Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin ist Testsieger vor Huawei & Polar
Garmin Fenix 7
Die neue Garmin Fenix 7 soll noch besser sein als die Vorgänger. Helfen soll dabei ein Touchscreen, mehr Akku und eine neue Stamina-Funktion. TechStage zeigt, ob die neue Fenix ihr Geld wert ist.
- gute Akkulaufzeit
- sehr gute Software und App
- umfangreiche Trainingsfunktionen
- sinnvolle Touch-Integration
Garmin Fenix 7 im Test
Die neue Garmin Fenix 7 soll noch besser sein als die Vorgänger. Helfen soll dabei ein Touchscreen, mehr Akku und eine neue Stamina-Funktion. TechStage zeigt, ob die neue Fenix ihr Geld wert ist.
Die Garmin Fenix ist eine der bekanntesten und beliebtesten Sportuhren. Kein Wunder, schließlich trifft hier ausgefeilte Technik auf eine hervorragende App. Entsprechend hat es die Garmin Fenix 6 (Testbericht) auf den ersten Platz unserer Sportuhren-Topliste geschafft. Doch damit ist jetzt Schluss, denn die Fenix 7 schickt sich an, die Vorgängerin vom Thron zu schubsen.
Varianten
Die Fenix gibt es in drei Größen und mit verschiedenen Funktionen. Die Garmin Fenix 7S besitzt einen Durchmesser von 42 mm und ist eher für kleinere Handgelenke gedacht. Das Modell Fenix 7 hat einen Durchmesser von 47 mm, die Fenix 7X schließlich kommt mit großem Gehäuse mit 51 mm. Neben der „normalen“ Variante gibt es die Option „Solar“. Diese nutzt ein durchsichtiges Solar-Panel im Touch-Display. Und wer die Variante Sapphire Solar möchte, der bekommt die Solarfunktion samt extra robustem Saphir-Glas. Die Sapphire-Modelle besitzen zudem 32 GByte Speicher und können die L5-Frequenz empfangen, die eine höhere Genauigkeit bei GPS bieten. Für den Test stellte uns Garmin die Fenix 7S Solar zur Verfügung.
Design und technische Daten
Die Garmin Fenix 7 wirkt zwar immer noch mächtig, sie sieht aber nicht mehr komplett wie eine Pulsuhr aus. Die Uhr selbst ist etwas flacher, die Varianten der 7S wirken fast schon schmächtig. Garmin setzt auf ein Design aus Edelstahl oder Titan, je nach Ausführung. Jede der Uhren hat an der Lünette drei Tasten links und zwei Tasten rechts. Dazu kommt der neue Touchscreen auf LCD-Basis. Die Armbänder bestehen aus Silikon oder Leder, je nach Modell. Alternativ kann man andere Armbänder nachkaufen. Garmin nutzt einen eigenen Schnellverschluss, sodass man darauf achten muss, dass die Armbänder zur jeweiligen Fenix-7-Variante kompatibel sind.
Einrichtung und App
Die Einrichtung der Garmin Fenix 7S lief problemlos. Wir nutzen die Garmin Connect App. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Nach dem ersten Pairing führt sie durch das Setup und aktualisiert notfalls die Uhr. Danach kann man optionale Zusatzfunktionen wie WLAN, die Musikfunktion oder Garmin Pay aktivieren.
WLAN kostet zwar Strom, allerdings kann sich die Uhr dann mit Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder Amazon Music verbinden und Playlisten direkt im Speicher ablegen. Das funktioniert auch für Podcasts, wenn diese über Playrun laufen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Podcast-App für Garmin-Uhren. Die Garmin App kümmert sich um die Verwaltung der Uhr, hilft bei den Einstellungen und bereitet Daten auf. Dazu kann man über den Garmin Connect Io-Store weitere Anwendungen oder Designs für die Uhr herunterladen und übertragen.
Die App hat sich im Vergleich zu den Vorgängern wenig verändert und gefällt uns nach wie vor sehr gut. Das Dashboard mit der Übersicht liefert allgemeine Informationen. Wer möchte, der kann richtig tief in die Daten einsteigen und Trainings umfassend auswerten. Das geht auch bequem über das Web-Interface von Garmin Connect. Wer Freunde hat, die ebenfalls Garmin-Produkte nutzen, kann sich mit ihnen verbinden und deren Aktivitäten sehen oder virtuelle Wettbewerbe starten.
Die drei Varianten Fenix 7S, Fenix 7 und Fenix 7X unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe. Die Details zeigen wir in der Tabelle:
Bedienung
Eine der größten Neuerungen gegenüber den alten Varianten wie der Garmin Fenix 6 (Testbericht) ist der Touchscreen. Die Fenix 7 wird nicht mehr nur über die seitlichen Tasten gesteuert, zusätzlich lassen sich Optionen auch mit einem Druck aufs Display auswählen. In der Praxis funktioniert das gut, wir nutzen im Test eine Mischung aus Taster und Touch. Während des Sportmodus schaltet sich die Touch-Funktion aus. Ein guter Zug, schließlich passen verschwitzte Finger und Touch einfach nicht zusammen.
Aktivität
Die Uhr hält tägliche Aktivitäten fest. Dazu gehören Herzfrequenz, Schritte sowie Treppensteigen. Zusammen mit der Schlafüberwachung fließen die Werte in Body Battery ein. Dieser Wert soll anzeigen, wie viele Energiereserven man hat und ob man während des Tags genügend Power hat. Bei der Zählung der Schritten gefällt uns, dass Garmin weiter dynamische Schrittziele anbietet. Schafft man seine täglichen Vorgaben, steigt der Wert an – erreicht man sie nicht, geht das Tagesziel nach unten. Das motiviert deutlich mehr als fest definierte Werte.
Insgesamt liefert die Uhr einen einwandfreien Überblick über tägliche Aktivitäten. Je länger man sie trägt, desto besser wird auch die Body Battery, die nach einigen Wochen das eigene Gefühl erstaunlich präzise abbildet. Das gilt vorwiegend dann, wenn man die Uhr auch nachts trägt. Garmin liefert ein erstaunlich detailliertes Schlaf-Tracking, sauber aufgeteilt in die unterschiedlichen Schlafphasen. Wie immer gilt aber auch hier, dass man sich hauptsächlich auf langfristige Trends verlassen sollte, die Uhren sind kein Ersatz für ein Schlaflabor. Der Wecker in der Uhr ist dagegen laut genug, um selbst tiefe Schläfer zu wecken.
Die Varianten mit Solarmodul können nicht nur (minimal) Strom produzieren, sie messen zudem, wie stark die UV-Strahlung ist, der man tagsüber ausgesetzt war. Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hatten wir geschrieben, dass die Fenix 7 Daten zur UV-Strahlung anzeigt, das ist nicht der Fall. Wir entschuldigen uns.
Training
Während die Garmin Venu 2 Plus (Testbericht) als Alltagsuhr gedacht ist, wurde die Fenix 7 für Sport und Training entwickelt. Ja, sie ist ein guter Fitness-Tracker, wer sie aber nicht zum Sport mitnimmt, der zahlt für viele Funktionen, die er nicht verwendet.
Das beginnt mit der schier unglaublichen Anzahl an Trainingsprofilen. Laufen, Radfahren, HIIT, Cardio, SUP, Snowboarden, Schwimmen, Bouldern, Yoga oder Golfspielen – es sind unfassbar viele Profile hinterlegt, die sich dann abermals in Untergruppen unterteilen. Auch Kombi-Sportarten wie Swimrun sind möglich. Alle Trainings lassen sich nachträglich über die App anpassen.
Die Genauigkeit war im Test sehr gut. Nicht nur bei einfachen Tätigkeiten wie Laufen oder Radfahren, auch Cardio-Training mit schnell wechselnden Pulsraten bringen die Fenix 7 nicht aus dem Takt. So muss das sein. Wie immer kann man die Pulsdaten zusätzlich von einem externen Gerät anfordern oder von der Uhr übertragen, etwa an einen Garmin-Radcomputer.
Neu in der Fenix 7 ist das Stamina-Feature. Die Uhr berechnet beim Laufen und Radfahren, wie viel Restenergie und Ausdauer man wahrscheinlich noch hat. Die Berechnung geschieht in Echtzeit, so kann man entsprechend einplanen, wann und ob man sich im Training noch etwas weiter pushen sollte. Eine clevere Erweiterung, die allerdings erst über einen längeren Zeitraum präzise wird.
Karten
Die Fenix 7 bringt wieder eigenes Kartenmaterial mit, sodass man direkt über die Uhr navigieren kann. Neu dabei ist, dass man keinen PC mehr benötigt, um Karten zu installieren oder zu aktualisieren. Stattdessen läuft diese über den Menüpunkt Kartenmanager und ein aktives WLAN. Die Uhr verbindet sich mit den Servern von Garmin, zeigt, welche Karten verfügbar sind und welche Updates es gibt. Achtung: Die Downloads starten erst, wenn man die Uhr an einer Stromquelle anschließt. Zudem sind die Daten riesig. Die Europakarte etwa belegt 10 GByte an Speicherplatz.
Neben den klassischen topografischen Karten gibt es Karten von Golfplätzen (CourseView) und Skigebiete zum Download. Dazu zeigt die Uhr auf Wunsch POIs entlang der Route an. Wenn die Karten nicht reichen, kann man beispielsweise auch Touren von Komoot offline auf die Uhr laden, solange man die entsprechende Region freigeschaltet hat.
Benachrichtigung, Musik, Garmin Pay
Im Alltag zeigt die Uhr alle eingehenden Nachrichten an, die auch auf dem verbundenen Smartphone eine Benachrichtigung auslösen. Praktisch dabei ist, dass man direkt auf der Fenix 7 entscheiden kann, ob diese App weitere Informationen schicken darf. Bei E-Mails oder Chat-Nachrichten zeigt die Uhr den Betreff oder einen Teil der Nachricht an. So sieht man direkt, ob sich ein Antworten lohnt.
Die Fenix 7 kann, wie ihre Vorgänger, Musik auf einem verbundenen Smartphone steuern. Alternativ kann man Musik auf die Uhr speichern, wahlweise als MP3 oder über Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music. Letztere synchronisieren Playlisten per WLAN, Musik wird über USB und Garmin Express übertragen. Die Fenix 7 verbindet sich per Bluetooth mit entsprechenden Kopfhörern (Ratgeber: Bluetooth Sportkopfhörer), entsprechend kann man das Smartphone fürs Training komplett daheim lassen. Allerdings frisst die Funktion Akkulaufzeit, wir empfehlen das eher für kürzere Sessions oder Indoor-Sport.
Mit dabei ist auch Garmin Pay, das Pendant zu Apple Pay und Google Pay. Leider ist die Bankenunterstützung noch immer deutlich hinter den Konkurrenten zurück, die offizielle Bankenliste listet gerade einmal zehn Einträge. Wer es ausprobieren möchte, der kann beispielsweise bei Vimpay eine Guthaben-Karte anlegen. Nutzt man eine kompatible Bank, dann ist das Bezahlsystem tatsächlich einfach und angenehm. Karte einspeichern, per PIN freischalten und an den Leser halten.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit kommt stark darauf an, wie man die Uhr nutzt und welche Variante man besitzt. Garmin gibt im Smartwatch-Modus Laufzeiten zwischen 18 und 22 Tagen an (letzteres mit Solarladung), im GPS-Modus halten die Uhren zwischen 57 Stunden und 73 Stunden (wieder mit Solar). Unsere Fenix 7S Solar hielt im Test knapp eine Woche durch, das beinhaltet regelmäßigen Sport mit GPS-Tracking und eine dauerhaft aktivierte SpO2-Messung. Wir würden, je nach Nutzung, von einer realistischen Laufzeit von 7 bis 10 Tagen am Stück sprechen, vor allem, wenn man den Energiesparmodus aktiviert.
Die Solarfunktion haben wir im Test nicht wirklich bemerkt. Das liegt auch daran, dass wir im Januar und Februar mit der Uhr unterwegs waren, wo sie primär unter der Jacke getragen wird. Ja, vielleicht liefert sie im Sommer etwas mehr Strom, wirklich schnell aufladen kann man die Uhr damit aber nicht.
Preis
Je nach Version und Preis kostet die Fenix 7 zwischen 699 Euro (Fenix 7S und Fenix 7), 799 Euro (Fenix 7S Solar, Fenix 7 Solar) und 1200 Euro (Fenix 7X Sapphire Solar Edition mit Titan). Die tatsächlichen Straßenpreise liegen immer wieder darunter, wie bei den Vorgängern kann man teilweise gute Schnäppchen machen. Unser Preisvergleichs-Widget zeigt die drei Fenix-7-Varianten in unterschiedlichen Ausführungen:
Fazit
Die Neuerungen der Fenix 7 sind zwar subtil, aber sie wirken frisch und innovativ. Der Umstieg auf einen Touchscreen ist gut gelungen und erweitert die Steuerung sinnvoll. Gleiches gilt für die vielen kleinen Optimierungen im Inneren. Der neue Stamina-Modus hilft beim regelmäßigen Training, bei der der Vorbereitung und beim Absolvieren von Wettkämpfen, setzt aber voraus, dass man die Uhr bereits länger nutzt. Der neue Kartenmanager auf der Uhr ist praktisch, damit wird die Desktop-Software noch unnötiger.
Heimliches Highlight ist die App. An den Umfang kommt vielleicht Polar noch heran, aber beim Thema Aufbereiten von Gesundheits- und Trainingsdaten ist Garmin ganz vorne.
Um die Fenix 7 komplett auszunutzen, sollte man ein aktiver Sportler sein. Wer die Vorteile der Garmin-App möchte, aber eine eher Alltagsuhr bevorzugt und beispielsweise auf die Kartennavigation verzichten kann, der findet in der Garmin Venu 2 (Testbericht) eine schicke und günstigere Alternative.
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Spurensicherung nach M365-Angriff ‒ Protokolle gezielt auswerten
Hinter Business E-Mail Compromise (BEC) stehen zielgerichtete Angriffe, bei denen Cyberkriminelle die Identität von Führungskräften annehmen. Mit gefälschten E-Mails verleiten sie Angestellte dazu, Geld oder interne Daten zu versenden und so dem Unternehmen nachhaltig zu schaden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im zweitägigen iX-Workshop M365 Forensik und Incident Response: Angriffe erkennen, eindämmen und forensisch untersuchen lernen Sie aktuelle Bedrohungen für Microsoft 365 kennen und erfahren, wie Sie mit BEC richtig umgehen, um die daraus folgenden Schäden zu minimieren. Ebenfalls erhalten Sie einen Einblick in das Mitre-Att&ck-Framework und den Security Incident Management Process.
|
Februar 25.02. – 26.02.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 28. Jan. 2026 |
|
Mai 20.05. – 21.05.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 22. Apr. 2026 |
|
August 05.08. – 06.08.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 08. Jul. 2026 |
|
November 11.11. – 12.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Okt. 2026 |
Perspektivwechsel: simulierte Angriffe selbst ausführen
Mit einer praxisnahen BEC-Simulation werden Sie in diesem Workshop selbst zum Angreifer und lernen so die Vorgehensweise von Cyberkriminellen mit M365-Anwendungen kennen. Dabei übernehmen Sie ein Benutzerkonto und stehlen vertrauliche Daten, um sie für Phishing-Angriffe und Rechnungsbetrug zu verwenden.
Im nächsten Schritt übernehmen Sie die Rolle des Incident Responders und analysieren auf Grundlage der Ergebnisse die hinterlassenen Spuren. Dazu lernen Sie die Best Practices im Umgang mit den Protokollen von Microsoft 365 kennen. Nach dem Workshop können Sie Aktivitäten erkennen, fundiert interpretieren und konkrete, effektive Gegenmaßnahmen ableiten.
Ihre Referenten sind Moritz Oettle und Pascal Schohn aus dem Beratungsunternehmen HvS-Consulting GmbH. Als Head of Incident Response verfügt Oettle über langjährige Erfahrung und fundiertes Fachwissen in der Eindämmung und Bewältigung digitaler Angriffe. Cybersecurity-Consultant Pascal Schohn ist Experte für Identity Compromise in Microsoft-365-Anwendungen und unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung von Sicherheitsvorfällen in den Bereichen Ransomware und Identitätsdiebstahl.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
DMA: Google droht hohe EU-Geldstrafe wegen Play Store
Die Alphabet-Tochter Google steht in der EU wegen ihres Play-Stores weiter unter Druck: Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezugnahme auf mit der Sache vertrauten Personen berichtet, könnte dem Konzern eine saftige Geldstrafe drohen, wenn dieser nicht mehr unternehme, „die EU-Vorschriften zur Gewährleistung eines fairen Zugangs und Wettbewerbs“ in seinem hauseigenen Marktplatz für Android einzuhalten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Play Store seit März im Fokus der EU
Der Google-Play-Store steht seit März dieses Jahres im Fokus der Europäischen Kommission. Dabei beanstandet die Regulierungsbehörde vor allem technische Beschränkungen, die App-Entwickler daran hindern sollen, Nutzer zu anderen Kanälen mit günstigeren Angeboten zu leiten. Als weiteres Problem sehe man die Servicegebühr, die Google für die Vermittlung neuer Kunden über den Play-Store an App-Entwickler erhebe, diese aber nach Ansicht der Regulierungsbehörde über das gerechtfertigte Maß hinausgehe.
Im August hatte Google einige Änderungen an Google Play angekündigt, um die drohenden DMA-Strafen der EU abzuwenden. Unter anderem sehen diese Anpassungen vor, dass App-Entwickler Kunden leichter auf andere Kanäle leiten könnten, um Käufe über alternative Zahlungsmöglichkeiten zu tätigen. Zudem geht die Änderung mit einer neuen Gebührenstruktur einher. Konkret sinken die Transaktionsgebühren für Entwickler von 10 auf 3 Prozent, wenn sie alternative Zahlungswege nutzen.
Jedoch reichten diese Anpassungen offenbar immer noch nicht aus. Laut Reuters sieht die EU-Kartellbehörde die letzten im Juni vorgenommenen Änderungen von Apple an seinem App-Store als Maßstab. Apple sah sich wegen einer verhängten Strafzahlung in Höhe von 500 Millionen Euro dazu gezwungen, seinen App-Store erneut zu überarbeiten. Dem Konzern wurde von der EU vorgeworfen, App-Entwickler durch technische und kommerzielle Beschränkungen daran zu hindern, Kunden über günstigere Angebote außerhalb der Plattform zu informieren.
Lesen Sie auch
Laut den Reuters-Quellen hat Google bis zum ersten Quartal 2026 Zeit, noch weitere Änderungen anzubieten, bevor die Regulierungsbehörden eine Geldstrafe verhängen. Jedoch könne sich der Zeitpunkt der Sanktionen noch ändern. Laut DMA können die Strafen bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen – bei Alphabet wären das mehrere Milliarden Euro.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ein Google-Sprecher sagte gegenüber Reuters: „Wir arbeiten weiterhin eng mit der Europäischen Kommission bei ihrer laufenden Untersuchung zusammen, haben jedoch ernsthafte Bedenken, dass weitere Änderungen Android- und Play-Nutzer dem Risiko von Malware, Betrug und Datendiebstahl aussetzen würden. Im Gegensatz zu iOS ist Android bereits von Grund auf offen gestaltet.“
Streit mit den USA könnte weiter eskalieren
Reuters spekuliert, dass eine hohe Geldstrafe gegen Google die bereits bestehenden Spannungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten verstärken könnte. Denn die USA behaupten, dass eine Reihe kürzlich verabschiedeter EU-Gesetze auf US-Technologieunternehmen abzielen. Die Kritik werde zwar von der EU zurückgewiesen, jedoch habe sie Eingang in das vor wenigen Tagen veröffentlichte nationale Strategiedokument Washingtons gefunden. Zuletzt krachte es Anfang Dezember zwischen der EU und den USA. Die EU hatte eine Millionenstrafe gegen Musks Firma X wegen Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Bislang zeigte sich die EU von den Drohungen aus den USA eher unbeeindruckt.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Fels, Federn, Flammen: Die Bilder der Woche 50
Auch in den letzten sieben Tagen beweist die c’t Foto-Community wieder ihr beeindruckendes Können und ihre Kreativität. Die visuelle Reise führt von dramatischen Alpengipfeln über die nächtlichen Kanäle Venedigs bis hin zu intimen Momenten im Tierreich. Dabei werden flüchtige Augenblicke eingefangen, wie zankende Möwen im Abendlicht oder ein lauernder Grünreiher auf Beutezug. Experimentelle Aufnahmen wie ein Fuchs aus Feuer oder eine Welt in der Glaskugel zeugen vom besonderen Blick der Fotografen. Jede Aufnahme besticht durch technische Finesse und erzählt ihre eigene, fesselnde Geschichte. Lassen Sie sich von der Vielfalt und Qualität der ausgewählten Werke inspirieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Karwendelwetter

Karwendelwetter
(Bild: Gast (75d8c32e))
Die Wolken verfingen sich im Karwendelgebirge. Ein schroffer Berggipfel dringt durch die dichte Wolkendecke, wodurch der bevorstehende Wetterwechsel deutlich wird. Kurt Seibt wanderte im Sojerngebirge, als er merkte, dass vom Wettersteingebirge eine Schlechtwetterfront heranzog.
„Es war ein schönes Schauspiel, wie sich minütlich die Situation veränderte. Da konnte man nur staunen. Mir fiel spontan der Satz von Goethe ein: Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“, berichtet der Fotograf.
Die Schwarz-Weiß-Umsetzung reduziert die Szene auf das Wesentliche. Formen, Strukturen und die dramatische Lichtstimmung. Wolken und Fels scheinen in einem ständigen Wechselspiel zu sein, wodurch das Bild eine raue und kraftvolle Atmosphäre bekommt.
Basstölpel

Basstölpel
(Bild: Herr_Sommer)
Ein intimer Moment zwischen zwei Basstölpeln, eingefangen bei einer innigen Geste. Im Hintergrund löst sich das glitzernde Wasser in ein traumhaftes Bokeh aus Lichtkreisen auf. Die geringe Schärfentiefe lenkt den Fokus vollständig auf die Vögel und ihre Interaktion, während der unscharfe Vordergrund dem Bild Tiefe verleiht. So entsteht ein beinahe malerisches Bild der schnäbelnden Vögel von Herr_Sommer.
Weiterlesen nach der Anzeige
Rialtobrücke mit bunten Lichtbändern

Rialtobrücke mit bunten Lichtbändern
(Bild: Freidenker_m)
Während die Rialtobrücke in der Nacht erstrahlt, tanzen Lichtspuren auf dem Canal Grande. Durch die Langzeitbelichtung werden die Bewegungen der Boote als farbige Bänder eingefangen und setzen sich in Kontrast zur statischen Architektur. So entsteht eine dynamische und zugleich zeitlose Ansicht jenes venezianischen Wahrzeichens.
„Ich wollte die Rialtobrücke in Venedig als Nachtaufnahme erfassen und dabei wenig Rauschen auf dem Bild haben, um es mir als Abzug auf einer Magnettafel an eine unserer Magnetwände zu hängen. Da das unter diesen Bedingungen nur mit Stativ und Langzeitbelichtung funktioniert, setzte ich das genauso mit ISO 100 um“, berichtet unser Galeriefotograf Freidenker_m.
Möwen im Abendlicht

Möwen im Abendlicht
(Bild: katzefudder)
Zwei Möwen zanken sich, eingefangen im perfekten Augenblick. Das warme Abendlicht modelliert ihre Federn und hebt sie vom ruhigen Wasser im Hintergrund ab. Die kurze Verschlusszeit friert die schnellen Bewegungen ein und macht so die Eleganz des Flugs sichtbar.
Zum Entstehungsprozess erzählt Florian Dehn: „Ich beobachtete eine der Möwen eine Weile in der Abendsonne. Mit dem Messsucher fokussierte ich die Möwe, machte ein paar Fotos. Ich wartete darauf, dass sie wohl wegfliegen würde. Stattdessen kam eine zweite Möwe ins Spiel, die ihr den Platz an der Sonne streitig machen wollte. Mit kurzer Verschlusszeit und möglichst weit offener Blende von f/1.4 löste ich diesen einen Schuss aus. Die Schärfe passt nicht zu 100 Prozent, aber bei einer Blende von f/1.4 ist die Schärfeebene sehr knapp. Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO waren absichtlich so gewählt. In Lightroom habe ich lediglich das Foto minimal geradegerückt.“

Glaskugel

Glaskugel
(Bild: Rontrus)
Eine kleine Welt, eingefangen in Glas. Die Kugel bündelt die Landschaft und stellt sie auf den Kopf – ein faszinierendes Spiel mit der Physik des Lichts. Der Fokus liegt eindeutig auf der Kugel und ihrer scharfen Abbildung, während der Hintergrund unscharf bleibt. Dass sich Rontrus für die Schwarz-Weiß-Darstellung entschied, lenkt den Blick auf die Formen und Strukturen und verleiht der Szene eine zeitlose Stimmung.
Feuerfuchs

Feuerfuchs
(Bild: anbeco4macro)
Für einen flüchtigen Moment formt das Feuer die Gestalt eines Fuchses. Die tanzende Flamme wirkt beinahe lebendig, als wäre sie in ihrer eleganten Bewegung eingefroren. Hier zeigt sich, wie die Fotografie den perfekten Augenblick einfangen und im Alltäglichen das Besondere entdecken kann. Vor dem tiefschwarzen Hintergrund kommt die leuchtende, organische Form der Flamme eindrucksvoll zur Geltung.
Grün

Grün
(Bild: Zika)
Geduckt und hoch konzentriert lauert dieser Grünreiher auf seine nächste Mahlzeit. Die Aufnahme auf Augenhöhe mit dem Vogel zieht uns direkt ins Geschehen hinein. Durch die geringe Schärfentiefe verschwimmt der Vordergrund zu einem sanften Grün und setzt den Reiher perfekt in Szene. Seine feine Spiegelung im stillen Wasser rundet die ruhige Komposition ab.
„Den Grünreiher in einer kleinen Bucht mit Zugang zum Wasser und mit Grünpflanzen am anderen Ufer zu sehen, war schon ein Glück. Er hatte gerade erfolglos nach einer Beute gestoßen und sich danach auf seinem Schwimmfloß neu sortiert. Das gab mir die Gelegenheit, ein Bild auf Augenhöhe zu versuchen. Ein solches mit Wasservögeln aufzunehmen ist immer eine Herausforderung, denn Equipment und Fotograf müssen, so nah es geht, ans Wasser. Sehr hilfreich ist dabei ein Klappdisplay, so liegt die Kamera fast auf dem Boden oder Wasser und man muss die Vögel nie direkt anschauen, darauf reagieren sie fast immer mit Flucht, was für ethische Tierfotografie unbedingt zu vermeiden ist“, erzählt Jan Rothe über sein Bild.
Die Bilder der Woche im Überblick:

Gast (75d8c32e)
)
(caru)
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenIllustrierte Reise nach New York City › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenAus Softwarefehlern lernen – Teil 3: Eine Marssonde gerät außer Kontrolle
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenFake It Untlil You Make It? Trifft diese Kampagne den Nerv der Zeit? › PAGE online
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenSK Rapid Wien erneuert visuelle Identität
-
Entwicklung & Codevor 4 WochenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenNeue PC-Spiele im November 2025: „Anno 117: Pax Romana“
-
Social Mediavor 3 MonatenSchluss mit FOMO im Social Media Marketing – Welche Trends und Features sind für Social Media Manager*innen wirklich relevant?
