Künstliche Intelligenz

Tim Cook: Erster großer Fehler war Apple Maps


Im Herbst liegt Apples Entscheidung, sich von Google Maps als Kartendienst abzuwenden und mit Apple Maps ein eigenes Angebot aufzubauen, 14 Jahre zurück. Für Tim Cook, der als CEO im September den Staffelstab an John Ternus übergeben wird, ist die Erinnerung daran offensichtlich immer noch mit einem gewissen Trauma verbunden. Denn der Service war anfangs keineswegs fehlerfrei und Cook höchstpersönlich entschuldigte sich daraufhin öffentlich. Es folgte das Feuern eines direkt Verantwortlichen und schließlich der Abgang des einst mächtigen iOS-Chefs Scott Forstall.

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Davon berichtete Cook bei einer im April abgehaltenen Town-Hall-Veranstaltung des iPhone-Konzerns. Der Start von Apple Maps sei „sein erster wirklich großer Fehler“ als Firmenchef gewesen. „Das Produkt war nicht bereit und wir dachten, wir würden da nur so einen lokalen Dienst testen“. Stattdessen zeigte sich, wie abhängig die Nutzer davon waren. So zeigte Apple Maps bekannte Orte falsch an, es gab diverse Grafikfehler und eine teilweise nicht funktionierende Navigation. Alles in allem war die Nutzererfahrung signifikant schlechter als zuvor mit Google Maps.

Neben dem Managementumbau infolge dieses Fehltrittes reagierte Apple schnell: Cook ordnete an, das Problem zu lösen, und Apple Maps wurde mit den Jahren immer besser. Mittlerweile liegt der Dienst gleichauf zu Google Maps, ist in manchen Bereichen sogar besser, beispielsweise beim Straßenbilderdienst LookAround („Umsehen“). Allerdings plant Apple ab Sommer auch eine – zumindest aus Kritikersicht – Verschlechterung: Apple Maps soll dem Konzern erstmals mit Werbung Geld in die Kasse spülen. Nutzer, die rein redaktionelle Inhalte gewohnt sind, könnte das stören, sind doch einige genau deshalb von Google Maps „geflohen“.

Stolz gab sich Cook auf der Veranstaltung jedoch zur Vorstellung der Apple Watch und insbesondere derer Gesundheitsfeatures. Er bekomme täglich von Nutzern Nachrichten, dass die Uhr ihnen das Leben gerettet habe – dank der verschiedenen Diagnosefunktionen etwa für hohen Blutdruck oder Puls. Er erinnere sich noch daran, als er die erste Nachricht dazu bekam, sagte Cook.

Apple gehe es immer darum, das Richtige für die Nutzer zu tun. „[Beim Apple-Maps-Debakel] entschuldigten wir uns und sagten den Leuten: Geh zu diesen anderen Apps, die sind besser als unsere.“ Das sei eine bittere Pille gewesen. „Aber es war das Richtige für unsere Nutzer.“ Das sei ein Beispiel dafür, diese in den Mittelpunkt für die eigenen Entscheidungen zu stellen.

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(bsc)



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