hinzu kommen zusätzliche Sponsoring Tools, mit denen Host Ads besser geplant, ausgetauscht und ausgewertet werden können. Eine neue API erleichtert es Creatorn überdies, Video-Podcasts von anderen Plattformen zu übernehmen und direkt auf Spotify zu monetarisieren.

Spotify kombiniert Streams mit Social und stärkt die Videooffensive

Spotify lässt Nutzer:innen teilen Musik jetzt noch einfacher gemeinsam erleben – mit Einsicht in die Höraktivität und Jam-Anfragen. Gleichzeitig reagiert der Streaming-Dienst auf den anhaltenden Video-Boom und in dem Fall auf die wachsende Kritik an hohen Einstiegshürden bei der Monetarisierung. Mit niedrigeren Anforderungen für Video-Podcasts öffnet Spotify das Partner Program für deutlich mehr Creator und stärkt damit den eigenen Videokosmos.

Wie ernst es Spotify mit dem Videokurs ist, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Monate: Die Plattform zählte im November 2025 fast 500.000 Video-Podcasts, etablierte neue Distributionswege wie die Ausspielung ausgewählter Formate über Netflix und investierte weiter in Video-Features.


Spotifys Content-Offensive:
Eine halbe Million Video-Podcasts, Rekordzahlen und ein Netflix Boost

Grafik Frau am Handy mit Spotify Logo
© Spotify Newsroom via Canva





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Werbeverbote: Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch und fossile Energien


Plakate wie dieses von Burger King sind in Amsterdam bald tabu

Klimaschutz in Amsterdam: Keine Werbung mehr in Straßen und an Haltestellen für Hamburger oder Flugreisen. Laut Stadt eine Premiere.

Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch und fossile Energie. Ab diesem Sommer darf an Straßen, Plätzen und Haltestellen keine Werbung mehr gemacht werden für etwa Hamburger, Kreuzfahrten, Dieselautos oder Flugreisen. Eine Mehrheit des Gemeinderats stimmte dem Verbot zu. Nach Angaben der Stadt ist Amsterdam die erste Hauptstadt der Welt, die Fleischwerbung verbietet.

Die Grüne Partei GroenLinks, eine der Initiatoren des Verbotes, sprach von einem „wichtigen Sieg für das Klima und die öffentliche Gesundheit“. „Für Werbung großer Unternehmen, die die Klimakrise vorantreiben, ist in Amsterdam kein Platz mehr“, sagte die grüne Stadtabgeordnete Jenneke van Pijpen.

Verbote auch in anderen Städten

Schon 2020 wollte Amsterdam sogenannte fossile Werbung verbieten. Doch bisher kam es nicht dazu. Reklame-Verbote für Dienste oder Produkte, die fossile Energie nutzen und dem Klima schaden, gibt es bereits in anderen niederländischen Städten. Werbung für Fleisch wurde bisher nicht verboten. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in Den Haag auch eine Klage von Reiseveranstaltern gegen das Werbeverbot abgewiesen.



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Sensor Towers App Ranking: Die beliebtesten Apps des Jahres


Der State of Mobile 2026 von Sensor Tower zeigt: Wer auf Wachstumsraten schaut, landet bei generativer KI. Wer wissen will, wo Zeit, Aufmerksamkeit und Geld zusammenlaufen, muss auf Social Media schauen. Und eine App liegt überall vorn.

5,3 Billionen Stunden in Apps, fast 2,5 Billionen davon in Social Media. Wer jetzt an kollektives Scrollen bis zum Muskelgedächtnis denkt, liegt nicht ganz falsch – aber das ist eine andere Debatte. Diese Zahlen erzählen vor allem, wie fest Mobile inzwischen im Alltag verankert ist. Der Mobile-App-Markt hat sich 2025 weniger beschleunigt als neu sortiert. Generative KI war zwar die am stärksten wachsende App-Kategorie, zugleich aber blieb Social Media der Ort, an dem Reichweite, Aufmerksamkeit und Nutzungszeit gebündelt werden. Das zeigt der aktuelle Jahresreport State of Mobile 2026 des Marktforschungsunternehmens Sensor Tower.


ChatGPT auf Platz 1, Adobe integriert, Gen AI etabliert:
Was 2025 das Mobile Marketing geprägt hat


TikTok bleibt vorn, ChatGPT mit größter Wachstumsdynamik

ChatGPT stieg 2025 laut einer AppsFlyer-Analyse in den USA zur meistgeladenen iPhone App des Jahres auf. Betrachtet man jedoch den globalen Markt – also Downloads über alle Plattformen hinweg, In-App-Kauf-Umsätze und die gesamte Nutzungsdauer –, liegt weiterhin TikTok vorn. Das verdeutlicht auch die Auswertung der Top-App-Subgenres nach Downloads, Umsatz und Nutzungsdauer von Sensor Tower, in der TikTok mehrere Spitzenpositionen gleichzeitig belegt, während ChatGPT mit der größten Wachstumsdynamik in allen drei Kategorien punktet. Die App legte 2025 um 148 Prozent bei Downloads, 254 Prozent bei In-App-Umsätzen und 426 Prozent bei der Nutzungsdauer zu.

Übersicht der 20 wichtigsten App-Subgenres 2025 nach Downloads, In-App-Umsätzen und Nutzungsdauer mit TikTok und ChatGPT an der Spitze, basierend auf Daten von Sensor Tower.
Top App-Subgenres nach Downloads, Umsatz und Nutzungsdauer, © Sensor Tower

Insgesamt verbrachten Nutzer:innen fast 2,5 Billionen Stunden in Social Media Apps, im Schnitt mehr als 90 Minuten pro Tag. Zwar wächst Social Media prozentual langsamer als andere Kategorien, bleibt aber der mit Abstand wichtigste Ort gebündelter Aufmerksamkeit auf dem Smartphone. Gleichzeitig zeigt sich das dynamischste Wachstum bei KI-Anwendungen. Vor allem ChatGPT hebt sich ab. Die Apps, insbesondere ChatGPT, etablieren sich als Alltagswerkzeuge jenseits eines rein technikaffinen Publikums. Die beiden Entwicklungen widersprechen sich nicht, sondern verweisen auf unterschiedliche Ebenen der Nutzung: punktuelle Neugier auf KI auf der einen, dauerhaft gebundene Aufmerksamkeit auf der anderen.

KI wird Alltag, Kurzformate binden Zeit – und Nutzung wird selektiver

Neben KI-Diensten gewinnen auch Miniserien-Apps an Dynamik. Formate wie DramaBox oder ReelShort zählen laut Sensor Tower zu den drei Subgenres mit dem stärksten Wachstum bei Downloads und In-App-Käufen. Ihr Erfolgsprinzip ist einfach, aber wirksam: Inhalte werden seriell konsumiert, Aufmerksamkeit über kurze Episoden gehalten und anschließend über Abonnements, Creator-Modelle oder Zusatzfunktionen monetarisiert.

Dass auch die derzeit größte Entertainment-Plattform diesen Trend aufgreift, überrascht kaum. Mit PineDrama testet TikTok eine eigene Miniserien-App, die auf extrem kurze Folgen, Cliffhanger im Minutenformat und die vertraute Scroll-Logik setzt – und damit genau jene Nutzungsmuster weiter verdichtet, die den mobilen Alltag ohnehin prägen.

Aber wer greift eigentlich zu welchen Apps?

Die Nutzungsdaten zeigen, dass sich mobile Präferenzen nicht nur nach App-Typ, sondern auch nach Geschlecht unterscheiden. Während Social und Entertainment Apps weiterhin überwiegend bei Frauen dominieren, rückt ChatGPT bei männlichen Nutzer:innen in den USA in die Top Ten der meistgenutzten Apps vor. TikTok, Pinterest und Venmo finden sich dort hingegen ausschließlich in den vorderen Rängen bei Frauen.

Grafiken zeigen die Geschlechterverteilung ausgewählter App-Kategorien sowie die meistgenutzten Apps von Männern und Frauen in den USA im vierten Quartal 2025 laut Sensor Tower.
Geschlechterverteilung und Top-Apps in den USA, © Sensor Tower

Ein möglicher Grund liegt im Arbeitskontext. Eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass Männer Künstliche Intelligenz deutlich häufiger im Berufsalltag einsetzen als Frauen. In der aktuellen Beschäftigtenbefragung Digitalisierung und Wandel der Arbeit (DiWaBe) gaben Frauen signifikant seltener an, KI zu nutzen. Diese Unterschiede wirken sich nicht nur auf Kompetenzen, sondern auch auf Routinen aus – und spiegeln sich damit zunehmend auch in den App Rankings wider.

Utility schlägt Spieltrieb

Eine der markantesten Verschiebungen betrifft die Monetarisierung. Erstmals gaben Verbraucher:innen 2025 mehr Geld für Apps aus als für Mobile Games. Zwar stiegen die Spieleumsätze leicht, die Downloads gingen jedoch um sieben Prozent zurück. Das Wachstum verlagert sich weg vom klassischen Gaming hin zu Anwendungen, die Nutzen, Unterhaltung und Bezahlung enger miteinander verbinden.

Diagramm zeigt weltweite In-App-Kaufumsätze von Apps und Games zwischen 2015 und 2025 sowie das Umsatzwachstum nach App-Kategorien im Jahr 2025 laut Sensor Tower.
Weltweite In-App-Kaufumsätze 2015 bis 2025, © Sensor Tower

Was der State of Mobile 2026-Report über den Wandel mobiler Routinen verrät

Der State of Mobile 2026-Report zeigt keinen kurzfristigen Ausschlag, sondern eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Mobile Nutzung wird zweckorientierter, stärker personalisiert und zunehmend von KI geprägt. Der deutliche Anstieg bei Nutzungsdauer und Umsätzen zeigt, dass generative KI Teil alltäglicher Routinen geworden ist.

TikTok profitiert im Mobile-Markt von einer Sonderstellung: Die Plattform vereint Unterhaltung, Creator-Ökonomie und Commerce in einem Nutzungskontext und bindet Aufmerksamkeit über Formate hinweg. Parallel lösen sich KI-Apps von ihrem Experimentierstatus und etablieren sich als verlässliche Erlösquellen. Außerdem bleibt TikTok in den USA online. Vor diesem Hintergrund könnte TikTok sogar weiter an Macht gewinnen. Der Preis dafür ist jedoch ein umrissenes Set an politischen und regulatorischen Bedingungen. Berichten zufolge steht eine eigenständige US-Version der App im Raum, betrieben unter US-Aufsicht.


Top 100 KI-Apps 2025:
Neue Player, All Stars und die Apps, die verlieren

Titelbild der a16z-Studie „Top 100 Gen AI Consumer Apps 2025“.
© a16z Consumer





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AI-Max-Kampagnen in Google Ads: Best Practices & Fehler


Mit AI-Max-Kampagnen hat Google Ads im Mai 2025 einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung und Nutzung von KI gemacht. Einen direkten Einfluss auf die Entscheidungen der KI hast Du dabei nicht. Was Du jedoch sehr wohl beeinflussen kannst, sind die Rahmenbedingungen, innerhalb derer AI Max arbeitet. In diesem Beitrag zeige ich Dir, an welchen Stellschrauben Du realistisch drehen kannst, welche Einstellungen auf Kampagnenebene den Ausschlag geben und wie Du typische Fehler vermeidest, bevor sie Budget belasten.

Illustration Person und Roboter halten einen Dartpfeil über dem Bulls Eye einer Dartscheibe.AI-Max-Kampagnen in Google Ads: Best Practices & Fehler

Die KI, die Google Ads für Kampagnenoptimierung nutzt, kann Dir mit den AI-Max-Suchnetzwerk-Kampagnen Conversion-Potenziale bieten. Allerdings solltest Du auch selbst Hand anlegen, damit die Performance stimmt.

Was sind AI-Max-Kampagnen in Google Ads?

AI-Max-Kampagnen sind eine KI-gestützte Weiterentwicklung klassischer Suchkampagnen in Google Ads. Google erhöht damit den Automatisierungsgrad im Suchnetzwerk und verlagert den Fokus weg von der reinen Keyword-Steuerung hin zur Bewertung von Nutzerintentionen.

Screenshot aus Google Ads mit Pfeil auf Schaltfläche Kampagne mit AI Max optimieren.Screenshot aus Google Ads mit Pfeil auf Schaltfläche Kampagne mit AI Max optimieren.

Wenn Du eine neue Suchnetzwerk-Kampagne erstellst, kannst Du über diesen Schieberegler die Funktion für AI Max aktivieren. Damit ermöglichst Du Google Ads, die Kampagne mit KI zu optimieren.

Im Gegensatz zu Performance Max bleiben AI-Max-Kampagnen vollständig im Suchnetzwerk. Es handelt sich also nicht um einen neuen Kanal, sondern um eine Suchkampagne mit erweiterten Automatisierungsfunktionen. Bestehende Suchkampagnen werden dadurch nicht automatisch ersetzt, sondern können sinnvoll ergänzt werden.

Ein zentrales Merkmal von AI-Max-Kampagnen ist die stärkere Nutzung von Broad Match Keywords in Kombination mit Smart Bidding.

Tipp: Bevor Du eine Suchnetzwerk-Kampagne mit AI Max optimieren lässt, analysiere Deine bestehenden Kampagnen und auch Dein Keyword-Set hinsichtlich der Performance. Wenn Du mehr Informationen zu den einzelnen Keyword-Optionen benötigst, kannst Du auch unseren Blogbeitrag zu den Google Ads-Keyword-Optionen lesen.

Jedenfalls ist das die Empfehlung von Google selbst. Auch erweiterte Conversions werden von Google bevorzugt, um AI-Max-Kampagnen zu optimieren. Google nutzt diese Signale, um zusätzliche, thematisch passende Suchanfragen zu erschließen. Dadurch kann die Reichweite steigen, auch über die bisher eingebuchten Keywords hinaus. Prüfe aber im Vorfeld, ob erweiterte Conversions mit Deinen Datenschutzbestimmungen konform gehen.

Die Ausspielung erfolgt auf Basis verschiedener Signale. Dazu zählen unter anderem Suchverhalten, Standort, Gerät und bisherige Conversion-Daten. Welche Suchanfragen tatsächlich bedient werden, entscheidet der Algorithmus. Ein direkter Einfluss auf diese Auswahl ist begrenzt.

Wichtig ist daher die richtige Einordnung: AI-Max-Kampagnen lassen sich nicht genauso steuern wie klassische Suchkampagnen. Der Einfluss erfolgt über die Rahmenbedingungen. Dazu gehören Keywords, Landingpages und Zielgruppen. Je optimierter diese Grundlagen sind, desto besser kann die Automatisierung arbeiten.

Wie funktionieren AI-Max-Kampagnen im Suchnetzwerk?

Illustration eines stilisierten Kopfes mit AI gekennzeichnet in der Mitte und einzelne Textfelder umrahmt durch künstliche Roboterhand und menschliche Hand.Illustration eines stilisierten Kopfes mit AI gekennzeichnet in der Mitte und einzelne Textfelder umrahmt durch künstliche Roboterhand und menschliche Hand.

Futuristic Concept of Artificial Intelligence with Robotic Hand Reaching Towards Digital Brain and Communication Icons over Technology Background Gluon.

AI-Max-Kampagnen kombinieren verschiedene Mechaniken, die Google bereits aus klassischen Suchkampagnen, dynamischen Suchanzeigen und Performance-Max-Kampagnen kennt. Die Ausspielung basiert zwar weiterhin auf Keywords, wird jedoch durch zusätzliche Signale und Inhalte ergänzt. Dadurch löst sich die Kampagnenlogik ein Stück weit von der reinen Keyword-Steuerung.

Ausgangspunkt für die Ausspielung sind die eingebuchten Keywords, insbesondere Broad Match Keywords. Du kannst aber auch Phrase und Exact Keywords einbuchen, wenn Du die Ausspielung begrenzen möchtest. Die Keywords vermitteln Google ein thematisches Grundverständnis. Auf dieser Grundlage erweitert der Algorithmus die Anzeigen auf weitere, thematisch passende Suchanfragen. Dabei wird nicht nur der Suchbegriff selbst, sondern auch die dahinterliegende Nutzerintention bewertet.

Neben Keywords spielen auch URLs und Landingpages eine wichtige Rolle. Ähnlich wie bei dynamischen Suchanzeigen nutzt Google die Inhalte der hinterlegten Seiten als zusätzliches Relevanzsignal. Welche spezifischen Einstellungen dieser Kampagnentyp benötigt, kannst Du in unserem Blogartikel zu den dynamischen Suchanzeigen nachlesen. Die angegebene URL hilft der KI, Suchanfragen thematisch einzuordnen und passende Zielseiten auszuwählen. Je klarer und fokussierter die Landingpage ist, desto besser kann die Ausspielung gesteuert werden.

Tipp: Deine SEA-Landingpage sollte bereits im Vorfeld auf die Conversion Rate hin optimiert werden. Eine schlecht performende Landingpage wird nicht gut mit AI Max funktionieren. Optimiere Deine Landingpages, bevor Du überlegst, sie in eine AI Max einzubinden.

Google berücksichtigt zusätzlich verschiedene Kontextsignale. Dazu zählen beispielsweise Standort, Gerät, Tageszeit und das bisherige Suchverhalten. Diese Signale fließen in die Entscheidung ein, ob und wie eine Anzeige ausgespielt wird. Die Kombination aus Keywords, URLs und Signalen ähnelt in Teilen der Logik von Performance Max, ist jedoch auf das Suchnetzwerk beschränkt.

Die Transparenz bei AI-Max-Kampagnen ist eingeschränkt. Die Performance von Suchbegriffen wird nicht immer vollständig ausgewiesen und die Ausspielungslogik lässt sich nur indirekt nachvollziehen. Umso wichtiger ist es, den Suchbegriffsbericht regelmäßig zu prüfen und die Performance der eingesetzten Assets zu analysieren. Nur so lassen sich Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und korrigieren.

Vorteile von AI-Max-Kampagnen

AI-Max-Kampagnen können die Reichweite im Suchnetzwerk erhöhen. Durch die Nutzung von Broad Match Keywords, zusätzlichen Signalen und URL-Inhalten können auch Suchanfragen abgedeckt werden, die über klassische Keyword Setups hinausgehen.

Sinnvoll ist der Einsatz vor allem als Ergänzung zu bestehenden Suchkampagnen. AI Max ersetzt keine bewährten Setups, kann aber zur Skalierung und Erweiterung der Reichweite beitragen.

Nicht passendes rotes Puzzleteil auf einem schwarzen Puzzle.Nicht passendes rotes Puzzleteil auf einem schwarzen Puzzle.

Eine AI-Max-Kampagne für das Suchnetzwerk kann Deine bestehenden Kampagnen ergänzen. Ob sie wirklich passt und Deine Ziele erreicht, solltest Du regelmäßig überprüfen.

Ein Vorteil ist der geringere manuelle Aufwand auf Keyword-Ebene. Gebote und Ausspielung werden automatisiert gesteuert. Dadurch verschiebt sich der Fokus stärker auf Analyse und Kontrolle statt auf tägliche Einzeloptimierungen.

Zudem bieten AI-Max-Kampagnen Potenzial für zusätzliche Conversions. In Konten mit stabiler Datenbasis kann der Algorithmus neue Nachfrage identifizieren. Voraussetzung dafür sind saubere Conversion-Ziele und eine klare Kampagnenstruktur, die Kannibalisierung im Vorfeld ausschließt.

Risiken & typische Fehler von AI-Max-Kampagnen für das Suchnetzwerk

Ein wesentliches Risiko von AI-Max-Kampagnen sind zu breit gefasste Einstellungen. Ohne klare Einschränkungen bei Keywords, URLs oder Zielgruppen erzeugt die Automatisierung schnell irrelevante Reichweite und verursacht unnötige Kosten.

Ein weiterer Fehler ist blindes Vertrauen in die KI. Trotz Automatisierung sind regelmäßige Kontrollen von Suchbegriffen, Landingpages und Conversions notwendig, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die Qualität der Landingpages bestimmt über den Erfolg. Unklare Inhalte, lange Ladezeiten oder schwache Call-to-Actions senken die Conversion Rate und liefern schlechte Signale für die Optimierung.

Eine unklare Kontostruktur kann außerdem zu Kannibalisierung führen. Überlappende Keywords oder fehlende Ausschlüsse erschweren eine saubere Performance-Bewertung.

Im nächsten Abschnitt zeige ich Dir, wie sich diese Risiken mit Best Practices vermeiden lassen.

Welche Einflussmöglichkeiten hast Du wirklich bei AI-Max-Kampagnen? Unsere Best Practices

Auch wenn AI Max viele Entscheidungen automatisiert trifft, ist die Kampagne kein Selbstläufer. Bestimmte Einstellungen und Begrenzungen haben deutlich mehr Einfluss auf die Performance als andere. Welche das sind und wo sich Optimierung wirklich lohnt, zeigen unsere Best Practices.

Kampagneneinstellungen und Conversion-Ziele

Die wichtigste Einflussgröße ist die Definition der Kampagnenziele. Google optimiert AI-Max-Kampagnen strikt auf die hinterlegten Conversion-Aktionen. Werden diese Ziele unsauber gewählt, lernt der Algorithmus in die falsche Richtung. Besonders kritisch ist das bei Brand-Begriffen. Werden diese nicht vorab ausgeschlossen, optimiert Google bevorzugt auf günstige Brand Conversions statt auf inkrementelle Nachfrage.

Tipp: Bei der Gebotsstrategie empfehle ich Dir, zunächst mit „Conversions maximieren“ zu starten. So erhält die Kampagne in der Lernphase ausreichend Spielraum. Erst nach ausreichend Daten – als Richtwert gelten etwa 30 Conversions pro Monat – kann auf Ziel-CPA oder Ziel-ROAS umgestellt werden. Ohne ausreichende Datenbasis führt ein zu früher Wechsel oft zu einer instabilen Performance.

Prüfe auch die Standort- und Spracheinstellungen sorgfältig. Gerade bei AI-Max-Kampagnen wirken sich zu breite Einstellungen schnell auf die Reichweite und die Kosten aus.

Keywords als thematischer Ausgangspunkt

Eingebuchte Keywords bilden weiterhin die inhaltliche Grundlage für AI-Max-Kampagnen. Sie definieren, in welchem thematischen Umfeld Google-Anzeigen ausspielen darf. Dabei spielen Broad Match Keywords eine zentrale Rolle, da sie dem Algorithmus die notwendige Flexibilität geben, um zusätzliche Suchanfragen zu erschließen. Aber auch exakte oder Phrase Keywords können funktionieren. Arbeite hier mit A/B-Tests und überprüfe die Ergebnisse.

Ganz wichtig: Negative Keywords sind essenziell. Sie begrenzen die Ausspielung und verhindern, dass irrelevante Suchanfragen skaliert werden. Ohne konsequente Ausschlüsse verliert man bei AI Max schnell die Kontrolle über Reichweite und Kosten.

Bestehende Keywords aus dem Account sollten in AI-Max-Kampagnen bewusst ausgeschlossen werden, wenn sie bereits in klassischen Suchkampagnen laufen. So lässt sich verhindern, dass AI Max auf bestehende Nachfrage optimiert und die Ergebnisse dadurch verfälscht. Das Ziel sollte immer sein, zusätzliche Potenziale zu testen und keine vorhandene Performance umzuverteilen.

URLs und Landingpages gezielt steuern

Ähnlich wie bei dynamischen Suchanzeigen nutzen AI-Max-Kampagnen Landingpages als wichtiges Relevanzsignal. Die hinterlegte URL zeigt Google, welches Thema und welche Nutzerintention im Fokus stehen. Je klarer die Landingpage ausgerichtet ist, desto besser kann die Automatisierung arbeiten.

Screenshot aus Google Ads mit einem Hinweis auf die URL-Auschluss-Möglichkeit.Screenshot aus Google Ads mit einem Hinweis auf die URL-Auschluss-Möglichkeit.

Bei der Einrichtung solltest Du direkt irrelevante URLs ausschließen. Das geht über die Einstellung, die im Screenshot gezeigt wird.

Besonders wichtig ist der Ausschluss irrelevanter Seiten. Dazu zählen unter anderem Impressum, Datenschutz, FAQ- oder Karriereseiten. Werden diese nicht ausgeschlossen, kann es zu ungewollten Ausspielungen kommen, die weder zur Zielgruppe noch zum Kampagnenziel passen.

Die Qualität der Landingpage wirkt sich zudem direkt auf die Performance aus. AI Max kann keine schwache Seite kompensieren. Entscheidend sind nach wie vor Ladezeiten, klare Botschaften und eindeutige Call-to-Actions.

Zielgruppen als Signale nutzen

Zielgruppen werden bei AI-Max-Kampagnen nicht als harte Einschränkung, sondern als Signale genutzt. Mithilfe von Remarketing-Listen und Custom-Segmenten kann Google die Ausspielung besser einordnen. Sie ersetzen jedoch kein klassisches Targeting.

Die Gewichtung dieser Signale erfolgt automatisiert. Eine manuelle Steuerung ist nicht möglich. Umso wichtiger ist es, nur Zielgruppen zu hinterlegen, die inhaltlich wirklich zur Kampagne passen.

Aufgeräumte Kontostruktur und engmaschiges Monitoring sind Voraussetzung

AI-Max-Kampagnen sollten nur in strukturierten und aufgeräumten Konten getestet werden. Überlappende Keywords, doppelte Kampagnen oder uneinheitliche Zieldefinitionen erschweren die Auswertung und führen schnell zu Kannibalisierung. Eine saubere Kontostruktur ist die Grundlage für belastbare Tests.

Bewährte Suchkampagnen sollten parallel weiterlaufen. Sie dienen als Vergleichsbasis und helfen dabei, die Ergebnisse von AI Max realistisch einzuordnen. Ohne diesen Benchmark ist es schwer zu beurteilen, ob AI Max tatsächlich einen Mehrwert liefert oder lediglich bestehende Conversions abgreift.

Suchbegriffe, Landingpages und die Zielerreichung sollten regelmäßig überprüft werden. Auch wenn AI Max viele Prozesse automatisiert, sind diese Kontrollmechanismen essenziell. Auffälligkeiten lassen sich so früh erkennen und gezielt korrigieren.

AI-Max-Kampagnen sollten zudem klar begrenzt getestet werden. Dazu gehören ein definiertes Budget, eine feste Laufzeit und eindeutige Erfolgskriterien. Nur so lassen sich fundierte Entscheidungen darüber treffen, ob und wie AI Max langfristig im Konto eingesetzt werden sollte.

Fazit: Worauf es künftig ankommt

Illustration einer Person mit Lupe die Datenbalken analysiert.Illustration einer Person mit Lupe die Datenbalken analysiert.

Auch zukünftig wird es nicht ausreichen, sich allein auf die KI zu stützen: Analysen der Performance, Vergleichstests sowie Ziel- und Ergebniskontrollen werden auch künftig entscheidend für die Performance von Kampagnen sein.

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AI-Max-Kampagnen sind kein universelles Erfolgsrezept. Sie können sehr gut funktionieren, müssen es aber nicht. Ausschlaggebend ist weniger der Kampagnentyp selbst, sondern der Kontext, in dem er eingesetzt wird. Branche, Sortiment, Suchverhalten und Datenbasis haben einen deutlich größeren Einfluss, als Google in seiner Produktkommunikation vermittelt.

In der Praxis zeigt sich, dass AI-Max-Kampagnen selbst innerhalb derselben Branche unterschiedlich performen können. In einem E-Commerce-Konto liefern Exact und Phrase Keywords stabile Ergebnisse, während Broad Match kaum Mehrwert bietet. In einem anderen Shop funktioniert genau das Gegenteil. Obwohl beide Konten Produkte verkaufen und ähnliche Ziele nutzen, reagiert der Algorithmus unterschiedlich. Pauschale Empfehlungen greifen hier zu kurz.

AI Max sollte daher nicht als „nächster logischer Schritt“, sondern als Testformat verstanden werden. Es braucht klare Hypothesen, saubere Vergleichskampagnen und realistische Erwartungen. Erst dann lässt sich beurteilen, ob AI Max für ein Konto, Sortiment oder eine Zielgruppe wirklich profitabel ist.

Langfristig wird Google die Automatisierung im Suchnetzwerk weiter ausbauen. Daher wird es umso wichtiger, Erfahrungen zu sammeln und die Grenzen der Systeme zu kennen. AI Max kann eine echte Ergänzung sein, aber nur, wenn das Setup stimmt, die Datenqualität gut ist und der Kontext berücksichtigt wird. Ohne diese Voraussetzungen bleibt die versprochene Effizienz oft aus.

Bist Du unsicher, ob AI Max für Dein Konto sinnvoll ist? Wir prüfen Deine bestehenden Suchkampagnen und zeigen Dir, ob und wie sich AI-Max-Kampagnen sinnvoll integrieren lassen. Nimm jetzt Kontakt mit uns auf, wir helfen Dir gerne weiter.

 

Bildnachweis: Titelbild: Aan/stock.adobe.com; Bild 2: Screenshot aus Google Ads / Seokratie, Bild 3: InfiniteFlow/stock.adobe.com, Bild 4: faraktinov/stock.adobe.com, Bild 5: : Screenshot aus Google Ads / Seokratie, Bild 6: Mae/stock.adobe.com



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