Gleich in zweifacher Hinsicht ist die Team Group NV5000 SSD ein Exot: Sie nutzt erstens einen Controller aus dem Hause Realtek und zweitens kommt NAND-Flash von Intel zum Einsatz. Was diese Kombination im Vergleich zu anderen SSDs mit PCIe 4.0 leistet, klärt der Test.
Die Team Group NV5000 im Überblick
Der Name ist Programm, denn die NV5000 ist mit bis zu 5.000 MB/s spezifiziert. Das ist heute bestenfalls noch Mittelklasse, denn viele PCIe-4.0-SSDs reizen die Schnittstelle mit über 7.000 MB/s bereits aus. SSDs mit PCIe 5.0 sind noch viel schneller.
Im Formfaktor M.2-2280 bietet die Serie Speicherkapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB. Für den Test hat der Hersteller die Version mit 2 TB zur Verfügung gestellt, die mit 5.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und 3.000 MB/s beim sequenziellen Schreiben angegeben wird. Angaben zu den maximalen IOPS macht Team Group ebenso wenig wie zur Leistungsaufnahme.
Team Group NV5000 SSD im Test
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Team Group NV5000 SSD im Test
Unter dem Aufkleber, der mit einer Schicht aus Graphen einen gewissen Kühleffekt besitzen soll, sitzen die eher ungewöhnlichen Komponenten. Das ist zum einen der 8-Kanal-Controller Realtek RTS5772DL, der im hiesigen Markt sehr selten zu finden ist. Die Adata Legend 860 gehört zu den wenigen Ausnahmen. Der Chip ist „DRAM-less“ gestaltet, kann also auf keinen dedizierten DRAM-Cache zurückgreifen. Stattdessen sorgt die NVMe-Funktion Host Memory Buffer (HMB) für einen kleinen, vom Hauptspeicher abgezweigten Cache. Im Alltag ist dieser in der Regel ausreichend.
Ein heutzutage seltener Anblick sind auch die Speicherchips, deren Kennung „PF29F04T2AOCTJ1“ sie als TLC-NAND aus dem Hause Intel/Micron identifiziert. Die auch als B27A bezeichnete 96-Layer-Generation stammt noch aus dem Joint Venture IM Flash Technologies (IMFT), das allerdings schon vor über sechs Jahren sein Ende fand.
Eckdaten des Testmusters
Garantie und TBW im Vergleich
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Team Group NV5000 mit 2 TB liegt diese bei 640 TB. Das liegt deutlich unter dem gängigen Wert für 2-TB-SSDs mit TLC-Speicher von 1.200 TB. Schafft man sich hiermit Luft für einen späteren Wechsel auf QLC-NAND? Bei der Kingston NV2 (Test), die sowohl TLC- als auch QLC-Speicher nutzt, liegt der Wert ebenfalls bei 640 TB.
TBW-Vergleich einiger NVMe-SSDs
Preise und Eckdaten im Überblick
Die Team Group NV5000 ist aktuell zu Preisen von rund 140 Euro (1 TB) und 210 Euro (2 TB) zu haben. Für das Modell mit 500 GB gibt es zur Stunde kein Angebot.
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Die Corsair MP700 2 TB für PCIe 5.0 im Test
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
AMD Ryzen 9 7900
Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
DDR5-5200, 38-38-38-84
AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
SoftPerfect RAMdisk 4.4
Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Das 2-TB-Modell mit TLC-Speicher (3 Bit/Zelle) wird zunächst komplett im SLC-Modus (1 Bit/Zelle) beschrieben. Daher gibt es bis zu einem Drittel der Speicherkapazität (~700 GB) eine hohe Schreibrate von teils über 4.000 MB/s. Im Anschluss werden die Zellen mit den verbliebenen 2 Bit beschrieben. Das geschieht mit etwa 400 MB/s deutlich langsamer.
Farbkodierung der nachfolgenden Diagramme
Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Team Group MP44 8 TB PCIe 4.0, Phison E18 (dieses Muster)
Teracle T450 2 TB II PCIe 4.0, Innogrit IG5236
Samsung 990 Evo 2 TB (5.0) PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo
Teracle T450 2 TB PCIe 4.0, Innogrit IG5236
Samsung 990 Evo 2 TB (4.0) PCIe 4.0, Samsung Piccolo
Seagate FireCuda 530R 2 TB PCIe 4.0, Phison E18
LaCie Rugged SSD4 4 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Corsair EX400U 2 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Biwin NV7400 4 TB PCIe 4.0, Maxio MAP1602
Samsung 960 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Polaris
Crucial P5 2 TB PCIe 3.0, Micron DM01B2
Corsair EX400U Survivor 2 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Lexar SL500 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung 950 Pro 256 GB PCIe 3.0, Samsung UBX
Crucial X10 Pro 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Kingston XS2000 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Corsair EX400U 2 TB II USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung 980 Pro 1 TB PCIe 4.0, Samsung Elpis
Biwin PR2000 8 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Crucial X10 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (NTFS, 20 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (exFAT, 20 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Kingston XS1000 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Crucial X9 Pro 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
SanDisk Desk Drive 8 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (NTFS, 10 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Corsair EX300U 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Seagate Ultra Compact SSD 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Crucial MX500 1 TB SATA, SMI SM2259H
Samsung T5 Evo 8 TB (NTFS, 10 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Lexar TouchLock 1 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
Die Team Group NV5000 zählt zu den langsameren SSDs mit PCIe 4.0 und erreicht nur etwa 3.000 MB/s im praktischen Lesetest. Allerdings bleibt die Leistung auch bei hohem Füllstand stabil, was nicht für alle SSDs dieser Klasse gilt.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Kopieren auf der SSD (Steam-Spiele, 195 GB)
Phison E28 2 TB (Referenz) PCIe 5.0, Phison E28
WD_Black SN8100 2 TB PCIe 5.0, SMI SM2508
Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink) II PCIe 4.0, Samsung Presto
Corsair MP700 Pro XT 2 TB PCIe 5.0, Phison E28
Samsung 9100 Pro 4 TB (Heatsink) PCIe 5.0, Samsung Presto
WD Blue SN580 1 TB PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10082-A1
Samsung 970 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Phoenix
Samsung 960 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Polaris
Samsung 950 Pro 256 GB PCIe 3.0, Samsung UBX
Lexar TouchLock 1 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
Im Kopiertest reicht es für das untere Mittelfeld, wo sich die Team Group NV5000 zunächst ein enges Duell mit der Kioxia Exceria Plus G3 (Test) liefert. Bei hohem Füllstand hat die NV5000 die Nase deutlicher vorn.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
3DMark Storage – Score
Corsair MP700 Pro XT 2 TB PCIe 5.0, Phison E28
WD_Black SN8100 2 TB PCIe 5.0, SMI SM2508
Crucial T705 2 TB PCIe 5.0, Phison E26
MSI Spatium M570 Pro 2 TB PCIe 5.0, Phison E26
MSI Spatium M580 Pro 2 TB PCIe 5.0, Phison E26
Crucial T700 2 TB neu PCIe 5.0, Phison E26
Corsair MP700 Pro SE 4 TB PCIe 5.0, Phison E26
WD_Black SN8100 2 TB II PCIe 4.0, SMI SM2508
SK Hynix Platinum P51 1 TB PCIe 5.0, SK Hynix Alistar
Samsung 990 Evo 2 TB (5.0) PCIe 5.0 x2, Samsung Piccolo
Biwin X570 Pro 4 TB PCIe 5.0, SMI SM2508
Samsung 980 Pro 1 TB PCIe 4.0, Samsung Elpis
Team Group MP44S 2 TB M.2 2230 PCIe 4.0, Phison E21T
Samsung 970 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Phoenix
Kingston NV2 2 TB PCIe 4.0, SMI SM2267XT
Corsair MP600 Core XT 2 TB PCIe 4.0, Phison E21T
Crucial P5 2 TB PCIe 3.0, Micron DM01B2
Samsung 950 Pro 256 GB PCIe 3.0, Samsung UBX
Team Group NV5000 2 TB PCIe 4.0, Realtek RTS5772DL
LaCie Rugged SSD4 4 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Corsair EX400U 2 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Corsair EX400U Survivor 2 TB USB 4.0 (40 Gbit/s)
Teracle T450 2 TB PCIe 4.0, Innogrit IG5236
Team Group MP44 8 TB PCIe 4.0, Phison E18 (dieses Muster)
Teracle T450 2 TB II PCIe 4.0, Innogrit IG5236
Samsung 960 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Polaris
Corsair EX400U 2 TB II USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
SanDisk Desk Drive 8 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Crucial MX500 1 TB SATA, SMI SM2259H
Lexar SL500 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Biwin PR2000 8 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Kingston XS2000 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Crucial X10 Pro 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Crucial X10 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (NTFS, 10 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Kingston XS1000 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (NTFS, 20 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Samsung T9 2 TB (exFAT, 20 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Lexar ES5 Magnetic 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Crucial X9 Pro 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Seagate FireCuda 530R 2 TB PCIe 4.0, Phison E18
Seagate Ultra Compact SSD 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Corsair EX300U 2 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Samsung T5 Evo 8 TB (NTFS, 10 Gbit/s) USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Crucial X6 4 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
Lexar TouchLock 1 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Seagate IronWolf Pro 24 TB SATA
Seagate Exos 18 TB SATA
WD My Passport 6 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Seagate FireCuda Gaming Hard Drive 5 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Einheit: Punkte
Auch im 3DMark Storage bewegt sich die Team Group NV5000 auf den hinteren Rängen. Die kleine MP44S vom gleichen Hersteller ist gut 20 Prozent besser.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Mit hoher Latenz und niedrigem Durchsatz reicht es nur für 1.668 Punkte. Das ist die unterste Liga der PCIe-4.0-SSDs und selbst manche PCIe-3.0-SSD schneidet hier besser ab.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Im Benchmark liefert die Team Group NV5000 dann doch ab und erreicht beim sequenziellen Lesen wie Schreiben sogar mehr als der Hersteller im Datenblatt angibt (5.000/3.000 MB/s). Das zufällige Lesen und Schreiben liegt der SSD aber alles andere als gut. Das in Kombination mit hohen Latenzen erklärt auch das schlechte Abschneiden in manchem Testabschnitt.
Temperaturen
Das Graphen-Pad im Aufkleber allein (Szenario „ohne Kühler“) wirkt keine Wunder. Bereits nach einer Minute Dauerschreiblast wird die Marke von 70 °C erreicht. Die Temperatur steigt weiter auf bis zu 79 °C an. Danach sinken die Temperaturen ab und steigen erst gegen Ende im gemäßigten Tempo wieder an.
Bei Betrachtung der Schreibrate zeigt sich eine Drosselung der Leistung, die ein Überhitzen verhindert. So muss es sein.
Wird die SSD unter dem Kühler vom Mainboard platziert, sind zu hohe Temperaturen Geschichte und mit kaum mehr als 50 °C wird auch nicht mehr gedrosselt.
Leistungsrating
Im Durchschnitt liegt die Leistung der Team Group NV5000 auf sehr niedrigem Niveau und etwa auf Augenhöhe mit der älteren Kingston NV2 (Test). Selbst eine Crucial P310 (Test) im Mini-Format und mit QLC zieht ihr davon und liegt damit „nur“ im Mittelfeld. Die Spitze der PCIe-4.0-SSDs hat einen Vorsprung von über 50 Prozent.
WD Blue SN580 1 TB PCIe 4.0, SanDisk 20-82-10082-A1
Samsung 970 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Phoenix
Samsung 960 Pro 512 GB PCIe 4.0, Samsung Polaris
Samsung 950 Pro 256 GB PCIe 3.0, Samsung UBX
Crucial MX500 1 TB SATA, SMI SM2259H
Lexar ES5 Magnetic 2 TB USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit/s)
Crucial X6 4 TB USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
WD My Passport 6 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Seagate FireCuda Gaming Hard Drive 5 TB USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
Seagate IronWolf Pro 30 TB SATA
Seagate Exos 18 TB SATA
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Beim Blick unter die „Graphen-Haube“ wurde es spannend, denn die Team Group NV5000 nutzt ganz andere Komponenten als gewohnt. Den Realtek-Controller hatte ComputerBase zuvor noch nicht getestet und den TLC-Speicher aus der 96-Layer-Generation von Intel und Micron schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Bei den Tests stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein, denn die Resultate sind im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz mit PCIe 4.0 einfach schlecht. In vielen Abschnitten liegt die NV5000 auf den hintersten Plätzen und wird selbst von Mainstream-Modellen mit QLC deutlich überflügelt.
Team Group NV5000 SSD im Test
Ob der Controller mit schnelleren Speicherchips eine bessere Leistung abgeliefert hätte, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. In dieser Kombination sind jedenfalls Latenz und wahlfreie Leistung (4K Random) wirklich schlecht.
Dass die komplette SSD-Kapazität im SLC-Modus betrieben wird, ist ein seltener positiver Aspekt. So können große sequenzielle Schreibtransfers zügig erfolgen und auch darüber hinaus stehen immerhin noch rund 400 MB/s zur Verfügung.
Nur wenn der Preis stimmt, ist die NV5000 vielleicht doch einen Blick wert, sofern die Leistung für den Käufer eine untergeordnete Rolle spielt. Das getestete 2-TB-Modell kostet allerdings aktuell rund 210 Euro. Das ist mehr als eine Crucial P310 oder eine WD Blue SN5100 kosten, die beide trotz QLC-NAND wesentlich schneller sind.
SLC-Modus für knapp 700 GB
Eine der langsamsten PCIe-4.0-SSDs
Hohe Latenz
Schlecht bei 4K Random
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ComputerBase hat die NV5000 SSD leihweise von Team Group zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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