Datenschutz & Sicherheit
„Star Citizen“: Angreifer hatten Zugriff auf Daten von Cloud Imperium Games
Unbekannte Täter sind in die IT-Systeme des Spielestudios Cloud Imperium Games (CIG) eingedrungen und haben auf Kundendaten zugegriffen. Das hat das Unternehmen bestätigt, sieht aber keine Gefahr für Kunden. CIG stellt populäre Spiele wie „Star Citizen“ her.
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Auf der Webseite der Spieleentwicklerfirma Roberts Space Industries hat das Unternehmen das Datenleck nun eingeräumt. Demnach wurde CIG am 21. Januar 2026 Ziel eines systematischen und raffinierten Angriffs. Der mündete in unbefugten Zugriff der Cyberkriminellen auf einige Backup-Systeme. Das umfasste auch begrenzten Zugriff auf persönliche Nutzerdaten. Betroffen seien lediglich einfache Kontoinformationen wie Metadaten, Kontaktdetails, Nutzernamen, Geburtsdaten und der Name von Usern.
Die Angreifer hätten jedoch keinen Zugriff auf Finanz- oder Bezahlinformationen oder Passwörter gehabt, diese seien nicht auf den betroffenen Systemen gespeichert gewesen. Da nur lesender Zugriff möglich war, konnten die Täter auch keine Daten einschleusen oder manipulieren.
Gegenmaßnahmen ergriffen
CIG hat dem eigenen Bekunden nach schnell reagiert und die Aktivitäten eingeschränkt sowie weiteren Zugriff auf diese Daten und CIG-Systeme blockiert. Die Sicherheitseinstellungen will das Unternehmen „aufgefrischt“ haben, um sicherzustellen, dass keine Bedrohung für die Spiele oder die Nutzer besteht.
Derzeit überwacht das Unternehmen die Situation und die Systeme, um sicherzustellen, dass keine weiteren Vorfälle auftreten. Außerdem will CIG überprüfen, ob möglicherweise entwendete Informationen veröffentlicht werden. Derzeit gebe es dafür keine Hinweise. „Wir teilen diese Information im Sinne der Transparenz mit. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass dieser Vorfall Auswirkungen auf unsere Nutzer haben wird“, erklärt CIG schließlich.
Im Nutzerforum auf Roberts Space Industries kritisieren potenziell betroffene Nutzer, die Erklärung sei nicht konkret genug und die Informationslage zu dünn. Es bleibe etwa unklar, wie lange die Angreifer auf die Informationen zugreifen konnten. Auch beklagen sie fehlende Informationen zu möglicherweise kopierten Metadaten oder Kontaktdetails.
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Cyberangriffe sind inzwischen an der Tagesordnung. Etwa bei brillen.de kam es in der vergangenen Woche erneut zu einem Cyberangriff, bei dem Daten von 1,5 Millionen Kunden im Darknet gelandet sind.
(dmk)