Künstliche Intelligenz
Tisch als Tastatur und Touchpad: Was taugt Metas futuristische Eingabemethode?
Die Oberflächen-Tastatur ist eine neue Funktion, die mit Horizon OS 85 eingeführt wurde. Sie wird derzeit schrittweise für Nutzer freigeschaltet. Laut den Versionshinweisen wird ausschließlich Meta Quest 3 unterstützt. Quest 3S sowie ältere Headsets bleiben vorerst außen vor.
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Da es sich um eine experimentelle Funktion handelt, müssen Sie sie in den Einstellungen unter „Experimentell“ zunächst aktivieren. Danach lässt sie sich unter „Geräte“ einrichten, allerdings nur mit der englischen Lokalisierung des Betriebssystems.
Um die Oberflächen-Tastatur zu nutzen, müssen Sie die Hände flach auf die gewünschte Oberfläche legen. Nach einem kurzen Scanvorgang erscheinen die flachen Umrisse von Tastatur und Touchpad auf dem Tisch (siehe Video unten). Praktisch: Über eine digitale Griffleiste lässt sich die Position der Tastatur nachträglich anpassen. Das Touchpad können Sie auch links neben der Tastatur platzieren, es bleibt jedoch an diese gebunden und lässt sich nicht frei im Raum verschieben.
Eine andere Form von Tastatur
Die Oberflächen-Tastatur unterstützt Mehrfingereingaben sowie das gleichzeitige Drücken der Umschalttaste für Großschreibung. Aktivierte Tasten leuchten kurz auf und geben so ein visuelles Trefferfeedback. Das System erfasst die Umrisse der Hände und schneidet sie in Echtzeit aus der digitalen Projektion heraus, sodass die Hände sichtbar bleiben und die Tastatur realistisch verdecken.
Tempo und Genauigkeit der Eingabemethode liegen laut Meta bei etwa 37 Wörtern pro Minute und einer Fehlerrate von 3 Prozent. Damit liegt sie in etwa auf dem Niveau der Texteingabe auf einem Smartphone.
Bei unseren Tests erwies sich die Oberflächen-Tastatur als ausreichend gut, um kurze WhatsApp-Nachrichten zu verfassen oder Suchbegriffe im Browser einzugeben. Für diesen Beitrag machten wir mit der Tastatur Notizen, während wir die neue Funktion testeten.
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Für anspruchsvollere Aufgaben wie Textverarbeitung eignet sich die virtuelle Tastatur nur eingeschränkt. Das fehlende Tastenfeedback und die höhere Fehlerquote ermüden schnell. Zudem fehlen in der aktuellen Version wichtige Tasten, die man von physischen Tastaturen kennt, darunter die Pfeiltasten, Tabulator und nicht zuletzt Strg. Auch die Umlauttasten sucht man vergeblich, da aktuell nur ein englisches Tastaturlayout unterstützt wird.
Apropos fehlendes Tastenfeedback: Da man keine Tasten unter den Fingern spürt und die Fingerposition auf der glatten Oberfläche schwer einzuschätzen ist, fällt das Schreiben ohne Blick auf die Tasten deutlich schwerer. Deshalb blendet Meta direkt über der Tastatur ein Textfeld für die Eingaben ein. So bleiben Tastatur und Text gleichzeitig im Blick.
Virtuelles Touchpad überraschend nützlich
Technisch gesehen ist die Oberflächen-Tastatur eine kleine Meisterleistung: Sie verlässt sich ausschließlich auf optisches Hand-Tracking und ein neuronales Netz, das feinste Fingerbewegungen häufig selbst dann vorhersagen kann, wenn sich Finger gegenseitig verdecken und von den Kameras der Quest nur teilweise erfasst werden.
Das rein optische Funktionsprinzip bringt jedoch systembedingte Nachteile mit sich. Im Dunkeln lässt sich nicht schreiben, weil die Kameras die Hände nicht mehr erkennen. Und ist der Blickwinkel zu flach, etwa weil man sich weit zurücklehnt, arbeitet das System weniger zuverlässig.
Das virtuelle Touchpad unterstützt laut Meta Linksklick per Tippen, Ziehen per Doppeltipp mit anschließender Bewegung sowie vertikales und horizontales Scrollen mit Zeige- und Mittelfinger. In unserem Test zeigte sich, dass durch gleichzeitiges Tippen mit beiden Fingern auch ein Rechtsklick möglich ist, etwa um ein Kontextmenü zu öffnen. Kurioserweise wird das Klicken mit einem anderen Finger als dem Zeigefinger nicht unterstützt. In den Einstellungen lassen sich die Sensibilität des Touchpad-Trackings, die Scrollgeschwindigkeit und weitere Parameter anpassen.
In der Praxis gefiel uns das virtuelle Touchpad besser als die Touch-Tastatur, weil es sich vielseitiger nutzen lässt: Es eignet sich gut für die Systemnavigation sowie für Aufgaben wie Browsen und Multitasking, ohne dass man zu Controllern oder klassischem Handtracking greifen muss.
Innovation mit Baustellen
Metas Lösung kann eine physische Tastatur nicht ersetzen. Sie ist der bisherigen „Lufttastatur“ vieler VR-Brillen bei Schreibtempo und Haptik aber deutlich überlegen und führt zudem ein virtuelles Touchpad ein. Was heute noch wie ein Kuriosum wirkt, dürfte in einigen Jahren zu einer Standardfunktion von VR-Brillen werden.
Beim Funktionsumfang gibt es noch viel Luft nach oben. Meta hat jedoch bereits angedeutet, dass es nicht bei dieser ersten Version bleiben wird. Spannend wird sein, ob und wie Metas Neural Band diese Eingabemethode ergänzen wird: Es könnte die Haptik unterstützen und Tastatureingaben über muskuläre Signalerfassung präzisieren.
Zurückgehalten wird die Lösung von Metas VR-Betriebssystem, das noch immer wie ein Sammelsurium disparater Bedienkonzepte wirkt, die sich gegenseitig im Weg stehen, anstatt sich organisch zu ergänzen. Es bleibt abzuwarten, ob Meta dieses Problem mit Horizon OS 2 und der Verpflichtung von Apples UI-Designchef in den Griff bekommt.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
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(ilk)
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„Weiße SIM-Karten“: Ausnahme von Irans Internetsperre für Regimetreue bestätigt
Mehr als 11 Tage nach Beginn der jüngsten kompletten Internetsperrung im Iran gibt es eine offizielle Bestätigung, dass bestimmte Individuen und Organisationen davon nicht betroffen sind. Die kommt von Fatemeh Mohajerani, der Sprecherin der Islamischen Republik. Sie hat erklärt, dass „Maßnahmen ergriffen wurden, damit solche Ausstattung nur denjenigen zur Verfügung steht, die unsere Stimme an andere weitergeben können“, zitiert IranWire. Auch wenn sie dabei nicht konkreter geworden ist, bezieht sie sich wohl auf spezielle SIM-Karten, über die man weiter online gehen kann und die gezielt für Propagandazwecke verteilt werden. Irans Präsident hatte erst im Dezember versprochen, diese „weißen SIM-Karten“ deaktivieren zu lassen, damit alle die „Schwärze“ gleichermaßen erleben müssen, wie Iran International berichtete.
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Die Sonderregelung für eine kleine Minderheit von regimetreuen Organisationen und Personen zeigt sich laut Netblocks auch in den Daten zum Internetverkehr. Die Organisation weist regelmäßig auf die anhaltende Internetblockade hin und schreibt, dass die Konnektivität der Islamischen Republik auf ein Prozent des normalen Niveaus gefallen ist. Dieser kleine Rest entfällt demnach etwa auf Staatsmedien, die die Sichtweise der Islamischen Republik verbreiten sollen. Irans Präsident Massud Peseschkian hat dieses bereits erprobte Vorgehen immer wieder kritisiert, aber im Dezember erklärt, dass er dagegen nicht vorgehen könne. Deshalb wollte er die weißen SIM-Karten sperren lassen, aber auch das ist ihm offensichtlich nicht gelungen. Im Iran liegt die eigentliche Macht beim sogenannten Obersten Führer.
Kontakt zum Rest der Welt abgeschnitten
Die aktuelle Internetblockade wurde am 28. Februar verhängt, als Israel und die USA begannen, Luftangriffe auf den Iran zu fliegen. Dabei wurde unter anderem Ali Chamenei getötet, als neuer Oberster Führer wurde inzwischen sein Sohn installiert. Der Iran hat zudem begonnen, verschiedene Nachbarstaaten anzugreifen. Getroffen wurden dabei unter anderem auch zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS. Mit der Internetsperrung will das Regime unter anderem Proteste im Keim ersticken. Die vorherige Internetsperre war nach den mutmaßlich größten Demonstrationen in der Geschichte der Islamischen Republik Anfang des Jahres verhängt worden. Als die Kommunikation mit dem Rest unterbrochen war, wurden sie blutig niedergeschlagen.
Der übergroßen Mehrheit der Menschen im Iran steht derzeit nur ein strikt reglementiertes nationales Internet offen, in dem es unmöglich ist, sich unabhängig zu informieren. Dessen Entwicklung wurde seit Jahren vorangetrieben, es firmiert unter den Namen „Internet-e Halal“, also islamisches Netz, oder „Internet-e Melli“ – wörtlich übersetzt Volksinternet. Gegenwärtig gibt es zudem Berichte, dass die Regierung massenhaft SMS verschickt, in denen Menschen davor gewarnt werden, zu protestieren. Ahmadreza Radan, der höchste Polizeichef im Land, hat laut der Deutschen Welle gedroht, dass Protestierende als Feinde behandelt würden: „Alle unsere Kräfte haben ihre Finger am Abzug.“
(mho)
Künstliche Intelligenz
KeePassXC 2.7.12: DLL-Schutz, Passkey-Änderungen und TOTP in Auto-Type
Der quelloffene Passwort-Manager KeePassXC ist in Version 2.7.12 erschienen. Das Release behebt mehrere Sicherheitsprobleme, allen voran einen Schutz gegen DLL-Injection-Angriffe unter Windows. Außerdem bringt es funktionale Erweiterungen, darunter TOTP-Unterstützung in Auto-Type und verschachtelte Ordner beim Bitwarden-Import.
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Wie die Entwickler in ihrem Release-Blog mitteilen, enthält die neue Version Mitigationen gegen Exploits über manipulierte OpenSSL-Konfigurationsdateien auf Windows. Bei einer DLL-Injection schleusen Angreifer bösartige Dynamic Link Libraries in den Adressraum eines laufenden Prozesses ein, um beliebigen Code auszuführen oder Rechte zu erhöhen. KeePassXC 2.7.12 verhindert nun, dass OpenSSL-Konfigurationen als Angriffsvektor für solche Injektionen missbraucht werden.
Passkey-Flags ändern sich – Vorsicht beim Update
Eine potenziell aufwendige Änderung betrifft Passkeys: KeePassXC speichert jetzt die Flags Backup Eligibility (BE) und Backup State (BS) mit jedem Eintrag. Das BE-Flag zeigt an, ob ein Passkey als Multi-Device-Credential gesichert und synchronisiert werden kann, das BS-Flag markiert den aktuellen Sicherungsstatus. Bisher waren beide Werte fest auf false gesetzt, ab Version 2.7.12 stehen sie standardmäßig auf true. Die Entwickler warnen ausdrücklich: „Dies könnte bestehende Passkeys brechen, für die die Flags nicht gespeichert wurden, da die Werte als unveränderlich gelten.“
Wer nach dem Update Probleme mit bestehenden Passkeys feststellt, kann den vorherigen Zustand wiederherstellen, indem er unter „Advanced“ zwei String-Attribute manuell hinzufügt: KPEX_PASSKEY_FLAG_BE=0 und KPEX_PASSKEY_FLAG_BS=0. Zusätzlich wird nun der publicKey in die Register-Response für Passkeys aufgenommen.
TOTP-Platzhalter und verbesserter Browser-Dialog
KeePassXC 2.7.12 unterstützt jetzt {TIMEOTP} als Platzhalter in Auto-Type-Sequenzen und als Entry-Platzhalter. TOTP (Time-based One-Time Password) ist ein RFC 6238 spezifizierter Algorithmus, der aus einem gemeinsamen geheimen Schlüssel und der aktuellen Systemzeit zeitbasierte Einmalpasswörter generiert – typischerweise alle 30 Sekunden. Nutzer können damit automatisch den aktuellen TOTP-Code in Login-Formulare einfügen lassen, ohne ihn händisch aus einer Authenticator-App ablesen zu müssen.
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Im Browser-Zugriffsdialog zeigt KeePassXC nun die abgeglichenen URLs in einem Tooltip an. So lässt sich leichter verifizieren, welche Websites tatsächlich Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten anfordern. Außerdem validiert die neue Version die Haupt-Entry-URL bei der Verwendung von Platzhaltern und speichert browserbezogene Werte korrekt in den customData-Feldern.
Bitwarden-Import mit verschachtelten Ordnern
Wer von Bitwarden zu KeePassXC migriert, kann mit der neuen Version auch verschachtelte Ordner übernehmen. Bitwarden nutzt einen Schrägstrich als Trennzeichen für hierarchische Ordnerstrukturen, etwa „Socials/Forums“. KeePassXC 2.7.12 bildet diese Hierarchie beim Import korrekt ab, sodass die Vault-Struktur erhalten bleibt.
Weitere Bugfixes
Unter Linux haben die Entwickler eine Änderung rückgängig gemacht, die eine Race-Condition in der Auto-Type-Funktion verursachte. Darüber hinaus behebt das Release diverse kleinere Probleme: Die Anzeige des Kontrollkästchen-Werts in den Browser-Integrations-Einstellungen stimmt jetzt, Font- und Theme-Darstellung wurden korrigiert, der „Entfernen“-Button in den Plugin-Daten funktioniert wieder ordnungsgemäß, und Dateinamen werden vor dem Speichern von Anhängen bereinigt.
KeePassXC 2.7.12 steht für Windows, Linux und macOS auf der Projektseite zum Download bereit.
(fo)
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