Online Marketing & SEO
Threads macht’s wie Wordle | OnlineMarketing.de
Mit einer neuen Posting-Möglichkeit namens Tangle können Threads Creator ihre Posts zu einer Art Wortpuzzle machen – und so auf Verweildauer und Interaktionen abzielen. Das Layout erinnert an Wordle.
Erst im Juli 2023 gestartet, ist Metas X-Alternative Threads längst zu einem relevanten sozialen Netzwerk avanciert. Inzwischen zählt dieses über 400 Millionen monatlich aktive User, konnte X zuletzt sogar bei den aktiven Mobile Usern überholen und wird dank des globalen Roll-outs von Ads auch für Advertiser immer interessanter. Damit diese auf engagierte User treffen, die viel Zeit auf der Plattform verbringen, setzt Threads auf neue Empfehlungsmechanismen und zahlreiche Feature Updates.
Threads is also seeing strong momentum, again benefiting from recommendation improvements. The optimizations we made in Q4 drove a 20% lift in Threads time spent,
erklärte CFO Susan Li jüngst im Rahmen des Earnings Call Transcripts für das vierte Quartal 2025 bei Meta. Threads versorgt die User und Creator mit Neuerungen wie Topic Spaces und einer Algorithmusanpassung, mit Hervorherbungsoptionen für Podcasts oder auch Gruppen-Chats. Zugleich werden immer neue Posting-Optionen getestet. User können bereits Posts, auch von Dritten, direkt zur Instagram Story hinzufügen. Außerdem gibt es verschwindende Ghost Posts und die Möglichkeit, lange Beiträge als Textanhang zu ergänzen. Neben Umfragen, Location Tags und Visuals kommt jetzt das Feature Tangle hinzu, das spielerisch auf mehr Engagement abzielen soll.
„Dear Algo“:
Threads macht aus einem Trend das wohl charmanteste Feature des Jahres

Tangle im Test: Threads Feature mit Wordle-Anlehnung
Der App Researcher Alessandro Paluzzi, der des Öfteren frühe Testversionen neuer Meta Features entdeckt, hat die neue Tangle-Posting-Option bereits Anfang Januar auf Threads publik gemacht. Kürzlich lieferte er ein Update. Demnach können erste Creator im Post Composer auf ein Icon in Form eines Puzzlestücks tippen, um die Posting-Option zu aktivieren; wir selbst haben diese noch nicht vorliegen. Dann werden die für den Post eingegebenen Wörter oder Sätze derart durchmischt, dass eine Art Wortpuzzle entsteht, etwa:
RDETHSA ETSETT LGANET
Im Beispiel wird aus FOLLOW ME dann OWLFOL EM.
Das Besondere ist, dass die Buchstaben, die an der richtigen Stelle stehen, also dort, wo sie in der richtigen Schreibweise platziert wären, in Goldgelb unterlegt werden, während die anderen grau untermalt sind. Das gibt den Leser:innen einen Hinweis darauf, wie das Wort oder die Phrase lauten dürfte. Damit erinnert Tangle auf Threads an Wordle. Das populäre Wortpuzzle, das die New York Times 2022 für einen Millionenbetrag von Entwickler Josh Wardle kaufte, funktioniert ähnlich. Allerdings werden dabei die richtigen Buchstabenplatzierungen grün hinterlegt, falsche Platzierungen gelb und nicht vorkommende Buchstaben (die es bei Tangle nicht geben kann) grau.
Diese Anlehnung mag dazu dienen, User im Feed länger an einen Tangle Post zu binden. Die Nutzer:innen könnten Zeit damit verbringen, das Puzzle zu lösen und womöglich sogar die richtige Formulierung kommentieren. Das käme den Creatorn und letztlich ebenso Werbetreibenden und Meta zugute. Für User wiederum kann Tangle ein kleiner Spaß im Alltag sein.
Auch andere Plattformen wie LinkedIn haben sich längst den Mini-Games zugewandt, um die Verweildauer der Mitglieder auf der Plattform zu erhöhen. Inzwischen gibt es sogar ein Mini-Sudoku, kreiert vom Sudoku-Weltmeister.
Noch ist das verspielte Tangle Feature für Threads Posts nicht für alle User verfügbar. Doch womöglich wird es bald für noch mehr Creator ausgerollt, die damit weitere Kreationsoptionen für die Plattform von Meta erhalten, auf der der Konzern einige Feature-Experiment durchführt.
Hier hat Threads X überholt:
Daten zeigen Power Shift

Online Marketing & SEO
Kampagne zum Tag der Liebe: Rossmann setzt zum Valentinstag auf einen liebenswerten Tollpatsch
Zum Valentinstag erhoffen sich viele die große romantische Geste. Aber Rossmann zeigt in seiner neuen Kampagne zum Tag der Liebe, dass wahre Liebe nicht immer mit einer gelungenen dramatischen Inszenierung daherkommt. In einer Kampagne bis zum 15. Februar wirbt das Drogerieunternehmen für authentische Liebesbeweise mit kleinen Macken.
Es ist eine alte Erkenntnis: Egal wie groß die Gefühle für den geliebten Menschen sind, nicht allen Verliebten gelingt es, ihr Inneres
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
Social-Media-Verbote gewinnen Fahrt: Auch Spanien möchte Zugriff unter 16 verbieten
Australien hat es vorgemacht und bereits 2024 ein konkretes Social-Media-Verbot für User unter 16 Jahren beschlossen. Inzwischen ist es in Kraft und sorgt dafür, dass die betroffenen jungen User Instagram, TikTok und Co. nicht ohne Weiteres nutzen können. Auch andere Ländern wie Italien, das Vereinigte Königreich, Griechenland, Dänemark und Frankreich diskutieren die Einführung ähnlicher Schutzmaßnahmen. Bis Sommer möchte zudem Österreich Kinder unter 14 Jahren Social Media verbieten. Jetzt legt Spanien nach. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte ein Verbot für unter 16-Järhige an. Das Gesetz soll als Entwurf schon kommende Woche vorliegen. Deutschland beschäftigt das Thema ebenfalls. Neue Vorstöße für ein Verbot gibt es bereits.
Scroll-Verbot für unter 16-Jährige?
Diese EU-Länder fordern jetzt strikte Grenzen für Social Media

Spanien schafft Fakten für Social-Media-Verbot junger User
Der Gesetzesentwurf zum neuen Social-Media-Verbot in Spanien, das genau wie Australien Menschen bis 15 Jahre betreffen würde, soll auch die Verantwortlichkeiten aufseiten der Tech-Konzerne regeln. Nach Informationen der Tagesschau sollen die Führungspersonen der sozialen Netzwerke für Hate Speech und illegale Inhalte verantwortlich gemacht werden, ebenso für manipulative Algorithmusanpassungen.
Spanien sieht den Schritt als Schutz der jungen Menschen vor dem „digitalen Wilden Westen“ an. Die Regierung beklagt die Verbreitung von Fake News und Hate Speech in den sozialen Medien, wie sie vor allem, aber nicht ausschließlich auf X des Öfteren zutage tritt. Wegen des Nacktbildskandals von Grok auf X hat beispielsweise die EU schon eine Untersuchung gegen X eingeleitet.
Die Plattformbetreiber:innen sollen im spanischen Raum künftig auch Alterskontrollsysteme einführen müssen, um zu gewährleisten, dass nur altersberechtigte User Zugriff auf ihre Dienste erhalten. Das geht mit einer technischen Herausforderung einher, obwohl Plattformen wie YouTube zuletzt vermehrt auf Verifikations-Tools gebaut haben. Problematisch kann dabei werden, dass sich User mit Dokumenten verifizieren müssten, was einen weiteren Risikofaktor für den Datenschutz im Digitalraum bedeuten kann.
Ob diese Vorgaben Kinder und Jugendliche tatsächlich von den Plattformen fernhalten können, ist fraglich. Allerdings werden sie ihnen den Zugang deutlich erschweren. Das soll zum Schutz geschehen. Denn soziale Medien strotzen nicht nur vor Fehlinformationen und Hassrede, sondern beeinträchtigen potentiell auch die Psyche negativ. Vor Jahren sorgt die Veröffentlichung der sogenannten Facebook Files dafür, dass die Debatte um toxische Muster auf Instagram und Co. entfacht wurde. Neue Schutzmechanismen der Plattformen folgten, doch die Grundproblematik bleibt bestehen und kann sich durch AI Slop und durch KI bedingte Probleme der Authentifizierung von Inhalten noch verschärfen.
Social-Media-Verbot für Jugendliche sorgt für Debatte in Deutschland
In Deutschland wird ein Social-Media-Verbot für junge Menschen nach australischem Vorbild ebenfalls diskutiert. In Deutschland zeigte eine repräsentative Umfrage von YouGov aus November 2024, dass 57 Prozent der Befragten in Deutschland ein Mindestalter von 16 Jahren für Soziale Medien befürworten. 16 Prozent sprachen sich sogar für ein Mindestalter von 18 Jahren aus. Ob gewalttätige Inhalte, unangemessene Ads, Hate Speech oder Falschaussagen, die Gefahren in den sozialen Medien sind mannigfaltig – nicht allein für Jugendliche und Kinder.
Die Diskussionen über ein Verbot sind vor allem auf politische Ebene immer wieder Thema. Jüngst äußerte sich Hessens Kultusminister Armin Schwarz von der CDU etwa derart, dass soziale Medien der „Psyche, dem Selbstwertgefühl und der Denkfähigkeit junger Menschen“ schaden könnten. Er sieht Gesprächsbedarf und denkt an eine Altersbegrenzung entsprechender Plattformen. Er fordert ein einheitliches Gesetz für ganz Deutschland.
Viele Kritiker:innen sehen zwar die verantwortlichen Plattformunternehmen in der Pflicht, um den Schutz junger User zu gewährleisten. Doch diese sind in erster Linie ihrer Umsatzentwicklung verpflichtet, was dem sozialen Faktor der Social Media nicht immer entgegenkommt. Zugleich sehen die einen ein Verbot kritisch, weil Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat als Medien zum Austausch und zur Informationsvermittlung, zur Suche und zur Kreation genutzt werden – junge User auszusperren könne problematisch sein, wenn diese vom reichhaltigen Angebot abgeschnitten werden.
Die Diskussion kennt zahlreiche Argument für und wider; einige Staaten schaffen Tatsachen. Vielleicht wird ihr Vorbild auch bald in Deutschland zu konkreten politischen Schritten führen.
Mehrheit der Deutschen ist dafür:
Kommt jetzt das Social-Media-Verbot für Millionen Jugendliche in der EU?

Online Marketing & SEO
Google-Kartellstreit: DOJ fordert härtere Maßnahmen
Konkret geht es um die Maßnahmen, die nach dem Urteil zur Monopolstellung Googles im Search-Markt verhängt wurden. Engadget berichtet unter Berufung auf Bloomberg, dass sich neben dem US-Justizministerium nun auch mehrere US-Bundesstaaten der Berufung gegen das Urteil angeschlossen haben. Ziel ist es, die Strafen gegen Google nachzuschärfen.
Offiziell:
Google muss Chrome nicht verkaufen, aber Daten mit Konkurrenz teilen
Rückblick: Das Gericht sah ein Monopolstellung aber keine Zerschlagung
Im Urteil von 2025 kam der zuständige Richter Amit Mehta zu dem Schluss, dass Google die eigene marktbeherrschende Stellung im Such- und Search-Advertising-Markt rechtswidrig abgesichert hat. Das US-Justizministerium hatte in dem Verfahren gefordert, auch einen Verkauf des Browsers Chrome als Abhilfemaßnahme anzuordnen. Diesen Schritt lehnte Mehta jedoch ab. In seiner Begründung hielt er fest, die Kläger:innen seien „zu weit gegangen“, indem sie eine erzwungene Veräußerung zentraler Vermögenswerte verlangten, die Google nicht zur Umsetzung der konkret festgestellten Wettbewerbsverstöße genutzt habe.
Statt einer Zerschlagung verhängte das Gericht andere strukturelle Auflagen. Google muss bestimmte Exklusivvereinbarungen zur Verbreitung eigener Dienste beenden und ausgewählte Such- sowie Nutzungsdaten mit Wettbewerber:innen teilen, um den Marktzugang für Konkurrent:innen zu erleichtern und den Wettbewerb im Suchumfeld zu stärken.
Genau an diesem Punkt setzt die neue Berufung an. Das Justizministerium hatte ursprünglich deutlich härtere Maßnahmen gefordert, darunter auch strukturelle Eingriffe wie eine Abspaltung von Chrome. Warum diese Forderung nicht durchkam, wollen die Behörden nun erneut prüfen lassen.
Parallel verfolgt Google eine entgegengesetzte Strategie. Das Unternehmen hat ebenfalls Berufung eingelegt – mit dem Ziel, die Auflagen weiter abzuschwächen. Das Unternehmen argumentiert, die bestehenden Vorgaben könnten sich negativ auf Nutzer:innenerlebnis und Datenschutz auswirken.
Ein Grundsatzfall für Big Tech?
Der Fall hat Signalwirkung weit über Google hinaus. Es geht nicht nur um einen Browser oder Suchmaschinenmarktanteile, sondern um die Frage, wie weit Regulierer:innen in die Struktur großer Tech-Plattformen eingreifen können.
Gleichzeitig läuft die Debatte in einer Phase massiver Umbrüche durch KI-getriebene Such- und Assistenzsysteme. Während neue Akteur:innen den Markt aufmischen, ringen Gerichte und Behörden noch um die Regeln für die bestehende Dominanz. Welche Maßnahmen am Ende tatsächlich umgesetzt werden, bleibt offen. Und das Kartellverfahren gegen Google ist noch lange nicht abgeschlossen.
Google erwägt Opt-out für AI Overviews und AI Mode

-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 1 MonatSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeiter billig Tanken und Heizen: Koalition will CO₂-Preis für 2027 nicht erhöhen
