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Synology PAS7700: Neues Active-Active-NVMe-Storage nimmt 48 SSDs auf


Synology hat das PAS7700 heute offiziell in die weltweite Verfügbarkeit geschickt. Das neue System richtet sich an Kunden, die für geschäftskritische Prozesse hohe Performance, geringe Latenzen und möglichst unterbrechungsfreien Betrieb benötigen.

Laut Synology handelt es sich beim PAS7700 um das erste Active-Active-All-Flash-NVMe-Speichersystem des Unternehmens.

Latenzen im Sub-Millisekundenbereich

Technisch setzt die PAS7700 auf eine Dual-Controller-Architektur und bringt 48 NVMe-SSD-Einschübe in einem 4-HE-Gehäuse unter. Mit bis zu sieben Erweiterungseinheiten soll sich das System auf 1,65 PB Kapazität skalieren lassen. Unterstützt werden Datei- und Blockprotokolle wie NVMe-oF, iSCSI, Fibre Channel, SMB und NFS, wodurch Synology das System nicht nur für klassische Dateiablagen, sondern auch für virtualisierte Umgebungen, Datenbanken, KI-Workloads, Medienproduktion und andere latenzkritische Anwendungen positioniert.

Bei der Leistung nennt Synology bis zu 2 Millionen IOPS, eine sequenzielle Transferrate von bis zu 30 GB/s sowie Latenzen im Sub-Millisekundenbereich. Möglich machen sollen das die vollständig NVMe-basierte Architektur, bis zu 2.048 GB Arbeitsspeicher pro System und Netzwerkanbindungen bis 100 GbE. Die Hardware-Spezifikationen nennen pro Controller einen AMD Epyc 7443P mit 24 Kernen und standardmäßig 64 GB DDR4-ECC-RDIMM-RAM, welcher sich auf bis zu 1.024 GB RAM erweitert lässt.

Ein Schwerpunkt des PAS7700 liegt auf der Hochverfügbarkeit. Die Active-Active-Architektur soll Redundanz über mehrere Ebenen hinweg bieten, darunter RAID mit Triple-Parity, synchronisierten Schreibschutz im Arbeitsspeicher, IP-Failover und Failover auf Protokollebene. Damit zielt Synology auf Umgebungen, in denen Ausfallzeiten oder Datenverlust nicht tolerierbar sind. Für die Datensicherheit nennt der Hersteller Funktionen wie Self-Encrypting Drives, WORM, unveränderliche Snapshots, Snapshot Replication und Hyper Backup.

Auch beim Thema Effizienz will Synology nachlegen. Die PAS7700 unterstützt Deduplizierung, um den Speicherbedarf bei großen Unternehmens-Workloads zu reduzieren. Zusätzlich kündigt Synology für später Synology Tiering an, das „kalte“ Daten automatisch auf günstigeren Speicher verschieben soll, während aktive Prozesse auf dem schnellen NVMe-Speicher verbleiben. Laut aktueller Produktseite soll diese Tiering-Funktion im vierten Quartal 2026 verfügbar werden. Synology Drive und Synology Office sind für die PAS7700 laut Produktseite für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.

Active-Active?

Mit Active-Active-Architektur ist gemeint, dass zwei Controller gleichzeitig aktiv arbeiten und Datenzugriffe bedienen. Bei klassischen Storage-Systemen gibt es oft Active-Passive: Ein Controller arbeitet aktiv, der zweite wartet nur im Standby. Fällt der aktive Controller aus, übernimmt der passive Controller. Das erhöht die Verfügbarkeit, aber im Normalbetrieb bleibt ein Teil der Hardware ungenutzt. Bei Active-Active sieht es anders aus. Beide Controller sind gleichzeitig produktiv im Einsatz. Sie können parallel Lese- und Schreibzugriffe verarbeiten, teilen sich also die Arbeit. Fällt einer der beiden Controller aus, übernimmt der andere Controller dessen Aufgaben. Für angeschlossene Server oder Clients soll der Zugriff dabei möglichst ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Neue Ausrichtung auf größere Unternehmen

Mit der PAS7700 verschiebt Synology den Fokus sichtbar weiter in Richtung Enterprise-Storage. Während die Marke lange vor allem für NAS-Systeme im KMU- und Prosumer-Umfeld bekannt war, adressiert das neue System deutlich anspruchsvollere Infrastrukturen. Interessant ist dabei vor allem die Kombination aus Synologys stark integrierter Softwareplattform und einer Hardwarebasis, die sich mit klassischen Enterprise-Setups messen können soll.

Preise nennt Synology in der Mitteilung nicht.



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