Künstliche Intelligenz
#TGIQF: Das waren die Themen 2025 bei heise online
Frohes neues Jahr! Naa, zelebrieren Sie den letzten Urlaubstag, bevor es wieder losgeht, oder sitzen Sie recht einsam im Büro, da der Brückentag im Kalender nicht entdeckt wurde? Egal wie – zwei Gewissheiten bleiben: Das Wochenende naht und das Jahr 2025 wurde erfolgreich überstanden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Nicht nur politisch ging es turbulent und manchmal anstrengend zu, auch der heise online-Newsticker brachte die eine oder andere bemerkenswerte Schlagzeile hervor, die für Staunen sorgte.

„Thank God It’s Quiz Friday!“ Jeden Freitag gibts ein neues Quiz aus den Themenbereichen IT, Technik, Entertainment oder Nerd-Wissen:
Das Jahr brachte beispielsweise ganz irdische Gammablitze hervor, Milliarden Whatsapp-Kontakte wurden abgeschnappt und die Patientenakte lief weniger gut, als erhofft, sodass sogar Ärzte davon abrieten. Auch zeigt nun der KI-Hype erste Konsequenzen: Zwar ist es möglich, dass wegen KI gefeuerte Mitarbeiter, bald wieder zurückkehren können, dafür wird aufgrund des enormen Bedarfs an Speichermodulen das Angebot für Privatanwender knapp: Stellvertretend für die Speicherkrise wurde die etablierte SSD- und DRAM-Marke Crucial eingestellt, um mehr Kapazitäten für den lohnenderen KI-Markt frei zubekommen. Der Endkunde zahlt die Zeche für solche Verknappungen mit drastisch gestiegenen Preisen.
Doch was steckt hinter dem kryptischen Begriff “K2-18 b“, der im April die Schlagzeilen beherrschte? Das wollen wir von Ihnen in unserem Quiz zum heise-Newsticker-Jahr 2025 wissen.
Die heiseshow befindet sich in dieser Woche noch im Feiertagsurlaub. Ab dem 8. Januar sind Anna Bicker, Dr. Volker Zota und Malte Kirchner wie immer für Sie da, natürlich auch mit drei fiesen vorab gestellten Fragen zu unserem nächsten Quiz.
Sie können in Ruhe in 12 Fragen maximal 120 Punkten erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik ist wie immer gern genommen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.
Und falls Sie Ideen für eigene Quiz haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.
(mawi)
Künstliche Intelligenz
50 Millionen Mal Recht gegeben: Wie der DSA die Willkür der Plattformen bricht
In der digitalen Welt entscheidet oft ein Algorithmus in Millisekunden über die Sichtbarkeit von Meinungen oder die Existenz digitaler Identitäten. Doch das Bild des machtlosen Nutzers, der vor verschlossenen Support-Toren steht, hat sich gewandelt. Zwei Jahre nach dem Start des Digital Services Act (DSA) zieht die EU-Kommission eine beeindruckende Bilanz: Fast 50 Millionen Mal mussten Online-Plattformen ihre ursprünglichen Entscheidungen korrigieren und Inhalte oder Konten wieder freigeben. Die Brüsseler Regierungsinstitution sieht darin einen Beleg dafür, dass die Ära der unkontrollierten Plattform-Willkür in Europa endet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Dass Nutzer ihre Rechte so massiv einfordern, liegt an den neuen, gesetzlich erzwungenen Beschwerdewegen. Früher verhallte der Einspruch gegen eine Sperre oft ungehört. Heute sind Plattformen verpflichtet, jede Moderationsentscheidung transparent zu erläutern und ein internes Verfahren zur Überprüfung anzubieten.
Von den insgesamt 165 Millionen Fällen, in denen Nutzer diesen Weg gingen, gaben die Plattformen in rund 30 Prozent der Fälle klein bei, berichtet die Kommission. Das korrigiere ein schroffes Ungleichgewicht: Ein erheblicher Teil dessen, was Systeme als Verstoß markierten, stelle sich bei genauerer Prüfung als legitimer Content heraus. Bemerkenswert: Allein im ersten Halbjahr 2025 erfolgten fast alle Eingriffe (99 Prozent) nicht etwa wegen illegaler Inhalte und den DSA-Vorgaben, sondern weil Nutzer gegen die oft schwammig formulierten Hausregeln der Konzerne verstoßen haben sollen.
Schlichtungsstellen als Korrektiv
Für besonders hartnäckige Fälle haben sich außergerichtliche Schlichtungsstellen als Wendepunkt erwiesen. Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden dort über 1800 Konflikte mit Giganten wie TikTok, Instagram oder Facebook verhandelt. Dass die Nutzer in über der Hälfte dieser abgeschlossenen Verfahren (52 Prozent) Recht bekamen, zeigt laut der Exekutivinstanz, wie notwendig diese unabhängigen Instanzen sind. Statt jahrelanger und teurer Gerichtsprozesse erhalten Nutzer hier eine schnelle und oft kostenlose Korrektur ihrer digitalen Einschränkungen.
Diese Vermittlungsinstanzen fungierten als dringend benötigtes Gegengewicht zu den automatisierten Systemen der Konzerne, lobt die Kommission. Letztere träfen nämlich inzwischen die Hälfte aller Moderationsentscheidungen ohne menschliche Kontrolle.
Lesen Sie auch
Der DSA greift dabei tief in die Architektur der Geschäftsmodelle ein und priorisiert den Schutz vulnerabler Gruppen. Als eine der bedeutendsten Errungenschaften feiert die Regierungsinstitution das strikte Verbot gezielter Werbeanzeigen für Minderjährige, das seit 2024 in der gesamten EU gilt. Jugendliche werden damit nicht mehr zum Zielobjekt datenhungriger Algorithmen, die ihr Verhalten analysieren, um passgenaue Kaufanreize zu setzen. Diese Maßnahme gilt als Baustein für das digitale Wohlergehen einer Generation, die vormals noch stärker dem kommerziellen Druck der Plattform-Ökonomie ausgeliefert war.
Weiterlesen nach der Anzeige
Sicherheit auf Marktplätzen und Schutz vor illegalen Waren
Parallel hat die Gesetzgebung den Wilden Westen des Online-Handels gezähmt. Online-Marktplätze stehen nun in der Pflicht, aktiv gegen die Verbreitung illegaler oder gefährlicher Güter vorzugehen. Die Rückverfolgbarkeit von Händlern wurde verbessert. Das erschwert es dubiosen Anbietern, unter dem Radar zu agieren. Sollte ein Nutzer trotzdem ein illegales Produkt erworben haben, ist der Plattformbetreiber verpflichtet, diesen schnellstmöglich zu informieren und konkrete Möglichkeiten zur Wiedergutmachung anzubieten. Damit wird die Verantwortung dorthin verlagert, wo auch die Profite generiert werden: auf die Betreiber der Infrastruktur.
Ein weiterer DSA-Pfeiler ist der Zugang für die Wissenschaft. Forscher und die Zivilgesellschaft erhalten erstmals Einblicke in die internen Prozesse und Moderationspraktiken von Big-Tech-Konzernen wie Elon Musks X. Diese Transparenz ist kein Selbstzweck. Sie gilt als Voraussetzung dafür, Plattformen überhaupt effektiv zur Rechenschaft ziehen zu können. Durch den Zugriff auf Daten, die Betreiber früher als Geschäftsgeheimnisse hüteten, kann die Fachöffentlichkeit unabhängig prüfen, wie Algorithmen den öffentlichen Diskurs beeinflussen und wo systematische Fehlentscheidungen vorliegen.
Transparenz: Drei Milliarden Begründungen
Diese Überprüfbarkeit wird durch die zentrale DSA-Transparenzdatenbank technisch untermauert. Hosting-Anbieter müssen jede einzelne Moderationsmaßnahme begründen und in das System einspeisen. Mit mittlerweile über 3,6 Milliarden hinterlegten Darlegungen ist ein riesiges Archiv entstanden, das die Praktiken von 266 aktiven Plattformen fast in Echtzeit dokumentiert. Analysten können genau nachvollziehen, welche Verstöße – etwa Betrug oder der Verkauf nicht konformer Produkte – am häufigsten sanktioniert werden. Meist führt dies zur Löschung oder Sperrung des Zugangs, doch die schiere Datenmenge ermöglicht es, beispielsweise Fehlerquellen in der KI-Moderation aufzudecken.
Das „Plattform-Grundgesetz“ hat so eine weit über Europa hinausreichende Entwicklung angestoßen. Es beweist nach Interpretation der Kommission, dass eine demokratische Kontrolle des digitalen Raums möglich ist, ohne Innovationen im Kern zu ersticken. Die Trump-Regierung wirft dem Gesetz vor, ein Instrument für staatliche Zensur zu sein. Die Zahlen deuten das Gegenteil an: Der DSA scheint ein wirksames Mittel gegen private Zensur durch Tech-Konzerne zu sein.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Kleinster QR-Code der Welt misst nur knapp 2 Quadratmikrometer
Die TU Wien arbeitet seit einiger Zeit mit dem Münchener Unternehmen Cerabyte zusammen, um eine neue Technik der Langzeitarchivierung zu entwickeln: das Schreiben von Informationen auf eine beschichtete Glasscheibe. Im Labor nutzen die Forscher QR-Codes, da sich diese recht einfach wieder auslesen lassen – und einer der Forscher hatte die Idee, den kleinsten QR-Code der Welt zu generieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der aktuelle Rekord lag den Angaben zufolge bei einem Code mit einer Kantenlänge von mehr als 2 Mikrometern. Die Wiener Forscher frästen mit fokussierten Ionenstrahlen einen QR-Code mit einer Kantenlänge von rund 1,4 Mikrometer in eine mit Chromnitrit beschichtete Glasscheibe. Da die einzelnen Punkte dieses Codes lediglich knapp 50 Nanometer breit sind, sind sie mit sichtbarem Licht nicht auflösbar, geschweige denn mit bloßem Auge erkennbar. Unter einem Elektronenmikroskop aber ließ sich der Code erkennen und auch wieder auslesen. Würde man eine komplette DIN-A4-Seite mit solch kleinen QR-Codes beschreiben, hätte diese eine Speicherkapazität von mehr als 2 Terabyte.

Der Mini-QR-Code führt zu einem Artikel der TU Wien. Smartphones können ihn nur derart vergrößert auslesen.
(Bild: TU Wien)
Technik für die Langzeitarchivierung
Das Institut entwickelt die Beschichtung für die Glasscheiben, mit der Cerabyte in seinem Labor eine neue Methode der Langzeitarchivierung erprobt. Cerabyte nutzt bislang weitaus größere Strukturen, aktuell passen auf eine Scheibe mit einer Kantenlänge von knapp 10 Zentimetern rund 3 GByte Daten. Später soll die Kapazität um mehrere Größenordnungen steigen.

Bei unserem Besuch im Cerabyte-Labor im Sommer 2025 konnten wir die Muster noch mit einem einfachen Mikroskop auslesen.
(Bild: Lutz Labs / heise medien)
Die Keramikschicht auf den nur 0,1 Millimeter dicken Glasscheiben ist sehr robust; sie soll viele hundert Jahre halten und gegen jegliche Umwelteinflüsse immun sein. Cerabyte plant, mehr als 100 dieser Scheiben in eine Kassette in der Größe eines Band vom Typ Linear Tape Open (LTO) zu packen. Diese können handelsübliche Bandroboter von ihrem Ablageplatz zu einem Lesegerät bringen.
Zum Beschreiben der Scheiben nutzt Cerabyte aktuell einen Femtosekundenlaser, zum Auslesen kommt eine hochauflösende Kamera zum Einsatz. Mehr dazu im Artikel Langzeit-Datenarchivierung mit Glasplatten und Femtosekundenlaser.
Weiterlesen nach der Anzeige
(ll)
Künstliche Intelligenz
NASA setzt neue Generalprobe für Artemis-2-Mission an
In der vergangenen Woche musste ein Betankungstest der Mondrakete Space Launch System (SLS) abgebrochen werden, weil es zu einem Problem beim Durchfluss des flüssigen Wasserstoffs kam. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) hat für Ende dieser Woche eine neue Generalprobe für den Start der Mission Artemis 2 angesetzt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Am 12. Februar führte die NASA einen Teilbetankungstest der Rakete durch. Dabei sollten einige neue Dichtungen getestet werden. Sie waren nach der Generalprobe vor zwei Wochen ausgetauscht worden, als Wasserstofflecks auftraten. An derselben Stelle waren bereits bei der unbemannten Mission Artemis 1 vor drei Jahren Probleme aufgetreten. Der für Anfang Februar geplante Start wurde daraufhin verschoben.
Bei der Betankung sei der Fluss des flüssigen Wasserstoffs verringert worden, teilte die NASA mit. Der Grund war wahrscheinlich ein Filter in einer Leitung der Bodenausrüstung. Dieser sei inzwischen ausgetauscht, sodass eine Generalprobe, im Fachjargon Wet Dress Rehearsal genannt, in dieser Woche stattfinden könne.
50-stündige Generalprobe
Der Wet Dress Rehearsal startet am heutigen Dienstagabend (Ortszeit Florida) und wird fast 50 Stunden dauern, bis zum 19. Februar um 20.30 Uhr (Ortszeit). Dieser Zeitpunkt ist als simulierter Starttermin angesetzt. Das Prozedere geht bis 33 Sekunden vor einem Start, um laut NASA reale Bedingungen zu simulieren, „einschließlich Szenarien, bei denen ein Start wegen technischer oder wetterbedingter Probleme abgebrochen werden könnte.“
In dieser Zeit werden alle für den Start notwendigen Vorgänge durchgeführt, inklusive dem Betanken des SLS, der Durchführung eines Start-Countdowns und dem Entleeren der Tanks, um einen Startabbruch zu üben. Lediglich die Besatzung wird nicht an dem Test teilnehmen. Ihre Aufgaben, unter anderem die Luken des Orion-Raumschiffs zu schließen, werden einige NASA-Mitarbeiter übernehmen.
Die NASA will einen Starttermin nach einem erfolgreichen Wet Dress Rehearsal und einer Auswertung der Daten festlegen. Der früheste Termin für einen Start der Artemis-2-Mission ist der 6. März.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die zehntägige Artemis-2-Mission soll erstmals nach über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond bringen. Allerdings werden Victor Glover, Jeremy Hansen, Christina Koch und Reid Wiseman diesen nur umrunden. Als Test flog im Dezember 2022 die unbemannte Mission Artemis 1 um den Mond. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist im Rahmen der Mission Artemis 3 geplant, die voraussichtlich 2028 starten wird.
(wpl)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 6 TagenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
