Künstliche Intelligenz
Stromspeicher Anker Solarbank 4 Pro im Test: für ein Balkonkraftwerk zu schade
Die Anker Solarbank 4 Pro bietet eine PV-Eingangsleistung von 5000 Watt und kann bis zu 2500 Watt einspeisen. Was sie sonst noch leistet, zeigt der Test.
Die Anker Solarbank 4 Pro ist weit mehr als ein einfacher Speicher für ein Balkonkraftwerk. Mit ihren vier integrierten MPP-Trackern können bis zu zwölf Solarmodule angeschlossen werden, sodass sich die maximale PV-Eingangsleistung von 5.000 Watt voll ausschöpfen lässt. Für noch höheren Leistungsbedarf lassen sich drei Solarbank‑4‑Einheiten zusammenschalten oder sogar vier Geräte gleichzeitig über das Anker Power Dock betreiben. Dadurch steigt die Leistungsabgabe auf 7,5 kW respektive 10,5 kW und die PV-Eingangsleistung auf 15 kWp oder 20 kWp. Zudem können bis zu fünf Zusatzbatterien unter einer Solarbank 4 Pro gestapelt werden – bei drei oder vier Solarbanks ergibt sich so eine maximale Speicherkapazität von bis zu 90 oder 120 kWh.
Wer die Solarbank 4 Pro jedoch voll ausreizen möchte, kommt an einem Elektriker und der Anmeldung als reguläre PV-Anlage nicht vorbei. Nur im werkseitigen Auslieferungszustand ist das System weiterhin für die vereinfachte Anmeldung als Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister qualifiziert.
Wie sich die Anker Solix Solarbank 4 Pro E5000 Pro in der Praxis bewährt, zeigt unser ausführlicher Test.
Bilder Anker Solarbank 4 Pro
Anker Solarbank 4 Pro: Über vier MPPTs lassen sich bis zu zwölf Module anschließen. Die PV-Eingangsleistung liegt bei 5000 Watt.
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Anker Solarbank 4 Pro: 5 kWh Kapazität, 5 kW PV-Eingang, 2,5 kW Einspeiseleistung bei Anmeldung als PV-Anlage
Nulleinspeisung: Die Anker Solarbank 4 Pro passt die Einspeiseleistung schnell an den tatsächlichen Bedarf an. Mit einer Einspeiseleistung von bis zu 2500 Watt kann sie nahezu sämtliche Verbraucher eines Haushalts versorgen.
Gegenüber der Zendure Solarflow 2400 Pro leistet sich die Anker Solarbank 4 Pro weniger starke Ausschläge bei der dynamischen Einspeisung.
Dank einer offiziellen Integration lässt sich die Anker Solarbank 4 Pro unter Home Assistant einbinden und lokal steuern.
Die Anker-App informiert über wesentliche Betriebsparameter der Solarbank 4 Pro und informiert mit Statistiken über die PV-Produktion und Einspeiseleistung. Mit unseren vier nicht optimal ausgerichteten Panels mit 1,84 kWp erntet sie in der Spitze bis zu 9,64 kWh pro Tag.
Wer einen Smart Meter wie Shelly Pro 3EM installiert hat, nutzt den Modus „Eigenverbrauch“. Damit speist die Solarbank 4 genauso viel Strom ins Hausnetz ein, wie aktuell benötigt wird. Die Notstromsteckdose (Lastanschluss) bietet im Offgrid-Modus bis zu 2500 Watt. Ans Stromnetz angeschlossen liefert sie sogar 3600 Watt. 1100 Watt kommen dann aber vom Stromversorger. Die Home-Assistant-Integration wird in der App ausführlich beschrieben.
Anker Solix Solarbank 4 Pro: Gehäuse, Ausstattung, Zusatzakkus
Für ihre Kapazität mit 5,02 kWh fällt die Anker Solarbank 4 Pro mit den Abmessungen 46,0 × 30,5 × 35,5 cm (B/T/H) noch relativ kompakt aus. Beim Design bleibt Anker seiner bisherigen Linie treu und verpackt die Technik in ein silberfarbenes Gehäuse aus Aluminium. Neu bei der Solarbank 4 ist ein Display an der Front im oberen Bereich. Es informiert über den aktuellen Gerätestatus und zeigt wesentliche Betriebsparameter wie Solarproduktion und Einspeiseleistung an. Steuern lässt sich die Solarbank 4 damit nicht.
Der Einschalter sitzt unterhalb der vier MPP-Tracker an der linken Gehäuseseite. Jeder MPP-Tracker bietet eine Eingangsleistung von 1250 Watt, sodass die Solarbank insgesamt 5000 Watt von Solarpanels aufnehmen kann. Laut Anker ist der Betrieb von zwölf 500-Watt-Panels mit insgesamt 6 kWp problemlos möglich. Anker selbst bietet diese Konfiguration in seinem Shop an. Beim Anschluss von zwölf Solarpanels werden über ein Adapter-Kabel drei Panels pro MPP-Tracker angeschlossen.
Der hintere Teil des Gehäuses ist von einem massiven Kühlkörper umgeben. An der rechten Seite findet sich der AC-Anschluss, der den Speicher mit dem Hausnetz über eine Schuko- oder Wieland-Steckdose mit dem Stromnetz verbindet. Darunter gibt es einen Kommunikationsport für andere Anker-Geräte wie EV-Charger, eine Notstromsteckdose sowie ein Druckentlastungsventil.
An der Unterseite findet sich hinter einer Abdeckung der Anschluss für einen Zusatzakku, der mit 46,0 × 25,4 × 33,3 cm. An den Seiten gibt es eingelassene Tragegriffe. Doch alleine lässt sich die 50 kg schwere Solarbank 4 Pro nur von kräftigen Personen tragen. Der Zusatzakku BP5000 mit 5,02 kWh wiegt 42 kg. Insgesamt kann eine Solarbank 4 Pro bis zu fünf Zusatzakkus ansteuern, womit eine Gesamtkapazität von 30 kWh möglich ist. Wer eine Solarbank 2 oder 3 im Einsatz hat, kann diese mit der Solarbank 4 tauschen und die älteren Zusatzakkus der Solarbank 2 und 3 (BP1600 und BP2700) in Kombination mit der Solarbank 4 Pro weiter verwenden.
Das Gehäuse ist einwandfrei verarbeitet: Es gibt keine scharfkantigen Stellen. Alle nötigen Kabelverbindungen (MC4-Kabel der Solarpanels, AC-Kabel) sitzen passgenau und stabil.
Die Solarbank 4 Pro ist IP66-zertifiziert und demnach staubdicht und gegenüber starkem Strahlwasser geschützt. Regen macht ihr also nichts aus. Trotzdem sollte man sie, wie jeden anderen Speicher auch, nicht der Sonne aussetzen. Dadurch kann sich der Speicher so stark aufheizen, dass die Leistung zurückgefahren wird. Laut Anker verkraftet die Solarbank 4 Temperaturen zwischen –20 und 55 °C. Da Batteriezellen nur bei Temperaturen über 0 °C geladen werden können, hat Anker in der Solarbank 4 Pro eine Heizung integriert, die sich automatisch einschaltet.
Rechtliche Rahmenbedingungen, Wieland-Steckdose und Anmeldung
Im Auslieferungszustand beträgt die maximale Einspeiseleistung der Solarbank 4 Pro 800 Watt. Damit können Benutzer sie als Balkonkraftwerk beim Marktstammdatenregister anmelden. Beim Anschluss von mehr als zwei Modulen erfüllt eine Wieland-Steckdose die entsprechende VDE-Norm.
Bei mehr als 2 kWp-PV-Leistung ist laut VDE grundsätzlich ein Elektrobetrieb hinzuzuziehen, der die Anlage prüft und anmeldet. Dies geht aus einer FAQ zur neuen Norm 4105 hervor:
„Für Steckersolargeräte gilt die Produkt- und Prüfnorm DIN VDE V 0126-95 nach der nur Steckersolargeräte bis 2 kWp ohne Elektrofachkraft in Betrieb genommen werden dürfen. Für alle anderen Erzeugungsanlagen und Speicher gilt uneingeschränkt die DIN VDE V 0100-551-1, DIN VDE 0100-712 oder die VDE-AR-E 2510-2, die immer eine Elektrofachkraft bedingt.“
Für eine Anlage mit bis zu 7 kWp PV-Leistung ist kein intelligentes Messsystem (iMSys), bestehend aus einem Smart Meter und einem Gateway, erforderlich. Wer mehrere Anker Solarbank 4 Pro mit einer PV-Leistung über 7 kWp betreibt, muss hingegen ein solches installieren lassen. Damit steigen die Kosten des Stromzählers von 25 Euro (moderne Messeinrichtung) auf 50 Euro (iMSys) jährlich bei einer PV-Anlage bis 15 kWp und auf 110 Euro für PV-Anlagen bis 25 kWp. Die Jahresgebühr steigt bei PV-Anlagen bis 100 kWp auf 140 Euro. Zudem kommen noch Kosten für eine Steuerbox, deren Jahresgebühr 50 Euro beträgt.
Wer eine Anker Solarbank 4 Pro in der Maximal-Konfiguration mit zwölf 500-Watt-Solarpanels und 2500 Watt Einspeiseleistung betreiben möchte, benötigt zwingend eine Wieland-Steckdose oder Festanschluss an einem abgesicherten Stromkreis, der keine weiteren Verbraucher bedient. Außerdem muss die Anlage angemeldet werden. Für den Einbau einer Wieland-Steckdose inklusive Anmeldung verlangt Anker aktuell 500 Euro.
Inbetriebnahme und App
Für die Inbetriebnahme der Solarbank 4 Pro wird die Anker-App benötigt, die den Stromspeicher mit dem heimischen WLAN und idealerweise mit einem Smart Meter koppelt. Erst damit ist eine bedarfsgerechte Einspeisung (Nulleinspeisung) möglich. Das kann der neue Anker Smart Meter sein, der zusätzlich einen Anschluss zum Messen einer weiteren PV-Anlage bietet. Hierfür wird ein optional erhältlicher zweiter Klemmensatz benötigt. Wir nutzen aber nicht den Anker-Smart-Meter, sondern den bewährten Shelly Pro 3EM. Alternativ lässt sich die Nulleinspeisung auch mit einem Everhome Ecotracker realisieren. Dieser muss anders als der Shelly Pro3EM und dem Anker-Smart-Meter nicht von einem Elektriker in der Stromverteilung installiert werden, sondern kann vom Anwender direkt zum Auslesen des Strombedarfs auf den Hausstromzähler montiert werden, sofern dieser eine Schnittstelle dafür bietet. In Eigenheimen mag das eine sinnvolle Alternative sein, aber in Eigentumswohnungen liegt der Zählerschrank meist außerhalb des heimischen WLANs, sodass eine Koppelung nicht möglich ist.
Für Anwender ohne dynamischen Stromtarif ist in der App die Einstellung „Eigenverbrauch“ die wichtigste. In Verbindung mit einem Smart Meter wie dem Shelly Pro 3EM speist die Solarbank 4 Pro nur so viel Strom ein, wie aktuell benötigt wird. Ohne Smart Meter können Anwender über die Option „Benutzerdefinierter Modus“ Lade- und Einspeiseleistung nach Zeitplänen definieren.
Wer bereits eine intelligentes Messsystem mit Gateway (iMsys) installiert hat, kann statt eines festen einen dynamischen Strompreis nutzen, der sich an den Börsenpreisen orientiert. Damit kann in sonnenarmen Zeiten die Solarbank 4 zu günstigen Tarifen geladen werden. Und sobald der Strompreis steigt, kann man dann die vollgeladene Solarbank 4 Pro zum Einspeisen nutzen. Damit das wirtschaftlich ist, müssen die Preise von günstigstem und höchstem Preis für die kWh aber deutlich mehr als 20 Prozent auseinanderliegen, sodass die Verluste durch die Stromumwandlung von AC (Stromnetz) zu DC (Akku) zu AC ausgeglichen werden. Für diese Betriebsart kommen in Deutschland allerdings nicht viele infrage: Laut Bundesnetzagentur liegt die Einbauquote von intelligenten Messsystemen nur bei 5,5 %. Insofern dürften für knapp 95 % aller Anwender die an dynamische Stromtarife gekoppelten Betriebsoptionen wie „Smart-Modus“ und „Dynamischer Tarif“ belanglos sein. Zudem muss man im Smart-Modus Energiesystemdaten mit der Anker-Cloud teilen. Das ist sicher nicht jedermanns Sache.
Ansonsten ist die App übersichtlich aufgebaut und bietet neben Steuerungsmöglichkeiten auch ansehnliche Statistiken zum Energiesystem wie Solarproduktion und Einspeiseleistung. Allerdings ist der Speicherverbrauch der App relativ hoch, sodass der Start etwas länger dauert als bei der Konkurrenz. Auch ist die App nur für Smartphones, nicht aber für Tablets optimiert, sodass man auf diesen Geräten nicht von der größeren Darstellungsfläche profitiert.
Lokale Ansteuerung mit Home Assistant
Nach Zendure, SunEnergyXT, Hoymiles und Marstek bietet Anker nun auch eine lokale Schnittstelle, mit der man die Solarbank 4 Pro über Home Assistant ansteuern kann. Die offizielle Anker-Integration ist dabei nahezu perfekt, sodass man keine manuellen Sensoren über Helfer für das Energy-Dashboard erstellen muss, wie das teilweise bei anderen Herstellern der Fall ist.
Um den Zugriff von Home Assistant auf die Solarbank 4 Pro zu erhalten, muss man in der App unter Einstellungen – Einstellungen für Drittanbieter die Option Modbus TCP aktivieren. Anschließend werden IP-Adresse und Port-Nummer der Solarbank 4 Pro angezeigt. Mit diesen Daten wird die Integration konfiguriert. Anschließend steht die Solarbank 4 Pro unter Home Assistant zur Verfügung. Fortan kann sie lokal gesteuert werden und ist auf die Anker-Cloud bis auf Firmware-Updates, die weiterhin nur mit der App möglich sind, nicht mehr angewiesen.
Effizienz und Nulleinspeisung
Die Roundtrip-Effizienz beträgt beim Laden und Entladen mit 800 Watt etwa 82 Prozent. Das ist etwas weniger als bei Zendure Solarflow 2400 Pro mit 87 Prozent. Angesichts der größeren Leistung in Form einer PV-Eingangsleistung von 5000 Watt gegenüber 3000 Watt (Zendure) und einer etwas höheren Einspeiseleistung von bis zu 2500 Watt (Zendure: 2400 Watt) geht das aber in Ordnung.
Die Nulleinspeisung gelingt der Solarbank 4 Pro hingegen etwas besser als der Zendure Solarflow 2400 Pro. Zwar beginnen beide Systeme gleich schnell mit der Regelung. Das Einschwingverhalten ist bei der Solarbank 4 Pro aber etwas ungenauer. Die Solarbank 4 Pro gibt wesentlich seltener Energie ans Stromnetz ab als die Zendure Solarflow 2400 Pro. Auch gegenüber dem Solakon One ist die Anker Solarbank 4 Pro bei der Nulleinspeisung im Vorteil.
Preis
Der offizielle Verkaufspreis der Anker Solarbank 4 Pro beträgt knapp 2000 Euro. Im Handel ist der Stromspeicher mit 5 kWh Kapazität und einer PV-Eingangsleistung von 5000 Watt aktuell ab 1599 Euro erhältlich. Das entspricht einem Preis pro kWh von 319 Euro. Im Vergleich dazu ist der Zendure-Speicher Solarflow 2400 Pro inklusive Zusatzakku und einer Kapazität von 5,28 kWh mit einem Preis pro kWh von 246 Euro etwas günstiger. Allerdings bietet der Zendure nur eine PV-Eingangsleistung von 3000 Watt.
Im Folgenden listen wir die Kosten für verschiedene Solarbank-4-Konfigurationen aus dem Anker-Shop (7/2026).
| Anker Solarbank 4 ggf. mit Zusatzakku und 500-Watt-Solarpanels | 5.097 € | 3.898 € | 2.799 € | 3.498 € | 2.399 € | 1.999 € |
| Anmeldeservice mit Prüfung der Anlage und Einbau einer Wieland-Steckdose | 499 € | 499 € | 499 € | 499 € | 499 € | 499 € |
| AC-Kabel für Wieland-Steckdose | 39 € | 39 € | 39 € | 39 € | 39 € | 39 € |
| Halterung für Panels | 600 € | 600 € | 600 € | 400 € | 400 € | 200 € |
| Kabeladapter | 49 € | 49 € | 49 € | |||
| MC4-Verlängerungskabel 5m 6 mm² | 175 € | 175 € | 175 € | 165 € | 165 € | 95 € |
| Gesamtpreis | 6.459 € | 5.260 € | 4.161 € | 4.601 € | 3.502 € | 2.832 € |
Im Vergleich zum Anker-Shop sind Balkonkraftwerke mit der Solarbank 4 Pro bei anderen Anbietern etwas günstiger. So verkauft Kleines Kraftwerk die Solarbank 4 Pro zusammen mit vier 500-Watt-Panels ohne Halterungen für 1899 Euro. Mit dem Code HEISE10 reduziert sich der Preis für das Balkonkraftwerk auf 1709 Euro.
Wann amortisiert sich die Anker Solarbank 4 Pro mit 6 kWp-PV-Leistung?
Mit dem Solarisator der HTW Berlin haben wir ermittelt, wie groß die Stromersparnis durch eine 6 kWp-Anlage auf Basis der Anker Solarbank 4 jährlich anfällt. Dabei haben wir Strompreise von 30, 35 und 40 Cent und einen jährlichen Strombedarf von 4000 kWh für die Kalkulation berücksichtigt.
Demnach amortisiert sich die 6-kWp-Anlage mit 5 kWh Speicher bei 30 Cent pro kWh nach gut 5 Jahren. Mit 10 kWh Kapazität dauert es etwa 6 Jahre und mit 15 kWh etwas über 7 Jahre.
Über eine Nutzungszeit von 15 Jahren, wovon 10 Jahre über eine Garantie abgedeckt sind, erwirtschaftet die Anlage mit 10 kWh mit 7850 Euro den größten Gewinn, gefolgt von der 5-kWh-Variante mit rund 7600 Euro. Mit 6966 Euro erzielt die 15-kWh-Anlage den geringsten Gewinn.
| Gesamtpreis | 6.459 € | 5.260 € | 4.161 € |
| Stromersparnis bei 4000 kWh Verbrauch und 30 Cent pro kWh pro Jahr | 895 € | 874 € | 784 € |
| Stromersparnis bei 4000 kWh Verbrauch und 35 Cent pro kWh pro Jahr | 1.045 € | 1.020 € | 915 € |
| Stromersparnis bei 4000 kWh Verbrauch und 40 Cent pro kWh pro Jahr | 1.194 € | 1.166 € | 1.046 € |
| Amortisation 30 Cent/kWh in Jahren | 7,22 | 6,02 | 5,31 |
| Amortisation 35 Cent/kWh in Jahren | 6,18 | 5,16 | 4,55 |
| Amortisation 40 Cent/kWh in Jahren | 5,41 | 4,51 | 3,98 |
| Gewinn nach 15 Jahren (30 Cent/kWh) | 6.966 € | 7.850 € | 7.599 € |
| Gewinn nach 15 Jahren (35 Cent/kWh) | 9.216 € | 10.040 € | 9.564 € |
| Gewinn nach 15 Jahren (40 Cent/kWh) | 11.451 € | 12.230 € | 11.529 € |
Fazit
Anker bietet mit der Solarbank 4 Pro einen Stromspeicher, der für ein klassisches Balkonkraftwerk mit zwei PV-Panels überdimensioniert ist. Erst mit vier Solarpanels wird die Solarbank 4 Pro zumindest im Sommer gut ausgenutzt. Im Test hat sie mit Zusatzakku an sonnigen Tagen in Kombination mit unserer 1,84 kWp-Anlage bei nicht optimaler Ausrichtung bis zu 9,5 kWh Strom an einem Tag gespeichert. In der Standardauslieferung ist die Einspeiseleistung auf 800 Watt begrenzt, sodass man die vereinfachte Anmeldung als Steckersolargerät nutzen kann. Wer die Anker Solarbank 4 Pro hingegen voll ausreizen möchte, sollte sie als PV-Anlage anmelden. Dann kann man sie mit bis zu 12 Solarpanels betreiben und profitiert von der maximalen Einspeiseleistung von 2500 Watt. Für diesen Einsatzzweck gibt es derzeit kaum eine bessere Alternative.
Künstliche Intelligenz
EU-Verpackungsverordnung: Warum kleine Händler ihre Shops schließen
PPWR – was klingt wie der Name für einen Kernreaktortypen, sorgt derzeit für Aufregung in sozialen Medien. Händler schließen ihre Onlineshops oder versenden nicht mehr ins Ausland. Insbesondere die Betreiber kleiner Onlineshops schlagen Alarm: Bedroht die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), die Verpackungsverordnung der EU, den Einzelhandel?
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Mit ihrem Inkrafttreten am Mittwoch steht die Verordnung als unmittelbar geltendes EU-Recht über dem deutschen Verpackungsgesetz. Vor allem kleinere Onlinehändler klagen, dass sie die damit verbundenen Auflagen nicht stemmen können – und geben lieber auf.
Die Menge macht den Müllberg
Der Boom des Online-Shopping lässt auch die Berge von Verpackungsmüll wachsen. 40 Prozent des Plastikmülls in der EU sei Versandabfall, rechnet die EU-Kommission vor. Dass das kein wünschenswerter Zustand ist, darüber sind sich die meisten Akteure sogar einig – zumindest diejenigen, die sich schon bislang an den entsprechenden Systemen beteiligen können oder müssen.
Bislang galt bei Verpackungen aus Handelssicht ein vergleichsweise klares System. Es gab nur zwei Sorten von Verpackungen: alles, was nicht beim Verbraucher verbleibt oder reine Umverpackung ist, führte zu Rücknahmepflichten. Für Pfandflaschen, Fässer für giftige Stoffe oder Einwegpfandverpackungen galt: Die Hersteller müssen sich beim deutschen LUCID-System registrieren, bei der „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“ (ZSVR). Dort müssen zudem Daten zum Unternehmen und Versand abgegeben werden.
Wer aber auch Verpackungen verwendet, die üblicherweise beim Endkunden in die Mülltonne wandern, muss den Weg der „Systembeteiligung“ gehen: Sich registrieren und dann entsprechend der genutzten Verpackungen die Entsorgung oder das Recycling mitfinanzieren. Solche Systeme soll es in Zukunft in allen europäischen Staaten geben.
Doch damit endet die Klarheit bereits. Die „PPWR“ stellt die Anbieter vor ganz unterschiedliche Fragen. Eine der zentralen: Ab wann ist man eigentlich Hersteller einer Verpackung – und wann Erzeuger? Hier schafft die Verordnung eine komplizierte Abgrenzung mit unterschiedlichen Pflichten, die im grenzüberschreitenden Warenverkehr vor allem kleine Händler vor Probleme stellt.
Erzeuger müssen sich etwa darum kümmern, dass die Verpackungen die Anforderungen der Verordnung erfüllen und alles dokumentieren. Hersteller sind verpflichtet, sich um die Entsorgung der Verpackungen zu kümmern. Das beinhaltet unter anderem, sich an den jeweiligen Recyclingsystemen der Länder zu beteiligen.
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Die EU nennt das „erweiterte Herstellerverantwortung“. Das EU-Recht hat dafür bisher die Möglichkeit der freiwilligen Zusammenarbeit mit einem Bevollmächtigten in dem jeweiligen Land vorgesehen. Dieser Bevollmächtigte wird mit den neuen Regeln zu einer Pflicht.
Beim Inlandswarenverkehr sind Erzeuger und Hersteller im Sinne der PPWR in der Regel identisch. Das gilt zum Beispiel für Händler, die Produkte unter einer eigenen Marke mit eigener Verpackung verkaufen. Beim Versand in ein anderes Land gilt grundsätzlich, dass derjenige als Hersteller gilt, der als erster das Produkt ins Land einführt.
Für spezialisierte Händler mit internationaler Kundschaft wird das zu einem Problem: Wer aus dem Ausland nach Deutschland oder aus Deutschland ins Ausland versendet, gilt im Zielland der Sendung immer als Hersteller – egal, wie viele Sendungen es sind, ob 5 oder 5 Millionen – und muss dann die entsprechenden Pflichten erfüllen.
Hehres Ziel, mangelhafte Umsetzung
Eigentlich hat die PPWR unter anderem das Ziel, dass sich auch Direktimporteure an die europäischen Vorschriften halten. Denn auch chinesische, vietnamesische oder kanadische Versender sollen sich künftig an den Systemkosten von Entsorgung und Recycling beteiligen und problematische Verpackungen vermeiden. Auch wird mit der Regelung ein Wettbewerbsvorteil für Nicht-EU-Anbieter ausgeglichen.
Das erkennen auch alle Branchenverbände an – doch die Umsetzung ist das Problem. Die größte Hürde ist die Pflicht, in jedem europäischen Land zukünftig einen Bevollmächtigten nennen zu müssen, in das man seine Waren exportiert. Denn statt auf ein gemeinsames europäisches System setzt die Verpackungsverordnung weiterhin auf die verschiedenen Systeme in den Mitgliedstaaten.
Die Möglichkeit, dass analog zur Plattformregulierung des Digital Services Act (DSA) ein Firmensitz oder einzelner Bevollmächtigter in der EU reichen würde, sieht die PPWR nicht vor.
Händler schließen Länder aus – oder ganz
Während das für die Riesen der Branche kein Problem ist, wird es für kleine Versandhändler wie den vor allem über Social Media präsenten Pokémonkarten-Händler AlphaOmegaZ zu einem sehr großen. Selbst wenn er will, kann er bei manchen seiner Vertriebskanäle keine Länder ausschließen, weshalb der Anbieter seinen Shop bei Whatnot erst einmal dichtgemacht hat. Und damit ist er kein Einzelfall.
Die neuen Regeln sind seit April 2024 beschlossene Sache. Offenbar hat die Zeit den Anbietern nicht zur Vorbereitung gereicht. Allerdings gibt es in vielen EU-Staaten noch gar keine fertigen Systeme. Zudem fehlen nach wie vor die eigentlich nötigen Umsetzungsrechtsakte zur PPWR – also weitere Vorschriften auf EU-Ebene, wie die Verordnung konkret angewandt werden soll.
EU-Kommission setzt auf schnellen Omnibus
Die Aufregung ist nicht nur in den sozialen Medien groß. Händler sind verunsichert und sehen ihre Existenz bedroht. Für zusätzliche Verunsicherung sorgten verschiedene Auslegungen in der Frage, ob man schon durch das bloße Anbringen eines Versandaufklebers auf einen Originalkarton zum Erzeuger oder Hersteller wird. Zwar hat die EU-Kommission inzwischen klargestellt, dass das grundsätzlich nicht so ist, doch sehen Experten noch einige Fallstricke und offene Fragen.
Ansonsten rät die Kommission selbst erst einmal zur Gelassenheit. In einem umfangreichen Frage-und-Antwort-Katalog verweist sie darauf, dass die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden die Anbieter unterstützen sollten. Es ginge auf keinen Fall darum, Warenflüsse zwischen Unternehmen oder zu Verbrauchern zu unterbrechen oder zu behindern.
„Nur da, wo die Nichteinhaltung von einem Anbieter nicht korrigiert wird, sondern dauerhaft ist, sind die Mitgliedstaaten zur Durchsetzung mit weiteren Maßnahmen wie Verboten oder Rückrufen befugt“, heißt es in dem Dokument – das rechtlich, anders als der Verordnungstext der PPWR selbst, allerdings keinerlei Verbindlichkeit hat.
Offenkundig ist aber auch den zuständigen Stellen bewusst, dass die Regelungen noch Nachbesserungsbedarf haben. Es gehe um einen „flexiblen und pragmatischen Ansatz“ und Entlastung von kleinen Unternehmen, betonte eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel. Eine Vereinfachung der Regeln vor allem für kleinere Unternehmen sei bereits in Arbeit.
Laut dem Vorschlag soll mit dem sogenannten „Umweltomnibus“ die Pflicht, einen Bevollmächtigten zu nennen, zumindest bis 2035 ausgesetzt werden. Der Vorschlag liege seit vergangenem Dezember bei Europaparlament und den Mitgliedstaaten, so die Kommission.
(vbr)
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Cirqa Smart Ring: Garmin plant offenbar Einstieg in den Smartring-Markt
Garmin scheint sich im Bereich der bildschirmlosen Fitnesstracker breiter aufstellen zu wollen: Neben dem Fitnesstracker Cirqa bereitet das Unternehmen den Einstieg ins Segment der Smart-Ringe à la Oura vor.
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2024 wollte Garmin keine Smart-Ringe
Darauf zumindest deuten Dokumente einer indonesischen Zertifizierungsdatenbank hin, die ein bislang unveröffentlichtes Garmin-Produkt mit der Bezeichnung „Cirqa Smart Ring“ aufführt. Konkrete Spezifikationen nennt der Eintrag nicht. Darüber berichtet Andre Larson von Garmin News, der die Dokumente entdeckt hat.
Pläne für ein solches Produkt hatte Garmi noch im Jahr 2024 dementiert. Fitnessarmbänder lieferten mehr Leistung, sie böten mehr Platz für zusätzliche LEDs, mehr Sensoren und eine längere Akkulaufzeit, so das Unternehmen damals. Zwar böten Ringe mehr Komfort, jedoch seien sie mit Einschränkungen verbunden, etwa bei der ganztägigen Datenerfassung.
Zudem deutet der Datenbankeintrag an, dass Garmin den Namen Cirqa für weitere bildschirmlose Tracker hin zu einer Produktfamilie erweitern könnte. Mit einem eigenen Ring würde Garmin überdies in den Wettbewerb mit Herstellern wie Oura, Samsung oder Ultrahuman gehen. Oura zeigte zuletzt mit seiner fünften Ring-Generation, wie weit die Miniaturisierung vorangeschritten ist. Der neue Ring ist um 40 Prozent kleiner als der Oura Ring 4, aber auch teurer.
Kein Datum
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Zwar gibt es weder eine Bestätigung seitens Garmin zum Ring noch Hinweise darauf, wann mit der Vorstellung zu rechnen ist. Der Eintrag in der Datenbank ist immerhin ein Indiz dafür, dass eine Markteinführung nicht mehr sonderlich weit entfernt sein dürfte.
Hinsichtlich der Funktionen könnte Garmins Smart-Ring sich am Cirqa-Armband orientieren und damit Gesundheitsdaten mit Garmin Connect synchronisieren. Nutzerinnen und Nutzer könnten ihren Schlaf, ihre Herzfrequenzvariabilität (HRV) und ihre tägliche Belastung erfassen, ohne eine meist recht klobige Garmin-Sportuhr tragen und ohne das Ökosystem verlassen zu müssen.
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(afl)
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heise meets … „Beim Voice Cloning reicht eine 30-Sekunden-Nachricht“
Deepfakes, gefälschte Bewirtungsbelege und geklonte Stimmen verändern die Arbeit von Anwältinnen und Anwälten grundlegend. Darauf weist Franka Becker, Rechtsanwältin und Mitgründerin des Legal-Tech-Unternehmens PyleHound, im Podcast „heise meets …“ hin. Klassische Erkennungsmerkmale wie unnatürliche Zähne oder verschwommene Ränder taugen nicht mehr. „Es ist ein technischer Rüstungswettlauf“, sagt sie.
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heise meets…. Der Entscheider-Talk – von Entscheidern für Entscheider – immer aktuell und nah am Geschehen.
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Franka Becker
(Bild: privat)
Die Hemmschwelle sinkt dramatisch. Kostenlose Werkzeuge auf dem eigenen Laptop genügen. Becker demonstriert das mit einem Bewirtungsbeleg, den sie mithilfe von Google Gemini in Sekunden verändert. Noch bedrohlicher ist Voice Cloning. Eine 30-Sekunden-Aufnahme aus WhatsApp oder Social Media reicht aus, um Akzente, Stimmhöhe und Sprechpausen nachzubilden. Für Face Swapping in Echtzeit-Videocalls genügt ein leistungsstarker Laptop.
Werden digitale Beweise wie WhatsApp-Verläufe ausgedruckt, gehen Metadaten und visuelle Hinweise auf Manipulationen verloren. Becker rechnet damit, dass künftig deutlich mehr Sachverständige eingebunden werden müssen.
Mit ihrem Mitgründer Fabian Rittmeier hat sie PyleHound aufgebaut, um KI berufsrechtskonform in Kanzleien nutzbar zu machen. Die Daten bleiben auf dem Rechner der Anwender. Das Tool bearbeitet unleserliche Scans, Handschriften und Audiodateien. Finanziert ist PyleHound komplett aus eigener Kraft – mit schwarzen Zahlen von Beginn an.
Zum Thema Halluzinationen wird Becker deutlich: „Jeder Anbieter von KI, der sagt, wir bieten unsere Lösung halluzinationsfrei an, der lügt schlichtweg.“ PyleHound lasse die KI lieber sagen, dass sie eine Frage nicht sicher beantworten könne. Nutzer können jede Textzeile per Mouseover direkt bis zum Originaldokument zurückverfolgen.
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(Markus Schraudolph)
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