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Top 10: Das beste Mehrfach-USB-Ladegerät – Testsieger mit 100 Watt für 39 Euro


USB-Ladegeräte mit mehreren Anschlüssen laden Laptop, Handy, Konsole und Gadgets gleichzeitig und benötigen dabei nur eine Steckdose.

Egal, ob Smartphone, Kopfhörer, Macbook, Amazon Echo oder E-Zigarette – die allermeisten Geräte bekommen ihren Strom aus Netzteilen mit USB-Anschluss. Statt also überall in der Wohnung die Steckdosen zu besetzen, kann man gleich ein Netzteil mit mehreren USB-C- oder USB-A-Anschlüssen verwenden. Im Verhältnis sind solche USB-Ladegeräte nicht nur deutlich kleiner als viele der mitgelieferten Netzteile (falls diese überhaupt noch beiliegen), sondern sie erreichen inzwischen sogar über 100 Watt und können mehrere stromhungrige Geräte gleichzeitig versorgen.

Gerade aber in der Bahn können Mehrfachladegeräte ein sprichwörtlich bahnbrechender Vorteil sein, wenn es nur wenige Steckdosen für zu viele Geräte gibt. Mit Platz für teils sogar mehr als sechs Geräte macht man sich hier schnell Freunde, wenn alle Fahrgäste an der einen Steckdose ihr Smartphone aufladen können.

Wir haben über zehn USB-Ladegeräte mit mehr als vier Ports getestet und zeigen in dieser Bestenliste, welches das Beste ist.

Alle der ausgewählten Ladegeräte in diesem Vergleich setzen auf die GaN-Technologie, wobei das vormals verwendete Silizium gegen Galliumnitrid ausgetauscht wurde. Das sorgt für handlichere Geräte, die auch noch effizienter arbeiten. Damit sind auch USB-Ladegeräte mit Leistungen jenseits von 100 Watt möglich, ohne dass die Geräte aktiv gekühlt werden müssten. Auch ist es bei allen Ladegeräten so, dass mit jedem Gerät, das man zusätzlich anschließt, die Leistung pro Gerät deutlich abnimmt.

Welches ist das beste USB-Ladegerät mit mehreren Anschlüssen?

Für diese Bestenliste haben wir zehn Netzteile ausgewählt, die mindestens vier USB-Ports besitzen. Dabei setzen sie auf USB-A sowie USB-C. Bis auf unseren Preis-Leistungs-Tipp Qoovi GaN 65W haben alle mindestens eine Gesamt-Ausgangsleistung von 100 Watt oder mehr. Inzwischen gibt es aber auch USB-Ladegeräte mit 300 Watt, hier kann man also gleich mehrere Verbraucher mit bis zu 100 Watt pro Gerät versorgen.

In die Wertung, welches Netzteil besser als das andere ist, spielt neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis auch die Verarbeitungsqualität sowie das Ergebnis unseres Praxistests hinein. Bei diesem ermitteln wir, wie effizient das Netzteil arbeitet. Den Testaufbau schildern wir im entsprechenden Absatz Testverfahren.

Am besten abgeschnitten hat in der Gesamtschau der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W. Nicht nur erreicht er eine Effizienz von knapp 93 Prozent, sondern kostet mit 39 Euro aktuell auch vergleichsweise wenig. Damit erringt das 100-Watt-Ladegerät den Testsieg.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist das Qoovi GaN 65W. Zwar bietet dieses Ladegerät für vier Geräte insgesamt mit 65 Watt am wenigsten Ausgangsleistung, ist mit einem Preis von 22 Euro aber auch am günstigsten.

Am meisten Leistung zum fairen, aber vergleichsweise hohen Preis von 128 Euro bietet das Ugreen Nexode 300W – unser Technologiesieger. Etwas weniger Leistung zum dafür niedrigeren Preis bieten die beiden Netzteile Ugreen Nexode 200W sowie Anker Prime Charger 200W.

KURZÜBERSICHT

Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W bietet mit 100 Watt richtig viel Leistung und eignet sich damit auch für stromhungrigere Laptops. Bei den Anschlüssen gibt es zweimal USB-C und zweimal USB-A, die Verarbeitung ist hochwertig. Aktuell liegt sein Preis bei 39 Euro.

VORTEILE
  • viel Leistung (100 Watt)
  • viele Ports
  • verhältnismäßig günstig
NACHTEILE
  • dauerhaft leuchtende LED
  • schon recht groß

Das Ugreen Nexode 300W ist eines der stärksten und besten USB-C-Ladegeräte. Mit einer richtungsweisenden Gesamtleistung von 300 Watt und fünf Ladebuchsen bekommt man hier enorm viel. Zudem spielt es in unserem Praxistest groß auf. Der Preis von 128 Euro ist für ein Ladegerät hoch, angesichts der Ausstattung aber absolut vertretbar.

VORTEILE
  • sehr viel Leistung
  • viele Ports
  • langes Stromkabel für flexible Aufstellung

Das Qoovi GaN 65W ist ein echter Preisbrecher. Für schlappe 22 Euro bekommt man hier ein 65-Watt-USB-C-Ladegerät mit insgesamt vier Anschlüssen, das im Praxistest eine hervorragende Leistung abliefert. Dabei unterstützt es alle gängigen Schnellladetechnologien wie USB Power Delivery, Quick Charge oder Huawei SuperCharge und lädt so Smartphones, Tablets und sogar Laptops in Windeseile. Dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht ist das Netzteil auch perfekt für unterwegs geeignet. Kurzum: Wer ein leistungsstarkes und vielseitiges USB-C-Ladegerät zum Sparpreis sucht, liegt mit dem Qoovi GaN 65W goldrichtig.

VORTEILE
  • sehr günstig
  • 65 Watt Leistung
  • vier Anschlüsse (2x USB-C, 2x USB-A) 
  • kompaktes Format
NACHTEILE
  • kein PPS
  • Effizienz nicht ganz auf Top-Niveau

Ratgeber

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Bei USB-Ladegeräten mit mehreren Anschlüssen kommt es nicht auf die konkrete Einzelleistung eines Anschlusses an, sondern auf die Gesamtleistung. In diesem Vergleich haben wir daher vor allem die Gesamtleistung betrachtet, also wie sich die Leistung beim Anschluss mehrerer Geräte pro Anschluss reduziert. Auffällig war, dass nahezu alle Ladegeräte die Verbindung zu bereits angeschlossenen Geräten kurzzeitig vollständig unterbrochen haben, wenn man ein weiteres angeschlossen hat. Dabei verhandeln etwa Ladegerät und Smartphone die Ladeleistung jedes Mal wieder neu.

Außerdem ist die benötigte Ladeleistung des jeweiligen Endgeräts zu beachten. Das gilt weniger bei Tablets oder Smartphones, wie dem iPhone, sondern vor allem bei Laptops. Dort benötigen viele per USB-C aufladbare Geräte eine Mindestleistung, unter der sie nicht laden. Wer ein Macbook Pro oder ein High-End-Thinkpad per USB-C laden möchte, der benötigt eine vernünftige Leistung.

Kurz gesagt: Je mehr Leistung das Notebook liefert, desto mehr Watt muss das Netzteil bieten. Ein Macbook Pro mit M1 Chip und 8 Kernen erfordert ein Netzteil mit 67 Watt, die Variante mit 10-Core-CPU bringt ein 96 Watt Netzteil mit. Ein Thinkpad X1 Carbon der neunten Generation benötigt ebenfalls 65 Watt. Wer noch mehr Power hat, etwa in einer mobilen Workstation wie dem Dell Mobile Precision 3560, der kommt schnell an die Grenzen. Dell legt diesem Rechner etwa ein USB-C-Netzteil mit 130 Watt bei.

Auch bei unserem Lenovo Yoga Pro 7 2023 kommt ein 140-Watt-Netzteil zum Einsatz, wobei der Laptop auch noch 100-Watt-Netzteile akzeptiert. Bei 65 Watt gibt es hingegen eine Warnmeldung, dass die eingehende Leistung zu gering ist. Die meisten „normalen“ Notebooks mit USB-C sollten aber mit einem 65-Watt-Gerät gut versorgt sein. Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen kurzen Blick in die technischen Daten zu werfen.

Ebenfalls ist es so, dass man problemlos vier Geräte gleichzeitig anschließen kann, dann aber teilt sich die Ladeleistung auf alle Ports auf. Dafür ist etwa das Ugreen Nexode 100W für knapp 32 Euro ein anschauliches Beispiel. Wer nur ein Notebook an USB-C1 oder USB-C2 steckt, der kann auf die vollen 100 Watt zugreifen. Sind zwei Ports belegt, sind immer noch bis zu 65 Watt auf USB-C1 möglich, die anderen Anschlüsse liefern dann aber zwischen 30 und 22,5 Watt. Sind alle vier Ports belegt, kommt aus USB-C1 maximal 45 Watt, USB-C2 liefert 30 Watt, USB-C3 sowie USB-A schaffen dann maximal je 10,5 Watt (bei 5 Volt mit 2,1 Ampere). Das nachfolgende Bild zeigt nochmals grafisch, wie sich die Belegung hier aufteilt.

So lädt man richtig

Für ein schnelles Laden sollte das USB-C-Kabel den Standard Power Delivery (USB PD) unterstützen. Mit dieser Technik handeln Ladegerät und Verbraucher aus, wie viel Leistung maximal fließen kann. Können beide Geräte keine höhere Ladespannung aushandeln, fällt das Ladegerät auf sichere Ladeströme zurück und liefert zwischen 2,5 Watt und 7,5 Watt.

Wer ein reines USB-C-Kabel kaufen und auch bei der schnellen Datenübertragung auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehlen wir ein Kabel mit Thunderbolt 3. Wenn es lediglich ums Laden geht, dann reicht auch ein günstigeres Kabel. Mehr dazu in unserer Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles.

Schnellladen: Quick Charge, Power Delivery und PPS

Schnellladetechniken sind erforderlich, damit Smartphones und andere Geräte über USB mit einem einheitlichen Standard schnell laden können. Am verbreitetsten sind hier Qualcomm Quick Charge (QC) und Power Delivery (PD). Während Quick Charge Android-Smartphones mit Qualcomm-SoC unterstützt, nutzt unter anderem Apple den Power-Delivery-Standard. Auch Laptops setzen entsprechend auf USB-PD.

Der Trick ist, dass Lader und Endgerät hierbei die Kombination aus Spannung und Strom aushandeln. Das Netzteil bietet dazu unterschiedliche Kombinationen, unter denen das Endgerät die passende auswählt. Daher geben wir die verfügbaren Kombinationen bei jedem Ladegerät-Test im Detail an. Die Bestimmung der Ladeparameter geschieht über den Control Channel (CC) des USB-C-Steckers. Auch deswegen ist es wichtig, das richtige Kabel zu wählen. Arbeitet der Chip im Kabel nicht korrekt, überträgt es maximal drei Ampere, womit die Ladegeschwindigkeit deutlich reduziert ist.

Dabei war USB Power Delivery 3.0 der erste Standard, der Qualcomms Quick Charge und Apple Lightning ersetzen kann. Mit USB-PD 3.0 werden die bisherigen Power-Profile mit der festen Zuordnung von Spannung und Maximalstrom durch flexible Power Rules abgelöst. Dabei gilt, je höher die Nennleistung, desto mehr Kombinationen sind möglich. Deswegen laden USB-Ladegeräte mit USB-PD 3.0 auch kompatible Geräte über den Schnellladestandard Quick Charge.

Wer mehr über Power Delivery erfahren möchte, dem empfehlen wir den Heise-Beitrag Passt irgendwie.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten USB-C-Ladegeräte mit der Schnellladetechnik USB Power Delivery 3.0.

Proprietäre Schnelllade-Funktionen

Schnellladestandards sollen die Auswahl geeigneter Ladegeräte zum eigenen Endgerät vereinfachen: Ein Standard, den man auf einen Blick erkennt und mit dem immer gewiss ist, dass das Smartphone so schnell wie möglich lädt – es könnte so einfach sein. Immer mehr Hersteller haben auch den Bedarf und die Vorteile von schnellem Laden erkannt, gut so. Doch neben Power Delivery und Co. gibt es eine Entwicklung, die die Bemühungen der Ladestandards wieder zur Makulatur macht. Denn manche Smartphone-Hersteller entwickeln eigene Schnellladeprotokolle, die sich ausschließlich mit den herstellereigenen Netzteilen verwenden lassen. An fremden Ladegeräten fallen entsprechende Handys auf Ladegeschwindigkeiten von teils unter 20 Watt zurück, wodurch ein Ladevorgang enorm lang dauert – obwohl das Smartphone eigentlich schneller laden könnte, aber nicht die gleiche Sprache wie das Netzteil spricht.

Bei vergangenen Tests hat sich das bei unseren Versuchs-Smartphones Honor Magic 5 Pro (Testbericht) und Xiaomi Redmi Note 12 Pro+ (Testbericht), die beide über 60 Watt laden können, als großes Problem herausgestellt. Keines der getesteten Ladegeräte hat die beiden Handys auch nur ansatzweise mit ihrer maximal möglichen Ladeleistung versorgt. Die Werte betrugen unter 10 Watt, was Laden zur Geduldsprobe macht. Es liegt also hier wieder an Nutzern, sich vor dem Kauf eines Ladegerätes über die unterstützten Ladestandards seines Smartphones zu informieren.

Was ist PPS und wofür benötigt man es?

In unserer Praxiserfahrung und vielen Smartphone-Tests hat sich zudem gezeigt, dass diese Besonderheit teils von Smartphone zu Smartphone unterschiedlich auftritt. Während das eine problemfrei lädt, verweigert ein anderes die Schnellladung. Eine Spielart, die dahinterstecken kann, ist die PD-Erweiterung PPS (Programmable Power Supply) – eigentlich dazu da, um Spannung und Strom automatisch in Echtzeit dynamisch ändern zu können, also eine Erleichterung darstellen soll.

Dadurch soll jederzeit die maximal mögliche Ladeleistung nutzbar sein. Auch hier handeln Smartphone und Ladegerät wieder eine bestimmte Kombination aus Spannung und Stromstärke aus. Doch diese Technologie kann dafür sorgen, dass Ladegeräte, die nicht auf die exakt gleiche Spannung einsetzen, auf die nächst niedrigere, mit Ladegerät und Endgerät kompatible Spannung zurückfallen (Einblicke im Artikel von heise online). In so einem Fall lädt das Smartphone also nicht mit seiner maximal möglichen Ladegeschwindigkeit, sondern deutlich langsamer.

Ärgerlich ist, dass Hersteller von Ladegeräten sowie Smartphones die benötigte Bandbreite an Spannung und Stromstärke nach wie vor nur spärlich kommunizieren. Im Testfeld der Ladegeräte war vor allem Ugreen meist vorbildlich mit der Angabe des unterstützten PPS-Bereichs, andere Marken sind hier noch sehr nachlässig. Oft wird der Begriff PPS als reines Keyword ohne nützliche Details verwendet, die hier aber entscheidend sind.

Manche Hersteller unterstützen aber bei ihren Ladegeräten auch tatsächlich kein PPS, auf ein solches Ladegerät sollte man im Zweifel verzichten. Wir geben die unterstützten Ladestandards und PPS-Bereiche in Zukunft in jedem Einzeltest an. Zudem machen wir die zuverlässige oder unzuverlässige Weitergabe dieser Information zu einem Bewertungskriterium. Ladegeräte, die PPS gar nicht unterstützen oder die den PPS-Bereich nicht angeben, bekommen folglich Punktabzug. Zu wichtig ist diese Angabe inzwischen für Smartphone-Nutzer, als dass man sie ignorieren kann.

Testverfahren

Wir haben für diese Bestenliste alle Ladegeräte mit einem einheitlichen Verfahren auf den Prüfstand gestellt. Dazu kommt zur Feststellung von Effizienz und Leistung das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat. Dieses stecken wir zwischen Smartphone und Stecker. So können wir Werte, wie Watt (Leistung), Volt (Spannung) und Ampere (Strom) auslesen, sowie den Ladestandard an, auf den sich Endgerät und Netzteil verständigt haben. Seinen Strom bezieht das Messgerät über das angeschlossene USB-C-Kabel. Der Strombedarf ist allerdings sehr gering, weshalb wir ihn in unserer Messung ignorieren. Eine Dokumentation gibt es nicht. Sollte ein Hersteller keine Angaben zur unterstützten Spannung, Stromstärke oder zu PPS machen, ermitteln wir die PPS-Werte mittels unserem PD-Listener.

Zusätzlich nutzen wir ein haushaltsübliches AC-Strommessgerät. So errechnen wir die Effizienz jedes Ladegeräts, die ein wichtiges Kriterium zur Bewertung der Qualität ist.

Im USB-Ladegerät-Test überprüfen wir die Effizienz der USB-Netzteile, indem wir sie an unseren Lastsimulator anschließen. Über diesen können wir konstant eine frei einstellbare Last vom Ladegerät abrufen und so neben der Effizienz auch die Wärmeentwicklung ermitteln sowie den Überlastschutz prüfen.

Fazit

Strom über USB ist fantastisch. Ein USB-Ladegerät mit Platz für mehrere Geräte ist eine große Erleichterung für unterwegs. Damit reicht etwa die einzelne Steckdose in der Bahn dank USB-A und USB-C auch für mehrere Geräte, wie Laptop, Android-Smartphone oder iPhone und sonstiges Zubehör. Statt also mehrere Netzteile einzupacken, reicht eines der hier vorgestellten Geräte, vielleicht noch mit ein paar alternativen USB-Kabeln. Durch USB-PD gibt es hier einen geräteübergreifenden Ladestandard.

Dabei müssen solch potente Ladegeräte nicht einmal teuer sein. Unseren Testsieger Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W bekommt man etwa schon für 39 Euro. Für etwas mehr als 100 Euro erhält man dann schon eines der besten Ladegeräte überhaupt – das Ugreen Nexode 300W mit aberwitzigen 300 Watt an Leistung.

BESTENLISTE

USB-C-Ladegerät mit 100 Watt für nur 39 Euro: Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W hat genug Dampf für Laptop, Tablet & Co. Wie gut das Netzteil ist, haben wir getestet.

VORTEILE
  • viel Leistung (100 Watt)
  • viele Ports
  • verhältnismäßig günstig
NACHTEILE
  • dauerhaft leuchtende LED
  • schon recht groß

USB-C-Ladegerät mit 100 Watt für nur 39 Euro: Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W hat genug Dampf für Laptop, Tablet & Co. Wie gut das Netzteil ist, haben wir getestet.

Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W bringt ein hochwertiges Äußeres und viel Power. Er war im vergangenen Jahr dank guter Leistungswerte und eines hervorragenden Preis-Leistung-Verhältnisses sogar unser Testsieger, denn: Das Baseus-Ladegerät überzeugt. Die Konkurrenz schläft aber auch nicht.

Ausstattung & Verarbeitung

Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W kommt in einem gut verarbeiteten, schlichten und schicken Kunststoffgehäuse, das nahezu vollständig in Schwarz gehalten ist. Lediglich das Innere der Anschlussbuchsen ist als kleiner Akzent in Orange ausgeführt, was recht schick wirkt. Im linken, oberen Eck befindet sich eine blaue Zier-LED, die dauerhaft leuchtet – Baseus scheint sowas zu mögen, denn auch andere Netzteile des Herstellers kommen mit dem Licht. Uns gefällt das gar nicht. Wer das Ladegerät im Schlafzimmer einsetzt, hat so den ganzen Raum bei Nacht erleuchtet, weshalb wir die LED abkleben. Das Gewicht ist mit 242 g für ein so leistungsstarkes Netzteil recht gering.

Kommen wir zu den Anschlüssen: Es gibt je zwei USB-C (je maximal 100 Watt) und USB-A-Ports (je maximal 60 Watt). Nutzt man beide USB-C-Ports parallel, darf USB-C1 65 Watt und USB-C2 30 Watt ausgeben. In der Kombination USB-C und USB-A reduziert sich die Leistung bei Typ C auf 65 Watt und bei Typ A auf 30 Watt – egal ob man Port C1/A1 oder Port C2/A2 verwendet. Bei Nutzung beider USB-A-Buchsen sinkt die Ausgangsleistung pro Anschluss auf 15 Watt. Das Netzteil unterstützt Quick Charge 4.0+ und Power Delivery 3.0 (PD).

Praxistest

Im Praxistest stellen wir das Netzteil direkt mit größeren Kalibern auf den Prüfstand. Unser Macbook lädt dabei mit circa 80 Watt, das Dell-Gerät mit 61 Watt. Die Effizienz liegt bei 92,64 Prozent. Verwunderlich bleibt nur, warum an der Anker Powerbank 737 nicht mehr ging, denn hier kamen „nur“ 75,5 Watt an – und das, obwohl diese Powerbank mit bis zu 140 Watt laden könnte. Die 100 Watt Ausgangsleistung sind also an diesem Punkt nicht erreicht, 75,5 Watt ist aber auch ein hoher und damit guter Wert.

Preis

Normalerweise kostet der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W etwa 50 Euro. Aktuell liegt der Preis bei knapp 39 Euro.

Fazit

Der Baseus GaN2 Pro Quick Charger 100W ist ein richtig gut, gefällt uns bis auf die störende LED richtig gut. Im Test zeigt es sich weitgehend zuverlässig. Mit seiner hohen Leistung kann man auch energiehungrige Laptops betreiben, möchte man also ein Ladegerät für alles, wird man hier glücklich und kann zuschlagen. 100 Watt für unter 40 Euro ist ein richtig guter Preis, anderswo bekommt man kaum mehr fürs Geld.

So stark wie kaum eines: Das Ugreen Nexode 300W kommt mit beachtlichen 300 Watt über alle Ports hinweg. Ob es sich lohnt, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • sehr viel Leistung
  • viele Ports
  • langes Stromkabel für flexible Aufstellung

So stark wie kaum eines: Das Ugreen Nexode 300W kommt mit beachtlichen 300 Watt über alle Ports hinweg. Ob es sich lohnt, zeigt unser Test.

Ein sehr besonderes Ladegerät ist das Ugreen Nexode 300W. Betrachten wir die reinen Leistungsdaten, handelt es sich hier um eines der besten Ladegeräte, das wir bisher im Test hatten.

Ausstattung & Verarbeitung

Am ersten USB-C-Port gibt es satte 140 Watt. Bis zu drei Geräte lassen sich parallel mit über 60 Watt versorgen. Zu den vier USB-C-Anschlüssen gibt es noch einen USB-A-Port. Es ist der bisher einzige Lader mit 300 Watt an Gesamtleistung. Das führt aber zu großen Gehäusemaßen 110 x 95 x 55 mm. Zudem wiegt der Charger auch unfassbar viel – stattliche 842 g.

Nun zu den Anschlüssen im Detail. Um es nochmal direkt benannt zu haben: Nein, 300 Watt kann man auch bei diesem Ladegerät nicht über einen einzelnen Port ziehen, die Angabe bezieht sich auf die maximale Gesamtleistung über alle Anschlüsse hinweg. Das ist bei den meisten Netzteilen so üblich. USB-C1 darf mit 140 Watt am meisten ausgeben, USB-C2 und USB-C3 folgen jeweils mit 100 Watt. Bei USB-C4 sind es dann noch 45 Watt und die einzelne USB-A-Buchse darf maximal bei 22,5 Watt arbeiten.

Durch die hohe Gesamtleistung reduziert sich die Einzelleistung pro Port erst bei vier belegten Anschlüssen etwas, wobei eigentlich meist USB-C4 und teils USB-C3 von der ein Stück Leistung abzwacken muss. So fällt letzterer dann von 100 Watt auf 65 Watt, USB-C4 sinkt auf 20 Watt.

Ladestandards

Neben Quick Charge 4.0+ unterstützt das Ugreen Nexode 300W auch Power Delivery 3.1 sowie PPS. Der 140-W-Port arbeitet mit 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A, 20 V bei 5 A oder 28 V bei 5 A.

Die beiden 100-Watt-Ports nach Typ-C operieren mit 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15V bei 3A oder 20V bei 5A. Der 45-W-Anschluss schafft 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A oder 20 V bei 2,25 A. Alle USB-C-Ports unterstützten PPS im größtmöglichen Abdeckungsraum mit einem Spannungsbereich von 3,3 bis 21 V und einer Stromstärke von bis zu 5 A. Das ist hervorragend, gehört sich für ein USB-Ladegerät über 100 Euro aber auch so.

Zuletzt kann die USB-A-Buchse 22,5 W liefern mit 5 V bei 3 A, 9 V bei 2 A, 12 V bei 1,5 A oder 10 V bei 2,25 A. Auch sie unterstützt PPS, allerdings nur im Bereich 3,3 bis 16 V bei bis zu 3 A.

Noch recht neu ist der ähnlich wie PPS funktionierende AVS-Standard (Adjustable Voltage Supply), der mit dem USB-PD-3.1-Standard einherkommt. AVS steht hierbei am USB-C1⁻Port zur Verfügung im Bereich von 15 bis 28 V.

Praxistest

In unserem Test lädt das Netzteil zuverlässig und lässt sich voll auslasten. Die Ladeleistung ist auch über längere Zeit stabil. Durch die hohe Gesamtleistung lassen sich auch mehrere leistungshungrige Geräte im Test versorgen. Der Lasttest verläuft ohne Auffälligkeiten. Die Effizienz liegt bei starken 93,28 Prozent – auch das ein Spitzenwert.

Preis

Das Ugreen-Netzteil für 128 Euro ist eines der teurere Ladegeräte, bietet dafür aber auch eine tadellose Ausstattung und spielt problemfrei seine Leistung aus. Unabhängig davon, ob es das wert ist, ist das natürlich viel Geld für ein USB-C-Netzteil.

Fazit

Zweifellos handelt es sich bei Ugreen Nexode 300W um eines der stärksten, derzeit verfügbaren USB-C-Ladegeräte. Die Gesamtleistung und das riesige Anschlussangebot sind wahrlich beeindruckend. Die Einsatzszenarien sind allerdings natürlich sehr nischig, wer nur ein Ladegerät für sein Smartphone sucht, dem genügen auch günstigere Alternativen. Auch für unterwegs ist ein solcher Klopper natürlich nichts. Zudem hat das Muskelspiel auch seinen Preis, denn das riesige Ladegerät kostet über 130 Euro.

Wer aber händeringend nach dem stärksten Lader sucht, den es gibt, der wurde soeben fündig und bekommt eine klare Empfehlung, die Leistung ist am Ende beeindruckend. Auf die Frage nach einer grundsätzlichen Netzteil-Empfehlung wäre das Ugreen Nexode 300W aber wohl nur in den seltensten Fällen unsere bevorzugte Wahl. Wer besonders viele Ports und Leistung will, findet aber kaum Besseres.

Das Qoovi GaN 65W bietet vier Anschlüsse und 65 Watt Leistung zum unschlagbaren Preis von nur 22 Euro. Wir haben das USB-C-Ladegerät getestet und verraten, ob es überzeugen kann.

VORTEILE
  • sehr günstig
  • 65 Watt Leistung
  • vier Anschlüsse (2x USB-C, 2x USB-A) 
  • kompaktes Format
NACHTEILE
  • kein PPS
  • Effizienz nicht ganz auf Top-Niveau

Das Qoovi GaN 65W bietet vier Anschlüsse und 65 Watt Leistung zum unschlagbaren Preis von nur 22 Euro. Wir haben das USB-C-Ladegerät getestet und verraten, ob es überzeugen kann.

Das Qoovi GaN 65W ist ein echtes Kraftpaket unter den USB-C-Ladegeräten. Mit einer maximalen Gesamtleistung von 65 Watt und gleich vier Anschlüssen, davon zwei USB-C und zwei USB-A, bietet es enorm viel fürs Geld. Denn aktuell ist das kompakte Netzteil mit den Maßen 60 × 60 × 35 mm bei Joom für gerade mal 22 Euro zu haben.

Damit ist es eines der günstigsten Modelle in unserer Bestenliste der USB-C-Ladegeräte. Doch kann das Qoovi GaN 65W auch in puncto Leistung und Effizienz mit teureren Konkurrenten mithalten? Das klären wir in unserem ausführlichen Testbericht.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Qoovi GaN 65W präsentiert sich im schlichten, aber hochwertigen Kunststoffgehäuse, wahlweise in Schwarz oder Weiß. Mit Abmessungen von 60 × 60 × 35 mm und einem Gewicht von 197 Gramm ist es erfreulich kompakt und leicht. An Bord sind zwei USB-C-Ports, die mit maximal 65 Watt laden, sowie zwei USB-A-Ports mit jeweils bis zu 30 Watt Leistung. Insgesamt stehen also vier Anschlüsse zur Verfügung, um mehrere Geräte gleichzeitig mit Strom zu versorgen.

Dabei verteilt das Netzteil die Leistung intelligent: Hängen zwei Geräte an USB-C, teilen sie sich die 65 Watt. Das Gleiche gilt für die USB-A-Ports mit 30 Watt. Nutzt man alle vier Anschlüsse parallel, liefert jeder Port noch 5 Volt bei 2,4 Ampere, also gut 12 Watt. Das reicht immer noch für normales Laden.

Ladestandards

In puncto Ladestandards ist das Qoovi GaN 65W bestens gerüstet. Es beherrscht das USB Power Delivery Protokoll und kann so kompatible Geräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones mit bis zu 65 Watt laden. An den USB-C-Ports stehen dafür 5, 9, 12, 15 und 20 Volt Spannung bei bis zu 3,25 Ampere Stromstärke zur Verfügung. Über die USB-A-Ports sind maximal 20 Volt bei 1,5 Ampere möglich.

Auch proprietäre Schnellladestandards wie Samsungs Adaptive Fast Charging, Huaweis SuperCharge oder Oppos VOOC werden unterstützt. Quick Charge von Qualcomm ist ebenfalls mit an Bord. Damit ist das Netzteil mit praktisch allen aktuellen Smartphones und Tablets kompatibel und lädt sie mit der maximal möglichen Geschwindigkeit. Lediglich der neueste USB PD PPS Standard fehlt, den einige High-End-Smartphones wie Samsungs Galaxy S22 nutzen.

Praxistest

Im Praxistest weiß das Qoovi GaN 65W voll zu überzeugen. An unserem Dell XPS 13 liefert es starke 63 Watt und erzielt damit den Bestwert aller von uns getesteten 65W-Netzteile. Auch an anderen Notebooks, Tablets und Smartphones lädt es zuverlässig mit der versprochenen Leistung. Einzig am MacBook Pro fällt die Ladeleistung etwas geringer aus, was aber ein generelles Problem vieler Drittanbieter-Netzteile ist.

Die durchschnittliche Effizienz liegt mit 90,01 Prozent auf einem guten Niveau. Damit gehört das Qoovi zwar nicht zu den effizientesten Modellen im Test, der Unterschied zu den Spitzenreitern beträgt aber nur etwa 3 Prozent. Bedenkt man den günstigen Preis, geht das absolut in Ordnung. Erfreulich ist auch, dass sich das kompakte Netzteil selbst unter Volllast kaum erwärmt.

Preis

Der größte Pluspunkt des Qoovi GaN 65W ist zweifellos sein unschlagbar günstiger Preis. Aktuell ist das Netzteil bei Joom für gerade mal 22 Euro zu haben. Damit ist es eines der günstigsten 65W-Ladegeräte mit vier Anschlüssen auf dem Markt. Zum Vergleich: Vergleichbare Modelle von Anker, Ugreen oder Baseus kosten meist mindestens 30 bis 40 Euro, oft auch deutlich mehr.

Fazit

Unterm Strich ist das Qoovi GaN 65W ein rundum gelungenes USB-C-Ladegerät, das mit einer hervorragenden Preis-Leistung punktet. Für aktuell nur 22 Euro bekommt man ein kompaktes 65-Watt-Netzteil mit vier Anschlüssen, das im Praxistest eine tadellose Leistung abliefert. Die Verarbeitungsqualität stimmt, die Effizienz ist gut und dank der vielen unterstützten Ladestandards ist es mit praktisch allen mobilen Geräten kompatibel.

Einziger Kritikpunkt ist das Fehlen von PPS, das aber in dieser Preisklasse zu verschmerzen ist. Ansonsten gibt es am Qoovi GaN 65W nichts auszusetzen. Eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die ein leistungsstarkes und vielseitiges USB-C-Ladegerät zum kleinen Preis suchen!

Das Anker Prime 200W Ladegerät bietet enorme Leistung für bis zu sechs Geräte gleichzeitig. Wir haben den vielseitigen Alleskönner getestet.

VORTEILE
  • 200 Watt Gesamtleistung
  • sechs Anschlüsse (4x USB-C, 2x USB-A)
  • kompaktes Design
  • hochwertige Verarbeitung
  • hohe Effizienz (93 Prozent)
NACHTEILE
  • PPS nur bis 16V
  • glänzende Oberfläche zieht Fingerabdrücke an
  • teuer

Das Anker Prime 200W Ladegerät bietet enorme Leistung für bis zu sechs Geräte gleichzeitig. Wir haben den vielseitigen Alleskönner getestet.

Das Anker Prime 200W ist ein Kraftpaket, das kaum Wünsche offen lässt. Mit einer Gesamtleistung von 200 Watt versorgt es bis zu sechs Geräte parallel mit Strom. Wir haben das Multiport-Ladegerät im Praxistest auf Herz und Nieren geprüft.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Anker Prime 200W präsentiert sich im typischen, hochwertigen Design der Prime-Serie. Das kompakte graue Kunststoffgehäuse ist tadellos verarbeitet und mit den charakteristischen Riffeln versehen. Die Vorderseite mit den Anschlüssen ist von einer glänzenden Plastikschicht geschützt, die allerdings schnell Fingerabdrücke anzieht.

Mit Abmessungen von 112 x 36 x 75,5 mm ist das Ladegerät erfreulich kompakt. Es erinnert in seiner flachen Bauform an das Belkin 4-Port-Netzteil. Positiv: Das Netzkabel lässt sich abnehmen und wird über einen Zweipolstecker angeschlossen. Mit 563 g bringt das Prime 200W ein solides, aber nicht übermäßiges Gewicht auf die Waage.

Ladestandard

An Leistung mangelt es dem Anker Prime 200W wahrlich nicht. Die vier USB-C-Ports liefern jeweils folgende Leistungsstufen: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 10 V bei 2,25 A, 15 V bei 3 A oder 20 V bei 5 A (maximal 100W pro Port). Spannend dabei ist, dass eine 12V-Stufe bei den USB-C-Ports fehlt – sie ist aber ohnehin nicht so relevant, da kaum Geräte auf sie angewiesen sind.

Die beiden USB-A-Anschlüsse bieten immerhin noch 5V bei 3A, 9 V bei 2 A, 10 V bei 2,25 A oder 12V bei 1,5A. Hier gibt es insgesamt maximal 22,5 W pro Port.

PPS (Programmable Power Supply) wird im Bereich von 5 bis 16 V bei bis zu 5 A unterstützt. Überraschend ist hier, dass PPS „nur“ bis 16 V reicht. Für die maximalen 100W wären eigentlich 20V zu erwarten. In der Praxis ist das aber kein Problem, da die gängigen Smartphones von Samsung, Google und Apple auch so mit vollem Tempo laden. Lediglich einige asiatische Modelle, die zwingend 20 oder 21 V benötigen, laden dann nicht mit maximaler Geschwindigkeit.

Praxistest

Im Praxistest macht das Anker Prime 200W eine ausgezeichnete Figur. Es lädt zuverlässig und stabil, auch wenn man es voll auslastet. Mit einer durchschnittlichen Effizienz von 93 Prozent gehört es zu den Klassenbesten. Die Hitzeentwicklung hält sich trotz der hohen Leistung beim Lasttest in Grenzen.

Preis

Mit einem Preis von knapp 60 Euro bei Amazon ist das Anker Prime 200W sicher kein Schnäppchen. Für ein Ladegerät mit 200 Watt und sechs Ports geht der Preis aber völlig in Ordnung. Anker-typisch bekommt man viel Leistung und Qualität für sein Geld.

Fazit

Das Anker Prime 200W Ladegerät ist ein echter Allrounder, der kaum Wünsche offen lässt. Mit 200 Watt Gesamtleistung und sechs Anschlüssen lädt es selbst ganze Geräteparks zuverlässig und schnell. Die hochwertige Verarbeitung, die kompakten Maße und die hohe Effizienz runden das positive Gesamtbild ab. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die auf 16V limitierte PPS-Unterstützung. Davon abgesehen gibt es aber kaum etwas auszusetzen. Wer ein leistungsstarkes Multitalent sucht und den stolzen, aber fairen Preis verkraften kann, liegt mit dem Anker Prime 200W goldrichtig. Eine klare Empfehlung!

Das Ugreen Nexode 200W GaN Ladegerät verspricht enorm viel Leistung für bis zu 6 Geräte gleichzeitig. Ob der Tisch-Charger hält, was er verspricht, zeigt unser Test.

VORTEILE
  • 200W Gesamtleistung
  • unterstützt PD 3.0, QC 4.0+, PPS und mehr
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr effizient (92,55 Prozent)
NACHTEILE
  • für ein Ladegerät etwas teuer
  • PPS nur bis 3A

Das Ugreen Nexode 200W GaN Ladegerät verspricht enorm viel Leistung für bis zu 6 Geräte gleichzeitig. Ob der Tisch-Charger hält, was er verspricht, zeigt unser Test.

Mit satten 200 Watt Gesamtleistung, verteilt auf vier USB-C- und zwei USB-A-Ports, ist das Ugreen Nexode 200W GaN ein echtes Kraftpaket unter den Ladegeräten. Mit seinen kompakten Abmessungen von 10,1 × 10,1 × 3,23 cm und einem Gewicht von 520 g bringt es ordentlich Power auf den Schreibtisch. Wir haben den vielversprechenden Desktop-Charger auf Herz und Nieren geprüft.

Das Ugreen Nexode 200W GaN bietet insgesamt sechs Ladeanschlüsse, die auf der Vorderseite angeordnet sind. Die oberen beiden Ports sind vom Typ USB-C und jeweils mit C1 und C2 beschriftet. Darunter befinden sich zwei weitere USB-C-Ports mit den Bezeichnungen C3 und C4. Zusätzlich gibt es noch zwei USB-A-Ports, die mit A1 und A2 gekennzeichnet sind.

Die Verarbeitung des Ladegeräts ist hochwertig. Das mattschwarze Kunststoffgehäuse macht einen stabilen und wertigen Eindruck. Auf der Oberseite prangt mittig das Ugreen-Logo in Weiß. Die USB-Ports sind sauber eingelassen und weisen geringe Spaltmaße auf. Mit kompakten Abmessungen von 10,1 × 10,1 × 3,23 cm und einem Gewicht von 520 g ist das Ugreen Nexode 200W GaN für ein derart leistungsstarkes Gerät angenehm handlich.

Ladestandards

Das Ugreen Nexode 200W unterstützt USB-Power-Delivery (PD) 3.0 und 2.0, Quick Charge (QC) 4.0+, 4.0, 3.0 und 2.0 sowie Programmable Power Supply (PPS). Auch proprietäre Protokolle wie Samsungs AFC und Huaweis SCP werden unterstützt.

Die Unterstützung des PPS-Standards ist in dieser Preisklasse auch zu erwarten. Allerdings fällt die PPS-Spezifikation mit maximal 3A etwas knapp aus. Gerade für schnelles Laden aktueller High-End-Smartphones wären bis zu 5A wünschenswert gewesen. Verstehen können wir diese Beschränkung nicht.

Die beiden oberen USB-C Ports C1 und C2 liefern jeweils bis zu 100 W und bieten Spannungen und Stromstärken von 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A, 20 V bei 5 A sowie PPS im Bereich 3,3 bis 21 V bei 3 A.

Die unteren USB-C Ports C3 und C4 bringen es auf je 65 W mit 5 V bei 3 A, 9V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A, 20 V bei 3,25 A sowie PPS mit 3,3 bis 21 V und bis zu 3 A.

Die beiden USB-A Ports A1 und A2 unterstützen 4,5 V bei 5 A, 5 V bei 4,5 A, 5 V bei 3 A, 9 V bei 2 A sowie 12 V bei 1,5 A und liefern so bis zu 22,5 W.

Praxistest

Im Praxistest macht das Ugreen Nexode 200W eine hervorragende Figur. Wir konnten die versprochenen 200W Gesamtleistung tatsächlich abrufen und mehrere Laptops, Tablets und Smartphones gleichzeitig mit Höchstgeschwindigkeit laden.

Die Ladeelektronik arbeitet sehr effizient, im Test erreichten wir einen beachtlichen Wirkungsgrad von 92,55 Prozent. Einzig beim Anschluss weiterer Geräte während des Ladevorgangs gab es kurze Einbrüche auf wenige Watt, nach einigen Sekunden pendelten sich die Werte aber wieder ein. Grundsätzlich ein normales Phänomen, nachdem Lader und Endgeräte bei jedem Neuanschluss die Ladegeschwindigkeit neu verhandeln, in diesem Fall ist die Unterbrechung im Test aber etwas länger als gewohnt gewesen.

Preis

Mit einem Preis von aktuell knapp 80 Euro bei Notebooksbilliger ist das Ugreen Nexode 200W GaN sicher kein Schnäppchen. Angesichts der gebotenen Leistung, Flexibilität und Verarbeitungsqualität geht der Preis aber in Ordnung. Vergleichbare Charger kosten ähnlich viel, teils sogar mehr. Preislich liegt es damit im Rahmen, auch wenn man natürlich immer gerne etwas weniger zahlen würde.

Fazit

Das Ugreen Nexode 200W GaN ist ein beeindruckendes USB-Ladegerät, das dank 6 Ports und 200W Gesamtleistung enorm flexibel und leistungsstark ist. Es lädt bis zu vier USB-C Geräte mit 100W respektive 65W sowie zwei USB-A Geräte mit 22,5W und unterstützt alle gängigen Schnellladestandards von USB-PD über Quick Charge bis PPS.

Die Verarbeitung ist hochwertig, die Ladeelektronik effizient und zuverlässig. Einziger Wermutstropfen ist der stolze Preis von knapp 80 Euro. Dafür bekommt man aber ein Top-Produkt, das seinesgleichen sucht. Daher vergeben wir eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die ein starkes und flexibles USB-Ladegerät für mehrere Geräte suchen.

Mit dem Nexode 100W hat ein Ugreen ein hochwertiges USB-C-Ladegerät mit 100 Watt im Angebot – für unter 50 Euro. Wir zeigen im Test, wie gut es ist.

VORTEILE
  • drei USB-C-Ports
  • hochwertig
  • viel Leistung
NACHTEILE
  • Pfeif-Geräusch im Betrieb
  • für ein USB-C-Ladegerät schon hochpreisig

Mit dem Nexode 100W hat ein Ugreen ein hochwertiges USB-C-Ladegerät mit 100 Watt im Angebot – für unter 50 Euro. Wir zeigen im Test, wie gut es ist.

Ugreen kennen wir schon von anderen Netzteilen sowie Powerstations, Powerbanks oder USB-C-Hubs. Der Hersteller hat immer solide Geräte mit hoher Qualität zu fairen Preisen im Sortiment – immer scheinbar auf den Fersen von Konkurrent Anker. Diesem Ansatz bleibt auch das Ugreen Nexode 100W treu.

Ausstattung & Verarbeitung

Die Verarbeitung überzeugt auch hier wie beim kleinen Bruder Ugreen Nexode 65W. Das schicke Außengehäuse, das für ein 100-Watt-Ladegerät noch recht kompakt ist, gefällt. Seine Maße betragen 69 x 69 x 33 mm, das Gewicht ist mit 245 g noch recht moderat.

Seine Ausgangsleistung von 100 Watt kann das Netzteil über zwei der drei USB-C-Anschlüsse abgeben, der dritte USB-C-Port kann maximal 22,5 Watt leisten. Dazu gibt es eine mit maximal 22,5 Watt ebenfalls deutlich langsamere USB-A-Buchse. USB-C1 und USB-C2 haben folgende Spezifikation: 5 V bei 3 A, 9 V bei 3 A, 12 V bei 3 A, 15 V bei 3 A sowie 20 V bei 5 A.

Die Leistung wird bei Anschluss mehrerer Geräte entsprechend aufgeteilt und jeder Anschluss ist damit begrenzt, sodass die Gesamtlast 100 Watt nicht überschreitet. USB-C1 wird dabei immer priorisiert und darf am meisten ausgeben. Sind etwa Geräte an USB-C1 und USB-C2 angeschlossen, darf ersterer 65 Watt bereitstellen, zweiterer aber nur 30 Watt. Kombiniert man USB-C3 und USB-A, dürfen bei nur noch jeweils 10,5 Watt abgeben. Es ist also wichtig, auf die richtige Belegung der Ports zu achten, um die maximale Leistung zu bekommen.

Ladestandards

Auch dieses Ladegerät hat Power Delivery 3.0, Quick Charge 4.0+ und PPS an Bord. Laut Herstellerangabe ausdrücklich nicht unterstützt sind die proprietären Schnellladestandards Warpcharge (Oneplus), Vooc (Oppo), Poco Super Charge (Xiaomi) und Realme Super Charge. Hier gibt es dann nur 18 Watt für entsprechende Geräte.

PPS steht an USB-C1 & -C2 dabei in voller Breite im Bereich 3,3 bis 21 V bei 3 A zur Verfügung. Bei USB-C3 verkleinert sich der Bereich durch die niedrigere Ausgabeleistung auf 3,3 bis 11 V bei 2 A.

Praxistest

Im Test bot das Nexode 100W an der Anker Powerbank 737 sein gesamtes Können auf. Mit über 92 Watt sprintete es davon und erreichte Effizienzwerte von 91,15 Prozent. Auch am Dell Inspiron schaffte es mehr als 62 Watt, womit technisch die maximale Ladeleistung ausgereizt ist, die der Laptop aufnehmen kann.

Nachdem wir das Ladegerät nun bereits seit mehr als einem Jahr im Einsatz haben, ist uns im Alltagsbetrieb mit empfindlichen Ohren ein hörbares, dauerhaftes Pfeifen aufgefallen. Es ist weder leise noch außerordentlich laut, stört aber potenziell beim Einschlafen und ist ein irritierendes Hintergrundgeräusch.

Preis

Aktuell bekommen Interessierte das Ugreen Nexode 100W schon zum Preis von knapp 32 Euro (Coupon anwählen). Sonst kostet es knapp 60 Euro, was selbst für die hohe Leistung wahrlich nicht günstig ist.

Fazit

Das Ugreen Nexode 100W ist ein zuverlässiger Stromlieferant und trotz der vier Ports noch einigermaßen kompakt. Die hohe Leistung sorgt dafür, dass man es auch als Notebook-Netzteil nutzen kann. Das aber geht schon etwas ins Geld. Zwar ist Ugreen mit einem normalen Preis von etwa 45 Euro für ein 100-Watt-Netzteil noch moderat unterwegs. Aktuell ist der Preis aber auf starke 32 Euro gesunken. Schade ist, dass es im Betrieb pfeift – was leider nicht so hochwertig wirkt, jedoch passieren kann.

High-End-Ladegerät mit Drehknopf, WLAN und App-Steuerung: Der Anker Prime Charger 250W ist ein Netzteil der Extraklasse, aber auch zum Luxuspreis.

VORTEILE
  • 250 Watt Gesamtleistung über 6 Ports
  • integriertes 2,5-Zoll-LCD-Display & App-Anbindung
  • hochwertige Verarbeitung
NACHTEILE
  • sehr teuer
  • Display & App eher Luxus als Must-have
  • vereinzelt Spannungsabfälle im Test 
  • unvollständige PPS-Angaben

High-End-Ladegerät mit Drehknopf, WLAN und App-Steuerung: Der Anker Prime Charger 250W ist ein Netzteil der Extraklasse, aber auch zum Luxuspreis.

Der Anker Prime Charger 250W ist ein neuer Abkömmling aus Ankers Prime-Produktreihe, die einen Haufen an Premium-Zubehör bietet. Das Besondere: Das Ladegerät verfügt über ein integriertes 2,5 Zoll großes LC-Display, das Informationen zum Ladestatus anzeigt und sich per Drehknopf an der Seite bedienen lässt. Hä? Ein Display bei einem Ladegerät? Aber ja doch. Wir haben das luxuriöse 250-Watt-Netzteil mit App-Steuerung getestet.

Ausstattung & Verarbeitung

Der Anker Prime Charger 250W will mit High-End-Features wie einem integrierten 2,5-Zoll-LCD und App-Steuerung punkten. Das Display liegt unter der für die Prime-Serie typischen Hochglanz-Front, darunter sind die vier blau akzentuierten USB-C-Ports. Die Seiten sind geriffelt und bestehen aus silbernem Kunststoff. Die Verarbeitung ist tadellos, das weiße Kunststoffgehäuse macht einen hochwertigen Eindruck. Mit Abmessungen von 106 × 93 × 40 mm und einem Gewicht von 640 Gramm ist der Prime Charger 250W allerdings ziemlich groß und schwer für ein Ladegerät.

Steuern lässt sich die Bedienoberfläche über einen Drehknopf an der rechten Seite neben den zwei USB-A-Ports, den man nicht nur drehen, sondern auch drücken kann, etwa zur Bestätigung in Menüs oder bei Schaltflächen. Dank WLAN-Support lässt sich das Ladegerät auch mit dem heimischen Netz verbinden, um es dann mit der Anker-App zu nutzen. Mit letzterer stehen nach der Anmeldung zusätzliche Funktionen wie Fernsteuerung oder Statistiken zur Verfügung. Ohne Account geht es leider nicht.

Ladestandards

Der Prime Charger 250W unterstützt am ersten USB-C-Port bis zu 140 Watt, an den restlichen drei USB-C-Ports jeweils 100 Watt. Die beiden USB-A-Ports liefern maximal 22,5 Watt.

Als Ladestandards werden USB Power Delivery, PPS, Super Charge und Quick Charge 3.0 unterstützt. Leider macht Anker im Detail keine Angaben zu den unterstützten PPS-Spannungen und Stromstärken, was wir kritisieren müssen. Unsere Recherchen und Messungen ergaben: PPS wird im Bereich von 5 bis 11 Volt bei bis zu 5 Ampere unterstützt – ausreichend für die meisten Smartphones, aber nicht optimal für Geräte wie das Google Pixel 9 Pro, die von höheren Spannungen profitieren würden. Positiv: USB-C-Port 1 beherrscht den neuen AVS-Standard mit bis zu 28 Volt und 140 Watt.

Praxistest

Im Praxistest zeigte der Anker Prime Charger 250W eine insgesamt gute Leistung, es kam jedoch vereinzelt zu kurzen Spannungsabfällen – vermutlich aufgrund von Überhitzung, auch wenn die Gehäusetemperatur mit 45 bis 50 °C noch im Rahmen blieb.

Der Wirkungsgrad lag mit 90,7 Prozent etwas unter dem Niveau vergleichbarer Netzteile. Die Bedienung über Display und Drehknopf funktionierte problemlos, die App-Anbindung nach Anlegen eines Accounts ebenfalls. Allerdings rechtfertigen diese Features in unseren Augen den hohen Preis nicht.

Preis

Mit einem Preis von 120 Euro ist der Anker Prime Charger 250W inzwischen deutlich gefallen gegenüber dem Vorjahrespreis von 160 Euro.

Fazit

Der Anker Prime Charger 250W ist ein luxuriös ausgestattetes Ladegerät mit integriertem Display, Drehknopf-Bedienung und App-Anbindung. Die Verarbeitung und Leistung überzeugen, auch wenn es im Test vereinzelt zu Spannungsabfällen kam. Mit 250 Watt Gesamtleistung über sechs Ports bietet er viel Power zum parallelen Laden mehrerer Geräte.

Allerdings ist der Prime Charger 250W mit 120 Euro auch vergleichsweise teuer. Das Display und die App-Features sind nette Extras, aber kein Must-have. Hinzu kommen das hohe Gewicht und die für den Preis nicht optimale Effizienz. Letztlich ist der Anker Prime Charger 250W ein sehr gutes, aber auch kostspieliges Luxus-Ladegerät für Technik-Enthusiasten. Wer nicht unbedingt ein Display und App-Steuerung benötigt, bekommt vergleichbare Leistung auch günstiger.

Sechs Ports und 112 W Gesamtleistung: Der Anker Charger 112W lädt viele Geräte gleichzeitig. Wir zeigen im Test, ob sich der Kauf für 34 Euro lohnt.

VORTEILE
  • Sechs Ports (3x USB-C, 3x USB-A)
  • USB-PD und PPS ab 3,3 V
  • 112 W Gesamtleistung
  • solide Verarbeitung
  • fairer Preis
NACHTEILE
  • maximal 30 W am stärksten USB-C-Port
  • PPS-Unterstützung vom Hersteller nirgends kommuniziert
  • Gehäuse anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke
  • Effizienz nur solide (83–88 Prozent)

Sechs Ports und 112 W Gesamtleistung: Der Anker Charger 112W lädt viele Geräte gleichzeitig. Wir zeigen im Test, ob sich der Kauf für 34 Euro lohnt.

Sechs Anschlüsse in einem Gehäuse: Der Anker Charger 112W (Modell A2154) vereint drei USB-C- und drei USB-A-Ports mit einer Gesamtleistung von bis zu 112 W. Das Konzept richtet sich an Nutzer, die mehrere Kleingeräte gleichzeitig laden möchten – etwa Smartphones, Kopfhörer, Tablets oder E-Reader. Statt mehrere Netzteile an der Steckdosenleiste zu belegen, reicht hier ein einzelnes Ladegerät.

Die 112 W im Produktnamen klingen zunächst nach viel Leistung. Dabei bezieht sich die Angabe auf die Gesamtleistung über alle sechs Ports hinweg – ein einzelner USB-C-Port liefert maximal 30 W. Diese Diskrepanz zwischen Gesamtleistung und Einzelportleistung ist bei Mehrfach-Ladegeräten üblich, wird von Herstellern aber selten offensiv kommuniziert. Für die meisten Handys reichen 30 W aus, für Laptops fehlt allerdings der nötige Dampf. USB Power Delivery bringt das Anker-Netzteil mit, und wie unser Test zeigt, beherrscht es sogar PPS – obwohl Anker das nirgends erwähnt.

Für 34 Euro positioniert sich der 6-Port-Lader im Mittelfeld. Kann er im Test überzeugen – und wie schlägt er sich im Vergleich zur Konkurrenz?

Ausstattung & Verarbeitung

Das schwarze Kunststoffgehäuse des Anker Charger 112W ist matt und solide verarbeitet. Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Die Oberfläche ist anfällig für Kratzer, Flecken und Fingerabdrücke. Nach regelmäßiger Mitnahme im Rucksack sieht das Netzteil schnell nicht mehr frisch aus. Funktional ist das kein Problem, aber eine Erwähnung wert. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzkabel – einen integrierten Stecker gibt es nicht. Das sorgt für eine höhere Flexibilität, da man das Ladegerät weiter von der Steckdose entfernt aufstellen kann.

Insgesamt sechs Ports verteilen sich auf die Front: drei USB-C- und drei USB-A-Buchsen. Die Anordnung von links nach rechts lautet A1, A2, A3, C1, C2, C3. Nicht alle Ports leisten gleich viel: USB-C1 liefert als stärkster Port bis zu 30 W. USB-C2 und USB-C3 schaffen jeweils maximal 20 W. Bei den USB-A-Ports sieht es ähnlich gestaffelt aus: A1 und A2 liefern je 12 W, A3 kommt auf 18 W. In Summe ergibt das die beworbenen 112 W Gesamtleistung.

Ladestandards

Das Anker Charger 112W unterstützt USB Power Delivery (USB-PD). Zusätzlich haben wir mit unserem PD-Listener PPS ausgelesen – mit einem Bereich von 3,3 bis 11 V bei maximal 3,3 A. Das ist ein guter Wert, denn viele Konkurrenten starten erst ab 5 V mit PPS.

Anker erwähnt die PPS-Unterstützung weder auf der Webseite noch auf dem Ladegerät selbst. Das kennen wir bereits von früheren Tests anderer Netzteile des Herstellers. Man muss Anker aber zugutehalten, dass es damit auch nicht aktiv wirbt und dann die entscheidenden Details wie den unterstützten Spannungsbereich schuldig bleibt – was bei manch anderem Hersteller vorkommt. Dennoch wäre eine transparentere Angabe wünschenswert, denn PPS wird für Smartphone-Schnellladen immer wichtiger und Kunden können ohne diese Information kaum einschätzen, ob ihr Gerät damit schnelllädt.

Am stärksten USB-C1-Port lauten die Spannungsstufen 5 V / 3 A (15 W), 9 V / 3 A (27 W), 15 V / 2 A (30 W) und 20 V / 1,5 A (30 W). USB-C2 und USB-C3 liefern jeweils 5 V / 3 A (15 W), 9 V / 2,22 A (20 W) und 12 V / 1,67 A (20 W). Bei den USB-A-Ports geben A1 und A2 jeweils 5 V / 2,4 A (12 W) aus, während A3 mit 5 V / 3 A (15 W), 9 V / 2 A (18 W) und 12 V / 1,5 A (18 W) etwas mehr schafft.

30 W 5 V, 9 V, 15 V, 20 V 3 A (5/9V), 2 A (15V), 1,5 A (20V) 3,3 – 11 V / 3,3 A
20 W 5 V, 9 V, 12 V 3 A, 2,22 A, 1,67 A 3,3 – 11 V / 3,3 A
20 W 5 V, 9 V, 12 V 3 A, 2,22 A, 1,67 A 3,3 – 11 V / 3,3 A
18 W 5 V, 9 V, 12 V 3 A, 2 A, 1,5 A Nicht unterstützt
12 W 5 V 2,4 A Nicht unterstützt
12 W 5 V 2,4 A Nicht unterstützt

Bei mehreren belegten Ports sinkt die verfügbare Leistung pro Anschluss. Ein Port liefert bis zu 30 W, zwei Ports bis zu 50 W, drei Ports bis zu 70 W, vier Ports bis zu 88 W, fünf Ports bis zu 100 W und alle sechs Ports zusammen die vollen 112 W.

30 W 30 W 20 W 20 W 18 W 12 W 12 W
50 W 30 W 20 W
70 W 30 W 20 W 20 W
88 W 30 W 20 W 20 W 18 W
100 W 30 W 20 W 20 W 18 W 12 W
112 W 30 W 20 W 20 W 18 W 12 W 12 W

Praxistest

Im Praxistest messen wir die Effizienz am 30-W-USB-C-Port bei verschiedenen Laststufen. Bei voller Last von 30 W erreicht das Netzteil 83 Prozent, bei 25 W steigt der Wirkungsgrad auf 88 Prozent. Bei 20 W messen wir 87 Prozent, bei 15 W liegt die Effizienz wieder bei 83 Prozent. Den besten Wirkungsgrad erreicht das Anker Charger 112W also im Bereich von 20 bis 25 W. Im Vergleich zu den besten Ladegeräten in unserer Bestenliste sind die Werte ordentlich, aber nicht überragend – Spitzenmodelle schaffen über 90 Prozent.

Bei der Wärmeentwicklung messen wir am Gehäuse bis zu 54 Grad Celsius bei längerer Auslastung mit 30 W über USB-C. Das ist deutlich spürbar, liegt aber noch im akzeptablen Rahmen. Bei Überlast schaltet das Netzteil bei 34 W zuverlässig ab.

Preis

Das Anker Charger 112W kostet aktuell 34 Euro bei Amazon. Damit ist es nicht günstig, aber auch nicht teuer. Zum Vergleich: Unser aktueller Testsieger von Baseus kostet mit rund 39 Euro nur 5 Euro mehr und bietet bis zu 100 W an einem einzelnen USB-C-Port. Allerdings hat er nur vier statt sechs Ports und kommt auf 100 statt 112 W Gesamtleistung.

Die beiden Ladegeräte bedienen unterschiedliche Einsatzgebiete: Das Anker eignet sich für viele Kleinverbraucher wie Smartphones, Kopfhörer oder Tablets. Der Testsieger von Baseus ist die bessere Wahl, wenn man ein oder zwei leistungshungrige Geräte laden möchte, die mehr als 30 W benötigen – etwa Laptops. Das kann das Anker mit maximal 30 W an einem einzelnen USB-C-Port nicht bieten.

Fazit

Das Anker Charger 112W ist ein solides Mehrfach-Ladegerät für den Schreibtisch oder das Nachttisch-Setup. Sechs Ports und 112 W Gesamtleistung bieten genug Kapazität, um mehrere Smartphones, Tablets und andere Kleingeräte gleichzeitig zu laden. USB-PD und die im Test entdeckte PPS-Unterstützung ab 3,3 V runden die Ausstattung positiv ab.

Die Effizienz liegt mit 83 bis 88 Prozent im soliden Bereich, ohne an die Spitzenwerte der Bestenliste heranzureichen. Abstriche gibt es bei der kratzempfindlichen Oberfläche und der spürbaren Wärmeentwicklung unter Volllast. Wer leistungshungrige Geräte wie Laptops laden möchte, stößt mit maximal 30 W am stärksten Port an Grenzen und greift besser zum Testsieger. Auch sollte man sich von den 112 W im Produktnamen nicht blenden lassen – die Zahl bezieht sich auf die Gesamtleistung aller Ports, nicht auf einen einzelnen Anschluss.

Für 34 Euro bietet das Anker Charger 112W ein faires Gesamtpaket. Wir empfehlen es allen, die viele Kleinverbraucher gleichzeitig mit Strom versorgen möchten und dabei Wert auf ein einzelnes Netzteil statt vieler Ladegeräte legen.

Das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W vereint USB-C-Hub und Ladestation in einem Gerät. Wir haben getestet, ob die Kombination überzeugen kann.

VORTEILE
  • Kombination aus USB-C-Hub & Ladestation
  • 14 Anschlüsse inkl. HDMI & DisplayPort 
  • bis zu 160 Watt Ladeleistung
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • integriertes Display
NACHTEILE
  • USB-Übertragungsraten nur Durchschnitt
  • recht hoher Preis
  • kein Thunderbolt

Das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W vereint USB-C-Hub und Ladestation in einem Gerät. Wir haben getestet, ob die Kombination überzeugen kann.

USB-C-Hubs gibt es viele, Ladestationen ebenso. Anker kombiniert beides in seinem Prime Ladedock 14-in-1 160W. Das Gerät soll sowohl als Dockingstation für Laptop & Co. dienen als auch gleichzeitig mehrere Geräte mit insgesamt bis zu 160 Watt aufladen können. Wir haben das spannende Hybrid-Gerät getestet.

Ausstattung & Verarbeitung

Das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W präsentiert sich im typischen Anker-Prime-Design mit glänzender Kunststoff-Front. Die Verarbeitungsqualität ist tadellos, alle Ports sitzen fest und haben kein übermäßiges Spiel. Auch wenn das glänzende Kunststoffgehäuse etwas Staub anzieht, macht es einen hochwertigen Eindruck.

Unter der Front verbirgt sich ein bei Anker beliebtes Display. Es zeigt wahlweise die aktuelle Ladegeschwindigkeit angeschlossener Geräte oder informiert per Knopfdruck darüber, welche Ports gerade Daten übertragen. Ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht. Mit Abmessungen von 140 x 97 x 47 mm und einem Gewicht von 888 g ist das Ladedock noch halbwegs kompakt.

Anschlüsse & Übertragungsstandards

Beim Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W ist es wichtig, zwischen den reinen Lade- und den Datenports zu unterscheiden. Auf der Vorderseite finden sich jeweils zwei USB-C- und ein USB-A-Anschluss, die nur zum Laden gedacht sind. Der USB-C-Port versorgt angeschlossene Geräte wie Laptops mit bis zu 100 Watt, der USB-A-Port schafft 12 Watt. In Summe sind die beworbenen 160 Watt Gesamtleistung bei parallelem Laden an allen Ports möglich.

Die Datenports verteilen sich auf die Rückseite. Hier gibt es zweimal HDMI 2.0, einen Displayport 1.4, einen Gigabit-LAN-Anschluss für kabelgebundenes Internet sowie dreimal USB-A 3.1 Gen 1 mit bis zu 5 Gbit/s. Zwei der USB-A-Ports unterstützen den BC 1.2-Standard und können so auch Geräte mit bis zu 7,5 Watt laden. Insgesamt lassen sich bis zu zwei 4K-Monitore mit 60 Hz anschließen.

Die Verbindung zum Laptop erfolgt über ein fest installiertes USB-C-Kabel mit 1 m Länge. Es überträgt Daten mit bis zu 10 Gbit/s und lädt das angeschlossene Notebook mit maximal 65 Watt. Das ist zwar nicht die Maximalleistung, reicht aber für die meisten 13- bis 14-Zoll-Laptops aus.

Praxistest

In der Praxis macht das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W eine solide Figur. Im Datentransfertest erreicht das Ladedock über USB-A Übertragungsraten von bis zu 480 MB/s. Für eine 5 GB große Testdatei benötigt es 11,97 Sekunden. Damit landet es im Mittelfeld, die Konkurrenz ist teils deutlich schneller. Für Office- und Multimedia-Anwendungen reicht die Geschwindigkeit aber völlig aus.

Das Laden funktioniert zuverlässig. Sowohl am USB-C- als auch am USB-A-Port werden die versprochenen 100 oder 12 Watt erreicht. Praktisch: Über das Display lässt sich die aktuelle Ladeleistung bequem ablesen.

Preis

Mit einem Preis von rund 140 Euro ist das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W inzwischen etwas im Preis gesunken.

Fazit

Das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W ist eine gelungene Kombination aus USB-C-Hub und Ladestation, die mit vielseitigen Anschlüssen, hoher Ladeleistung und guter Verarbeitungsqualität überzeugt. Für Nutzer, die Wert auf aufgeräumte Schreibtische und flexible Konnektivität legen, ist es genau das Richtige.

Einzige Kritikpunkte sind die im Vergleich etwas geringeren Übertragungsraten der USB-Ports sowie der gegenüber dem Vorgänger gestiegene Preis. Dennoch stimmt das Gesamtpaket. Wer ein vielseitiges USB-C-Hub mit Ladefunktion sucht, kann bedenkenlos zugreifen. Das Anker Prime Ladedock 14-in-1 160W ist eine klare Empfehlung.

Das Belkin Boostcharge Pro 4-Port 108W ist ein leistungsstarkes USB-C-Ladegerät mit einer Gesamtleistung von 108 W. Im Test überzeugt es mit hoher Ladeleistung und guter Verarbeitung, offenbart aber auch ein paar Schwächen.

VORTEILE
  • bis zu 96 W an einem USB-C-Port
  • hochwertige Verarbeitung
  • abnehmbares Kabel für flexible Platzierung
NACHTEILE
  • hoher Preis
  • Pfeifen unter Last
  • mäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis
  • kein PPS

Das Belkin Boostcharge Pro 4-Port 108W ist ein leistungsstarkes USB-C-Ladegerät mit einer Gesamtleistung von 108 W. Im Test überzeugt es mit hoher Ladeleistung und guter Verarbeitung, offenbart aber auch ein paar Schwächen.

Mit dem Boostcharge Pro 4-Port 108W hat Belkin ein vielseitiges USB-C-Ladegerät auf dem Markt, das dank hoher Gesamtleistung und vier Anschlüssen zum gleichzeitigen Laden mehrerer Geräte geeignet ist. Mit bis zu 96 W an einem der USB-C-Ports können auch stromhungrige Notebooks zügig geladen werden. Die vier Anschlüsse sind ein weiteres Plus. Wie gut es ist, zeigt sich im Test.

Ausstattung & Verarbeitung

Das kompakte Kunststoffgehäuse des Belkin Boostcharge Pro ist hochwertig verarbeitet und nur etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel. Dank der kompakten Abmessungen findet das Ladegerät auch auf dem Schreibtisch problemlos Platz. Das zwei Meter lange Kabel zur Stromversorgung lässt sich bei Bedarf abnehmen, was Flexibilität bei der Platzierung erlaubt.

An der Vorderseite befinden sich die vier Ladeanschlüsse. Zwei USB-C-Ports unterstützen den Power-Delivery-Standard mit bis zu 96 W, die beiden USB-A-Ports liefern maximal 12 W und teilen sich die Leistung. Insgesamt ist die Anschlussausstattung ordentlich, auch wenn nur ein Port die volle Leistung bereitstellt. Die anderen Anschlüsse liefern spürbar weniger Leistung als bei manchem Konkurrenzprodukt, doch mehr dazu im nachfolgenden Absatz.

Ladestandards

Das Belkin Boostcharge Pro setzt auf den modernen Power-Delivery-3.0-Standard. Einer der beiden USB-C-Ports liefert bis zu 96 W (20 V bei 4,8 A), der zweite immerhin noch 30 W (20 V bei 1,5 A). Die beiden USB-A-Ports teilen sich eine Leistung von bis zu 12 W (5 V bei 2,4 A). Von PPS für schnelles Laden von Smartphones ist nicht die Rede.

Die maximale Gesamtleistung von 108 W verteilt sich abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Geräte dynamisch. An einem einzelnen Gerät stehen die vollen 96 W über USB-C zur Verfügung. Bei zwei Geräten liefert USB-C1 noch 65 W und USB-C 2 bis zu 30 W (95 W gesamt). Nutzt man drei Anschlüsse, sind es 96 W via USB-C und 12 W über USB-A (108 W gesamt). Bei Nutzung aller vier Ports teilen sich entweder USB-C1 mit 96 W und beide USB-A-Ports 12 W (108 W gesamt) oder USB-C1 liefert 65 W, USB-C 2 dann 30 W und ein USB-A-Port 12 W (107 W gesamt).

Praxistest

Im Praxistest zeigt das Belkin Boostcharge Pro gute Leistungen. An einem MacBook werden sehr gute 74,8 W erreicht, an einer Anker Powerbank 737 sogar hervorragende 90,1 W. Auch bei der Effizienz schneidet das Netzteil mit 91,38 Prozent ordentlich ab und liegt nur knapp unter den Bestwerten.

Größter Kritikpunkt im Praxiseinsatz ist das deutlich wahrnehmbare hochfrequente Pfeifen, das bei hoher Leistungsabgabe auftritt. Das ist auf Dauer sehr störend und nervt im Alltag.

Preis

Mit einem Preis von rund 37 Euro ist das Belkin Boostcharge Pro fair bepreist. Für ein Markenladegerät mit 108 W Gesamtleistung geht der Preis in Ordnung.

Fazit

Das Belkin Boostcharge Pro 4-Port 108W hinterlässt im Test einen etwas zwiespältigen Eindruck. Auf der Habenseite stehen die hohe Gesamtleistung von 108 W, die guten Ladeleistungen an Laptop und Powerbank, die hochwertige Verarbeitung und die praktische Flexibilität dank abnehmbarem Kabel.

Dem stehen aber auch ein paar Kritikpunkte gegenüber. Allen voran das störende Pfeifgeräusch unter Last, das deutlich wahrnehmbar ist und auf Dauer sehr stört. Schade ist auch, dass nur einer der USB-C-Ports mit der vollen Leistung von 96 W aufwartet, während die anderen Anschlüsse mit spürbar weniger Power auskommen müssen. Zudem fehlt PPS für schnelles Laden von Smartphones. Hier bieten einige Konkurrenten teils schon mehr fürs Geld oder verlangen für Produkte mit diesen Funktionen einen vergleichsweise geringen Aufpreis. Apropos Geld: Mit rund 37 Euro ist das Boostcharge Pro für die gebotene Leistung inzwischen deutlich fairer bepreist, als noch zuvor.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Baseus 35W Gan5

Anker Prime 240W



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