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Starlink ändert Geschäftsmodell: Hardware-Kits für Neukunden zur Miete


Starlink hebt die Kosten für das Satelliteninternet für Neukunden an. Der Satelliten-Internetdienst hat jüngst eine „monatliche Kit-Gebühr“ eingeführt, die die Privatkunden-Tarife um 10 Euro pro Monat verteuert.

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Wie PCMag schreibt, entdeckten Nutzer die neue Gebühr bereits am vergangenen Montag. Sie gilt für die Standard-Starlink-Antenne, die SpaceX bei Abschluss eines neuen Privatkunden-Abos mitliefert. Die Hardwaremiete scheint weltweit eingeführt zu werden: Auf der Starlink-Webseite erscheint sie für Neukunden in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Australien, Mexiko und auch für Deutschland.



Neu: Bei der Bestellung fallen nun 10 Euro Miete im Monat für das Starlink-Kit an.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Während hiesige Internetanbieter DSL- und Glasfaserrouter optional vermieten, kommt dies bei Starlink überraschend, denn das Unternehmen bot seine Antennen-Kits zum Empfang des Satelliteninternets bislang kostenlos beim Vertragsabschluss über 12 Monate an. Neukunden können im Zuge der Bestellung indes angeben, dass sie bereits eine Antenne besitzen und sie vorher bei einem Händler wie MediaMarkt erstehen.

Damit dürften sie je nach Nutzungsdauer und Tarif günstiger fahren als mit der Mietoption: Bei einer Laufzeit von drei Jahren müssten Nutzer 360 Euro allein für die Miete hinlegen; ein Einmalkauf schlägt für das Mini-Kit, das es zum 100-Mbit/s-Tarif gibt, bisweilen mit 200 Euro zu Buche. Beim Standard-Kit, das den beiden anderen Tarifen beiliegt, verhält es sich anders, denn dieses kostet um die 340 Euro im Handel.

Ein Kauf des Kits direkt beim Unternehmen ist der Supportseite zufolge weiterhin möglich, das ist nun aber etwas umständlicher: „Sind Sie derzeit Starlink-Kund*in und mieten einen Starlink, möchten aber Ihr Kit nun kaufen, erstellen Sie bitte ein Support-Ticket,“ heißt es dort.

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Die Umstellung auf Hardwaremiete des Kits bei Starlink erfolgt nur wenige Wochen nach einer Preiserhöhung: Ende Mai hat der Satelliteninternet-Anbieter sämtliche Privathaushalt- und Reise-Tarife um jeweils fünf bis sechs Euro monatlich angehoben.

Seitdem kostet der günstigste Starlink-Tarif „Privathaushalt 100 Mbit/s“ 35 statt 29 Euro im Monat. Er ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und Upload-Geschwindigkeiten von 15 bis 35 Mbit/s. Für 55 statt der bisher 49 Euro bietet das Unternehmen die Variante „Privathaushalt 200 Mbit/s“ und den Tarif „Max“ für 75 statt 69 Euro im Monat an. Laut Starlink erhalten Kundinnen und Kunden dafür „maximal verfügbare Geschwindigkeiten und höchste Netzwerkpriorität für Privathaushalte“ – in Zahlen: 20 bis 40 Mbit/s für den Upload und 400 Mbit/s im Download. PCMag merkt an, dass Neu-Abonnenten dieses Tarifs zudem zwei bislang enthaltene Vorteile verlieren: den kostenlosen Leihzugang zum Starlink Mini sowie den 50-Prozent-Rabatt auf Reise-Tarife.

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Für das kleine Reise-Paket mit einem Datenvolumen von 100 GByte fallen statt bisher 40 nun 45 Euro an, während für das „Unbegrenzt“-Paket mit unbegrenztem Volumen 95 Euro pro Monat statt 89 Euro anfallen.

Das neue Mietmodell könnte mit dem am 12. Mai anstehenden Börsengang von SpaceX zusammenhängen. Als börsennotiertes Unternehmen wird SpaceX einem stärkeren Druck ausgesetzt sein, jedes Quartal solide Finanzprognosen und Gewinne vorzulegen. Wiederkehrende Einnahmen, wie die Miete aus den Kits, gilt bei Börsengängen als positiv bewertetes Geschäftsmodell.


(afl)



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